Ansprechpartner - Wohin zu erst? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

LaQina5

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Wie der Titel der Threads schon erwähnt, suche ich den richtigen Ansprechpartner für mich.
Ich erzähle euch hier in Kurzform ein bisschen was über meine aktuelle Situation und wie das ganze angefangen hat. Natürlich kann ich jetzt hier nicht meine Lebensgeschichte veröffentlichen, dies würde ein wenig zu lang werden, aber ich will nur erwähnen, dass noch einige mehr, für meine an euch gestellte Frage unwichtige, Dinge geschehen sind, welche zu meiner jetzigen Situation beigetragen haben. Diese unwichtigen Dinge werde ich natürlich nicht erwähnen.
Ich bin aktuell 25 Jahre alt und wohne noch zuhause bei meinen Eltern.
Angefangen hat alles in der Schule mit Mobbing wegen Übergewicht – der Klassiker also eigentlich. Obwohl ich damals durchaus noch Selbstbewusstsein hatte, hat meine Schulklasse es geschafft, dieses zu vernichten. Daraus hat sich dann im Laufe der Jahre eine soziale Phobie entwickelt, weswegen ich im Jugendalter auch schon dreimal stationär behandelt wurde. Wie das so oft ist, wollten meine Eltern meine Krankheit nicht wahrhaben und meinten nur, dass ich ein einfacher Schulschwänzer wäre. Wobei ich mittlerweile sowieso den IQ meiner Eltern nicht sehr hoch einschätze. Mein Vater kann mit Psychologen etc. überhaupt nichts anfangen. In der Jugendpsychiatrie eigenen Schule habe ich meinen Schulabschluss machen können. Wobei dort in dieser Schule eine entspanntere Atmosphäre herrscht, als in „normalen“. Was auch an der Anzahl der Schulteilnehmer liegt, welche überschaubar war.
Danach hatte ich wieder mehr Selbstbewusstsein. Zumindest für ein paar Monate bis meine Ausbildung begann. Dort war der Chef sehr streng. Andere können gut damit leben, aber für mich, welcher in der Schule soviel negatives erlebt habe, war dies wieder ein Rückschlag und mein Selbstbewusstsein sank wieder und es war alles wieder so wie vorher. Obwohl zwei stationäre Unterbringen in weiteren Jugendpsychiatrien folgten, hatten diese nicht alle den Effekt wie die erste Unterbringung. Zu guter Letzt habe ich nochmals eine Ausbildung versucht, aber die soziale Phobie war schon so weit fortgeschritten, dass ich mich nicht mal mehr aus dem Haus getraut habe.

Meine jetzige Situation ist wie folgt:
Ich wohne Zuhause bei meinen Eltern sowie Geschwistern. Ich bin der Auffangtopf für die schlechte Laune meiner Familie. Wenn irgendetwas bei denen nicht passt, gehen sie verbal auf mich los, dass ich mir gefälligst eine Arbeit suchen soll. Obwohl davon ihr „aktuelles Problem“ auch nicht besser wird, wenn ihr versteht was ich meine. Dies trägt nicht gerade zur Steigerung meines Selbstbewusstseins bei. Vor allem wenn mein Vater viel Alkohol zu sich nimmt, was nicht gerade selten vorkommt kann es richtig krachen.
Ich bin fast immer in meinen Zimmer und gehe so gut wie nie raus. Habe keine Krankenversicherung und beziehen keine Hilfe wie Arbeitslosengeld II etc.
Aber ich will jetzt endlich da raus aus der Situation. Mir ist klar, dass ich dafür über mein eigenen Schatten springen muss, damit dies überhaupt los gehen kann. Aber wo soll ich anfangen? Wer ist mein richtiger Ansprechpartner?
Erstens: Will ich so schnell wie möglich von Zuhause weg, wegen meine Familie. Natürlich ist nicht immer schlechte Stimmung, aber was nützt mir das, wenn es 85% schlechte Stimmung gegen mich ist und 15% gute?
Zweitens: Ich brauche, meiner Meinung nach, psychische Unterstützung. Sei es jetzt durch ambulante Behandlung, stationäre etc.
Drittens: Ich sehe mich aktuell nicht in der Lage einen Arbeitsplatz anzunehmen! Mir würde schon eine einfache Kontaktaufnahme dazu Magenschmerzen bereiten –im wahrsten Sinne der Wortes.

