Anonymer Hinweis = Hausbesuch !

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Time2011

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Hallo,
folgendes Spektakel spielte sich am Montag morgen bei mir zuhause ab. Es klingelte gegen 8.45 an der Wohnungstür, davor stand die Kontrolleure der Jobkomm - Kontrollbesuch aufgrund eines anonymen hinweises, ich würde mit meinem freund zusammen wohnen !
Ich selber 10 minuten vorher aus dem Bett gekrabbelt, noch total verstrubbelt, und im Schlafi - und natürlich mein Freund auch da (ich hatte am Montag Geburtstag er hat bei mir genächtigt). Also die Kontrolleure ren in die Wohnung, Küchen Ess Bereich, da unser Hausflur sehr hellhörig ist, und ich mich mit denen nicht im Treppenhaus unterhalten wollte - wohlgemerkt immer noch im Schlafi. Sie erzählten mir dann es sei ein anonymer hinweis eingegangen das mein Freund bei mir wohnen würde ... ich und auch er verneinten das, da er seine eigene Wohnung hat und auch dort gemeldet ist, seine Miete dort bezahlt und und und. Ich sagte denen das ich weiß wer den hinweis gab, eine gute alte freundin von mir die damit nicht klarkommt das ich nicht so mein leben lebe wie sie es für mich für richtig hält. Sie drohte mir schon damit mich bei der Jobkomm anzuschwärzen - hab ihr leider nicht geglaubt.
Naja auf jeden fall meinte der Kontrolleur, das ich ihm das Schlafzimmer zeigen sollte und den Schrank, und das es ja ok sei das mein freund da sei, solange seine Klamotten nicht in einer Schrank hälfte liegen würden und meine in der anderen, sondern in ner Tasche oder Rucksack. Ich verwährte ihnen den zutritt zu dem schlafzimmer weil wie oben geschrieben 10 min vorher aus dem bett raus und so wie es da aussah fiel es absolut unter intimsphäre. Es ging einzig und alleine um das Schlafzimmer, das Bad oder auch das Zimmer meines Sohnes war denen völlig schnuppe ...kein Interesse an der Suche nach Rasierschaum, 'Zahnbürste nr. 2 oder Duschgel for Men !!! Mein Freund mußte sich dann Ausweisen, Sie nahmen seine Adresse auf und sagten das Sie mit Sicherheit auch seine Wohnung (obwohl er nicht Alg2 bezieht oder sonstige Gelder vom Staat) sich ansehen werden um zu sehen ob er dort auch wirklich wohnt. Sie haben dann auf den Zettel geschrieben das ich den Zutritt verweigere und das Sie sich melden würden. Ausserdem muß ich dazu sagen das mein 5jähriger Sohn durch aufschnappen von ein paar Worten mit den Kontrolleuren anfing und erzählte das mein Freund seit letzter Woche da sei ... allerdings war junior selber bis letzten Mittwoch in den Ferien bei seinem Vater ... da stell ich mir jetzt die frage, was denken die ??? Was wird mir passieren ? Ich muß die nicht reinlassen, klar, aber wie werden oder können die handeln, mittlerweile ist es so das ich mich schon gar nicht mehr vor die Tür traue, das Verhältniss zu meinem Freund mehr als angespannt ist, er schon lauter jobkomm Autos sieht etc. Ausserdem können die doch von ihm gar nicht verlangen das er für mich und MEIN kind sorgt, wir sind seit 4 monaten zusammen.

Ich bin hier am Verzweifeln, die Angst sehr groß das Sie mir das komplette Geld sperren, den dann droht mir und meinem Sohn die Brücke unter die wir ziehen können !!!:icon_sad:

Wer kennt sich aus ... ??? Mein Rechtsanwalt ist leider die komplette Woche krank, so das ich auch von nirgends irgendwelchen rat mir holen kann.

