Anrechnung von schwankendem Einkommen

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Julchen68

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Hallo,

Ich habe hier beim Stöbern den Hinweis gefunden, daß (stark?) schwankendes Einkommen bzw. Einmalzahlungen, die als pauschale Abgeltung von mehreren Monaten gelten, theoretisch über 6 Monate verteilt und dann gemittelt werden.

Gilt dies für ALG2 und ALG1 gleichermaßen?

Ich habe nämlich, während ich noch in ALG1 steckte, sporadisch Nachhilfeunterricht gegeben und diesen Verdienst auch immer brav jeden Monat gemeldet.
In den meisten Monaten war es eher lau und unter der anrechenbare Grenze, aber bei großem Leidensdruck (nein, nicht meinerseits :biggrin: ) vor den Zeugnissen, habe ich doppelt so viel eingenommen. Davon wurde mir dann jeweils nur der Freibetrag gelassen.

Ist das bei ALG1 so rechtens (insgesamt wurde mir so 120 € abgezogen) oder hätte man auch hier erst 6 Monate abwarten und dann den monatlichen Mittelwert abrechnen dürfen?
 

ethos07

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Hallo julchen68,

aus meiner Sicht ist das bei dir rechtens gemacht worden:

EKS-Abrechnungen mit ihrer Verteilung des Einkommens über den gesamten Bewilligungszeitraum (in der Regel 6 Monate) gelten nur bei ALGII.
(Sie sind wohl vor allem auch für die vielen sog. Aufstocker gedacht, die 'zusätzlich zu einer 'normalen' Erwerbstätigkeit mit ggf. hoher Wochenarbeitszeit noch ALGII brauchen.)

Bei ALG1 ist Erwerbstätigkeit hingegen bekanntlich nur sehr beschränkt als Nebentätigkeit bis unter 15 Stunden/Woche erlaubt.

Bei ALG (1) gibt es nach wie vor ein Freibetrag von monatlich 165,00 Eur Hinzuverdienst. Alles was darüber liegt wird von der Agentur auf die ALG-Leistung angerechnet. Pro Monat und kein Durchschnitt gebildet.

*
Es sind aus meiner Sicht also zwei grunderschiedene Berechnungs- und Denkweisen betr. Einkommen aus selbständiger Tätigkeit bei ALG1 und AlgII.
Persönlich halte ich die Form der Anrechnung bei ALG1 für wesentlich besser, weil durchsichtiger und keine schikanöse EKS-Rechnereien nötig sind.
 
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