Anrechnung einer kurzfristigen Beschäftigung des Sohnes (Student)

Yoppy

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Liebes elo-Forum, liebe Leute,

folgende Grundsituation: Mein Sohn (Vollzeit-Student) übte während der Sommersemesterferien eine kurzfristige Beschäftigung im Umfang von 29 Stunden im Juli und 66 Stunden im August aus. Sein Verdienst betrug brutto=netto 348€ im Juli und 1.078€ im August.

Nun bezog ich zu diesem Zeitpunkt ALG II-Leistungen für mich und anteilig für ihn. Diese wurden rückwirkend für August und September angerechnet mit der Begründung, mein Sohn hätte mit der Beschäftigung seinen Lebensunterhalt selbst gedeckt (was so nicht stimmt, das Geld dient der Deckung der studienbedingten Kosten im gesamten Semester).

Folgende Rückforderungen wurden errechnet: Ich soll 174€ (anteilg) zurückzahlen, mein Sohn soll 591,58€ zurückzahlen. Insgesamt wäre ein Betrag von 765,48€ zu erstatten.

Damit wäre das zweckgebundene Geld, das mein Sohn für sein kostenintensives Informatik-Studium erwirtschaftet hat, zu einem erheblichen Teil aufgezehrt und die Fortsetzung des Studiums ganz konkret gefährdet.

Ist die Anrechnung und somit Rückforderung rechtens? Was kann ich tun?

Viele Grüße
Yoppy
 

Imaginaer

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Wenn dein Sohn seinen Bedarf durch Einkommen decken kann, dann fliegt er aus der Bedarfsgemeinschaft für die Zeit. Hat also auch Miete/Nebenkosten zu bezahlen. Andere Zahlungsverpflichtungen sind der Verringerung/Beseitigung der Hilfebedürftigkeit nicht vorrangig zu behandeln. Andere Menschen ohne Leistungsbezug müssen auch ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten UND die Kosten des Studiums bezahlen.

Deine anteilige Rückforderung bezieht sich nicht zufällig auf die Kosten der Unterkunft?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn der Sohn aus der BG "fliegt" (Wobei ich hier nicht mal sicher wäre, ob das so klappt bei einmaligem Einkommen, das müsste doch über sechs Monate hochgerechnet werden?), wird das Kindergeld den Eltern als Einkommen angerechnet, sofern es für den Lebensunterhalt des Sohns nicht gebraucht wird. Da kommen die 174€, die die Mutter erstatten soll, her (204 - 30€ Versicherungspauschale).

Wieso hat der Sohn als Student überhaupt ALG II bekommen, das er erstatten kann?
 

Imaginaer

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@Caye Mit der einmaligen Einnahme hast Du recht.

(3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Zu den einmaligen Einnahmen gehören auch als Nachzahlung zufließende Einnahmen, die nicht für den Monat des Zuflusses erbracht werden. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.
(Quelle: https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/11.html)

Ohne Einsicht in den Berechnungsbogen ist das hier reine Kaffeesatzleserrei. Also @Yoppy: Butter bei die Fische. Und am besten den Berechnungsbogen anonymisiert (nicht die Posten schwärzen um die es geht) hochladen.

Das eine Anrechnung stattfindet ist wohl unausweichlich, da seine Ansparungen fürs Studium zwar ehrenwert sind aber wohl nicht vorrangig der Minderung bzw. Wegfall des Leistungsbezug ist. Ich habe das so verstanden das, das Studium noch nicht läuft und bisher nur dafür angespart wurde.
 

Duddel

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Gilt ein Einkommen zwischen 2 Bildungsabschnitten (sog. Ferienjob) auch bei Studenten als privilegiertes Einkommen? Das würde ich beim Jobcenter zumindest versuchen. In dem Fall hätte er einen Freibetrag von 1200,- Euro und nur das darüber liegende Einkommen dürfte angerechnet werden.
 
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