Anrechnung Taschengeld (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

maeusekuchen

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Hallo,

wie schaut's eigentlich in puncto Anrechnung von Taschengeld bei ALG II für ein volljähriges Kind (20 Jahre) aus - der Vater hat auf das Konto des Kindes 100 Euro überwiesen, wovon jedoch nachweislich auch eine benötigte Monatskarte (Schule/Weiterbildung) gekauft wurde.

Das Jobcenter hat diese vollständig als Einkommen angerechnet - ist das korrekt?

Im Netz steht diesbezüglich Widersprüchliches, weshalb ich lieber mal hier nachfrage.

Danke vorab.

Gruß.
 

samus

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Das nächste mal in Bar geben, und dann natürlich dem Amt melden....
 

maeusekuchen

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Hallo,

danke für die Rückmeldung - ich werde es meiner Freundin weitergeben; sie war sich nur unsicher (Freibetrag/100 EUR?), daher lieber nochmal nachgefragt.

Danke Euch.

MfG.
 
G

gast_

Gast
Der Freibetrag von 100 € gilt nur bei Arbeitseinkommen.

Wenn Vater etwas springen lassen will, dann nur dann übers Konto, wenn es zweckgebunden ist, für etwas, das nicht im Regelstz enthalten ist.
 

Cocolinchen

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ich widersprech dir nur ungern Kiwi .... aber alles was an Geld reinkommt zählt als Einkommen, also mit 100€ Freigrenze

auch wenn Vater, Tante, Oma Geld rüberschieben

so meine Erfahrung
 

Flodder

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ich widersprech dir nur ungern Kiwi .... aber alles was an Geld reinkommt zählt als Einkommen, also mit 100€ Freigrenze

auch wenn Vater, Tante, Oma Geld rüberschieben

so meine Erfahrung
Der Freibetrag 100 €, darüber 20 % gilt nur für Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Für "mühelose" Einkommen gibt es nur den Versicherungspauschalbetrag von 30 €.

Cocolinchen, bevor du widersprichst, solltest du mal das SGB II lesen, danke.
 

Cocolinchen

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Flodder

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ok is die Neufassung (Fassung § 6 Alg II-V a.F. bis 01.08.2009 (geändert durch Artikel 1 V. v. 23.07.2009 BGBl. I S. 2340))- allerdings dann noch negativer als die 100€ frei

also wozu dein Aufstand? nen vernünftig ausgedrückter Hinweis auf die Neufassung hätte gereicht ......

werd mal elo-Forum-Pause machen bis sich hier die allgemeine Verspannung gelegt hat :icon_party:
Neufassung ist gut (2009) :icon_party: Woher soll ich wissen, dass du in den letzten drei Jahren hinterm Mond gelebt hast?
 
G

gast_

Gast
ich widersprech dir nur ungern Kiwi .... aber alles was an Geld reinkommt zählt als Einkommen, also mit 100€ Freigrenze

auch wenn Vater, Tante, Oma Geld rüberschieben

so meine Erfahrung
deine Erfahrung ist aber etwas anderes als die gesetzliche Regelung...informier dich zuerst und widersprich dann :)

Für den Führerschein zum Beispiel ist nichts im Regelsatz enthalten: Wenn da jemand einspringen möchte darf er das, aber das Geld muß eindeutig als zweckgebunden gekennzeichnet sein.
Dann darf es nicht angerechnet werden!
Und "Freigrenze" gibts bei Einkommen aus Arbeit...
ansonsten: Bis 10 € insgesamt hat man monatlich frei.

Dieser Freibetrag wäre als Taschenged etwas wenig ;-) - reicht grad mal für z.B.Zinsen
 

sonne66

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Und wenn der Vater das Geld nun zurück fordern würde ???
Mit der Begründung dass es seinerseits NICHT für Lebenshaltungskosten gedacht war, sondern für z.B. eine tolle Jeans ( also auch nicht Fahrkosten,...)

