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Antrag ALG nach freiwilliger AL-Versicherung

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Nicht offen für weitere Antworten.

dietergorny

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#1
Hallo zusammen, ich hoffe, ich stelle meine Frage in der richtigen Rubrik. Kurz die Vorgeschichte: Ich war lange bei einer großen Firma beschäftigt, und bin dort im Februar 2007 mit einer Abfindung gegangen worden. Nach einer Ruhephase habe ich im Januar 2008 ALG beantragt und bewilligt bekommen. Im März 2008 habe ich einen Antrag auf einen Gründungszuschuss gestellt, der auch bewilligt wurde. Zeitgleich habe ich begonnen, in die freiwillige Arbeitslosenversicherung einzubezahlen. Der Gründungszuschuss lief dann Ende November 2008 aus, und ich habe keinen Antrag auf Verlängerung gestellt, aber stets weiter die freiwillige Arbeitslosenversicherung gezahlt. Leider lief die Selbstständigkeit (freiberufliche Tätigkeit) extrem schlecht, ich habe hauptsächlich von den Resten meiner Abfindung gelebt... Damit hat es sich aber jetzt, und so werde ich nun im Januar 2010 dann nach genau 22 Monaten Beitragszahlung in die freiwillige Arbeitslosenversicherung einen Antrag auf ALG stellen. Zudem habe ich noch einen Restmonat Anspruch aus der früheren ALG-Bewilligung. Meine Frage zielt nun auf den ALG-Antrag im Januar. Gibt es da für mich als so genannter Selbsständiger etwas zu beachten? Ich habe ja keine Arbeitsbescheinigung, und auch ansonsten ist wenig Substantielles, was die Selbstständigkeit betrifft. Kann die Arbeitsagentur meinen Antrag auf ALG ablehnen, obwohl ich regelmäßig eingezahlt habe, und welche Unterlagen muss ich bei der Antragsstellung beibringen bzw. was habe ich gesondert auszufüllen? Eine weitere Frage, die ich habe, bezieht sich auf die Höhe des möglichen ALG. Mir ist bekannt, dass für Selbstständige feste Sätze gelten, und ich mit meinem Berufsabschluss (kaufmännischer Beruf) mit ca. 770 € monatlich rechnen könnte. Der Restanspruch von einem Monat aus meiner früheren Bewilligung ist jedoch um einiges höher. Wie wird da dann verfahren? bekomme ich einen Monat den höheren Betrag, und dann die etwa 770 €, und wie lang ist meine gesamte Anspruchsdauer nach dieser Einzahlungszeit? Sorry, ich weiß, dass sind viele und bestimmt auch komplizierte Fragen, aber ich habe nun einfach Sorge, kein ALG mehr zu erhalten, und direkt ALGII beantragen zu müssen... Vielen Dank für Eure Hilfe. Tschau Dieter
 

Yukonia

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#2
Hallo, wie das bei ALG I ist weiß ich nicht. Ich habe bei Selbständigkeit gleichzeitig ALG II beantragt. Hierfür müsstest du vielleicht Gewerbeschein o.ä. haben, Steuerbescheid. Ich musste damals Kontoauszüge vorlegen zum Nachweis meiner Einnahmen. Und eine Einnahme-Überschuss-Rechnung. Wenn du dein Gewerbe nicht abgemeldet hast und beim Erstantrag auf ALG II angibst, du würdest noch X Stunden selbständig tätig sein, musst du gleichzeitig eine EKS-Prognose zu den zukünftigen Einnahmen abgeben (Anlage zum Antrag). Da lauern aber viele Fallstricke. Vielleicht fordern die dich auch auf, das Gewerbe abzumelden. Wenn du sowieso nichts verdienst mit deinem Gewerbe und auch zukünftig darauf verzichten kannst, überlegst du vielleicht gleich eine Abmeldung. Da bekommst du das Abmeldeformular, das dient dann als Nachweis dafür, dass du keine Einnahmen hast. Das gleiche würde auch für jede andere Art von angemeldeter Selbständigkeit gelten, denke ich.
 

dietergorny

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#3
Hallo, danke für Deine Antwort. Ein Gewerbe habe ich nicht. Es handelt sich um eine freiberufliche Tätigkeit als Softwareentwickler. Nur dem Finanzamt muss ich das Ende meiner Tätigkeit erklären. Tschau Dieter
 

stummelbeinchen

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#4
Hallo,

Sicher, dass Du noch einen Restanspruch hast? Mit Zahlung des Gründungszuschusses wird nämlich für den Tag Gründungszuschuss 1 Tag von Deinem ALG1-Anspruch abgezogen.

