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Anrechnung des Vermögens

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alexbn56

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Hallo Gemeinschaft!
Bin neu hier und habe folgendes Problem:
Antrag am 1.1.2005 gestellt, wurde zum 20.1.05 bewilligt.
Jetzt (10.02.06) dreht man mir einen Strick daraus, dass ich im Jahr 2004!!! 1400,- Euro Kapitalertrag hatte (Datenabgleich mit Banken).
Das stimmt, aber ich habe noch in 2004 alle Sparkonten aufgelöst, ein Auto gekauft, Schulden beglichen und viel Lotto gespielt, so dass ich zum 1.1.2005 lediglich ca. 4500,- Euro anrechenbares Vermögen (plus Auto) hatte.
Ich verstehe das nicht.
Kann mir jemand was dazu sagen? Was soll/muss ich jetzt tun?
Viele Grüße an alle - und Kopf hoch ...
Alex
 

alexbn56

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Vermögen vor der Antragsstellung

Hallo Gemeinschaft!
Bin neu hier und habe folgendes Problem:
Antrag am 1.1.2005 gestellt, wurde zum 20.1.05 bewilligt.
Jetzt (10.02.06) dreht man mir einen Strick daraus, dass ich im Jahr 2004!!! 1400,- Euro Kapitalertrag hatte (Datenabgleich mit Banken).
Das stimmt, aber ich habe noch in 2004 alle Sparkonten aufgelöst, ein Auto gekauft (musste sein), TV gekauft (alter ging kaputt), Schulden beglichen, Geschenke gemacht und viel Lotto gespielt, so dass ich zum 1.1.2005 lediglich ca. 4500,- Euro anrechenbares Vermögen (plus Auto) hatte.
Ich verstehe das nicht. Bin fast 50, bewohne selbstgenutzte ETW mit 101 qm, auf der noch 133.000,- Euro Schulden liegen ...
Kann mir jemand was dazu sagen? Was soll/muss ich jetzt tun?
Viele Grüße an alle - und Kopf hoch ...
Alex
 
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Wenn ein Bescheid kam, dann widersprichst du diesem und verweist auf den § 12 SGB II. Dieser erlaubt dir einen gewissen Freibetrag. Da du erst ab Datum der Leistungen deine Vermögen offen legen musst, geht denen alles zuvor nichts an.
 

Martin Behrsing

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kommt drauf an, wann dir der Kapitalertrag zugeflossen ist. Wenn Du nachwweislich 2004 alles aufgelöst hast und nach der Auflösung keine Erträge mehr erhalten hast, kannst Du es ja nachweisen. Ansonsten hättest Du es angeben müssen.
Aber dazu müsstest Du ein wenig mehr erklären.
 

alexbn56

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Martin Behrsing schrieb:
kommt drauf an, wann dir der Kapitalertrag zugeflossen ist. Wenn Du nachwweislich 2004 alles aufgelöst hast und nach der Auflösung keine Erträge mehr erhalten hast, kannst Du es ja nachweisen. Ansonsten hättest Du es angeben müssen.
Aber dazu müsstest Du ein wenig mehr erklären.
Danke für die Antwort!
So ist es. In 2004 aufgelöst, größtenteils ausgegeben ...
In 2005 Antrag gestellt, Leistungen erhalten ab 20.01.2005 und seit Auflösung keinerlei Erträge mehr erhalten/eingenommen.
Dann ist doch alles klar, oder?
 

alexbn56

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Janchen schrieb:
Wenn ein Bescheid kam, dann widersprichst du diesem und verweist auf den § 12 SGB II. Dieser erlaubt dir einen gewissen Freibetrag. Da du erst ab Datum der Leistungen deine Vermögen offen legen musst, geht denen alles zuvor nichts an.
Ja, so sehe ich das auch! Was geht denn die ARGE der Zeitraum an, in dem ich von denen keinerlei Leistungen bezogen habe? Ich darf doch wohl mit MEINEM Geld machen, was ich will - oder?
Vielleicht werden die mir noch vorhalten, dass ich in 9/2004 ein blaues Auto gekauft habe, wo ich doch ab 20.1.2005 Leistungen nach ALG II erhalte ...?
Vielen Dank für die Aussage! Na dann auf in den Kampf!
 
E

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Gast
.
Code:
.. das nicht, aber ein zu teures evtl. kann den Traum schon platzen lassen.
Vielleicht werden blaue Autos aber davon aber ausgenommen.

