Antrag ALG2 nur gültig bei persönlicher Vorsprache? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Jens2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2010
Beiträge
222
Bewertungen
58
Hallo zusammen,

ich habe meinen Antrag auf ALG2 von der Internetseite meiner ARGE heruntergeladen, ausgefüllt und ausgedruckt. Ich habe den Antrag dann in der ARGE in der Poststelle abgegeben und mir als Eingangsbestätigung den Antragseingang auf einer Kopie abstempeln lassen. Seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Nun wollte ich heute noch einige Formulare nachreichen und erfuhr dabei erstaunliches: Nur wenn ich mich innerhalb einer Woche nach Antragsstellung in der Eingangszone mit meinem Personalausweis einfinde und dort vorspreche, würde ich auch ALG2 bekommen. Wenn ich das nicht tue, verfällt nach einer Woche mein Antrag.

Ist das tatsächlich so?

Gruß
Jens
 
G

gast_

Gast
Was Ähnliches haben sie mit meinem Schützling auch versucht...ich bin dann hin und hab Dampf abgelassen...Widerspruch eingelegt gegen den lustigen Bescheid... und schon bekam er stillschweigend Bescheid und Geld!
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.321
Bewertungen
831
hier nachzulesen:
Folien zum SGB II [PDF 2,7MB]Ein Folien-Vortrag von Harald Thomé – Referent für Arbeitslosen- und Sozialrecht – führt in das ab 2005 geltende Leistungssystem für Langzeiterwerbslose und Niedriglöhner ein
 

Jens2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2010
Beiträge
222
Bewertungen
58
Aus den Folien entnehme ich, dass eine Pflicht des Antragstellers zum persönlichen Erscheinen besteht. Das dürfte allgemein bekannt sein. Meine Frage beantwortet das nicht, nämlich ob ein ALG2-Antrag verfällt, wenn dieser nur eingeworfen wird und man nicht innerhalb einer Woche in der Eingangszone vorstellig wird ?!

Gruß
Jens
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
Soweit ich weiß, muss man sich persönlich ausweisen.
Die Frist kenne ich nicht.

Auf jeden Fall solltest du bald dort aufschlagen, sie werden den Antrag sonst nicht bearbeiten bzw. keine Leistung auszahlen.
Falls du durch Arbeit o.ä. verhindert bist, könnte auch jemand anders für Dich mit Vollmacht deine Angelegenheiten wahrnehmen. Demenigen würde ich den Personalausweis mitgeben oder eine Kopie davon. Es geht nicht nur um die Person (Vorderseite) sondern auch um die Meldeadresse auf der Rückseite des Personalausweises.
 

Jens2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2010
Beiträge
222
Bewertungen
58
Ich war nun heute persönlich bei der ARGE, obwohl dort mittwochs geschlossen ist und nur Notfälle behandelt werden. Nunja, ich fühle mich ja als Notfall.

Es ist so, wie ich es befürchtet hatte: Mein Antrag von letzter Woche, den ich gegen Empfangsbestätigung in der Poststelle abgegeben hatte, ist unauffindbar. Im Computer bin ich nicht vermerkt und niemand hat etwas gesehen. Als ich die Empfangsbestätigung auf den Tisch legte, war ich froh. Die Dame heute meinte, dass ich darauf gut aufpassen sollte. Na, die wird es ja wissen ;-)

Habe nun heute alle Formulare mitbekommen, allerdings mit dem heutigen Stempel 12.05.2010 bei "Tag der Antragstellung". Intern hat die Dame aber den 06.05. als Antragsdatum vermerkt. Das werde ich also beobachten und bis dahin tatsächlich gut auf die Empfangsbestätigung aufpassen.

Einen Termin habe ich erst für den 28.05.2010 bekommen. Bis dahin würde ich gerne einen Antrag auf Vorschuss stellen - wie mache ich das und welche Formulierung/Begründung muss ich benutzen? Jemand eine Idee?

Gruß
Jens
 

Demim

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 September 2009
Beiträge
796
Bewertungen
98
Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags. (§ 42 SGB I)
 
E

ExitUser

Gast
Habe nun heute alle Formulare mitbekommen, allerdings mit dem heutigen Stempel 12.05.2010 bei "Tag der Antragstellung". Intern hat die Dame aber den 06.05. als Antragsdatum vermerkt. Das werde ich also beobachten und bis dahin tatsächlich gut auf die Empfangsbestätigung aufpassen.

Einen Termin habe ich erst für den 28.05.2010 bekommen.
Das hat die ARGE ja wieder mal sauber hingekriegt. Diese Taktik verschleppen, verweigern, verzögern... :eek:

Das mit dem Datum der Antragstellung muß man tatsächlich gut beobachten.

Termin am 28.5.: Da sind die Anweisungen (Geld) für Juni schon längst raus u. Du wirst einen großen Vorschuß brauchen, wenn die Ende Mai erst in die Puschen kommen wollen! :icon_kotz:

Ich würde probieren, nochmal Druck zu machen.

.
 

DieDa

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 April 2010
Beiträge
609
Bewertungen
41
Einen Termin habe ich erst für den 28.05.2010 bekommen. Bis dahin würde ich gerne einen Antrag auf Vorschuss stellen - wie mache ich das und welche Formulierung/Begründung muss ich benutzen? Jemand eine Idee?
Den Vorschuss wirst du sicherlich erst bekommen können, wenn der Antrag gestellt wurde - sie müssen ja erst prüfen, ob ein Leistungsanspruch vorliegt.

Also im ersten Schritt um einen früheren Termin bitten!!

Begründen würde ich das, indem du darstellst, dass du keine Rücklagen hast (nichts mehr auf dem Konto, kein Dispo etc.).

Rechtsgrundlage ist der § 42 SGB I

(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.
(2) Die Vorschüsse sind auf die zustehende Leistung anzurechnen. Soweit sie diese übersteigen, sind sie vom Empfänger zu erstatten. § 50 Abs. 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.
(3) Für die Stundung, Niederschlagung und den Erlaß des Erstattungsanspruchs gilt § 76 Abs. 2 des Vierten Buches entsprechend.
 

Jens2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2010
Beiträge
222
Bewertungen
58
Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Ich werde also einen Antrag auf Vorschuß nach §42 SGB I stellen, weil mein ursprünglicher Antrag vom 06.05. unauffindbar war, weil dies erst am 12.05. festgestellt wurde, weil ein Termin erst für den 28.05. vergeben wurde und weil ich über keine Rücklagen verfüge.

Macht es Sinn (oder erfordert es zusätzliche Antragspunkte?) wenn ich erwähne, dass die Miete Mai nicht gezahlt werden konnte und dass die Jahresrechnung des Energieversorgers im Mai gestellt wurde und ebenfalls noch offen ist?

Gruß
Jens
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten