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Anrechnung von Dienstfahrten bei Hartz IV und Minijob

giraffe26

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#1
Trotz ausgiebiger Suche habe ich bisher nirgendwo eine aktuelle definitive Regelung gefunden betreffend einer zusätzlich zum Minijob-Einkommen gezahlten Aufwandsentschädigung durch den Arbeitgeber für Dienstfahrten. Oder beurteilt das jeder Sachbearbeiter anders? Es geht in diesem Fall um meinen Freund, der im Hartz IV-Bezug steht und einen Minijob als Prospekt-Verteiler mit eigenem PKW machen möchte. Er würde dann 350,- Euro monatlich als festes Einkommen erhalten und zusätzlich noch 50,- Euro für seine Aufwendungen für die Fahrten zwischen den Kunden/Einsatzorten während seines Dienstes (für Benzinkosten/Verschleiß am PKW etc.). Die 350,-Euro würden dann ja ganz normal als Einkommen angerechnet (100,- Euro frei und vom Restbetrag 20%), aber was passiert mit den separat ausgewiesenen 50,- Euro für die Dienstfahrten? Wird das mit zum Einkommen gerechnet oder bleibt das komplett frei ohne Abzüge vom Jobcenter? Wer hat da ganz aktuell nach der Hartz IV-Neuregelung eigene Erfahrungen gemacht oder kennt die genaue Rechtslage? Er würde das gerne vorher wissen, damit er nicht Schwierigkeiten beim Jobcenter bekommt und auf seinen Benzinkosten nachher sitzenbleibt.:wink:
 

Caso

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#2
Trotz ausgiebiger Suche habe ich bisher nirgendwo eine aktuelle definitive Regelung gefunden betreffend einer zusätzlich zum Minijob-Einkommen gezahlten Aufwandsentschädigung durch den Arbeitgeber für Dienstfahrten. Oder beurteilt das jeder Sachbearbeiter anders? Es geht in diesem Fall um meinen Freund, der im Hartz IV-Bezug steht und einen Minijob als Prospekt-Verteiler mit eigenem PKW machen möchte. Er würde dann 350,- Euro monatlich als festes Einkommen erhalten und zusätzlich noch 50,- Euro für seine Aufwendungen für die Fahrten zwischen den Kunden/Einsatzorten während seines Dienstes (für Benzinkosten/Verschleiß am PKW etc.). Die 350,-Euro würden dann ja ganz normal als Einkommen angerechnet (100,- Euro frei und vom Restbetrag 20%), aber was passiert mit den separat ausgewiesenen 50,- Euro für die Dienstfahrten? Wird das mit zum Einkommen gerechnet oder bleibt das komplett frei ohne Abzüge vom Jobcenter? Wer hat da ganz aktuell nach der Hartz IV-Neuregelung eigene Erfahrungen gemacht oder kennt die genaue Rechtslage? Er würde das gerne vorher wissen, damit er nicht Schwierigkeiten beim Jobcenter bekommt und auf seinen Benzinkosten nachher sitzenbleibt.:wink:
Ich meine, Fahrtkosten in einer geringfügigen Beschäftigung werden über den 100,-Freibetrag berücksichtigt.
Das Einkommen ist dann 400,-, egal wie der AG das splittet.
§ 11 ff SGB II ist die Rechtslage dazu,
 

n2ame22

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#3
Beim Minijob gibts nur die 100€ Freibetrag. Die 20% gibts nur für sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten. Wie es mit den 50€ zusätzlich aussieht kann ich dir aber nicht sagen.
 

giraffe26

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#4
Also die Anrechnung des eigentlichen Minijob-Einkommens ist klar (Zitat Homepage der Arbeitsagentur/Minijob bei ALG II-Bezug):
"Der Verdienst Ihres Minijobs ist als Einkommen zu sehen und wird bei der Berechnung Ihres Arbeitslosengeldes II berücksichtigt. Die ersten 100 Euro sind anrechnungsfrei. Von jedem weiteren Euro werden bei einem Minijob zusätzlich 20% nicht angerechnet. Bei einem Einkommen von 450 Euro bleiben so 170 Euro anrechnungsfrei, 280 Euro werden vom Arbeitslosengeld II abgezogen.
Aber was geschieht mit den 50,- Euro Mobilitätshilfe des Arbeitgebers? Wie wird das in der Praxis gehandhabt? Reine Fahrtkosten für Hin- und Rückfahrt werden nicht anerkannt, da diese schon in den ersten 100,- Euro Freibetrag anteilig enthalten sind. Aber wenn es um mehrere Dienstfahrten für Auslieferungen während der Arbeit geht für die natürlich Benzinkosten anfallen? :icon_surprised:
 

Caso

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#6
Beim Minijob gibts nur die 100€ Freibetrag. Die 20% gibts nur für sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten. Wie es mit den 50€ zusätzlich aussieht kann ich dir aber nicht sagen.
Das ist ja nun komplett falsch.
Es gibt für jedes Erwerbseinkommen 100,- plus 20 Prozent.
 

Caso

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#7
Also die Anrechnung des eigentlichen Minijob-Einkommens ist klar (Zitat Homepage der Arbeitsagentur/Minijob bei ALG II-Bezug):
"Der Verdienst Ihres Minijobs ist als Einkommen zu sehen und wird bei der Berechnung Ihres Arbeitslosengeldes II berücksichtigt. Die ersten 100 Euro sind anrechnungsfrei. Von jedem weiteren Euro werden bei einem Minijob zusätzlich 20% nicht angerechnet. Bei einem Einkommen von 450 Euro bleiben so 170 Euro anrechnungsfrei, 280 Euro werden vom Arbeitslosengeld II abgezogen.
Aber was geschieht mit den 50,- Euro Mobilitätshilfe des Arbeitgebers? Wie wird das in der Praxis gehandhabt? Reine Fahrtkosten für Hin- und Rückfahrt werden nicht anerkannt, da diese schon in den ersten 100,- Euro Freibetrag anteilig enthalten sind. Aber wenn es um mehrere Dienstfahrten für Auslieferungen während der Arbeit geht für die natürlich Benzinkosten anfallen? :icon_surprised:
Für Dienstfahrten sollter dann ein Dienstfahrzeug bekommen.
Das JC wird das Extra-Geld nicht akzeptiern.
Er könnte Widerspruch einlegen und die Summe als zweckbestimmte Einnahme sehen wollen. Er wird evtl. klagen müssen.
Oder mit dem Chef eine andere praktikablere Lösung der Geldübergabe finden.
 

Charlot

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#8
Es gibt für jedes Erwerbseinkommen 100,- plus 20 Prozent.
Bist Du sicher ?
Dann könnte ich theoretisch 3 Minijobs a 100 Euro haben ohne Abzüge.
Meines Wissens wird das so gehandhabt, als wenn ich einen Minijob mit 300 Euro habe.
 

Caso

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#9
Bist Du sicher ?
Dann könnte ich theoretisch 3 Minijobs a 100 Euro haben ohne Abzüge.
Meines Wissens wird das so gehandhabt, als wenn ich einen Minijob mit 300 Euro habe.
Du hast recht. Ich habe mich hier falsch ausgedrückt. Soory.
Es gibt auf Erwerbseinkommen aus Minijobs 100,- plus 20 Prozent. Streiche also bitte das Wörtchen "jedes".
 

gelibeh

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#10

giraffe26

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#11
Das mit dem Fahrtenbuch und Tankbelegen klingt plausibel, dann hat man konkret was in der Hand. Aber wahrscheinlich bleibt er dann monatlich unter den vom Arbeitgeber pauschal angebotenen 50,- Euro. Denn so etwas wie die Abnutzung des Autos und ggf. "Knöllchen" für falsches Halten kann man dann ja nicht mit nachweisen. Ein Fahrtenbuch führen stelle ich mir auch sehr aufwändig vor, denn es werden teilweise viele Fahrten quer durch die Stadt anfallen. :icon_motz:
Das müsste man dann vorher mal beispielhaft ausprobieren und berechnen. Dann kann man wohl pro gefahrenen Kilometer ein paar Cent abrechnen? Bei Selbständigen wird das jedenfalls so gemacht.
 

Caso

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#12
Das mit dem Fahrtenbuch und Tankbelegen klingt plausibel, dann hat man konkret was in der Hand. Aber wahrscheinlich bleibt er dann monatlich unter den vom Arbeitgeber pauschal angebotenen 50,- Euro. Denn so etwas wie die Abnutzung des Autos und ggf. "Knöllchen" für falsches Halten kann man dann ja nicht mit nachweisen. Ein Fahrtenbuch führen stelle ich mir auch sehr aufwändig vor, denn es werden teilweise viele Fahrten quer durch die Stadt anfallen. :icon_motz:
Das müsste man dann vorher mal beispielhaft ausprobieren und berechnen. Dann kann man wohl pro gefahrenen Kilometer ein paar Cent abrechnen? Bei Selbständigen wird das jedenfalls so gemacht.
Es gibt doch Regelung mit den 20Cent/km.
Die gibt es für Angestellte auch, wenn sie dienstlich mit ihrem Privat-PKW fahren.
Dass das heute nicht mehr ausreicht, weiss jeder. Mehr gibts aber nicht.
Und ob der Chef das dann anerkennt und genau die Dienstfahrten bezahlt?
Alles eben eine Rechnerei!
 
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