Wer ist jetzt mein richtiger Ansprechpartner? Zu einem Psychologen oder Psychiater kann ich nicht gehen, da ich keine Krankenversicherung habe!
Zur Arbeitsagentur gehen, wenn ich mich nicht in der Lage sehe aktuell eine Arbeit anzunehmen? Oder zum Sozialamt? Oder doch erst zur Krankenversicherung? Wo soll ich anfangen?

Ich habe auch Angst, wenn ich zur Arbeitsagentur gehen und dort Arbeitslosengeld II beantrage, dass mir eine Haushaltsgemeinschaft unterstellt wird. Was ja leider auch der Fall ist, da ich aktuell kein Geld habe und alles meine Eltern kaufen (was zu den 15% positiven Sachen gehören). Ich muss dazu sagen, dass ich nicht viel brauche, sondern meistens immer Produkte verwenden die alle anderen ebenfalls verwenden. Somit muss fast nichts extra für mich gekauft werden. Auch an der Menge nicht, da ich mich damit sehr zurückhalte. Aber nichtsdestotrotz ich habe keine Lust hier weiter wohnen zu bleiben, da wie bereits geschrieben zu 85% ich für alles immer der schuldige bin! Und vor allem der Alkoholkonsum von meinem Vater treibt mich zum Wahnsinn!
Bezüglich der Haushaltsgemeinschaft auch noch: Mein Vater hat bereits vor längeren betont, dass er seine Einkünfte diesbezüglich nicht offen legen wird. So ganz nach dem Motto: Ich habe mir die Suppe selber eingebrockt, also soll ich sie auch selber auslöffeln. Weswegen es auch nicht gegangen ist als ich noch unter 25 Jahren war.
Obwohl eigentlich, wenn man es ganz genau nimmt, meine Klassenmitglieder, mit denen ich neun Jahre zusammen sein musste, ohne dass ich die Schule wechseln durfte, geschweige denn, jemand auf die Idee gekommen wäre (weder Eltern noch Rektor bzw. Lehrer der Schule), mir das ganze eingebrockt haben. Aber es nützt nichts zurück zu blicken sondern voraus. Und ich will jetzt endlich aus meiner aktuellen Situation heraus. Nur wie?

Ich stecke in einem Kreislauf fest und komme nicht heraus.
Kein Arbeitslosengeld II/Grundsicherung oder ähnliches = keine Krankenversicherung = keine professionelle Hilfe = aktuelle Situation bleibt bestehen.

Vielleicht denkt ihr euch jetzt, wie wohl die ein oder andere Situation zustande gekommen ist usw.
Dies könnte ich natürlich alles erklären, aber dann hätte ich einen kompletten Roman schreiben müssen. Und diese Punkte wären sowieso für meine Frage hier, aus meiner Sicht, nicht hilfreich.

Tut mir Leid, dass mein Beitrag etwas länger geworden ist. Ich warte von euch jetzt keine Beratung oder ähnliches, sondern vielleicht Tipps an wen ich mich zuerst wenden sollte.

Viele Grüße
Laura
 

Wutbuerger

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Hallo Laura,
du kannst zum JC gehen und Leistungen beantragen. Da werden sie wegen deines Alters sagen das deine Eltern für dich unterhaltspflichtig sind , wenn du keine Ausbildung abgeschlossen hast. Was mir nicht ganz klar ist - hast du eine Ausbildung abgebrochen oder abgeschlossen ?
Mit abgeschlossener Ausbildung wäre das JC alleine zuständig, mit abgebrochener wird das JC deine Eltern zu ihrem Vermögen befragen. Hast du keine Ausbildung müsste allerdings deine Krankenversicherung über die Familienversicherung möglich sein. Bekommen deine Eltern denn noch Kindergeld für dich?
Nach einer Ausbildung hast du evtl Anspruch auf ALG1,das mußt du mal kontrollieren, sonst bleibt dir das JC. Das Sozialamt nimmt dich nur wenn eine Erwerbsunfähigkeit gutachterlich festgestellt wurde .
 

