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Anrechnung Ausbildungsvergütung & Kindergeld U25 auf Bedarfsgemeinschaft

Susette

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#1
Hallo liebes Forum

Mutter und Sohn sind in einer Bedarfsgemeinschaft und Haushalt . Der Sohn U25 fängt nun eine Ausbildung an und erhält eine Ausbildungsvergütung und Kindergeld. Wie schauts denn nun mit der Anrechnung aus.
Wenn der Sohn nun durch seine Einkünfte Ausbildung + Kindergeld , Minus seinem Regelsatz und hälftige Miete die Sozialleistungen decken kann, fällt er dann aus der Bedarfsgemeinschaft raus?Oder muss der Sohn nun auch für die Mutter Einkommen übernehmen. Und wie ist es dann mit dem Kindergeld, wird dieses noch der Mutter angerechnet?

Danke für Ratschläge.

Susette
 

Hartzeola

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#2
Der Sohn muss für die Mutter nicht aufkommen.

Das Kindergeld, das der Sohn zur Deckung seines Bedarfs "nicht benötigt" wird der Mutter angerechnet. Abzüglich 30 € Freibetrag, falls dieser nicht bereits beim Vorhandesein eines anderes Einkommens berücksichtigt/abgezogen.
 

Susette

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#3
Danke Hartzeola,

aber ich verstehe die Anrechnung des Kindergeldes nicht.
Bedeutet das, wenn die Ausbildungsvergütung die Sozialleistungen decken, Miete + Regelsatz, dann wird das Kindergeld angerechnet bei der Mutter ? Sorry, verstehe ich gerade nicht ...
Danke.

Grüße
Susette
 

Hartzeola

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#4
Bedeutet das, wenn die Ausbildungsvergütung die Sozialleistungen decken, Miete + Regelsatz, dann wird das Kindergeld angerechnet bei der Mutter ?
Ja. Mietanteil, hier 1/2 der Miete.

Hier Einiges erklärt:

Zuordnung des Kindergeldes für volljährige Kinder

Kindergeld für volljährige Kinder ist grundsätzlich den kindergeldberechtigten Eltern zuzuordnen. Dieses Kindergeld ist jedoch dann nicht mehr den Eltern als Einkommen zuzurechnen, soweit es nachweislich an das nicht im Haushalt des Hilfebedürftigen lebende volljährige Kind weitergeleitet wird. Ist das volljährige Kind jedoch selbst hilfebedürftig, ist es diesem als eigenes Einkommen zuzurechnen.

Gegen das Regelungskonzept des § 11 Abs. 1 Satz 3 SGB II zur Anrechnung des Kindergeldes hat das Bundessozialgericht keine verfassungsrechtlichen Bedenken. Sowohl dass das Kindergeld zunächst als Einkommen des Kindes gilt als auch die Anrechnung des den Bedarf des Kindes übersteigenden Teil des Kindergeldes bei den Eltern ist unbedenklich.

Auch die Anrechnung des Kindergeldes bei den Eltern für im Haushalt lebende volljährige Kinder, die nicht selbst hilfebedürftig sind, wird bestätigt.
https://www.haufe.de/recht/deutsche...inkommensbegriff_idesk_PI17574_HI1239867.html
 
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