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Anlage EV nicht ausfüllen bei WG ist korrekt?

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Siegmund

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#1
Dieser Tage werde ich erstmalig ALG2 beantragen. Lebe in reiner Wohngemeinschaft mit einem Stuenten, bin selber ehem. Studierender. Da ich im Hauptantrag unter 2f und 2g ohnehin angebe, die Bedarfsgemeinschaft beinhalte nur mich und ich lebe mit 0 anderen zusammen (da WG), kann ich auf zurecht auf Beisteuerung der Anlage EV verzichten?

Leider existiert die WG bereits länger als ein Jahr, womit ein ein Vermutungstatbestand des §7 3a SGB II für eine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft erfüllt wird - allerdings handelt es sich nicht um "Partner". Mitbewohner ist nicht hilfsbedürftiger Student. Hauptmieter sind zwar beide, jedoch findet im Einvernehmen mit dem Vermieter eine getrennte Überweisung der Miete statt. Jeder ein Zimmer, gemeinsame Küchennutzung, leider existiert eine Art Wohnzimmer (ausgestattet mit großteils geschenkten Möbeln), aber ... na ich hoffe die verlangen nicht, dass jeder sein eigenes hat, damit VE ausgeschlossen werden kann.

In der Vermutung, dass die Sachbearbeitung hier rasch einhakt möchte ich mich nach optimaler Strategie erkundigen, um deren etwaige Vermutungen zu widerlegen.
Angaben über Mitbewohner? Keinerlei?
Hausbesuch anbieten?
Evtl auf Vermieter verweisen?
Um Umzug bitten?
 

biddy

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#2
Die Anlage VE musst Du natürlich nicht abgeben, weil sie nur Bezug auf Bedarfsgemeinschaftsmitglieder nimmt ... ist also korrekt so.

Angaben über Mitbewohner? Keinerlei?
Genau ... nada.

Hausbesuch anbieten?
Evtl auf Vermieter verweisen?
Um Umzug bitten?
Ich verstehe Deine Sorge, aber finde, dass all dies nur "verdächtig" wirkt und würde das lassen.
Meine Meinung. :icon_wink:
 

Siegmund

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#3
Danke soweit.

Besorgt bin ich wohl zurecht, dass man sobald >1 Jahr bekannt man solange WG verneinen wird, bis dies nicht meinerseits widerlegt. Das ist etwas, das ich gerne im Vorfeld versuchen möchte, oder ist mir dies nicht möglich bzw ist von diesem Versuch eher abzuraten?
 

Siegmund

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#4
Kann ich vielleicht sogar etwas Hoffnung haben, dass es gar nicht zu einer Vermutung kommt, da für die Form des Zusammenlebens als Wohngemeinschaft der §7 ohnehin nicht einschlägig ist?

Nach Überfliegen der Rechtssprechung bin ich auch etwas unsicher wie klar die Trennung zu sein hat, mal sollen gemeinsame Räume lieber getrennt und nach Plan genutzt werden, ein anderes mal ist gemeinsame Nutzung und selbst teilweise gemeinsames Wirtschaften noch nicht ausreichend (weil durchaus übliche Wohngemeinschaftspraxis), um BG zu begründen, wobei diese Extreme auch aus arg unterschiedlichen Fällen kommen und ich mich auf der Seite des letztgenannten befinden sollte.

So aber gut jetzt, Antrag ist ja noch nicht mal raus :>
 
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