LaQina5

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Ich habe meine Ausbildung abgebrochen. Meine Eltern bekommen kein Kindergeld für mich!
Die Sache ist ja die, dass ich von Zuhause raus möchte, weil ich für alles, falls etwas schief läuft, verantwortlich gemacht werde. Das halte ich mit meinen psychischen Problem einfach nicht länger mehr aus!

Bezüglich der Familienversicherung: Mein Vater hat gesagt, dass er nichts für mich zahlen wird, da ich, wie in meinem ersten Beitrag ja schon erwähnt habe, von ihm aus gesehen, selber an allem schuld bin. Falls die Krankenversicherung also über die Familienversicherung möglich wäre, müsste er ja auch mehr zahlen.

Desweiteren weiß ich nicht, ob ich in der Lage bin mit meinem psychischen Problem eine Ausbildung oder Arbeit nachzugehen, was ja auch der Hauptgrund meines Beitrags war. Wenn ich zum JC gehe, denken die, dass ich arbeitsfähig bin, weil ich mich ja sonst nicht beim JC gemeldet hätte!?
Wie kann dies denn dann dort entschieden werden ob ich mit meinem psychischen Problem arbeitsfähig bin oder nicht?

Viele Grüße
Laura
 

gelibeh

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Hast du keine Ausbildung müsste allerdings deine Krankenversicherung über die Familienversicherung möglich sein.
Soweit ich weiß, nur bis zum 23. Lebensjahr. Danach muss man sich selber versichern. Das bedeutet, dass Du Schulden bei der Krankenasse anhäufst, wenn Du nicht etwas unternimmst. Da Du 25 Jahre alt bist, musst Du nicht bei den Eltern wohnen bleiben, sondern könntest Dir eine Wohnung suchen. Vielleicht wäre ja auch betreutes Wohnen etwas, da kenne ich mich aber nicht aus.
 

Wutbuerger

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Ich würde zum JC marschieren und den Antrag stellen .Gleichzeitig würde ich mich nach einer Wohnung umsehen , wo du leben möchtest .Das mit den Beschränkungen und BG mit den Eltern gilt ja nur für Personen unter 25 , hab ich nicht dran gedacht. Mit 25 hast du diese staatliche Bevormundung hinter dir.
Du könntest beim JC deine Erwerbsfähigkeit feststellen lassen- was ich aber nicht sofort tun würde.
Warte erst mal ein paar Wochen ab , mit einem Umzug ist evtl wieder ein anderes JC zuständig , und wenn das Geld regelmäßig kommt dann sagst du mal was von Erwerbsfähigkeit feststellen.
So und nun ran an die Formulare .Dem JC kannst du online ein Fax schicken das du ALG2 beantragst und die Formulare kannst du online runterladen bzw ausfüllen
 
E

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Wie alt warst du, als du die Ausbildung abgebrochen hast?
Wie lange warst du familienversichert?
Wurdest du von der KK angeschrieben, als du aus der Familienversicherung raus gefallen bist?
Warum wurde kein Antrag auf Alg 2 (Hartz 4) gestellt?

Ich habe auch Angst, wenn ich zur Arbeitsagentur gehen und dort Arbeitslosengeld II beantrage, dass mir eine Haushaltsgemeinschaft unterstellt wird.
Das ist ja nicht dein Problem!
Dann muss der Vater eben seine Einkünfte offen legen. Die zwingen den dann schon dazu.

Wenn er dich nicht weiterhin unterstützen will, wird es schwierig für ihn, da du noch keine abgeschl. Ausbildung hast. (Und der Abbruch kann dir mMn auch nicht negativ angelastet werden, da eine entsprechende Diagnose und Therapien vorliegen)

Also ist er unterhaltspflichtig. Entweder durch Barunterhalt, oder Naturalunterhalt (wie jetzt).
Dann muss er aber auch für deinen KK-Schutz aufkommen:
Kindesunterhalt und Krankenversicherung des Kindes
Falls ein Kind nicht über die Mutter oder den Vater mitversichert ist, hat es einen Anspruch gegen den Unterhaltspflichtigen auf Krankenvorsorge. Der Unterhaltspflichtige muss in diesem Fall eine Krankenversicherung für das Kind abschließen und die Beträge hierfür zahlen.
Eine Meldung bei Alg 2 ist wichtig wegen der KV, bzw. sind nach meinem Verständnis deine Eltern die Schuldner der KK für die vergangenen Jahre und auch dafür, dich zu versichern.

