Anrechnung von Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Betreuung

Leser in diesem Thema...

aligator

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Juni 2008
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hallo, ich übe als aufstockender selbstständiger AlG 2-Empfänger ehrenamtlich die Betreuung meines dauerhaft pflegebedürftigen Vaters aus. Habe ich es richtig verstanden, dass während des gesamten Zeitraums der Betreuung, also Monat für Monat ein Grundfreibetrag von 200 Euro gilt, auch wenn die jährliche Aufwandsentschädigung von 390 Euro nur einmal pro Jahr ausgezahlt wird? Da das momentane Vermögen meines Vaters 5.000 Euro übersteigt, müsste die Aufwandsentschädigung daraus bestritten werden, würde dann aber entsprechend mit dem Jobceter verrechnet werden. Ich frage mich nun, ob ich die Wahl habe, die Aufwandsentschädigung einzunehmen oder sie vielleicht besser auf dem Konto meines Vaters zu belassen. Oder bin ich verpflichtet, die Aufwandsentschädigung einzunehmen und mit dem Jobcenter zu verrechnen? Wenn ich die freie Wahl habe, kann ich dann auch jeden Monat während des gesamten Betreuungszeitraums die 200 Euro Grundfeibetrag geltend machen, auch wenn ich die Aufwandsentschädigungspauschale nicht in Anspruch nehme? Herzlichen dank für hilfreich Informationen dazu. Beste Grüße
 

H4H-OF

Elo-User*in
Mitglied seit
18 September 2019
Beiträge
121
Bewertungen
170
für pflegegeld bei der häuslichen pflege angehöriger gelten andere bedingungen wie für förmliche oder formlos erbrachte aufwandsentschädigungen für ehrenämter, es wird regelhaft nicht angerechnet, weil es eine zweckbestimmte einnahme im sinne des §11a SGB II darstellt.

(und insofern ist es dann auch egal, wenn der zufluss nur einmal pro jahr entsteht.)

ausnahme davon ist das "pflegegeld", was man für pflegekinder bekommt.


entschuldigung, ich kann offenbar nicht lesen. note to self: ehrenamtliche betreuung, nicht pflege.

die korrekte antwort auf deine frage weiß ich leider nicht auswendig.

vom grundsatz her ist ein zufluss von 390 euro ein problem, was man versuchen sollte zu vermeiden, wenn es irgendwie geht. es kann aber auch sein, dass es bei betreuung irgendwo bereits geregelt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
10.155
Bewertungen
10.307
Der erhöhte Freibetrag kann nur im Monat berücksichtigt werden, in dem die das Entgelt aus Ehrenamt erhältst. Eine Anwendung des Freibetrages auf andere Einkommensarten ist nicht möglich, falls du das gemeint hast.

Das Einkommen musst du natürlich geltend machen, du kannst nicht einfach darauf verzichten. Es ist vorrangig vor ALG2.
 
Oben Unten