Anrechnung von Minijob trotz Arbeitsunfähigkeit (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Schnubby

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Hallo,

Ich habe seit Anfang des Jahres einen Minijob auf 450€ Basis. Ende August habe ich mich am Knie Verletzt und musste Operiert werden worauf mein Chef mich seit September bei der Minijob Zentrale abgemeldet hat. Das Jobcenter will mir den Angerechneten Teil von meinem ALG II erst Nachzahlen, wenn ich für jeden Monat eine genullte Lohnabrechnung einreiche. Mein Chef sagt das er mir keine Ausstellen kann da ich für die Zeit ja nicht mal gemeldet war. Bekomme jetzt neben der Miete nur 136€ ALG II davon geht der Großteil schon für die Krankengymnastik und den ganzen Rezeptgebühren drauf.
Habe auch alle AU´s beim Jobcenter eingereicht. Muss das Jobcenter auf die Abrechnungen bestehen? Kann mein Chef mir die Abrechnungen wirklich nicht ausstellen?
Hoffe ihr könnt mir helfen. Habe nur noch 30€ und muss bald den eigen Anteil für die Krankengymnastik bezahlen und das ist mehr als ich habe.
MfG und danke schon mal
 

Kerstin_K

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Wieso hat Dein Chef Dich bei der Minijobzentrale abgemeldet. Das iat nicht korrekt.

Erstmal hast Du 6 Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Wenn er das Arbeitsverhältnis beebden möchte, dann muss er dir kündigen , dann gelten mindestens die gestzlichen Kündigungsfristen und dann kann r Dich abmelden.

Warst Du noch in der Probezeit?
 

Schnubby

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Er möchte das Arbeitsverhältniss nicht beenden warum die abmeldung weiss ich aber auch nicht, vielleicht um die Lohnfortzahlung zu umgehen weiss nicht wie das läuft.
Und die 6 Wochen für die Lohnfortzahlung sind ja auch schon seit dem 24.10 vorbei hätte also bei der letzten Zahlung wieder alles vom JC bekommen müssen
 

Kerstin_K

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Du hast Anspruch auf die Lohnfortzahlung!

Bei privaten Arbeitgebern mit Haushaltsscheck-verfahren kannich Dir genau sagen, we das läuft:

Der Arbitgeber zahlt 6 Wochen lang weiter, als hättt Du gearbeitet. Dann füllt er ein Formular für die Minijobzentrale aus und bekommt 80 % der Lohnfortzahlung zurück. Dazu muss er der Minijobzentrale nichtmal Deine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.

Wenn Du 6 Monate nicht gesrbeitet hat, meldet die Minijobzentrale Dich automatisch ab. DAs ist aber kein Problem, wenn Du wieder arbeiten kannst, muss nur ein Kreuz auf dem erten Haushaltsschek anders gesetzt werden, das ist alles.

Auf den Atbeitsvertrag an sich hat die Abmeldung bei der Minijobzentrale keinen Einfluss.

Eine Lohnbescheinigung oder Abrechnung nur mit Nullen gibt es nicht. Aber vielleicht hilft es wenn Dein Arbeitgeber Dir etwas schreibt, dass Du von bis nicht gerbeitet hast wegen Krankheit und deshalb kein Geld bekommen hast.
 

Schnubby

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Ist ein Gewerblicher Arbeitgeber.
Das JC verlangt aber Abrechnungen mit nullen als nachweis das ich nichts verdient habe und mein Chef sagt ja auch gibt es nicht wollen sich wohl beide seiten davor drücken zu zahlen
 

ela1953

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Wenn im Arbeitsvertrag feste Zeiten stehen, z.B. Dienstag und Freitag von 19 - 22 Uhr, gibt es Lohnfortzahlung.
Steht im Arbeitsvertrag "ohne Anspruch auf eine bestimmte Stundenzahl" gibt es keine Lohnfortzahlung.
Wenn nichts davon festgelegt ist, muss eine Mindestanzahl an Stunden gezahlt werden. (Ob 15 Stunden weiß ich aber nicht genau)
Eine Nullabrechnung brauchte ich für meinen Minijob noch nie abgeben.
Ein Bekannter beim gleichen Jobcenter musste eine Nullabrechnung einreichen. Hat der AG erstellt. Und immer monatlich außer Lohnabrechnung mit passendem Kontoauszug noch ein Formular Einkommen.

Die LFZ kann man einklagen.
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Hyena

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Wenn dein Arbeitgeber dich "abgemeldet" hat - müsste für dich ja eine "Abmeldebescheinigung der Minijobzentrale" für deine Unterlagen existieren.

Alleine das der AG meint, seinen wegen Krankheit nicht anwesenden AN für die Zeit einfach abzumelden find ich schon mehr als krass.
Zumal für jeden, egal ob 450 oder VZ die selben Regeln gelten!

Wenn die Abmeldung existiert, und du auch noch deine Bescheinigung vom Arzt hast (gibt ja immer Ausfertigung für sich selbst, AG und KK), dann würde ich mich mal schlau machen, auf welchen Busch man klopfen kann - weil hier zieht sich der AG nämlich ganz bewusst aus seiner Pflicht!
 

musiker01

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Kenne sowas ähnliches auch.

Meine Freundin hatte mal eine Kündigung ihres Jobs per WhatApp bekommen und zusätzlich noch nichtmal fristgerecht. Geld gab es logischerweise seitens des Arbeitgebers nicht mehr.

