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Anspruch auf Urlaubsabgeltung und Ruhen Bezug ALG1 möglich?

Bismack25

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#1
Hallo,

ich hab ein Problem. Und zwar war ich bis Mitte Mai in Elternzeit (2 Jahre). Da ich nicht mehr bei meiner Firma arbeiten wollte, haben wir besprochen, dass sie mich zum 31.07 kündigen, ich dafür aber eine Freistellung beantragen müsste und kein Gehalt mehr bekomme. Das habe ich dann auch so gemacht. Im Mai habe ich mich zum 01.08. Arbeitslos gemeldet.

Nun habe ich aber erfahren, dass mir eigentlich noch Urlaub aus dem Mutterschutz und der Elternzeit zusteht. Ich also eigentlich eine Urlaubsabgeltung erhalten müsste (ich hoffe, dass ich sie nicht mit Anwalt einklagen muss, da mir dafür das Geld fehlt). Wenn ich die bekomme, dann ruht für diese Urlaubszeit der Anspruch auf ALG1. Was ich aber in meinem Fall blöd finde, da ich ja normalerweise den Urlaub VOR meiner Arbeitslosenzeit mit Weiterzahlung meines Gehalts bekommen hätte und ich dann ja auch ein höheres ALG-Geld bekommen würde... Okay, wie auch immer, Gesetze sind nun mal so wie sie sind.

Ich habe jetzt gelesen, dass der Anspruch auf ALG 4 Jahre bestehen bleibt. Heißt das, ich kann jetzt mein ALG1 beziehen, dann für die Zeit der Urlaubsabgeltung meinen Antrag auf ALG1 zurückziehen und dann nach der Urlaubsabgeltung wieder ALG1 neu beantrage?

Danke
 

dagobert1

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#2
ich hab ein Problem. Und zwar war ich bis Mitte Mai in Elternzeit (2 Jahre). Da ich nicht mehr bei meiner Firma arbeiten wollte, haben wir besprochen, dass sie mich zum 31.07 kündigen, ich dafür aber eine Freistellung beantragen müsste und kein Gehalt mehr bekomme. Das habe ich dann auch so gemacht.
Ob das so korrekt gelaufen ist?

Wenn ich die bekomme, dann ruht für diese Urlaubszeit der Anspruch auf ALG1.
[...]
Heißt das, ich kann jetzt mein ALG1 beziehen, dann für die Zeit der Urlaubsabgeltung meinen Antrag auf ALG1 zurückziehen und dann nach der Urlaubsabgeltung wieder ALG1 neu beantrage?
Du brauchst nur mitteilen, wenn du die Urlaubsabgeltung erhältst (und für wieviele Urlaubstage). Die Leistungen vorübergehend einstellen machen die dann von alleine.
 

Bismack25

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#3
Du brauchst nur mitteilen, wenn du die Urlaubsabgeltung erhältst (und für wieviele Urlaubstage). Die Leistungen vorübergehend einstellen machen die dann von alleine.

Danke. Meine Frage war eigentlich anders gemeint.
Angenommen ich habe Anspruch auf 12 Monate ALG1 und die Urlaubstage aus der Abgeltung sind 3 Monate. Würde ich dann z.B. 5 Monate ALG1, dann 3 Monate Urlaubsabgeltung und anschließend noch 7 Monate ALG1 bekommen?
Wäre ich dann für die Zeit der Urlaubszeit weiterhin arbeitslos und müsste zu Vorstellungengesprächen?

Und was ist mit diesen 4 Jahren? Kann ich wie im obigen Beispiel nach 5 Monaten mich nicht mehr arbeitslos melden und dann habe ich innerhalb von 4 Jahren weiterhin Anspruch auf 7 Monate ALG1?
 
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#4
Soweit ich weiss, wird bei ALG I die Leistung bei einmaligem Zufluss nur für denjenigen aufgerechnet, in dem die Auszahlung von Restansprüchen aus dem vormaligen Arbeitsverhältnis erfolgt.

Du müsstest daher mal Deinen Sachbearbeiter "Leistung" bei der AfA fragen, ob Du unter freiwilliger Weiterversicherung in der GKV für besagte 3 Monate freiwillig vom Bezug von ALG I abgemeldet werden kannst. Die Beiträge zur GKV musst Du dann allerdings selbst bezahlen ( ca. 150 - 175 Euro pro Monat ) und in die Rentnkasse wird dann regulär auch nichts gezahlt während dieser Zeit. ( also auch mit der RV vorab mal sprechen )

Wenn Du genug Urlaubsgeld für 3 Monate Deckung von Miete, Lebensunterhalt und GKV bekommst und Dich in dieser Zeit vom ALG I anmeldest, könntest Du die SB-Leistung der AfA mal fragen, ob für diese Zeit eine Neuberechnung der Leistungshöhe noch möglich ist, oder ggf. eine Umwandlung in Anwartschaftszeit.

Wenn Du beim Arbeitsamt zeitweilig nicht in Leistungsbezug und dem Status "Arbeitsuchend" stehst, entfallen für diesen Zeitraum freilich auch entsprechende Pflichten der Suche nach Arbeit.

Deinen Restanspruch in Höhe und Tage auf ALG I mindert Deine "Pause" bei Abmeldung während der Ruhezeit der Leistungsgewährung nicht. Wenn Du vorher schon 52 Wochen ALG I - Anspruch durch Deine Tätigkeit erwarbst, davon bereits 20 Wochen bis zur freiwilligen Abmeldung nahmst, dann bleibt dir nach den 12 Wochen Auszeit immer noch Dein Restanspruch von 32 Wochen aus der ersten Entscheidung.
 

BerndB

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#5
Alg kann man erhalten, wenn "Beschäftigungslosigkeit" vorliegt. Die liegt meines Wissens vor, wenn man beispielsweise "unwiderruflich" von der Arbeit freigestellt ist, nicht erst wenn der Arbeitsvertrag endet.

Das Ruhen des Alg wegen Verrechnung des Urlaubsanspruch (§ 157 SGB III) schiebt den Alg-Anspruch nach hinten. Eine Kürzung erfolgt in den in § 148 SGB III genannten Gründen.

In § 161 Abs.2 SGB III ist festgehalten, wie lange ein Anspruch auf Alg geltend gemacht werden kann.

Eine Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld (Nichtleistungsempfänger=NLE) kann von der AfA an die Rentenversicherung als Anwartschaftszeit gemeldet werden. So werden Lücken geschlossen. Die Voraussetzungen stehen im verlinkten Dokument.

Im Übrigen solltest du dir bei der AfA einen Termin zur Leistungsberatung geben lassen. Außerdem mit deinem künftigen Arbeitsvermittler reden. Willst du dann doch noch nicht gemeldet bleiben, kannst du dich wieder postwendend abmelden.
 
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