Annahme von Antrag auf ALG 2 immer wieder verweigert

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Niesilein

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Halli Hallo,
wir ziehen zum 01.08.2012 um in einen anderen LK.
Im Mai 2012 wollten die unseren Antrag noch nicht annehmen, weil es zu früh war.
Am 02.07.2012 bekamen wir erst die Anträge mit zum Ausfüllen (unsere schon ausgefüllten wollten die nicht annehmen).
Am 09.07.2012 war ich dort zur Antragsabgabe, aber die haben mich wieder mit dem gesamten Antrag nach Hause geschickt, weil der Einstellungsbescheid von unserem jetzigen JC fehlt.
Am 10.07.2012 habe ich dann gleich hier beim JC angerufen und gesagt, dass ich den Einstellungsbescheid endlich brauche.
Bis gestern war nichts im Briefkasten.
Ich werde morgen dort anrufen und drauf bestehen, dass ich mir den Einstellungsbescheid persönlich abholen kann.
Das gibt es doch einfach nicht...
Wisst ihr wie lange das neue JC braucht um den Erstantrag zu bearbeiten?
Kann man da irgendwas machen, dass die Miete und Kaution dann auch pünktlich gezahlt wird?
Ich habe richtig Angst, am 01.08.2012 ohne Geld da zu stehen. Zudem brauchen wir unbedingt eine Küche (Kühlschrank, Herd usw.). Ich habe eine kleine Tochter zu versorgen. :( Ich habe Angst, dass wir gleich wieder gekündigt werden, wenn die Miete und Kaution nicht rechtzeitig kommt. :(

Kann man da irgendwas machen, weil es eben so eilt und die andauernd die Annahme vom ALG 2-Antrag verweigern? Es war wirklich alles komplett, bis auf diesen blöden Einstellungsbescheid. Habe denen dort sogar ein Schreiben vorgelegt, dass ich mich hier beim JC abgemeldet habe. :(
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Niesilein,

dein JC ist verpflichtet deinen Antrag engegenzunehmen, der Antrag gilt in dem Monat
als gestellt wo du diesen einreichst, das erst mal dazu!

Dann folgender §

§ 16 SGB I

(1) Anträge auf Sozialleistungen sind beim zuständigen Leistungsträger zu stellen. Sie werden auch von allen anderen Leistungsträgern, von allen Gemeinden und bei Personen, die sich im Ausland aufhalten, auch von den amtlichen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland entgegengenommen.
(2) Anträge, die bei einem unzuständigen Leistungsträger, bei einer für die Sozialleistung nicht zuständigen Gemeinde oder bei einer amtlichen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland im Ausland gestellt werden, sind unverzüglich an den zuständigen Leistungsträger weiterzuleiten. Ist die Sozialleistung von einem Antrag abhängig, gilt der Antrag als zu dem Zeitpunkt gestellt, in dem er bei einer der in Satz 1 genannten Stellen eingegangen ist.
(3) Die Leistungsträger sind verpflichtet, darauf hinzuwirken, daß unverzüglich klare und sachdienliche Anträge gestellt und unvollständige Angaben ergänzt werden.

Sogar formlose Anträge müssen angenommen werden.

Laut §16 Abs. 2 SGB I auch Bürgermeister, Polizei müßen anträge annehmen!

Für den ALG II-Antrag bzw. laut §37SGB II kann ein Antrag auch mündlich erfolgen.

Also am Montag hin noch besser mit Beistand und sich nicht abwimmeln lassen!!!

Für den Beistand lies bitte hier §13SGB X

Der § 13 SGB X regelt das Thema „Bevollmächtigte und Beistände”

Hier in diesem Link kannst du mal nachlesen, was man wissen muß über den Beistand, der Link ist zwar etwas älter, aber gut beschrieben!

Mit Beiständen zum Amt!

Nun nix wie hin zum JC!!!!!!!!!!!!!!

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 

Seepferdchen 2010

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Hier noch ein Nachtrag!

Für den Fall das dein Geld nicht rechtzeitig auf dem Konto ist!

§ 42 SGB I Vorschüsse Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I)

Antrag auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I

und bzw. auf Barauszahlung

§ 20 SGB X Untersuchungsgrundsatz Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X)

(3) Die Behörde darf die Entgegennahme von Erklärungen oder Anträgen, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, nicht deshalb verweigern, weil sie die Erklärung oder den Antrag in der Sache für unzulässig oder unbegründet hält.

Gruß:icon_pause:
 

Niesilein

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Ganz herzlichen Dank!

Auch das mit der Barauszahlung wird mir bestimmt sehr weiter helfen.
Ich werde mir heute alles ganz in Ruhe anschauen und dann morgen handeln.
Man macht und tut und trotzdem werden einen dort nur Steine in den Weg gelegt.
Der Hammer ist ja auch, dass mein Freund dort schon eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben sollte, aber die uns dort eigentlich gar nicht aufnehmen wollten.

Danke, danke, danke.
 

Speedport

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Ganz herzlichen Dank!

Auch das mit der Barauszahlung wird mir bestimmt sehr weiter helfen.
Ich werde mir heute alles ganz in Ruhe anschauen und dann morgen handeln.
Man macht und tut und trotzdem werden einen dort nur Steine in den Weg gelegt.
Der Hammer ist ja auch, dass mein Freund dort schon eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben sollte, aber die uns dort eigentlich gar nicht aufnehmen wollten.

Danke, danke, danke.

Wenn Du morgen handelst, mache das aber schriftlich mit Empfangsbescheinigung, egal ob per Post oder beim persönlichen Gespräch.

Lasse Deine Telefonnummer und Mailadresse in den Unterlagen löschen. Auch diese Aufforderung natürlich mit schriftlicher Empfangsbestätigung.

Ein Anruf geht zwar schneller, wenn aber etwas schief läuft (plötzlicher Gedächtnisverlust der Gegenseite usw.) ist es schwer oder unmöglich den Beweis für die eigene Behauptung anzutreten.

Mit anderen Worten: Vor Gericht gehst Du unter!
 

Seepferdchen 2010

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Und noch ein Muster-Brief-Antrag

Anschrift der Behörde

Datum


Antrag auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I

Bedarfsgemeinschaftsnummer:




Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgeantrag für Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch bei Ihnen eingereicht. Leider kann bis zum heutigen Tag keinen Zahlungseingang verzeichnen. Auch fehlt der dazugehörige Leistungsbescheid. (gegebenenfalls streichen).

Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen gem. § 42 SGB I. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die Miete bezahlen kann, noch über irgendwelche Mittel zur Ernährung verfüge. Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges anbei.

Barauszahlungen von Leistungen

Auf die Zahlung des ALG II haben Bedürftige gemäß § 38 SGB I i.V.m. § 1 Abs. 2 Nr. 2 SGB II einen Rechtsanspruch.

Lt. § 41SGB I i.V.m. § 41 Abs. 1 Satz 3 SGB II ist dieser Anspruch am ersten Tag des Monats fällig.

§ 42 S. 1 SGB II sieht zwar im Regelfall eine Auszahlung auf ein Bankkonto vor, verbietet jedoch keine Barauszahlung, im Gegenteil: § 42 S. 2 SGB II sieht ausdrücklich auch eine Barauszahlung vor.

:icon_pause:
 
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