Das JC sah es allerdings so, das keine wirksame Kündigung vorliege, sie sich also folglich das (nicht mehr vorhandene) Einkommen anrechnen lassen müsse.

Bis das dann Monate später per Anwalt und Gericht geklärt war mit dem (Ex)Arbeitgeber gabs eben alle Monate zu wenig ALG II. Wie man sowas überlebt interessiert ja eh niemanden :doh:
 

Schnubby

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Im Vertrag stehen keine Zeiten nur nur der Stundenlohn und 450€ im Monat.
Ich rufe schon seit Wochen mehrmals in der Woche meinen Chef an wegen einen Nachweiss das ich nicht mehr gemeldet bin aber es kommt nie was
 

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Kerstin_K

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Da im Vertrag nichts steht, muss dein Arbeitgeber dir mindestens 10 Stunden im Monat bezahlen.

Und nochmal: die Meldung ist unerheblich. Solange es keine Kuendigung gibt, besteht das Arbeitsverhältnis weiter.
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Hyena

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Schon alleine die Umänderung §3 (1) die durchschnittliche regelmäßige Arbeitszeit beträgt 450,- im Monat

Ich mein, man kann es sich einfach machen, aber das ist peinlich . . .

Gibt es noch eine 2. Seite wegen "im Krankheitsfall".

Würde mich ja interessieren, wie "alt" das Unternehmen ist. Keine eigenen Arbeitsverträge und dann die Story mit dem "bist krank, biste abgemeldet" - oh bei mir könnte sich mein Chef warm anziehen. Hab ja schon eniges erlebt, aber so was ersticke ich nur noch im Keim.

Hast du überhaupt eine Anmeldung von der Minijobzentrale erhalte?
Wenn nicht, würde es erklären, warum man dir keine Abmeldung zukommen lässt . . .
 

Schnubby

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10 Stdd im Monat? Das sind ja auch nur 90€ und die werden dann doch nicht aufs ALG 2 angerechnet oder? Und die Lohnfortzahlung geht ja nur bis zu 6 Wochen und die sind ja auch schon vorbei
 

Schnubby

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Das unternehmen ist 16 Jahre alt ist aber auch seine zweite Firma.
Auf der zweiten seite steht zum Krankheitsfall nur das es umgehend gemeldet werden muss und nach 3 Tagen eine Au vorliegen muss
 

Schnubby

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Ok 10h/Woche klingt schonmal besser aber damit wäre ich ja unter dem was ich sonst bekommen hätte und ich habe gelesen es muss zu 100% gezahlt werden
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Kerstin_K

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Sorry, habe mich vertan, natürlich 10 Stunden je Woche.

Im Krankheitsfall muss er halt 6 Wochen weiterzahlen und danach nicht mehr. Aber auch das beendet dn Arbeitsvertrag nicht.
 
G

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Das Jobcenter will mir den Angerechneten Teil von meinem ALG II erst Nachzahlen, wenn ich für jeden Monat eine genullte Lohnabrechnung einreiche.[...]
Muss das Jobcenter auf die Abrechnungen bestehen?
Nein, Kontoauszüge als Nachweis der fehlenden Gehaltseingänge reichen aus.
Die Mehr-Leistung kann das JC sich nach § 115 SGB X vom AG zurückholen.
Alternativ können die dir auch helfen die Ansprüche beim ARbeitsgericht durchzusetzen.
Die sind bloß nicht scharf auf die zusätzliche Arbeit.


Das JC nachweislich zur Neuberechnung und Auszahlung auffordern, Frist setzen. Eine Woche ab Zugang dürfte hier reichen, denke ich.
Weigern die sich oder reagieren gar nicht, beantragst eine einstweilige Anordnung beim zuständigen Sozialgericht. Die dürfte in so einem Fall auch ziemlich zügig zu kriegen sein.

Kann mein Chef mir die Abrechnungen wirklich nicht ausstellen?
Doch, der will bloß nicht.
Aber das JC braucht die auch nicht.

Er möchte das Arbeitsverhältniss nicht beenden warum die abmeldung weiss ich aber auch nicht, vielleicht um die Lohnfortzahlung zu umgehen weiss nicht wie das läuft.
Das klingt nicht so, als ob du bei diesem AG alt werden solltest ...
Und die 6 Wochen für die Lohnfortzahlung sind ja auch schon seit dem 24.10 vorbei hätte also bei der letzten Zahlung wieder alles vom JC bekommen müssen
Da kannst du das JC auch drauf hinweisen.

Steht im Arbeitsvertrag "ohne Anspruch auf eine bestimmte Stundenzahl" gibt es keine Lohnfortzahlung.
Das widerspricht dem geltenden Arbeitsrecht, sog. "Null-Stunden-Verträge" sind hier in D unzulässig.
Wenn nichts davon festgelegt ist, muss eine Mindestanzahl an Stunden gezahlt werden. (Ob 15 Stunden weiß ich aber nicht genau)
10 Stunden pro Woche sind das, wie schon erwähnt wurde.

Ok 10h/Woche klingt schonmal besser aber damit wäre ich ja unter dem was ich sonst bekommen hätte und ich habe gelesen es muss zu 100% gezahlt werden
Wenn du die regelmäßig höhere Arbeitszeit nachweisen kannst: Ja. Das ist dann bei diesem AG aber sicherlich ein Fall fürs Arbeitsgericht.
 
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