Anrechnung Unterhalt in BG - Unterhalt fällt weg

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Daniel312

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Guten Abend,

habe da mal ein anliegen, das mich und ein paar bekannte beschäftigt.
Hier wusste irgendwie keiner so richtig bescheid.
Ich hoffe, das jemand licht ins dunkle bringen kann.

Es geht um eine Bedarfsgemeinschaft mit Kleinkind.
Der Unterhalt des Kindes wird ja der Mutter als Einkommen angerechnet, ist das so richtig?
Dementsprechend bekommt die Mutter weniger Geld von der Arge, da dies angerechnet wird.
Was wäre denn, wenn die Leistungen der Unterhaltskasse eingestellt würden (Anspruch abgelaufen etc.)
Bekommt die Mutter dann das fehlende Geld von der Arge aufgestockt, oder muss man dann mit weniger Geld auskommen?

Gruß Daniel
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Fällrt ein Einkommen weg, dann kostet das die Kunden "nur" den Freibetrag.
Bei Unterhalt(svorschuß) eigentlich eine Ungerechtigkeit.
 

gerda52

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kleindieter meinte:
Fällrt ein Einkommen weg, dann kostet das die Kunden "nur" den Freibetrag.

Meinst Du, das wurde jetzt auch richtig verstanden?

Bei Unterhalt(svorschuß) eigentlich eine Ungerechtigkeit.
Und hier irrst Du nämlich schon. Der Unterhaltsvorschuss wird als Einkommen des Kindes angerechnet. Bei Unterhalts- und Kindergeldeinkommen "von" Minderjährigen findet schon automatisch erst gar keine Einkommensbereinigung statt.

@daniel312

Beim Unterhaltsvorschuss handelt es sich um eine vorrangig zu beantragende Leistung, darauf verzichten geht schon mal nicht. Wird für das Kind jedoch aus anderen Gründen nichts mehr gezahlt, dann kann auch von der Arge nichts angerechnet werden.
 

Daniel312

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Hallo, hab grade den Bescheid zur Hand.
Also der Unterhalt kommt als Unterhaltvorschuss und wird mit 125€ als Einkommen berechnet. Der Vater ist unauffindbar, deshalb kommt es von der Kasse.
So, diese 125€ fallen aber nächsten Monat weg, da dies nur einen bestimmten Zeitraum gezahlt wird, der nun abgelaufen ist.
Dementsprechend fehlen also nächsten Monat 125€.

Da dies "Einkommen" ja dann wegfällt, müsste doch von der Arge ein höherer Auszahlbetrag zustandekommen, da sie ja diese 125€ nicht mehr kürzen können.
Sehe ich das so richtig?!

Gruß Daniel
 

biddy

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Ja, das siehst Du richtig.

Der Bedarf des Kindes muss auch nach Ablauf des Zeitraums der Unterhaltsvorschussleistung gedeckt sein; also erhält das Kind mehr Sozialgeld.
 

Daniel312

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Dankeschön für die aussagekräftige Antwort.
Hier im bekanntenkreise geistert nämlich das Gerücht herum, wenn der UV wegfällt, keinen Ersatz gibt, also 120€ weniger.

Gruß Daniel
 

biddy

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Nein, es ist definitiv nicht so.

Als ich noch unregelmäßig Unterhalt für meine Kinder vom Ex bekommen habe, kurz nach der Trennung, ist die ARGE für die Höhe der nicht gezahlten Beträge sofort in Vorleistung gegangen, damit - wie gesagt - der monatliche Bedarf der Kinder gedeckt ist.

Nach dem Familiengerichtstermin, in dem die Unterhaltshöhe festgelegt, tituliert wurde, hat die ARGE sich dann das Geld für diese Zeit vom Unterhaltsschuldner zurückzahlen lassen. Dies nur als Beispiel, damit Du weißt, dass das Kind bei wegfallendem Unterhalt bzw. Unterhaltsvorschuss, weil das Kind 12 Jahre alt geworden ist, nicht mit weniger auskommen muss. Es reicht ja eh schon hinten und vorne nicht ...
 

biddy

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Ach nein, das Kind wird jünger sein, da es 125 Euro bekommt. Also sind die 72 Monate Unterhaltsvorschusszahlung abgelaufen, denke ich.
 
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