Anlage EKS - ja spinnen die denn?

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HipTop

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Hallo, ich habe eine kurze Frage. Habe mich selbständig gemacht als Kleinunternehmer und es ist noch nicht sicher ob es klappt. Natürlich musste ich die ARGE informieren. Jetzt wollen sie von mir Kontoauszüge der letzten 4 Monate (obwohl die Gründung letzten Monat war!), mein Gewerbeschein und Businessplan + ausgefüllte "Anlage EKS".

Was mich stützig macht - es steht da etwas von "Bewilligung und Bewilligungszeiträumen". Was soll der Blödsinn? Ich will doch keinen Antrag stellen - ich bettele um keine Finanziellen Fördermittel oder ähnliches, meine Firma verursacht kaum Kosten da ich zu Hause arbeite (als Programmierer) und keine Räumlichkeiten oder Materialien brauche. Daher ist die Werbung das einzige was ich benötige und das ist zwar teuer, aber ich habe auch nicht soviel davon nötig. Was wollen die mir also bewilligen? Könnt ihr mich vielleicht erleuchten? Dazu noch dieser "Businessplan" - wofür? Was geht die das an wenn ich keine Unterstützung beantrage? Ist der Amtsschimmel nur "Datengeil" oder welchen Zweck hat dieser Papierterror?:icon_dampf:
 

desmona

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Hallo, ich habe eine kurze Frage. Habe mich selbständig gemacht als Kleinunternehmer und es ist noch nicht sicher ob es klappt. Natürlich musste ich die ARGE informieren. Jetzt wollen sie von mir Kontoauszüge der letzten 4 Monate (obwohl die Gründung letzten Monat war!), mein Gewerbeschein und Businessplan + ausgefüllte "Anlage EKS".

Was mich stützig macht - es steht da etwas von "Bewilligung und Bewilligungszeiträumen". Was soll der Blödsinn? Ich will doch keinen Antrag stellen - ich bettele um keine Finanziellen Fördermittel oder ähnliches, meine Firma verursacht kaum Kosten da ich zu Hause arbeite (als Programmierer) und keine Räumlichkeiten oder Materialien brauche. Daher ist die Werbung das einzige was ich benötige und das ist zwar teuer, aber ich habe auch nicht soviel davon nötig. Was wollen die mir also bewilligen? Könnt ihr mich vielleicht erleuchten? Dazu noch dieser "Businessplan" - wofür? Was geht die das an wenn ich keine Unterstützung beantrage? Ist der Amtsschimmel nur "Datengeil" oder welchen Zweck hat dieser Papierterror?:icon_dampf:

...ja die spinnen...aber wie auch immer:

Hast/ bekommst Du ALG II?

Buisinessplan brauchst Du wenn Du die/ eine Förderung (früher war das das Einstiegsgeld) beantragst.

"Bewilligung und Bewilligungszeiträumen" betrifft Deinen ALG II- Zeitraum

Und für genau die mußt Du jeweils eine vorrausschauende(also die Glaskugel befragen - aber Vorsicht mit Deinen vorrausschauenden Einnahmen) und eine abschließende (zwei Monate nach Beendigung des vergangenen Bewilligungszeitraumes) EKS ausfüllen.

Also EKS auch wenn Du nichts extra beantragst.

Ausgaben die über 100,-€ betragen mußt Du bei der betreffenden PAPnase beantragen !
 

HipTop

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Ja, ich habe natürlich ALG2, sonst müsste ich mich wohl diesen Terror nicht aussetzen.

Ich verstehe das nicht - ich habe doch gerade erst vor nicht mal 2 Monaten eine Bewilligung meines ALG2 für weitere 6 Monate verlängert bekommen - wird das jetzt gestrichen weil ich die unvorstellbare Frecheit besaß zu versuchen mich aus dem Dreck zu erheben? Oder soll ich jetzt diese Bewilligung für die Zeit nach der jetzt laufenden "Verlängerung" beantragen? Oder ist die jetzige Verlängerung seit der Gründung hinfällig und muss erneut beantragt werden?

Ung. die Hälfte von EKS ist doch eine Businessplan-ähnliche Tabelle. Also doch Businessplan? (ich dreh langsam durch :icon_eek:)

und was meinst du damit:
Ausgaben die über 100,-€ betragen mußt Du bei der betreffenden PAPnase beantragen !
?

Wenn ich im Monat Ausgaben von über 100€ habe muss ich die um Erlaubnis bitten?