Heißt: Bei 8 Monaten Restanspruch und 9 Monaten GZ, sind am Ende alle Anspruchstage aufgebraucht.
 

dietergorny

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#5
Ja. Ich hatte 12 Monate ALG-Anspruch laut Bewilligungsbescheid. Davon habe ich zwei Monate erhalten, und dann 9 Monate Gründungszuschuss bekommen. Bleibt somit ein Monat Restanspruch ALG. Tschau Dieter
 

alvis123

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#6
Hi...
sehr interessant...

Natürlich bleibt der Monat erhalten.
Was mit dem Rest ist, weiß ich nicht genau, aber meiner Meinung bleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder, Du bekommst je nach Alter (Dauer) ALGI nach den Beiträgen oder die eingezahlten Beiträge zurück.
MfG
 

lopo

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#7
Hi,

4) Hat der Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist.

§ 131 SGB III

Noch bestehende "Rest"-Ansprüche können gegebenenfalls berücksichtigt werden.
Die Anspruchsdauer ergibt sich aus der Tabelle Anspruchsdauer
 

ethos07

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#8
Da die freiwillige Weiterversicherung eine Versicherungsleistung ist, brauchst du bei Inanspruchnahme lediglich mitteilen, dass du weniger als 15 Stunden Arbeit in der Woche hast. WEitere Nachweise zu deiner Selbständigkeit sind nicht erforderlich.

Du kannst auch während des AlG-Bezugs weiterhin unter 15 Stunden pro Woche selbständig arbeitend bleiben. Allerdings versuchen sie häufig, dir auch als Freiberuflern weiszumachen, man müsse sich aus der Selbständigkeit (beim Finanzamt ;-) ) abmelden - das ist aber nachweislich falsch.
Einkommen über 165 €ur werden übrigens auf dein ALG angerechnet.
 

dietergorny

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#9
Zunächst mal vielen Dank für Eure Antworten. Ihr habt mir wirklich Mut gemacht, und meine Sorge, sofort ALGII beantragen zu müssen, ist deutlich geringer geworden. Noch eine kleine Nachfrage (vielleicht an "lopo", der sich ja gut auskennt mit den Paragraphen)... Mein alter ALG-Anspruch wurde laut Bewilligungsbescheid ab dem 01.01.2008 (so genannter "Anspruchsbeginn") bewilligt. Erhalten habe ich das ALG dann bis zum 28.02.2009, also genau 2 Monate. Wenn ich den Passus "...innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen..." aus dem §131 SGB III. richtig verstehe, dann sind die zwei Jahre am 28.02.2010 abgelaufen. Somit wäre bei einer ALG-Beantragung am 04.01.2010 die Frist von 2 Jahren in keinem Fall abgelaufen, und die alte und höhere Bemessungsgrundlage müsste als Grundlage zur Berechnung meines ALG-Anspruches herangezogen werden. Oder sehe ich das falsch? Das wäre ja prima, und lässt mich wirklich hoffen... Nochmal vielen Dank für Eure super Arbeit! Tschau Dieter
 

lopo

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#10
ab dem 01.01.2008 (so genannter "Anspruchsbeginn") bewilligt. Erhalten habe ich das ALG dann bis zum 28.02.2009, also genau 2 Monate
Hi,

du meinst sicherlich den 28.02.2008 denke ich.

Die zweijährige Frist ist am 01.03.2010 abgelaufen.

Antragstellung 01.03.2010, zweijährige Rahmenfrist

läuft vom 01.03.2008 - 28.02.2010
 
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