Nee, mal ernsthaft. Ist es nicht so, dass ein teures Auto auch nur dann verkauft werden muß, wenn der Verkauf zumutbar ist? Da dürfte doch der § 9 des SGB II zutreffen:

(4) Hilfebedürftig ist auch derjenige, dem der sofortige Verbrauch oder die sofortige
Verwertung von zu berücksichtigendem Vermögen nicht möglich ist oder für den dies
eine besondere Härte bedeuten würde; in diesem Falle sind die Leistungen als Darlehen
zu erbringen.
In diesem Zusammenhang interessiert mich mal Folgendes:

Wenn jemand ein Auto besitzt, dass mit seinem Wert über dem zugebilligten Rahmen liegt. Er deswegen Alg 2 als Darlehen erhält.

Nachdem er nun das Auto verkauft hat, jedoch nicht zu dem von der bewilligenden Stelle angesetzten Preis. Wird dann sein Darlehen gleichfalls umgewandelt auf die Höhe des Betrages, der tatsächlich erzielt wurde?
 
E

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Das Vermögen ist mit seinem Verkehrswert zu berücksichtigen. Für die Bewertung ist der Zeitpunkt maßgebend, in dem der Antrag auf Bewilligung oder erneute Bewilligung der Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende gestellt wird, bei späterem Erwerb von Vermögen der Zeitpunkt des Erwerbs. Wesentliche Änderungen des Verkehrswertes sind zu berücksichtigen.
 

alexbn56

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Hallo Janchen (und alle anderen)!
Das Auto hat(te) zwar einen Wert von 10.000,- Euro, aber mein sonstiges Vermögen belief sich auf (nur) ca. 4.000,- Euro.
Mir wurden die 5.000, die das Auto zu viel Wert ist/war, zum übrigen Vermögen zugeschlagen. Und mit 49 Jahren hatte ich dann nicht mehr Reichtum, als gesetzlich erlaubt ...
Und nun kommen "Forderungen" seitens der ARGE, die zum Datum der Antragsstellung gar nicht relevant waren ...
Ich stelle mal ein Word-Dokument rein, das noch andere interessante Details zur Arbeit der ARGE Bonn offenbart ...
Guckst du hier:


Hab ich mal nach Einsicht gelöscht, weil zu viele persönliche Daten enthalten sind. - Janchen
 
E

ExitUser

Gast
Inzwischen bin ich verschuldet, weil die ARGE Bonn meinen Antrag nicht bearbeitet und ihn weder ablehnt, noch genehmigt ...


Mein Antrag / mein Widerspruch vom .......................


Sehr geehrte Damen und Herren,

am ............. habe ich einen Antrag auf ................. gestellt / gegen den Bescheid vom ................. Widerspruch erhoben.

Seitdem sind Monate/Wochen vergangen, ohne dass Sie in meiner Angelegenheit entschieden haben.

Ich bin dringend auf eine Entscheidung angewiesen.

Sollten Sie nicht innerhalb von Tagen/Woche/Datum entscheiden, werde ich im Wege einer einstweiligen Anordnung nach § 86b Abs. 2 Satz 2 Sozialgerichtsgesetz, sowie § 75 VwGO meine Ansprüche durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen



.....................................
Der Arge 10 Tage Frist für die Bearbeitung setzen und danach zum Sozialgericht - Einstweilige Anordnung zu Protokoll geben.

PS: in Bonn scheint die Arge ja besonders super zu sein. :uebel:
 
E

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alexbn56 schrieb:
Hallo Janchen (und alle anderen)!
Das Auto hat(te) zwar einen Wert von 10.000,- Euro, aber mein sonstiges Vermögen belief sich auf (nur) ca. 4.000,- Euro.
Mir wurden die 5.000, die das Auto zu viel Wert ist/war, zum übrigen Vermögen zugeschlagen. Und mit 49 Jahren hatte ich dann nicht mehr Reichtum, als gesetzlich erlaubt ...

Was ich ja interessant finde ist , das hier Schonvermögen auch anteilig in verwertbares Vermögen umgewandelt werden kann....

wie würde das denn aussehen wenn du das Auto veräußert hättest und dies aber nur noch einen Erlös von 500 Euro erbrahct hätte, würde die Arge Bonn dann daraus auch Vermögen machen das du dann ja haben darfst oder wird das dann Einkommen ... ein Aspekt der sicherlich so manchen interessieren wird im laufe der nächsten Jahre !!!

Vielleicht sollte man hier mal die BA in Nürnberg und flächendeckend Argen befragen und diese Ergebnisse veröffentlichen ......
 

alexbn56

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Hallo!
Kann sein, dass ich den Wagen bald verkaufen muss. Dann werde ich ja sehen, was passiert ...
 
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