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Anmeldung zur Jobbörse - Überwachung von Sachbearbeiter, sonstige Nachteile?

JobcenterAffe

Elo-User/in
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#1
Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mich bei der Jobbörse anzumelden.
Meine Frage: Hätte das irgendwelche Nachteile für mich? - Z.B. daß ich da den "Posteingang" (evtl. von meinem Sachbearbeiter) regelmäßig kontrollieren muß? Oder daß dieser meine Aktivitäten dort überwachen kann?

Hintergrund ist, daß ich mit dem derzeitigen Veröffentlichungsstatus meines (zwar anonymen) Profils nicht zufrieden bin, weil ich neben meinem SB auch von dem "Arbeitgeberservice" der Agentur (pikanterweise der Lebenpartner meines SB) schon eine handvoll Vermittlungsvorschläge zu mies bezahlten Leiharbeitsjobs bekam.
Wenn ich nun selbst bei der Jobbörse angemeldet wäre, würde ich mein Profil zum einen selbst kontrollieren können. Ich denke, da steht momentan noch viel zu viel Persönliches drin, das mich identifizieren könnte. Wie gesagt kenne ich die genauen Daten von mir, die da preisgegeben werden, gar nicht, weil mein SB scheinbar eigenmächtig da irgendwas veröffentlicht hat. Zwar "anonym", aber doch nicht so richtig, sonst hätte nicht eine dritte Stelle da Einsicht (AG-Service). Und der nächste Termin mit meiner SBin ist vermutlich erst in 6 oder 8 Wochen.

Also, welche nachteiligen Konsequenzen könnte eine Online-Anmeldung bei der Jobbörse haben?

Hier ein Auszug dazu aus "Arbeitsvermittler.de"

Berufliche Daten
Wahlmöglichkeit:
Für jedes Beschäftigungsverhältnis im Lebenslauf besteht die Wahlmöglichkeit, ob die Daten

im Internet
mit oder ohne Namen des Arbeitgebers veröffentlicht werden
oder
die Veröffentlichung nur intern beim Arbeitsvermittler sichtbar ist.
Einzelne Einträge, bspw. kurze Beschäftigungsverhältnisse, können Sie für die Veröffentlichung sperren. Allerdings entsteht dann eine Lücke im Lebenslauf. Lassen Sie sich die Darstellung Ihrer Daten im Internet vom Arbeitsvermittler auf jeden Fall erläutern und ausdrucken.

Persönliche Daten
Außerdem besteht die Wahl, ob zusätzlich zu den beruflichen Daten auch die persönlichen Daten (Vorname, Name usw.) veröffentlicht werden sollen. Dabei ist zu bedenken, dass die Daten dann für jeden Interessierten im Internet abrufbar sind. Besser ist eine anonyme Veröffentlichung Ihres Lebenslaufs ohne persönliche Daten.

Daten kontrollieren
Wenn die Daten von Ihnen selbst in der Jobbörse erfasst werden, haben Sie auch die Kontrolle über deren Richtigkeit und Vollständigkeit.

Meist werden die Daten aber von der Agentur für Arbeit erfasst bzw. später bei jeder Änderung durch die Arbeitsvermittlung ergänzt. Der Lebenslauf ändert sich bspw. mit jeder auch noch so kurzen Bildungsmaßnahme. Deshalb sollten Sie Ihre Daten in regelmäßigen Abständen prüfen! Denn Daten können versehentlich falsch erfasst oder falsch veröffentlicht werden.
Lassen Sie sich einen Ausdruck der veröffentlichten und nicht veröffentlichten Daten vom Arbeitsvermittler zur Prüfung aushändigen.

"Anonyme" Veröffentlichung - ein Irrtum?
Es handelt sich hierbei um eine löchrige Anonymität. Die Veröffentlichung Ihres Profils in der Jobbörse erscheint zwar anonym. Registrierte Arbeitgeber können allerdings Ihre Kontaktdaten unter bestimmten Voraussetzungen einsehen (§ 8 Nutzungsbdingungen der Jobbörse).
Das fett Gedruckte geschah bei mir, wie wohl bei den meisten unwissenden "Kunden" des JC auch.
 