Da du ja nachweisen kannst, dass bei dir psychische Probleme bestehen, sehe ich auch in Sachen Verfügbarkeit beim JC keine großen Probleme. Das regelt man dann durch Atteste/Gutachten etc.

Ich würde empfehlen auf jeden Fall einfach einen Antrag auf Alg2 zu stellen. Mehr als ablehnen können die nicht und die treten deinen Eltern dann eben auf die Füße und machen ihnen klar, welche Verpflichtungen sie haben.

Dass du dort ausziehen kannst und eine eigene Whg. genehmigt bekommst, halte ich auch für recht sicher.
Denn ein Psychologe/Psychiater wird dir sicherlich bestätigen, dass das weitere Zusammenwohnen mit deinen Eltern nicht zumutbar ist. Denn sie könnten ja darauf bestehen, dass du bei ihnen wohnen bleibst.
Naturalunterhalt für volljährige Kinder

Ich würde vorschlagen, dass du parallel zum Antrag auf Alg 2 Kontakt zur KK aufnimmst, den Fall schilderst und dort anfragst, was zu tun wäre, bzw. ob du vorläufigen KV Schutz bekommen kannst.
Da kenne ich mich leider nicht aus.

Fakt ist, du bist KV-Pflichtig und die Beiträge der letzten Jahre (?) müssen nach gezahlt werden.
Wenn die KK das erfährt, musst du dich - bzw. deine Eltern - freiwillig versichern und ab da hättest du KV Schutz.
Geht der Antrag beim SGB II doch durch (Evtl. ist Vater ein Mangelfall, und Unterhalt reicht nicht aus für deinen Bedarf) wärst du über das Jobcenter KV.
Für die eigene erste Wohnung bekommt du auch Erstausstattung und alles, wofür der Unterhalt nicht reicht, zahlt dann das JC.

Sicher bin ich mir nicht, ob das so funktioniert, aber Antrag stellen schadet nie und ein Anruf bei der KK sicher auch nicht. Die Stimmung ist ja eh schon kaputt zu Hause und bringt dich nicht weiter. Das zieht dich nur runter und macht dich noch mehr abhängig.

Das Wichtigste aus meiner Sicht wäre, dass deinen Eltern klar wird, dass sie sich so einfach nicht aus der Verantwortung stehlen können.

Ich finde es super, wie viel Kraft du aufwendest und dein Leben trotz dieser schlimmen Zustände in die Hand nimmst.
Ich finde es bewundernswert, dass du das angehst!


Schau dich mal nach Hilfe um, bei Kirchlichen Einrichtungen, Sozialberatungen, Selbsthilfegruppen etc.
Auch wenn das Jugendamt nicht mehr für dich zuständig ist. Ruf da ruhig mal an, wo es solche Stellen gibt und was für Hilfen es gibt.
 

Fabiola

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(...) Schau dich mal nach Hilfe um, bei Kirchlichen Einrichtungen, Sozialberatungen, Selbsthilfegruppen etc.
Auch wenn das Jugendamt nicht mehr für dich zuständig ist. Ruf da ruhig mal an, wo es solche Stellen gibt und was für Hilfen es gibt.
Der sozialpsychiatrische Dienst wäre auch eine geeignete Anlaufstelle

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

Über Google kannst Du den von Deinem Wohnort finden.

Also ran an die Buletten und nur Mut!
 

gelibeh

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Denn ein Psychologe/Psychiater wird dir sicherlich bestätigen, dass das weitere Zusammenwohnen mit deinen Eltern nicht zumutbar ist. Denn sie könnten ja darauf bestehen, dass du bei ihnen wohnen bleibst.
Der/die TE ist 25, da kann man sich auch ohne irgendeine Bescheinigung vom Psychologen eine Wohnung suchen. Ab wann entfällt denn die Unterhaltspflicht der Eltern? Es kann ja nicht sein, dass man noch z.B. für ein 40jähriges Kind Unterhalt zahlen muss, weil das keine Ausbildung abgeschlossen hat.
 

