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Anrechnung von Einkommen

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ausgebeutete25

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Hallo.
Hinsichtlich meines heute erhaltenen Bescheides habe ich fragen.
Ich habe Einkommen. Ca. 1100 Euro nach Abzug von Steuern.
Was kann davon abgesetzt werden?
Gem. § 30 SGB II sind doch bei einem Betrag bis 800 Euro schonmal 240 Euro abzusetzen. Und von dem Betrag, der die 800 Euro übersteigt 10 % also bei 1100 EUro wären das 30 Euro => insg. 270 Euro Absetzung.
Hinzukommen noch gem. § 11 SGB II Aufwendungen für (in meinem Fall
private) Kranken- u. Rentenversicherung. Sowie die Vers. Pauschale von 30 Euro für Kfz-Versicherung u. 15,33 Euro monatliche Werbungskosten.

Lieg ich da richtig? In der Berechnung meines Bescheides wurde vom Brutto-Einkommen NUR die Lohnsteuer abgezogen und ein Freibetrag, der sich nicht mit dem gem. § 30 SGB II deckt.

Hat sich der, der den Bescheid erlassen hat total verrechnet bzw. meine geltend gemachten Absetzungen übersehen (habe es im Antrag angegeben und auch Nachweise beigefügt!).
 
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ExitUser

Gast
ausgebeutete25 schrieb:
Hallo.
Hinsichtlich meines heute erhaltenen Bescheides habe ich fragen.
Ich habe Einkommen. Ca. 1100 Euro nach Abzug von Steuern.
Was kann davon abgesetzt werden?
Gem. § 30 SGB II sind doch bei einem Betrag bis 800 Euro schonmal 240 Euro abzusetzen. Und von dem Betrag, der die 800 Euro übersteigt 10 % also bei 1100 EUro wären das 30 Euro => insg. 270 Euro Absetzung.
Hinzukommen noch gem. § 11 SGB II Aufwendungen für (in meinem Fall
private) Kranken- u. Rentenversicherung. Sowie die Vers. Pauschale von 30 Euro für Kfz-Versicherung u. 15,33 Euro monatliche Werbungskosten.

Lieg ich da richtig? In der Berechnung meines Bescheides wurde vom Brutto-Einkommen NUR die Lohnsteuer abgezogen und ein Freibetrag, der sich nicht mit dem gem. § 30 SGB II deckt.

Hat sich der, der den Bescheid erlassen hat total verrechnet bzw. meine geltend gemachten Absetzungen übersehen (habe es im Antrag angegeben und auch Nachweise beigefügt!).

Ja, da liegst richtig, nur die 15,33 Werbungsksoten, wo die herhast, weiß ich nicht.

generell 100 Euro sinderstmal frei wenn du arbeitest, vom Betrag der 100 Euro überschreitet und unter 800 Euro liegt werden dann weitere 20%
als Freibetrag gerechnet, vom Betrag über 800 Euro bis unter
1200 Euro (mit Kind 1500) dann 10%.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arwen

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Hallo

Besondere Regelungen für Erwerbseinkommen

Wird Erwerbseinkommen erzielt, wird anstelle der abziehbaren Beiträge für Versicherungen (Ziff. 3) und Altersvorsorge (Ziff. 4) sowie für Werbungskosten (Ziff. 5) ein pauschaler Grundfreibetrag von 100 € abgezogen. Übersteigt das Erwerbseinkommen 400 € können anstatt dieser Pauschale auch die tatsächlichen Aufwendungen berücksichtigt werden.

Darüber hinaus bleibt der Erwerbstätigen-Freibetrag nach § 30 SGB II anrechnungsfrei. Dieser beträgt:

* 20% des Bruttoeinkommens zwischen 100 € und 800 € und
* 10% des Bruttoeinkommens zwischen 800 € und 1.200 bzw. 1.500 €
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II#Anrechnung_von_Einkommen

Beides geht nicht... entweder die 100 € pauschaler Freibetrag oder die tatsächlichen Kosten für Versicherungen (auch Kfz) und Altersvorsorge.

Gruß von Arwen
 

ausgebeutete25

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ok.danke..
also ich hab grob 1100 Euro netto.
ziehe davon die 140 Euro ab (also die 20 % des betrages zwischen 100-800 Euro) sowie 10 % des Betrages der die 800 übersteigt..also 30 Euro.
Habe somit 170 Euro Freibetrag.

Meine tatsächlichen Kosten (bin nicht sozialvers. pflichtig)
private RV 105 Euro
private KV 164 Euro
private PV 10 Euro
und Kfz-Vers. 30 Euro (alles Monatsbeiträge) => 309 Euro
also kann ich davon nochmal 209 zu den 170 addieren und das von den 1100 abziehen und komme somit auf 791 € anrechenbares Einkommen?

