Anspruch auf Zahlungen aus Freiwilliger Arbeitslosenversicherung nach befristeter Teilzeit-Arbeit als Angestellte?

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KathrinG

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Hallo,

wäre dankbar für jeden Rat zu meinem Fall, da ich bisher durch alle Raster zu fallen scheine ...

Ich arbeite seit Jahren selbstständig und zahle meine Beiträge zur Freiwilligen Arbeitslosenversicherung. Daraus ergäben sich (aufgrund der fiktiven Berechnungsgrundlage) ALG1-Ansprüche, von denen ich halbwegs gut leben könnte.

Nach einer kleineren Flaute konnte ich nun als Hauptjob eine Stelle als Angestellte finden, die gut bezahlt, aber leider nur Teilzeit (50%) und auf 15 Monate befristet ist. Deshalb will ich parallel dazu weiter selbstständig arbeiten, natürlich jetzt nur noch als Nebenjob und mit reduzierter Stundenzahl (aus der KSK bin ich dann raus, soviel weiß ich schon und das ist auch ok). Leider würde mein neuer ALG1-Anspruch allein aus dem Angestelltenjob aber meine Ausgaben kaum decken.

Meine Frage(n) nun:

1) Sollte ich nach dem Ende dieses TZ-Jobs keine Stelle finden, wonach berechnet sich dann die Höhe meines ALG1-Anspruchs? Bzw, wie könnte ich diesen in der aktuellen Höhe sichern?
Könnte ich zB beantragen oder darauf bestehen, dass für diese Berechnung (dann noch innerh einer 2-Jahres-Frist) meine FreiwALV als Grundlage genommen wird? Also, die fiktive Berechnung für eine 100%-Stelle, da ich diese ja auch gesucht habe und dann auch weitersuche? Oder ...

2) Müsste ich, um meinen Anspruch aus der FreiwALV zu "sichern" (für den ich ja auch lange genug Beiträge bezahlt habe), mich vor Stellenantritt noch mind. 1 Tag arbeitslos melden, um diesen Anspruch 4 Jahre zu behalten und abrufen zu können? Das würde ich allerdings sehr ungern machen, da ich die neue Stelle ja schon habe und es ausserdem, wg Erreichen einer Altersgrenze, für mich auch günstiger wäre, erst später und bei wirklichem Bedarf diesen Antrag zu stellen.

Vielen Dank für jede Hilfe! Ich "schwimme" da etwas hin und her..
 

Doppeloma

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Hallo KatrinG,:welcome:

Durch "alle Raster" fällst du ja nicht mit einem gesicherten Anspruch auf ALGI, in der Regel ist das vorgesehen den letzten Verdienst notdürftig abzusichern.

1) Sollte ich nach dem Ende dieses TZ-Jobs keine Stelle finden, wonach berechnet sich dann die Höhe meines ALG1-Anspruchs? Bzw, wie könnte ich diesen in der aktuellen Höhe sichern?
Könnte ich zB beantragen oder darauf bestehen, dass für diese Berechnung (dann noch innerh einer 2-Jahres-Frist) meine FreiwALV als Grundlage genommen wird?

Dazu meldet sich vielleicht noch Jemand, der es genauer weiß, die private Absicherung betreffend solltest du ja auch Vertragsunterlagen besitzen, wo das drin steht wie im "Leistungsfall" zu verfahren ist.

Also, die fiktive Berechnung für eine 100%-Stelle, da ich diese ja auch gesucht habe und dann auch weitersuche? Oder ...

Eine Berücksichtigung der letzten 24 Monate kann man bei der AfA beantragen, allerdings erst wenn man dann auch tatsächlich arbeitslos ist.
Eine fiktive Berechnung ist was ganz Anderes, es geht um das letzte Einkommen der 12 - 24 Monate und nicht darum ob du (eigentlich) lieber Vollzeit arbeiten würdest.

Vollzeit - ALGI gibt es nur wenn man zuletzt auch Vollzeit gearbeitet hat, es sei denn diese Berechnung nach den letzten 24 Monaten bringt ein anderes Ergebnis, also eine (teilweise) Anerkennung des früheren, höheren Einkommens.

Ob das in Kombi mit einer privaten Zusatz-Versicherung genau so geht ist mir nicht bekannt.

2) Müsste ich, um meinen Anspruch aus der FreiwALV zu "sichern" (für den ich ja auch lange genug Beiträge bezahlt habe), mich vor Stellenantritt noch mind. 1 Tag arbeitslos melden, um diesen Anspruch 4 Jahre zu behalten und abrufen zu können?

Du kannst dich nur arbeitslos melden wenn du auch arbeitslos bist, im Angestelltenverhältnis bist du es ja offenbar aktuell nicht mehr. :icon_evil:

Das würde ich allerdings sehr ungern machen, da ich die neue Stelle ja schon habe und es ausserdem, wg Erreichen einer Altersgrenze, für mich auch günstiger wäre, erst später und bei wirklichem Bedarf diesen Antrag zu stellen.

So ist das ja auch gedacht, "prophylaktisch" kann man sich NICHT arbeitslos melden, um sich Ansprüche zu sichern, das zumindest dürfte auch bei freiwilliger Versicherung nicht möglich sein.

Die Altersgrenze wird ja trotzdem berücksichtigte wenn du dann tatsächlich (später erst) ALGI in Anspruch nehmen musst, kommt es nur noch auf dein Lebensalter zum Zeitpunkt der Antragstellung an, das hat ja nur was mit der Anspruchs-DAUER zu tun.

Es mag sein, dass du lange eingezahlt hast aber das ist nun mal so bei solchen Versicherungen, wenn man sie letztlich nicht (im vertraglich geregelten Rahmen) benötigt, ist das eingezahlte Geld irgendwann FUTSCH ...

Auch wenn es hier im Forum eher nicht danach aussieht geht das sicher real auch vielen abhängig Beschäftigten am Ende so, wenn sie das Glück hatten nie arbeitslos zu werden, haben sie auch lange eingezahlt und werden nie was daraus bekommen.

MfG Doppeloma
 

KathrinG

Elo-User*in
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Hi Doppeloma,

vielen Dank für Deine Antworten - auch wenn sie für mich erstmal nicht so viele gute News bedeuten ;)

Nur nochmal zur Verdeutlichung meiner Motivation für die Frage: mir geht es nicht darum, meine (bei der AfA für die Freiwillige ALV) ca 7 Jahre eingezahlten Beiträge zurück zu bekommen. Wenn ich nun mit dem neuen Job einen ähnlichen Anspruch erreichen könnte - oder er eben unbefristet wäre, wären die Beiträge ja auch "futsch", und das wäre für mich ok.

Die Stelle ist halt inhaltlich sehr spannend und ich arbeite auch gerne zusätzlich selbstständig weiter (und erreiche damit Vollzeit-Umfang) - nur, wenn ich mir damit meinen Anspruch auf "ausreichendes" ALG1 "versauen sollte", wäre das halt sehr ärgerlich. :wink:
 
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