Spiegelsaal

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#2
Die Sache bei der Jobbörse ist die, wenn du den Ball zum SB spielst, also z.B. dort per Mail in Kontakt trittst, wird SB darauf sicherlich antworten und natürlich auch erwarten, dass du es zeitnah liest. Aktionen, welche du dort machst, können natürlich jederzeit eingesehen und administriert werden. Manch einer bewirbt sich ja auch über das Jobbörse Programm oder stellt da die komplette Bewerbungsmappe online. Möchte man also eher Distanz und alles postalisch erledigen, ist die Jobbörse kein guter Begleiter, wer aber gern viel per Telefon oder Mail erledigt, für den sicher interessant.

"Anonyme" Veröffentlichung - ein Irrtum?
Es handelt sich hierbei um eine löchrige Anonymität. Die Veröffentlichung Ihres Profils in der Jobbörse erscheint zwar anonym. Registrierte Arbeitgeber können allerdings Ihre Kontaktdaten unter bestimmten Voraussetzungen einsehen (§ 8 Nutzungsbdingungen der Jobbörse).
Darüber sollte man sich auf jeden Fall aufklären lassen, welche Voraussetzungen das wären, bevor man sich da gutmütig anmeldet.
 

JobcenterAffe

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#3
Okay, ich habe mein - angeblich "anonym" - veröffentlichtes Profil bei der Jobbörse durch die simplen Suchbegriffe von Wohnort und Beruf locker gefunden. Allzu weit ist es mit der Anonymität damit nicht her. Sogar das Profil meines arbeitslosen Nachbarn konnte ich locker finden (nur Wohnort, Beruf und Alter bekannt).
Naja, unter dem was ich da geführt werde mit meiner kaufmännischen Ausbildung, nämlich als "Helfer Lagerwirtschaft-Transport"... das stößt mir nun schon säuerlich auf.
Die SBs schreiben da einfach was rein, was mit dem ELO so gar nicht direkt abgestimmt ist. Bei mir wurde ich scheinbar zur Bestrafung, weil ich denen zu aufmüpfig war (EGV nicht unterschrieben), gleich mal dequalifiziert.
Ich werde nun eine Umstellung auf den Status "Veröffentlichung anonym - intern" verlangen.

Interessant und aufschlußreich ist eine bereits 2014 hier im Forum darüber geführte Diskussion:

Wunsch nach Nicht-Veröffentlichung von Bewerberprofilen in der Jobbörse <KLICK>.
 
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Frank71

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#4
Also mir persönlich würde es nie im Traum einfallen mich bei der Jobbörse anzumelden.
 

Zeitkind

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#5
Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mich bei der Jobbörse anzumelden.
Um die JB für die Suche nach Stellenangbeoten zu nutzen, braucht man sich dort nicht zu registrieren.
Ich füge mal für Dich die Infos aus dem Leitfaden ein:

Jobbörse zur Stellensuche

Während der Profilanalyse im Rahmen der Erstberatung erarbeitet der SB mit dem LE gemeinsam
anhand des Lebenslaufes, der Qualifikationen und der gegenwärtigen Lebensumstände ein Bewerberprofil,
welches in der sog. Jobbörse zur Einsichtnahme durch potentielle AG veröffentlicht wird.
Das Profil sollte anonym veröffentlicht werden, so daß persönliche- und Daten von ehemaligen AG etc. nicht auszulesen sind.
Die Kontaktaufnahme durch interessierte AG kann nur über den zuständigen SB der AfA erfolgen,
welcher nach Prüfung der Zumutbarkeit das Stellenangebot als VV an den LE zustellt.
  • Die Veröffentlichung des Bewerberprofiles unterliegt nicht einer Freiwilligkeit,
    sondern erfolgt zur Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Vermittlungsleistung.
  • Zur Stellensuche bei der Jobbörse braucht es keinen Nutzeraccount.
  • Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, sich mit einem Nutzeraccount bei der Jobbörse zu registrieren.
  • Die Löschung eines bestehenden Accounts erfolgt durch Nichtnutzung automatisch nach 13 Monaten.
Nutzungsbedingungen der Jobbörse
Datenschutzerklärung zu den Nutzungsbedingungen
 