Weiß einer genau wie lange sich mein Besuch bei mir aufhalten darf, den das konnte der kontrolleur mir auch nicht sagen, des geht immer in so dumm geschwätz unter ... !

Es is Zeit schreiend im Kreis zu rennen ...:eek:

Danke schon mal im vorraus :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
es ist allerdings auch ein Witz wie hier reagiert wird.

Dein Freund hat eine eigene Wohnung und das war es schon.

Das ist ja das Hirnrissige an so einer Situation: Wenn es darum geht,eine vorgeworfene VuE zwischen zwei zusammen *wohnenden* Personen zu widerlegen,führt das Jobcenter gerne mal den Auszug als einzig sichereres Mittel zur Widerlegung einer solchen Vermutung an. Demnach bilden zwei Personen mit jeweils eigenen Wohnungen in keinem Fall mehr eine BG.
Wie man im vorliegenden Fall aber sieht, drehen sich die Jobcenter die Rechtslage, wie sie es gerade brauchen,indem sie Leute mit gesonderten Wohnungen trotzdem zu einer BG erklären.



Stattdessen Spekulatius ohne Ende - wie "hinterhältig" Formulierungen der ARGE sind, ob die eine Kindesaussage verwerten dürfen, wo der Sohn war etc. pp.

Einer Aussage eines 5jährigen Kindes zu trauen,zeugt schon sehr davon,daß den Jobcenter wirklich JEDES Mittel Recht ist,eine BG zu unterstellen. Eine Überprüfung dieser Aussage würden da nur das gewünschte Bild stören. Und gerade wenn ein Kind wechselweise bei den Elternteilen wohnt (z.B. unter der Woche beim Vater und am Wochenende bei der Mutter) verwechselt es schnell mal,wann denn der angebliche neue Partner wirklich da ist. Woher soll so ein Kind wissen,daß Mama mit ihrem neuen Lover z.B. nur eine Wochenendbeziehung führt und sie unter der Woche allein ist? Denn immer wenn es selbst bei Mama ist,ist deren Freund auch da...also scheint es für das Kind,als sei der Freund auch dann dort,wenn es selbst nicht da ist.


Seid ihr bereit füreinander einzustehen auch ohne die familienrechtlichen und ggfls. steuerlichen Vorteile zu erhalten - ja oder nein? Nur das ist die Frage.

Seh ich genauso. Allein das ist der Punkt,an dem man eine existierende VuE festmachen kann. Wenn diese Bereitschaft nicht vorliegt, hat das Amt auch keine VuE zu unterstellen,egal wie lange jemand unter einem Dach wohnt.
 

Phine

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Die Tipps, nicht an die Tür gehen, keinen rein lassen, den Ausweis des Besuchers nicht zeigen usw. sind sicherlich nicht falsch.
Aber sind sie immer praktikabel?

Ich jedenfalls gehe an die Tür wenn es klingelt. Oder soll ich bei jedem Klingeln zusammenzucken, mich ruhig verhalten, es könnte ja ein Jobcenter Spion sein. Da kann ich mein Leben gleich nach dem Jobcenter richten.
Außerdem, was bringt es, nicht an die Tür zu gehen? Ich mache mich drei Tage lang fertig, grübel wer das war. War es das Jobcenter? Lassen die sich wieder was einfallen? Nach drei Tagen kriege ich dann vielleicht durch Zufall mit, dass es die Zeugen Jehovas waren. Alles Grübeln war umsonst. Ich hätte nur aufmachen müssen.

Dann habe ich aufgemacht, das Jobcenter steht tatsächlich vor der Tür. Was dann? Ich möchte, dass keiner der Nachbarn was mitkriegt. Das hat für mich oberste Priorität. Da kann es tatsächlich besser sein, dass ich sie rein lasse. Poche ich auf mein Recht und schlage die Tür zu, ist die Gefahr groß, dass die Spione bei den Nachbarn mal eben ganz nett nachfragen. Wie gut das funktioniert, kann ich in meiner Stasiakte nachlesen. Jetzt bitte nicht damit kommen, dass wäre rechtswidrig. Den Spionen ist das egal.

