Anrechung Fahrkarte??

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verona

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Hallo,
ich habe seit diesem Monat einen 400 €-Job. Zuzüglich will der Arbeitgeber mir die Fahrtkarte in Höhe von ca 30€ pro Monat zahlen. Das Geld wird, da da Unternehmen es mir u.a. aus logistischen Gründen nicht in bar geben kann, auf`s Konto überwiesen.
Wie verfährt die ARGE damit? Rechnen die doch bestimmt wieder an, oder?
V.G. verona
 

verona

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Und noch eine Frage.
Also 1. Fahrkarte und
2. GEZ:
Wie sieht es mit den GEZ-Gebühren aus?
Müssen die ab dann gezahlt werden? Denn ich habe gerade meine Verlängerung AlGII erhalten.
Bei Antrag war der Minijob noch nicht bekannt, sodass er ja nicht in die Berrechnung einfloss.
V.G. verona
 
R

Rounddancer

Gast
Ist doch ganz einfach: Solange Du auch nur einen Euro Alg II bekommst,- aber keinen Zuschlag nach §24 SGB II (Armutfallabbremsungszuschlag wenn man zuvor Alg I bezogen hat),- dann haben die Dich auf Antrag von der Rundfunkgebühr zu befreien.

Die GEZ interessiert dabei nur: Bezieht der Antragssteller, der Alg II bezieht, §24-Zuschlag?
Wenn nein, dann wird er ab dem Monat der Antragsstellung bis zum Ablaufmonat seines Alg II-Bescheides von den Rundfunkgebühren befreit.
Und für die Folgezeit kann er im letzten Bewilligungsmonat einen vorläufigen Befreiungsantrag stellen,- und dann reicht er den Alg II-Weiterbewilligungsbescheid (oder dessen beglaubigte Kopie) dann nach, sobald der da ist.

Erst wenn der Antragssteller z.B. wegen den Alg-II Anspruch erreichenden oder übersteigenden Verdienstes nicht wenigstens einen Euro Alg II bekommt, entfällt die Möglichkeit, von den Rundfunkebühren befreit zu werden.

Die Fahrkarte? Ich würde das Geld dafür als zweckbestimmten Zufluß sehen,- zwar als solchen angeben, aber bei Anrechnung auf die Barrikaden gehen. Als erste Phase säße ich dann auf dem Schreibtisch meiner SB,- und würde ihr sagen: "So, und nun sehen Sie mal, wie Sie mich ohne Fahrkarte von hier zu meinem Minijob-Arbeitsplatz bekommen,- ich wiege über 100 Kilo, die Post transportiert mich nicht!"
 

verona

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Nachtzuschlag etc.

ok, danke für die Antworten!
Einige Beiträge zuvor, wurde diskutiert, ob Nachtzuschlag, Arbeit am Wochendende etc.
gesondert verechnet werden oder normal als Einkommen.
Weißt du was darüber?
verona
 
E

ExitUser

Gast
Meines Wissens wird die Extra-Zahlung für die Fahrkarte als Einkommen eingebucht, so dass die Kosten für die reell zu kaufende Fahrkarte vom Grundfreibetrag von 100 Euro zu leisten sind, so lange die tatsächlichen Kosten nicht belegt darüber liegen.

Sh auch. Wie hoch sind die Freibeträge bei ALG 2? | Hartz4 - ALG II Empfänger - Tipps und Auswege
Grundfreibetrag von 100 Euro (bzw.notwendige Betriebsausgaben und Werbungskosten)

Wenn jemand andere, handfeste Info hat, so möge er sie bitte einstellen, denn es ist auch für eine wohl demnachst anstehende SG-Verhandlung hier in München für mich relevant (Klage eingereicht 2007). Und zwar sowohl mit der Begründung, dass Auslöse eindeutig zweckgebunden ist, als auch wegen Schlechterstellung von Arbeitnehmern, welche höhere Kosten der Erwerbstätigkeit in Kauf nehmen.

Gruss
Emily
 

sleepy5580

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aber wenn es mit angerechnet werden sollte muss meines wissens minimal die Werbungskostenpauschale (aus den 100€) auf 30€ erhöht werden (natürlich mit nachweiss das diese Karte auch 30€ kostet), wäre dann aber ein aufwendiges hin und her gebuche für den SB ;)
 
E

ExitUser

Gast
aber wenn es mit angerechnet werden sollte muss meines wissens minimal die Werbungskostenpauschale (aus den 100€) auf 30€ erhöht werden (natürlich mit nachweiss das diese Karte auch 30€ kostet), wäre dann aber ein aufwendiges hin und her gebuche für den SB ;)
So wie es hier gehandhabt und argumentiert wird, sind in den 100 Euro Grundfreibetrag die 30 Euro enthalten, die 30 Euro bei Verona als tatsächliche Kosten kämen hinzu, somit liegt der Kostenbetrag unter den 100 Euro und basta. Erst wenn die gesamten Auslagen höher liegen als 100 Euro, kriegt man diese dazu als Freibetrag angerechnet. Bsp.: Kosten Fahrkarte tatsächlich 80 Euro, + Pauschale 30 Euro, sind 110 Euro => 10 Euro werden extra als Kosten akzeptiert.

Die Grundfrage müsste also lauten: Sind Auslösen - Spesen NICHT anzurechnen, sondern dürfen diese dem Empfänger in voller Höhe zufliessen, ohne dass auch nur ein Cent angerechnet werden darf?

Emily



Emily
 

biddy

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Die ARGE wird's wohl anrechnen, da dies auch bei direktem Erhalt der Fahrkarte vom AG passiert:

Sonstige Sachbezüge (Randziffer 11.19)

(3) Sonstige Sachbezüge, die unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, sind mit dem um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreis am Abgabeort anzusetzen.

Beispiel:
Ein Arbeitgeber händigt jeweils zum Monatsersten ein Monatsticket für den ÖPNV aus. Es ist der Wert des Tickets als Einkommen zu berücksichtigen.
Quelle: DA der BA zum SGB II - § 11 - Zu berücksichtigendes Einkommen
 
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