JobcenterAffe

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#6
Um die JB für die Suche nach Stellenangbeoten zu nutzen, braucht man sich dort nicht zu registrieren.
Also mir persönlich würde es nie im Traum einfallen mich bei der Jobbörse anzumelden.
Ich wollte mich auch nicht in erster Linie dort anmelden, um Stellen zu suchen, sondern um mir die Kontrolle über mein Bewerberprofil zurückzuholen. Momentan liegt diese nämlich beim Sachbearbeiter, der ausschließlich die Daten dafür eingeben und ändern kann.
Die Jobbörse kann man als Nutzer ohnehin mit der Pfeife rauchen, da dort zu mindestens 80-90 % nur Leiharbeits-, Putz-, Gastronomie- oder Lagerjobs angeboten werden. Ausschließlich prekär und nur zum Mindestlohn (oder knapp darüber) bezahlt.

  • Die Veröffentlichung des Bewerberprofiles unterliegt nicht einer Freiwilligkeit, sondern erfolgt zur Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Vermittlungsleistung.
Das stimmt so nicht ganz: Wird es als "intern anonym" veröffentlicht, gilt es zwar als veröffentlicht. Das Profil bekommt dann aber nur der Sachbearbeiter sowie evtl. noch andere Abteilungen der Arbeitsagentur (Arbeitgeberservice) angezeigt. Eine Veröffentlichung über das Internet erfolgt dann nicht mehr.
Wobei die gesicherte Antwort noch aussteht, ob es dann auch Mitarbeiter des Arbeitgeberservices noch sehen können.

  • Die Löschung eines bestehenden Accounts erfolgt durch Nichtnutzung automatisch nach 13 Monaten.
Ich war ja schon einmal dort registriert, bei meiner vormaligen Arbeitslosigkeit vor ca. 4 Jahren. Hatte nun verzweifelt versucht, mich mit den alten Zugangsdaten wieder einzuloggen, wobei ich die nur noch ungefähr wusste. - Jetzt weiß ich, daß das Unternehmen scheitern mußte.
 
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dagobert1

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#7
Ich wollte mich auch nicht in erster Linie dort anmelden, um Stellen zu suchen, sondern um mir die Kontrolle über mein Bewerberprofil zurückzuholen. Momentan liegt diese nämlich beim Sachbearbeiter, der ausschließlich die Daten dafür eingeben und ändern kann.
Solange du im Leistungsbezug der AfA oder eines "gemeinsame Einrichtung"-JC bist, wird sich daran auch nichts ändern.
Bei Alg1 löst nur das Verlassen des Leistungsbezugs dein Problem, bei Alg2 dieses oder ein Umzug in eine Optionskommune.
Wobei die gesicherte Antwort noch aussteht, ob es dann auch Mitarbeiter des Arbeitgeberservices noch sehen können.
Würde ich stark von ausgehen.
 

Kerstin_K

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#8
Der Arbeitgeberservice kann alles sehen, auch bei anonym intern. Hat mir meine sB letztes jahr gesagt.

Deine sB kann dir den vollen Zugriff auf dein Profil erteilen.
 

Holler2008

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#9
Hintergrund ist, daß ich mit dem derzeitigen Veröffentlichungsstatus meines (zwar anonymen) Profils nicht zufrieden bin, weil ich neben meinem SB auch von dem "Arbeitgeberservice" der Agentur (pikanterweise der Lebenpartner meines SB) schon eine handvoll Vermittlungsvorschläge zu mies bezahlten Leiharbeitsjobs bekam.
Die Frage ist nicht, ob du Nachteile hättest, sondern ob sich überhaupt Vorteile ergeben.

Wenn du nochmal ein Profil erstellst, hast du eben das und das alte, auf das du weiterhin unpassende Vermittlungsvorschläge bekommst.

Ich kann mich mit ALG2 in mein Profil einloggen, aber nichts selbst einstellen.
Ich mag es eben meine Termine frühzeitig sehen zu können samt Einladegründe wie EGV oder Maßnahme.
Auch für Rückmeldungen auf VVs ist das schön billig.

Wenn da natürlich falsche Sachen drinnen stehen, schriftlich und nachweisbar eine Änderung beantragen.

btw.: Früher konntest du dein Profil eindeutig per deiner eigenen Referenznummer finden. Weiß nicht, ob das noch geht.
 
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