Anrechnung von letztem Gehalt auf Folgemonat - Ist das in Ordnung? (1 Betrachter)

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Darkosto

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Meine Teilzeitstelle wurde vom Arbeitgeber auf den 28.02.2019 gekündigt.
Heute erhielt ich den Änderungsbescheid in welchem steht, dass der Lohn von Februar auf März angerechnet wird und ich daher erst ab April die vollen Leistungen erhalte.
Ich erhalte also für März nur einen Teil obwohl ich in diesem Monat keinen Cent mehr verdiene. Liege ich da falsch mit der Annahme dass das so nicht richtig sein kann?
Lohnabrechnung wird wir meist zwischen dem 20. und 24. ausgehändigt, also noch im selben Monat. Auszahlung ist spätestens am letzten Werktag des Monats.
Die Suchmaschine liefert mir verschiedene Aussagen dazu aber keinerlei Paragraphen mit denen man arbeiten könnte im Falle eines Widerspruches.

Zitat:
"Sie wurden zum 28.02.2019 gekündigt. Somit wird ihr Einkommen im März ein letztes Mal angerechnet. Ab April 2019 ändert sich daher ihr Leistungsanspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Legen Sie uns bitte noch die Abrechnungen von Dez. 2018 bis Feb. 2019 vor.
 
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Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Auszahlung ist spätestens am letzten Werktag des Monats.
Dann wird nach Zuflussprinzip angerechnet. Reiche die Lohnabrechnungen und einen Nachweis über das Zuflussdatum ein, dann sollten sie den Bescheid korrigieren. §§ brauchst du als Rechtslaie nicht nennen.

Es steht aber in § 11 (2) SGB II

Widerspruch fristwahrend einreichen, das sollte klar sein!
 

Darkosto

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Danke für die Antwort.
Jetzt hätte ich doch nochmal eine Frage dazu bevor ich den Widerspruch einreiche:
Habe die Unterlagen mal durchgeforstet und die Anrechnung des ersten Lohns erfolgte erst im darauffolgenden Monat.
Wenn mir das Amt jetzt für März voll bezahlt, dann hätte ich ja einen Monat komplett Anrechnungsfrei gehabt. Ich vermute mal dass es dann eine Nachzahlung geben wird oder nicht?
Theoretisch könnte ich mir das ja dann auch sparen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Das heißt, du hast im ersten Monat deiner Berufstätigkeit noch den normalen Bedarf bekommen, trotz Einkommen obwohl das JC wusste von dem Zuflusszeitpunk wusste? Üblicherweise bekommt man in so einem Fall Leistungen nur auf Dahrlehensbasis.

Es ist die Frage, ob der damalige Bescheid noch aufgehoben werden kann. In einem Monat ohne Zufluss darf Lohn eigentlich nicht angerechnet werden. Da könntest du ein kleines Geschäfft machen ;-), wenn du das überhaupt willst.
 

Darkosto

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Also ich war woanders beschäftigt und hatte einen fliesenden Wechsel in den neuen Job. Im alten Job wurde immer am ~8. eines Monats überwiesen.
Das Jobcenter ging dann wohl einfach davon aus, dass das beim neuen Arbeitgeber auch so sein wird. Ich muss gestehen, dass ich das auch erst dachte und nicht wirklich danach geschaut habe im Vertrag.

Der Wechsel der Stelle war zum 1. November letzten Jahres falls das relevant ist für irgendwelche Fristen zur Aufhebung. Also noch relativ "aktuell".

Edit:
Habe mir kurz schlau gemacht, scheint wohl eine Frist von 1 Jahr zu geben.
Beispiel: Az.: S 22 AS 629/13
Also lass ich am Besten mal die Finger davon.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Du hättest den Zufluss melden müssen.
Letztlich hat man dir kein Geld vorenthalten und das JC hat keinen Schaden, also kannst du es auch auf sich beruhen lassen.
 
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