@ ludwigsburg: das mit der wk-pauschale steht u.a. hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II

und hier steht u.a. http://www.ldk-online.de/rechner/rechner.html

Die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen notwendigen Aufwendungen (Werbungskosten wie z.B. Fahrkosten, Kosten der doppelten Haushaltsführung, Aufwendungen für Arbeitsmaterial und Berufskleidung oder Gewerkschaftsbeitrag, Betriebsausgaben, ggf. auch Kinderbetreuungskosten); die Werbungskosten sind nur bei der Person abzusetzen, die das Erwerbseinkommen erzielt. - Sofern der erwerbsfähige Hilfebedürftige nicht höhere notwenige Aufwendungen nachweist, werden folgende Pauschbeträge abgesetzt
a) bei Einkommen aus abhängiger Beschäftigung ein Sechzigstel der steuerrechtlichen Werbungskostenpauschale (2005: 15,33 €) und als Fahrkosten zusätzlich 0,06 € pro Entfernungskilometer der kürzesten Straßenverbindung. Bei einer 5-Tage-Woche sind 19 Arbeitstage pro Monat anzuerkennen.

Das „Sechzigstel“ ergibt sich rechnerisch aus dem ab 2005 geltenden Arbeitnehmerpauschbetrag bei einem Steuersatz von 20%. Die 0,06 € errechnen sich aus dem steuerlichen Pauschbetrag von 0,30 € und einem Steuersatz von 20%; zu berücksichtigen ist, dass sich die Kilometerpauschale im Steuerrecht wirtschaftlich nur auswirken kann, soweit der Arbeitnehmerpauschbetrag von z. Zt. 920 € überschritten wird

b) bei Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen Betriebsausgaben in Höhe von 30% der Betriebseinnahmen
 

Arco

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... tut mir leid, aber Deine Rechnung stimmt vorne und hinten nicht - leider :(

Außerdem hast Du veraltete Summen die ab dem 01.10.2006 verändert wurden.

Und dann noch das Wichtigste - bist Du eine Einzel-BG oder eine Mehrpersonen-BG.

Für die private KV+ RV etc. gibt es eine Pauschale - bist Du selbständig ? ? - oder

ist das Netto 1.100 € mit oder ohne AG-Anteile zur Sozialversicherung ....

Also alles nicht so leicht Fragen zu beantworten wenn mann/frau zu wenig INFOS hat :mrgreen:
 

ausgebeutete25

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Hallo Arco!
Oh nein...deine Antworten nehmen mir die letzte Hoffnung. Sind eine Mehrpersonen-BG. Mein Lebengsgefährte ist arbeitslos und passt auf unser 7 Monate altes Baby auf. Und ich gehe arbeiten.
Bin Beamtin somit liegt keine sozialvers. pflicht vor.

Hatte zuerst wirklich veraltete Freibeträge..und zwar die vor 10/05 als man für die Summe zwischen > 400 und > 900 Euro 30 % Freibetrag geltend machen konnte.

War dann hier: http://bundesrecht.juris.de/sgb_2/index.html

Und nachdem es eine Seite des Bundesjustizministerium ist, dachte ich, dass dies wohl der aktuelle Stand der §§ sei. Und da stehen die Freibeträge so drin, wie ich es errechnet habe.

Weiß bloß nicht, ob da nun Brutto- o. Netto genommen wird.
Wie kann für priv. RV, KV + PV eine Pauschale genommen werden, wenn die tatsächlichen Ausgaben um ein vielfaches höher sind?
Hab dazu auch nichts im § 11 gefunden...

Die 1100 sind nach Abzug von Steuern. Ich krieg keine Zuschüsse zur Sozialversicherungspflicht, weil ich dieser nicht unterliege.

Und noch eine Antwort speziell für dich Arco: Du wolltest vor mehr als einem halben Jahr wissen ob ich mein Kind in der gesetzl. Krankenvers. familienversichern kann obwohl ich nicht verheiratet bin.
Es geht. Die Kleine ist über meinen Lebensgefährten versichert. Zumindest erlaubt die AOK das.

gruß
ausgebeutete
 

lopo

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Hallo ausgebeutete,

warum benutzt Du nicht den von mir genannten Einkommensrechner vom

Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Der berücksichtigt doch genau die von Dir benötigten Angaben :

Monatliche Beiträge zu privaten Renten- Kranken-, und Pflegeversicherungen
Monatliche Beiträge zu gesetzl. vorgeschriebenen Versicherungen (insb. Kfz-und Berufshaftpflichtversicherungen.)
Pauschale für Wegstrecken zur Arbeit, Kindermerkmal usw.

Ausserdem ist der Rechner auf dem neuesten Stand.
 
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