Müsste das Amt dann das Geld an ihn zurück zahlen ?

grüße
sonne66
 

Rechtsverdreher

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wie schaut's eigentlich in puncto Anrechnung von Taschengeld bei ALG II für ein volljähriges Kind (20 Jahre) aus - der Vater hat auf das Konto des Kindes 100 Euro überwiesen, wovon jedoch nachweislich auch eine benötigte Monatskarte (Schule/Weiterbildung) gekauft wurde.

Das Jobcenter hat diese vollständig als Einkommen angerechnet - ist das korrekt?
Im Zweifel immer Widerspruch einlegen und dann klagen.

War da nicht was, von wegen 10 €/Monat sind anrechnungsfrei ?

Ausserdem ist die Monatskarte notwendig gewesen. Eventuell hat der Vater die Monatskarte ja auch für 3 Monate im vorraus überwiesen, als Nothelfer.

Die Kostenübernahme der Fahrtkosten auf jeden Fall beim Jobcenter beantragen.
 

Flodder

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Weil:

:biggrin:

Einen Freibetrag kann ich vom Einkommen absetzen, dieses ist bei dieser 10 €-Grenze für geringfügiges Einkommen nicht der Fall. Wenn ich im Monat 12 € Einkommen habe, werden diese 12 € auch angerechnet.

Ich weiß nicht, wie ich das anders verklickern soll. :icon_kinn:

Meine Antwort bezog sich auch auf den Beitrag von Rechtsverdreher:

War da nicht was, von wegen 10 €/Monat sind anrechnungsfrei ?
 
G

gast_

Gast
Weil:

:biggrin:


Einen Freibetrag kann ich vom Einkommen absetzen, dieses ist bei dieser 10 €-Grenze für geringfügiges Einkommen nicht der Fall.

Sorry, kannst du doch, wenn dein Einkommen die 10 € Grenze nicht übersteigt.

Wenn ich im Monat 12 € Einkommen habe, werden diese 12 € auch angerechnet.

Ja, weil dein Einkommen zu hoch ist... verdient man 1400 € und ist alleine hat man auch keinen Freibetrag mehr, da man aus dem Bezug fliegt ;-)

Ich weiß nicht, wie ich das anders verklickern soll. :icon_kinn:

Sag mir einfach was es ist, wenn es kein Freibetrag ist. :biggrin:
Sorry, aber wenn ich 9,99 € Zinseinkünfte habe, habe ich Einkommen, und da ich einen Freibetrag von 10 € habe, dürfen mir die 9,99 € nicht als Einkommen angerechnet werden.

An alle: Was sonst sind die 10 €, wenn kein Freibetrag?
 

Flodder

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Sorry, kannst du doch, wenn dein Einkommen die 10 € Grenze nicht übersteigt.
Bis 10 € ist nix snrechenbar, daher auch nichts absetzbar.

Bei Erwerbseinkommen kann ich die 100 € immer absetzen, ob ich nun 120 € oder 1000 € im Monat verdiene.

Wir meinen dasselbe, reden aber aneinander vorbei

In diesem Fall ist es nun mal so, dass von den 100 € Taschengeld keine 10 € als nicht anrechenbar abgezogen werden.

Und damit Schluss für mich und heute :icon_mued:
 

biddy

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Die BA nennt die bis zu 10 nach § 1 der Alg II-Verordnung nicht anrechenbaren Euro übrigens "Bagatellgrenze".

Hier aus der Wissensdatenbank der BA (WDB) zum SGB II:
[...]
2. Liegt die Zinseinnahme über der Bagatellgrenze, ist sie in voller Höhe anzurechnen, also z. B. 11,- €. Die Bagatellgrenze ist kein Freibetrag!
[...]
Quelle (seit einiger Zeit auch hier, denn die "alte" WDB wird nicht mehr aktualisiert)

... und wird ja auch niemals als uns sonst bekannter "Freibetrag" im Berechnungsbogen erscheinen, da das Einkommen bis maximal 10 € eben einfach unberücksichtigt bleibt.
 

Flodder

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Danke Biddy, jetzt haben wir den Begriff, den ich in der Nacht verzweifelt gesucht habe - Bagatellgrenze
 
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