Antrag auf ALG II

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

kaubatz

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
4 August 2013
Beiträge
12
Bewertungen
1
Hallo,

ich war am 31. noch beim JC und wollte ALGII beantragen, man hat allerdings nur meinen schon fast 2 Jahre alten Ausweis kopiert und mit Eingangsstempel versehen. Das Antragsformular wollte man mir allerdings noch nicht geben, da ich keinerlei Unterlagen dabei hatte. Trotzdem hat mir der Sachbearbeiter auf Nachfrage gesagt, dass es für den Juli-Anspruch ausreichen würde, wenn ich das Formular dann erst im August abgebe. Ich habe mir extra noch eine Bescheinigung mitgeben lassen auf der steht nun, dass ich an dem Tag in der Antragsberatung vorgesprochen habe.

Meint Ihr das wird noch was mit dem Juli?
 
E

ExitUser

Gast
Arbeitslosengeld II wird nur auf Antrag gewährt – ab dem Monat der Antragstellung. Leistungen werden dabei nach den jüngsten
Gesetzesänderungen, die 2011 in Kraft getreten sind, rückwirkend ab dem Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde.

Was hat sich 2011 beim Leistungsbeginn genau geändert?

Bislang galt: Wer den Antrag auf ALG II beispielsweise am 30. eines Monats stellte, ging für die ersten 29 Tage leer aus – selbst wenn sie oder er in diesem Zeitraum keinerlei Einkommen hatte. ALG II wurde dann erst ab dem 30. gezahlt – jedenfalls dann, wenn der Antrag bewilligt wurde.
Nach dem neu gefassten § 37 Abs. 2 SGB II gilt: »Der Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts wirkt auf den Ersten des Monats zurück.« Das bedeutet für den Beispielsfall, dass Leistungen gegebenenfalls ab dem Monatsersten gewährt werden, obwohl ALG II erst 29 Tage später beantragt wurde.

Quelle: www.buchundmehr.de/out/media/6026_Leseprobe.pdf
 
E

ExitUser

Gast
Hallo!
Dazu habe ich auch eine Frage: Gilt die Rückwirkung auch für den Weiterbewilligungsantrag?
Ich frage deshalb, weil mein Bewilligungszeitraum am 30. September endet (war ein Erstantrag) und ich gerade ein Schreiben vom Amt erhalten habe, wonach ich innerhalb der nächsten drei Wochen einen Folgeantrag stellen soll, wenn ich die Leistungen ab Oktober weiter erhalten will.
Wörtlich steht da „Ich weise Sie ausdrücklich darauf hin: Eine verspätete Antragsabgabe kann angesichts der erforderlichen Bearbeitungszeit und (…) zu Zahlungsverzögerungen führen. Leistungen nach dem SGB II werden auch nicht rückwirkend gewährt.“
Ich möchte einen möglichen Folgeantrag aber so spät wie möglich stellen, da ich eine gewisse Hoffnung habe, im Oktober einen neuen Job zu haben.
Wenn es mit diesem Job nicht klappen sollte, würde es dann nicht reichen, Ende Oktober einen Folgeantrag zu stellen? Klar, das Geld würde dann vermutlich erst Weihnachten kommen, aber nachgezahlt werden muss doch, oder liege ich hier falsch?
Wenn man das finanziell überbrücken kann, hätte man ja auch noch den Vorteil, erst später mit EGV u.s.w. behelligt zu werden.
 

Banquo

Redaktion
Mitglied seit
17 Oktober 2008
Beiträge
3.556
Bewertungen
227
Das Antragsformular wollte man mir allerdings noch nicht geben, da ich keinerlei Unterlagen dabei hatte.

Lass dich nächstens nicht so abspeisen. Du bist Bürger und Kunde und WILLST einen Antrag stellen. Dafür füllst du sogar deren Formulare aus und WILLST die jetzt ausgehändigt bekommen. Wenn sich diese Behörde weigert, dann stelltst du den Antrag an Ort und Stelle mündlich und sie sollen es schriftlich zu Protokoll nehmen.