Dummerweise ist gerade eine gute Bekannte, die ich gestern Abend kennengelernt habe, zum Frühstück immer noch da. :biggrin:
Die Spione fragen nach dem Ausweis. Klar haben sie kein Recht auf Einsicht. Zeigt meine Besucherin nun den Ausweis nicht, kommt u.U. der ganze Jobcenter Apparat in Bewegung. Es wird weiter geschnüffelt, eine BG unterstellt, das Geld wird gesperrt, ich muss Rechtsmittel einlegen usw.
Zeigt sie hingegen den Ausweis, sieht der Schnüffler, dass sie ganz woanders gemeldet ist. Dem Schnüffler geht einer ab, er ist zufrieden, hier ist alles in Ordnung, Akte geschlossen.

Was ich damit sagen will, auf seine Rechte pochen ist das Eine. Es kann aber in bestimmten Situationen auch mal besser sein auf seine Rechte zu verzichen - nämlich dann, wenn man durch diesen Verzicht sich eine Menge Arbeit und Ärger erspart. Patentrezepte gibt es nicht. Jede Situation muss man neu bewerten.
Deshalb kann ich Time2011 vollkommen verstehen.


Genauso habe ich es auch gemacht, nachdem ich wie Time2011 eine anonyme Anzeige hatte. Da ich nichts zu verbergen hatte. Ich habe am Ende darüber gelacht, obwohl die Situation eine traurige ist. Man(n) O Man(n) wo sind wir nur schon wieder hingeraten. Leider. Ich denke, dass die JC - Akten sich heute denen der Stasi - Akten ähneln. Schon allein eine EGV....gab es im Osten auch. Die jenigen, die mit dem Staatsapparat in Konflikt kamen, wissen wovon ich schreibe. Wir haben alles zurück.
 

Berenike1810

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Moin @Time,

wie kommst Du dazu persönliche Daten eines Dritten einfach so weiterzugeben ? Hast Du die ausdrückliche Genehmigung, dieses Freundes ?

-Wenn die Jobdingens etwas von einem Nichtkunden wissen möchte, muß sie grundsätzlich diese Person selbst anfragen !

Wenn diese Person dann in deren PC's - Unterlagen, auftauchen möchte, kann er/sie das ja machen.

Da kann ja dann gleich der Nachbar in Zukunft erzählen, was er meint zu wissen. Wird ja immer besser !:icon_dampf:

Ich habe den ganzen Zirkus hinter mir, mit HB wegen anonymen Hinweis u.s.w.

- Als der Richter Notizen, Vermerke, irgendwelche Zettel, über den Ano.Hw, zur Hauptverhandlung haben wollte, erklärte die (damals) Arge: sie könne leider nichts mehr finden ....:icon_kinn:, :icon_pause:.

- Viele Fehler gemacht, wie hier schon oft kommentiert wurde, aber die Herausgabe von Informationen über diesen Freund, das ist echt das Ungeschickteste und Unerlaubteste überhaupt. (Um es gelinde auszudrücken.)

Überlege in Zukunft bitte gründlicher, vor irgendwelchen "Offenherzigkeiten" dieser Institution gegenüber.

Mein's nur gut mit Dir - ist keine Anfeindung !

Berenike
.

 

Fairina

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Phine und Trine, ich glaubs fast nicht. Bei solchen vorauseilendem Gehorsam ist es kein Wunder, das Hartzer als Menschen 2. Klasse behandelt werden.:icon_dampf::icon_neutral::icon_kotz::icon_motz::mad::icon_tonne:
 

Phine

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Was bleibt Dir anderes übrig.....
Heute bin ich schlauer und lasse mich auf die fadenscheinige Ansage eines SB nicht mehr ein. Ich habe mit Anwalt und Anzeige dagegen gehalten und seit dem war RUHE. Heute hätte ich drei Zeugen und nur dann dürfte man meine Whg. betreten. Aber ich habe im Grunde nichts zu verbergen. Und es kommt immer auf die Situation an. Man kann nicht alles wissen. Ich bin ja kein laufendes :icon_party: Noch in meiner Whg. sagte man mir, dass die Vorwürfe gegen mich haltlos sein, damit war auch für mich die Sache erledigt.
 

