Antrag abgelehnt (1 Betrachter)

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ExitUser

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31.01.2009
Sozialhilfeempfänger muss Bordellbesuch allein bezahlen


Thüringer Landessozialgericht (AZ: L 1 SO 619/08 ER)

Bodo Bodenzweig hat als behinderter Mensch Anspruch auf Sozialhilfe. Neben der Miete und den Kosten für Energie und Nahrungsmittel beantragt er eine Reihe weiterer Kostenpunkte, die übernommen werden sollen. Dazu zählt zum Beispiel die Pflege des Gartens, die er nicht mehr selbst leisten kann. Außerdem gibt er die Kosten für mehrere Kultur- und Sportveranstaltungen an. Zu guter Letzt beantragt er wöchentlich eine Stunde Liebesspiel mit einer Prostituierten. Und dies begründet er wie folgt: Seine Alltagskompetenz werde damit geschärft - und soziale Kontakte würden wiederhergestellt. Das Thüringer Landessozialgericht sah dies ein wenig anders:

Die Sozialhilfe hat die Aufgabe, dem Leistungsempfänger ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Ein solches Leben in Würde ist auch ohne die begehrten Sexualkontakte möglich. Außerdem fördern Prostituiertenbesuche weder die Alltagskompetenz noch die Einbindung in das Gemeinwesen.

Kein Geld gibt es außerdem für Gartenpflege. Nur für den Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen bekommt Herr Bodenzweig jährlich sechs bezahlte Taxifahrten.


Sozialhilfeempfänger muss Bordellbesuch allein bezahlen | MDR.DE
 

Kerstin_K

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Mich erinnert dasan etwas, was vor einigen Jahren mal bei uns im Regionalblatt stand: Da hatten Behinderte ebenso die Kosten für Bordellbesuche beantragt. Begründung: Sex trägt zur Muskelentspannung bei, ist also Therapie:wink:
 
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