Beistand mitnehmen und falls du sowas nochmal befürchtest, am besten auch einen von der Presse dabeihaben. Dann kann der dieses bürgerfreundliche Verhalten gleich festhalten...

Für jetzt kannst du dir die Anträge auch bei der BA im Netz holen:

Formulare Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de
 
E

ExitUser

Gast
Hallo!
Dazu habe ich auch eine Frage: Gilt die Rückwirkung auch für den Weiterbewilligungsantrag?
Ich frage deshalb, weil mein Bewilligungszeitraum am 30. September endet (war ein Erstantrag) und ich gerade ein Schreiben vom Amt erhalten habe, wonach ich innerhalb der nächsten drei Wochen einen Folgeantrag stellen soll, wenn ich die Leistungen ab Oktober weiter erhalten will.
Wörtlich steht da „Ich weise Sie ausdrücklich darauf hin: Eine verspätete Antragsabgabe kann angesichts der erforderlichen Bearbeitungszeit und (…) zu Zahlungsverzögerungen führen. Leistungen nach dem SGB II werden auch nicht rückwirkend gewährt.“
Ich möchte einen möglichen Folgeantrag aber so spät wie möglich stellen, da ich eine gewisse Hoffnung habe, im Oktober einen neuen Job zu haben.
Wenn es mit diesem Job nicht klappen sollte, würde es dann nicht reichen, Ende Oktober einen Folgeantrag zu stellen? Klar, das Geld würde dann vermutlich erst Weihnachten kommen, aber nachgezahlt werden muss doch, oder liege ich hier falsch?
Wenn man das finanziell überbrücken kann, hätte man ja auch noch den Vorteil, erst später mit EGV u.s.w. behelligt zu werden.

Würde ich nicht machen, Folgeantrag abgeben, warten ob das mit dem neuen Job klappt, wenn ja- die Veränderungsmitteilung rechtzeitig, d.h. ab dem Zeitpunkt ab dem sich die Veränderung einstellt, abgeben und bestätigen lassen.
Also erst wenn Du auch sicher sein kannst das Du vom Arbeitgeber krankenversichert etc. wirst und die 1. Lohnzahlung aufs Konto überwiesen wird.
 

kaubatz

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
4 August 2013
Beiträge
12
Bewertungen
1
Wenn sich diese Behörde weigert, dann stelltst du den Antrag an Ort und Stelle mündlich und sie sollen es schriftlich zu Protokoll nehmen.

Wäre es möglich, dass genau das so gemacht wurde, schließlich hat man mir ja auch die Bescheinigung ausgestellt? Könnte ich also noch auf meinen Juli-Anspruch hoffen?
 

Banquo

Redaktion
Mitglied seit
17 Oktober 2008
Beiträge
3.556
Bewertungen
227
Wäre es möglich, dass genau das so gemacht wurde, schließlich hat man mir ja auch die Bescheinigung ausgestellt? Könnte ich also noch auf meinen Juli-Anspruch hoffen?

Ich würde an deiner Stelle kein Jota von dem Anspruch abrücken, dass dir der Bedarf für Juli 2013 ermittelt und ggf ausbezahlt wird. Schliesslich warst du im Juli in der Behörde zwecks Antragstellung.

Trotzdem hat mir der Sachbearbeiter auf Nachfrage gesagt, dass es für den Juli-Anspruch ausreichen würde, wenn ich das Formular dann erst im August abgebe. Ich habe mir extra noch eine Bescheinigung mitgeben lassen auf der steht nun, dass ich an dem Tag in der Antragsberatung vorgesprochen habe.

Hoffen wir, dass dein JC mit dem Juli-Bedarf kein Problem hat.

Üblicherweise ist der einzige Grund, weshalb eine Behörde dem persönlich vorsprechenden Antragsteller die Aushändigung der Antragsformulare verweigert, dass Ansprüche nicht geltend gemacht werden [können] und damit Kosten gespart werden. Angesichts der seltsamen verwaltungsrechtlichen Auffassungen in der Führung der BA für Arbeit (Stichwort: Zielerreichung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen) wäre das nur logisch...
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten