Anruf von Soko-Forschungssauerkraut.

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E

ExitUser

Gast
Guten Mittag,


Heute Morgen um 8:30 Uhr rief mich auf meinem => Handy <= eine Mitarbeiterin des Soko-Forschungsxyz (nennen wir es mal): Sauerkraut an und teilte mir mit, dass im Namen der Bundesagentur für Arbeit eine Umfrage / Statistikerhebung bezüglich den Auswirkungen von Sanktionen erstellt werden würde.
Ich seie unter tausenden ausgewählt worden, daran teilzunehmen.
Sie verwies ohne mich sprechen zu lassen, darauf, dass in dem Schreiben, welches ich bekommen hätte, ja ausführlich angemerkt worden wäre welche Konsequenz die Nichtteilnahme haben können würde.

- War so ein Schreiben angekommen?
Ja. Heute Morgen, 20 Minuten nach dem Anruf.

Ich lies die Gute reden, denn ich war gerade eh dabei mir Brötchen zu machen und hatte ein leckres Glas ACE-Saft an den Lippen.
Sie teilte mir dann mit, dass im Zuge der Befragung die Bundesagentur für Arbeit meinen vollständigen Namen, Anschrift und Telefonnummer, Privatnummer und E-Mail-Adresse an Soko-Forschungssauerkraut weitergegeben hat und man damit die Umfrage durchführen werde.


Da war mir dann nicht mehr so lecker ums Maul und der ACE-Saft schmeckte bitter.

Ich beendete das Telefonat und blockte die 052er-Nummer.


So.
Jemand ähnlichen Kontakt gehabt?


Ich sehe hier einen massiven Bruch des Datenschutzes Seitens des Jobcenters/der Arbeitsagentur.
Anzeige oder Datenschutzbeauftragter?

Tüdelü und Moin Moin.
 
E

ExitUser

Gast
Kannst du mal dieses Schreiben hier in das Forum stellen, ohne persönliche Daten?

Wie kommen die denn dazu, hattest du mal eine Sanktion?


:icon_pause:

Da noch immer das Multifunktionsgerät nur druckt und nicht scannt, werde ich es einfach mal abtippen.

Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik
Soko Institut GmbH - Ritterstraße 19 - Bielefeld

An: Mich / Vollständige Adresse

Ankündigung Telefoninterview für eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema "Auswirkung von Leistungskürzungen und Sperrzeiten bei Arbeitslosigkeit"

"Sehr geehrter Herr Everafter,
wir, das Befragungsinstitut SOKO, führen im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration des Landes Nordrhein-Westfalen eine Befragung zum Thema 'Auswirkungen von Leistungskürzungen und Sperrzeiten bei Arbeitslosigkeit' durch. Es sollen dabei sowohl Personen befragt werden, die eine solche Sanktion (Leistungskürzung oder Sperrzeit) erhalten haben als auch solche, die keine erhalten haben. Mit diesem Brief möchten wir Sie über diese Befragung informieren.

Sie sind für diese Befragung nach einem Zufallsverfahren ausgewählt worden. Wir wissen aus Datenschutzgründen nicht, ob Sie bereits einmal eine solche Sanktion erhalten haben oder nicht. Damit die Befragung telefonisch durchgeführt werden kann, haben wir von der Bundesagentur für Arbeit Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer erhalten.

- Worum geht es? "Sanktion"n - also Leistungskürzungen oder Sperrzeiten sollen dazu führen, dass sich arbeitslos gemeldete Menschen nach ihren Möglichkeiten selbst darum bemühen, schnell wieder in Arbeit zu kommen. Allerdings wird von einigen Seiten in Frage gestellt, ob Sanktionen dies bewirken. Mit dieser Studie soll herausgefunden werden, wie sich Sanktionen oder deren Androhung bei arbeitslosen Menschen tatsächlich auswirken. Die wissenschaftliche Auswertung der Befragung wird vom ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Köln, durchgeführt.

Sie sind gefragt: Bei dieser Untersuchung sollen arbeitslos gemeldete Menschen selbst zu Wort kommen. Deswegen wird Sie ein Interviewer unseres Institutes in den nächsten Tagen anrufen.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie an der Befragung teilnehmen würden.
Es ist egal, ob Sie bereits eine solche Sanktion erhalten haben oder nicht.

Dieses Schreiben erhalten Sie vorab, um ohne Zeitdruck entscheiden zu können, ob Sie an der Befragung teilnehmen wollen. Ob Sie ein Telefoninterview geben oder nicht, bestimmen ganz alleine Sie.

Die Teilnahme ist freiwillig, aber machen Sie bitte mit!

Wie ist das mit dem Datenschutz?
Das SOKO-Institut achtet die Vorschriften des Datenschutzes. Alle Ihre Angaben werden streng vertraulich behandelt. Die Ergebnisse der Befragung werden nur anonymisiert veröffentlicht. Niemand in Ihrem Jobcenter oder Ihrer Arbeitsagentur wird erfahren, ob Sie an der Befragung teilgenommen haben oder welche Antworten Sie gegeben haben.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Hmm, finde ich schon befremdlich das es dafür eine wissenschaftliche Untersuchung bedarf
welche Auswirkungen eine Sanktion hat, das kann man sich an "fünf Finger" abzählen,
ist man schon soweit weg von der Realität??????????????????????

Du mußt dazu keine Angaben machen!

:icon_pause:
 

VoPi35

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Damit die Befragung telefonisch durchgeführt werden kann, haben wir von der Bundesagentur für Arbeit Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer erhalten.

Ohne Worte...
Die dürfen doch nicht die Daten ihrer "Kunden" rausrücken...?

Also wenn du die Möglichkeit hast, das doch noch zu scannen (vielleicht bei Freunden oder so) wäre ich sehr dankbar.
 

galadriel

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Damit die Befragung telefonisch durchgeführt werden kann, haben wir von der Bundesagentur für Arbeit Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer erhalten.

Niemand in Ihrem Jobcenter oder Ihrer Arbeitsagentur wird erfahren, ob Sie an der Befragung teilgenommen haben oder welche Antworten Sie gegeben haben.

Die wollen mir doch nicht erzählen, dass die pro AA oder Jobcenter so viele Daten von Leuten weitergegeben haben, dass die nicht wüßten wer da ausgewählt wurde.

Beide Zitate sind aus dem Schreiben, irgendwie widerspricht sich da was, oder höre ich die Flöhe husten?
 
E

ExitUser

Gast
Ich schließe mich den kritischen Stimmen hier an.
Deshalb fragte ich direkt, ob ich eine Anzeige wegen Verletzungen des Datenschutzes schalten sollte oder direkt den Datenschutzbeauftragten von NRW kontaktierten sollte.
 

Roter Bock

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Die geben bummelig 6 stellige oder 7 stellige Beträge dafür aus um rauszufinden was wir von Sanktionen halten.

Das Geld denen zu geben die grade sanktioniert werden, wäre das sinnvollste gewesen.

"Hallo Volk, wir fragen Dich auf Deine Kosten"

" Hallo Call Center - leck mich am Ar...."

Roter Bock
 

Lilastern

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Datenschutzbeauftragten einschalten.

Logisch ist jedoch auch, dass es auch im Interesse es elos liegt, wieder eine neue Stelle zufinden.

Was müssen die dazu Leute befragen. Sanktion hin oder her geht doch die gar nichts an.

Solche Befragungen sind schon unter der Gürtellinie.
 

Sprotte

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Ich seie unter tausenden ausgewählt worden, daran teilzunehmen.
Sie verwies ohne mich sprechen zu lassen, darauf, dass in dem Schreiben, welches ich bekommen hätte, ja ausführlich angemerkt worden wäre welche Konsequenz die Nichtteilnahme haben können würde.

..... :icon_kinn:....brennt der ausser der Mütze noch was anderes ?

Zuerst lesen wir jetzt mal SGB X §67b,der die Zulässigkeit der Datenverarbeitung und Nutzung festlegt.Dann gehen wir sogleich zu §75 ,auch SGB X,über,weil dieser § die Übermittlung von Sozialdaten für die Forschung und Planung behandelt.

Den Datenschützer können wir,nach dem Lesen schon mal fragen :

"Warum wurde ich nicht im Vorfeld a informiert und b gefragt ob ich daran teilnehmen möchte und damit einverstanden bin,das meine nicht anonymisierten Daten übermittelt werden ? "


Nun gucken wir mal weiter.Was sagt den das Buch II Kapitel 7 .

Könnte ja auch in Frage kommen.... :icon_kinn:....aha ! SGB II § 53 .
Dort steht zwar das die das dürfen....allerdings nur anonym.Merkwürdig.
Weil wir nicht faul sind lesen wir die anderen § auch gleich mit,wenn wir schon mal dabei sind.

Nun sind wir schön in Fahrt,deshalb knöpfen wir uns gleich noch das Erste Buch vor,das Sozialgeheimniss ,vorgestellt im § 35.


So,so......doch mal den Datenschützer fragen,ob die Durchführung so und in dieser Form nicht Konsequenzen für das Institut und das JC haben könnte ?

Obwohl die "Dame",den Teil mit den Konsequenzen ganz anders meinte......anscheinend kann sie ihr eigenes Schreiben nicht verstehen.Besonders das Wort "freiwillig" .












 
S

silka

Gast
Gehts denn nicht darum, die Sanktionen endlich abzuschaffen?
Gehts denn nicht darum, genau zu erklären, wie besch*** es sich mit 10 bis 30% unter dem Ex-Minimum für Monate lebt?

Wollt ihr in Ruhe gelassen werden und eure eigene Statistik fälschen?
Vielleicht hat die Umfrage mit der kelienAnfrage der Linken an den dt. Bundestag zu tun?
Die sind für die Abschaffung.
Die brauchen wissenschaftlich erhobene Daten als Grundlage für ihr Ziel.

Solche Umfragen machen solche Statistik-Wissenschaftler ihr Leben lang.
Aus Umfragen und Fragebögen etwas zahlenmäßig und/oder wertmäßig auszudrücken.
Repräsentativ eben.
Zu 1000 verschiedenen Themen.


Wer seinem Vermittler vom JC seine Telefonnummer gibt, muß damit rechnen, von XY angerufen zu werden.

Es bleibt aber doch, aufzulegen.
Einfach auflegen, wenn man das nicht will.
Höfliche Menschen sagen, daß sie an der Umfrage nicht teilnehmen möchten. Und legen dann auf.
Konsequenzen hat das nicht.
Da hat sich der TE wohl verhört.
Steht ja auch nichts in dem Spätbrief.
 
E

ExitUser

Gast
...ja ausführlich angemerkt worden wäre welche Konsequenz die Nichtteilnahme haben können würde.

Zitat aus dem Schreiben:
"Die Teilnahme ist freiwillig, aber machen Sie bitte mit!"

Seh da mal wieder nur ich den Straftatbestand der Nötigung erfüllt?

hatte ein leckres Glas ACE-Saft an den Lippen.

Solltest du, speziell wenn du Raucher sein solltest, lieber bleiben lassen.

Anzeige oder Datenschutzbeauftragter?

Beides!
 

DeppvomDienst

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Vergiß das mit der Anzeige, Justizia ist auf dem Auge blind.
Aber den Datenschutzbeauftragten würde ich entsprechend informieren.
Ausführliche Schilderung des Telefonanrufes, Datum und Uhrzeit... dann dazu, wann Du den Brief erhalten und gelesen hast und den auch als Kopie beifügen und die Frage stellen, woher die eigentlich die Daten haben und auf welcher rechtlichen Grundlage das basieren soll, dass ohne Dein Einverständnis Daten weitergegegeben werden...

Außerdem stelle einen Antrag beim Jobcenter zur Löschung nicht benötigter Sozialdaten (email, Telefonnummer)

"Die Teilnahme ist freiwillig, aber machen Sie bitte mit!"
Würde ich nicht als Drohung auffassen, sondern eher als Betteln und Flehen... War schon gut, dass Du einfach aufgelegt hast.

Wenn das offiziell ist, dann frage ich mich ernsthaft, wie dämlich eigentlich diese Hanseln in der Regierung tatsächlich sind und vor allem: Welches Kraut die rauchen, wenn sie für so einen Schwachsinn Geld ausgeben?

Ja ne, Sanktionen sind geil, wir stehen da drauf, wenn uns Geld gekürzt wird, das eh schon zu knapp zum Leben ist. Es gibt nichts geileres als angedrohte Obdachlosigkeit, Zwangsverschuldung und Hungern ... :icon_neutral:
 

Sprotte

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Die brauchen wissenschaftlich erhobene Daten als Grundlage für ihr Ziel.

Niemand braucht wissenenschaftlich erhobene Daten.Es reicht ein einziger Blick in das GrundGesetz und in den von Deutschland mitunterschriebenen Vertrag über die Menschenrechte.

Solche Umfragen machen solche Statistik-Wissenschaftler ihr Leben lang.
Aus Umfragen und Fragebögen etwas zahlenmäßig und/oder wertmäßig auszudrücken.
Repräsentativ eben.
Zu 1000 verschiedenen Themen.

Unnötig.......und oft auch nicht Repräsentativ.

Im Falle des SGB Geldverschwendung.
 
E

ExitUser

Gast

Mann o Mann, Zitate aus dem Zusammenhang reissen und dem ganzen eine gänzlich andere Bedeutung geben wird hier mehr und mehr zum Volkssport.

Es geht um die ANDROHUNG möglicher Konsequenzen durch den Anrufer, OBWOHL GERADE AUS DEM SCHREIBEN hervorgeht, dass es FREIWILLIG ist!

Vergiß das mit der Anzeige, Justizia ist auf dem Auge blind.

Wenn niemand Straftaten zur Anzeige bringt, bleibt sie das auch.

Datenschutzbeauftragter schön und gut, nur unterm Strich interveniert der maximal beim Verbrecher, dieser redet sich raus, und alles läuft weiter wie bisher.

Wenn diese ganzen Einschüchterungen/Erpressungsversuche/Nötigungen etc. mal konsequent zu Anzeigen führen würden, müsste Justizia mal etwas sehend werden.
 

ZynHH

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Mann o Mann, Zitate aus dem Zusammenhang reissen und dem ganzen eine gänzlich andere Bedeutung geben wird hier mehr und mehr zum Volkssport.

Es geht um die ANDROHUNG möglicher Konsequenzen durch den Anrufer, OBWOHL GERADE AUS DEM SCHREIBEN hervorgeht, dass es FREIWILLIG ist!

Das "hätte-wäre-könnte-würden"-Schreiben kam ja erst nach dem Anruf.

Aus so etwas können sich keine Bestrafungen ergeben, da der Brief ja auch nicht als PZU kam und sein Zugang eh nicht nachgewiesen werden könnte. Ebensowenig wie das Telefonat. So what? Nothing happens...
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich nicht.

Nichtsdestotrotz hat sich die Anruferin der Nötigung bedient. Und wenn man sowas immer ins Leere laufen lässt, weil ja nix passiert ist unterm Strich, ändert sich nie was an solchen Machenschaften.
 
E

ExitUser

Gast
@Bayer
hast du denn mitgehört?
Hast du den Brief gelesen?
Du stellst hier den Erguß des TE als Tatsache und wörtliche Wiedergabe dar (also als echte Zitate).

bißchen sehr weit gegriffen, oder?

Dann denk dir halt einfach die Wörter "Gesetzt den Fall..." dazu.

Und selbst wenn es eine zusammenfantasierte Guten Morgen Geschichte des TE ist:
Es ging um die Frage, wie man sich bei sowas verhalten würde, und das habe ich für meinen Teil dargelegt.

Ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass Straftaten zur Anzeige gebracht werden sollten. Und zwar nicht erst dann, wenn ich 5 Staatsanwälte als Zeugen habe.
 
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