Buchfan

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Der Vorteil vom SPDi ist eindeutig der Hausbesuch, besonders in Deinem Fall. Termine gehen relativ schnell. Der Mitarbeiter, beim ersten Mal i.d.R. der Arzt, macht sich ein Bild von der Wohn- und Lebenssituation (was für Dich hilfreich sein kann, wenn es Schwierigkeiten mit dem JC gibt) und berät zu möglichen Behandlungsansätzen.
Der SPDi kennt auch alle Institutionen vor Ort, ist aber oft unabhängig, also nicht dem Gesundheitsamt gg weisungsgebunden.

Ich würde in Deinem Fall auch diesen Weg empfehlen.
 

Buchfan

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...Ab wann entfällt denn die Unterhaltspflicht der Eltern? Es kann ja nicht sein, dass man noch z.B. für ein 40jähriges Kind Unterhalt zahlen muss, weil das keine Ausbildung abgeschlossen hat.
Nee, das kann wahrlich nicht sein!
I.d.R. bis zum Abschluß der ersten Ausbildung. Da gibt es aber viele Ausnahmen. Im Fall der TE wird der Vater weiterhin in die Pflicht genommen, wenn sie eine Ausbildung fortsetzen möchte, deren Abbruch sie nicht verschuldet hat. Da gibt es also noch viele Möglichkeiten. :wink:
 
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Der/die TE ist 25, da kann man sich auch ohne irgendeine Bescheinigung vom Psychologen eine Wohnung suchen.
Das Problem ist hier weniger das JC, sondern die Eltern. Oben im Link ist erklärt, dass die Eltern darauf bestehen können, Naturalunterhalt zu zahlen. Das Kind muss dann quasi klagen, dass es ausziehen darf und die Eltern verpflichtet werden Barunterhalt zu leisten.

Ab wann entfällt denn die Unterhaltspflicht der Eltern? Es kann ja nicht sein, dass man noch z.B. für ein 40jähriges Kind Unterhalt zahlen muss, weil das keine Ausbildung abgeschlossen hat.
Bei 40 wird es eng. Meist kann man den Kindern dann nachweisen, dass sie nicht ernsthaft eine Ausbildung machen und diese immer wieder verhindern. Mehrere abgebrochene Ausbildungen könne die Eltern dann von der Unterhaltspflicht befreien.

Es kann sogar sein, dass du so lange Unterhalt zahlen musst, bis das Kind eine 2. Ausbildung absolviert hat.
Ich meine, es gab mal einen Fall, wo ein Student bis 37 Unterhalt zugesprochen kam.
Ich mag jetzt nicht suchen. Im Netz findet sich diesbezüglich (Dauer der Unterhaltspflicht) etwas.

Im Grunde ist man sein Leben lang (gegenseitig) unterhaltspflichtig. Also Eltern Kind und Kind Eltern. Und sogar Großeltern Enkel.
 

Buchfan

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...
Es kann sogar sein, dass du so lange Unterhalt zahlen musst, bis das Kind eine 2. Ausbildung absolviert hat.
Ich meine, es gab mal einen Fall, wo ein Student bis 37 Unterhalt zugesprochen kam.
Ich mag jetzt nicht suchen. Im Netz findet sich diesbezüglich (Dauer der Unterhaltspflicht) etwas.

Im Grunde ist man sein Leben lang (gegenseitig) unterhaltspflichtig. Also Eltern Kind und Kind Eltern. Und sogar Großeltern Enkel.
Das ist z.B. der Fall, wenn nach einer angenommen mal kaufmännischen Grundausbildung BWL studiert werden möchte. Das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung, bei der die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern zugunde gelegt werden. Eltern müssen sich nicht verschulden. :wink:
 
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Das ist z.B. der Fall, wenn nach einer angenommen mal kaufmännischen Grundausbildung BWL studiert werden möchte.
Oder, glaube ich auch, wenn sie ein Aufbaustudium machen wollen. Also nach dem Bachelor den Master. Denn ohne Master kann man es glaube ich eh vergessen.
Das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung, bei der die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern zugunde gelegt werden. Eltern müssen sich nicht verschulden. :wink:
Nö verschulden natürlich nicht. Sie werden ja immer nur herangezogen, wenn nach dem Selbstbehalt noch was übrig bleibt. Bei mehreren Geschwistern ist der Älteste auch der Rang letzte, die kleinen gehen vor. Wenn dann nichts übrig bleibt, kann auch kein Unterhalt gezahlt werden.
 
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