Pünktchen

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Wenn ich mir vorstelle...also, ich sitz morgens oder wann auch immer bei einem Freund/in, Bekannten, derjenige bezieht Hartz IV. Es klingelt, und mein Gastgeber läßt die Spione rein...die kommen und blubbern mich voll, wer ich bin, wo ich wohn, was ich mach...meine spontane Reaktion wäre die, die ich auch immer zeige, wenn mich am Telefon oder auf der Straße jemand werbemäßig vollquatscht: Mein Name ist Karl ********** (die dummen Gesichter könnt Ihr Euch vorstellen).

Klar, mir können sie nix. Hab ich meinen Freund/Bekannten jetzt in Schwierigkeiten gebracht? Nein, denn er ist nicht für mein Handeln verantwortlich. Habe ich mich in Schwierigkeiten gebracht? Nein, denn mir können sie erst recht nix.

Knickt doch bitte, bitte nicht vor solchen Übergriffen ein!!!
 

Phine

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Wenn ich mir vorstelle...also, ich sitz morgens oder wann auch immer bei einem Freund/in, Bekannten, derjenige bezieht Hartz IV. Es klingelt, und mein Gastgeber läßt die Spione rein...die kommen und blubbern mich voll, wer ich bin, wo ich wohn, was ich mach...meine spontane Reaktion wäre die, die ich auch immer zeige, wenn mich am Telefon oder auf der Straße jemand werbemäßig vollquatscht: Mein Name ist Karl ********** (die dummen Gesichter könnt Ihr Euch vorstellen).

Klar, mir können sie nix. Hab ich meinen Freund/Bekannten jetzt in Schwierigkeiten gebracht? Nein, denn er ist nicht für mein Handeln verantwortlich. Habe ich mich in Schwierigkeiten gebracht? Nein, denn mir können sie erst recht nix.

Knickt doch bitte, bitte nicht vor solchen Übergriffen ein!!!
heute mit Sicherheit nicht mehr...aber in der damaligen Situation bin ich fast vom Stuhl gefallen
 

Phine

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Glaube ich gern! Es ist ja auch so einfach, jemanden zu überrumpeln...und gerade in solchen Situationen auch sehr gemein!

Die Geschichte war eine reine Neidsache. Nachbarin hatte eine gute/ beste Freundin bei dem JC ....muss ich noch was sagen....wie die und woher was wusste, keine Ahnung, da ich hinter mir die Türe schließe und nichts von Haustratsch halte. Mitlerweile ist die Tante ausgezogen, Gott sei es gedankt:)
habe sie einmal gesehen, da ist sie abgehauen. Sie hat defintiv Angst nach der Anzeige. Die überdies mit Geldstrafe ausging.
 

Katapult

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Man(n) O Man(n) wo sind wir nur schon wieder hingeraten. Leider. Ich denke, dass die JC - Akten sich heute denen der Stasi - Akten ähneln. Schon allein eine EGV....gab es im Osten auch. Die jenigen, die mit dem Staatsapparat in Konflikt kamen, wissen wovon ich schreibe. Wir haben alles zurück.

Genau so sieht es aus und der dumme Michel hat Dank täglicher Hirnwäsche ganz vergessen,wer das Volk ist!
 

Phine

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@Katapult
wenn Du von der gleichen Seite bist wie ich, weißt was ich meine:) Und es ist einfach nur zum :icon_kotz:
Aber es ist wie in allen Belangen, wenn wir nicht bald unsere Ideale wiede nach vorne tragen, werden wir mit untergehen.
 
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