Anspruch ALG1 trotz mehrerer Wechsel der Arbeit?

WariorCat

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Hallo zusammen,
ich hätte da mal ne Frage zwecks meines ALG1 Antrages, da es ein bisschen komplizierter bei mir ist.
Ich bitt euch vorab nicht persönlich über mich zu urteilen, ich weiß selbst das ich Fehler gemacht habe...
Ich hab September 2011 eine Ausbildung zur exam. Altenpflegerin begonnen, war in diesem Betrieb auch bis Ende Juni 2013, bis es mir alles zuviel wurde in meinem persönlichen Umfeld. Ich habe nicht ordentlich gekündigt, sondern wurde wegen Fehlen rausgeschmissen. Als ich mich etwas beruhigt hatte startete ich September 2013 neu und wiederholte das 2. Lehrjahr. Durch Eintrag ins Führungszeugnis wurde mir von der Schule gesagt ich werde nicht zur Prüfung zugelassen. Die Schule hat mir aufgrund dessen den Vertrag gekündigt. Ich war darauf so geknickt das ich auch einfach nicht mehr zur Arbeit ging. Und wurde wieder gefeuert, ende Mai 2014. Hab dann aber Juli als Pflegehelferin gearbeitet nen Monat, wurde aber nicht übernommen. Hat einfach nicht gestimmt das Verhältnis. September 2014 hab ich dann als Betreuungsassistentin angefangen, bis zum 31. Dezember. Dort habe ich ordentlich gekündigt aus familiären Gründen bin ich wieder in die Heimat gezogen.
Meine Frage: Wird das jetzt von allen 4 Arbeitgebern abhängig gemacht das ich ALG1 bekomme oder nicht? Konnte mir irgendwie keiner sagen, da ich den Antrag auch noch nicht abgeben kann (es fehlen noch Bescheinigungen vom Arbeitgeber).

Vielen Dank für die Antworten!
 

Hartzeola

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Wenn Du mindestens 12 Monate in den letzten 24 in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast hast Du Anspruch auf ALG I.

AGs sind verpflichtet, Bescheinigungen auszufüllen.
 

Fritz Fleißig

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Eine Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe wird nur erfolgen, wenn du
1. ohne wichtigen Grund von dir aus kündigst oder
2. durch vorwerfbares arbeitsvertragswidriges Verhalten dem Arbeitgeber zu einer Kündigung veranlaßt.

Wichtig: eine normale arbeitgeberseitige Kündigung ist kein Problem. Wenn lediglich eine fristgemäße Kündigung ohne Vorwurf eines "arbeitsvertragswidrigen Verhaltens" in der Arbeitsbescheinigung vermerkt ist, kommt es auch nicht auf die Hintergründe an. Du solltest also erst einmal die Lage prüfen, wie sie sich "auf dem Papier" darstellt.

Hinsichtlich der eigenen Kündigung könnte unter Umständen ein wichtiger Grund in den familiären Verhältnisse bestehen. Dazu müßte man aber Näheres wissen.
 

Hartzeola

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Nicht unbedingt. Die Sperrfristen von alten Kündigungen können nicht mehr eintreten, §159 SGB III

(2) 1Die Sperrzeit beginnt mit dem Tag nach dem Ereignis, das die Sperrzeit begründet, oder, wenn dieser Tag in eine Sperrzeit fällt, mit dem Ende dieser Sperrzeit. 2Werden mehrere Sperrzeiten durch dasselbe Ereignis begründet, folgen sie in der Reihenfolge des Absatzes 1 Satz 2 Nummer 1 bis 7 einander nach.
 

Fritz Fleißig

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Für eine "alte" Kündigung mag die Sperrzeit an sich durchaus schon abgelaufen sein. Diese beginnt ja mit dem Termin der jeweiligen unberechtigten Arbeitsaufgabe und läuft kalendarisch ab.

Was allerdings nachwirkt, sind
1. die damit verbundene Minderung der Anspruchsdauer (§ 148 Abs. 1 Nr. 4 SGB III) in etwa gleicher Höhe und
2. die Belastung des "Sperrzeitkontos" (21-Wochen-Schwelle nach § 161 SGB III).

Dazu müßten diese Sperrzeiten aber überhaupt erst einmal per Bescheid verhängt worden sein. Mir ist aus der Schilderung nicht klar, ob dies der Fall war oder nicht.
 

WariorCat

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Ich hab mich in der Zwischenzeit nie arbeitslos gemeldet, hab bei meinen Freund & von Ersparnissen gelebt... Und versichert bin ich bis 25 bei meinen Eltern.
Nur letzten Sommer, da war es der Fall! Also zwischen den Lehren nicht.
 

Fritz Fleißig

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1. Du hast dich doch aber jetzt persönlich arbeitslos gemeldet und den Antrag auf ALG ausgehändigt bekommen. Das ist auch wichtig, denn ALG steht dir erst ab dem Tag der persönlichen Meldung zu. Das Antragsformular kann auch später eingereicht werden.

2. Besorge dir die geforderten Arbeitsbescheinigungen der vorherigen Arbeitgeber und schaue sie durch, bevor du sie weiterreichst. Wenn etwas darin nicht stimmt, beim jeweiligen Arbeitgeber beanstanden. Solange dort eine fristgemäße Arbeitgeberkündigung ohne Vorwurf eines arbeitsvertragswidrigen Verhaltens als Beendigungsgrund steht, ist bezüglich dieser Kündigung nichts weiter zu befürchten.

3. Wenn du alles beisammen hast, kannst du den Antrag einreichen. Ob dann was kommt, wirst du sehen. Sollte man eine Sperrzeit verhängen wollen, müßtest du dazu vorher angehört werden. Man kann dann immer noch weitersehen.
 
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