Ich könnte wahnsinnig werden - am liebsten würde ich mir einen Anwalt anschaffen und ihn beim jeden Pups beantragen gegen die ARGE zu prozessieren. Soweit wird noch kommen... :icon_neutral:
 

desmona

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Ja, ich habe natürlich ALG2, sonst müsste ich mich wohl diesen Terror nicht aussetzen.
Ich verstehe das nicht - ich habe doch gerade erst vor nicht mal 2 Monaten eine Bewilligung meines ALG2 für weitere 6 Monate verlängert bekommen - wird das jetzt gestrichen weil ich die unvorstellbare Frecheit besaß zu versuchen mich aus dem Dreck zu erheben?
...und das noch ohne zu fragen wahrscheinlich*ggg*

..."Spaß" beiseite:

...also ich schlage vor Du machst eine vorrausschauende EKS für die Monate 6/09 bis 9/09

Oder soll ich jetzt diese Bewilligung für die Zeit nach der jetzt laufenden "Verlängerung" beantragen? Oder ist die jetzige Verlängerung seit der Gründung hinfällig und muss erneut beantragt werden?
Ich schätze der laufende Bescheid wird aufgehoben werden(auf Grund geänderter Verhältnisse - Selbstständig) und auf Basis Deiner vorr. EKS ein neuer, vorläufiger Bescheid erlassen.
Ung. die Hälfte von EKS ist doch eine Businessplan-ähnliche Tabelle.Also doch Businessplan?
So könnte man es sehen, aber nein es ist kein B- Plan (der würde die Tragfähigkeit Deines Unternehmens unter diversen Gesichtspunkten wie Standort etc. darlegen)

...der ARGE (oder eben JC oder wie die sich auch immer bei Dir nennen) geht es hier nur um die Finanzen (Geld, Kohle)!
...Du mußt vorrausschauend angeben dass du bsw. im Juli 2000 Euronen (*ggg*) Einnahmen hast dagegen rechnest(gibst an) Du Deine BA (Buchhaltung - EÜR)
...der "Gewinn" wird Dir vorrausschauend (bereinigt) vom ALG abgezogen (darum auch Vorsicht bei der Angabe von zukünftigen E)
(ich dreh langsam durch :icon_eek:)
...gut mach das*lächl*...sind wir alle schon...und dann weiterdenken und handeln

und was meinst du damit:?
Wenn ich im Monat Ausgaben von über 100€ habe muss ich die um Erlaubnis bitten?
...jep genauso is dat
...brauchst Du für Deine unternehmerische Tätigkeit bsw. einen neuen Drucker oder was auch immer, mußt Du alles was über 100,- kostet vorher bei ner PAPnase (die ja mit wahnsinnigen Branchenerfahrungen und Wissen ausgerüstet sind:icon_party:) beantagen.
...wenn die das nicht genehmigen, wird es bei Dir nicht als BA anerkannt und Dein Gewinn erhöht sich und Du hast eben rsp. höheres Einkommen
...ganz wichtig ist zu wissen: ...diese EKS sind fernab von steuerrechtlicher Relevanz
Ich könnte wahnsinnig werden - am liebsten würde ich mir einen Anwalt anschaffen und ihn beim jeden Pups beantragen gegen die ARGE zu prozessieren. Soweit wird noch kommen...
...an dieser Stelle hast Du leider noch keine Handhabe für einen Prozeß
...es sei denn Dein Anwalt klagt auf Abschaffung von H4:icon_smile:
 

gerda52

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desmona meinte:
...und das noch ohne zu fragen wahrscheinlich*ggg*

..."Spaß" beiseite:

...also ich schlage vor Du machst eine vorrausschauende EKS für die Monate 6/09 bis 9/09

Und ich würde den Monat Mai auch mit hineinnehmen, der hat ja gerade erst begonnen.

Ich schätze der laufende Bescheid wird aufgehoben werden(auf Grund geänderter Verhältnisse - Selbstständig) und auf Basis Deiner vorr. EKS ein neuer, vorläufiger Bescheid erlassen.

Das könnte so eintreffen.

So könnte man es sehen, aber nein es ist kein B- Plan (der würde die Tragfähigkeit Deines Unternehmens unter diversen Gesichtspunkten wie Standort etc. darlegen)

...der ARGE (oder eben JC oder wie die sich auch immer bei Dir nennen) geht es hier nur um die Finanzen (Geld, Kohle)!
...Du mußt vorrausschauend angeben dass du bsw. im Juli 2000 Euronen (*ggg*) Einnahmen hast dagegen rechnest(gibst an) Du Deine BA (Buchhaltung - EÜR)
...der "Gewinn" wird Dir vorrausschauend (bereinigt) vom ALG abgezogen (darum auch Vorsicht bei der Angabe von zukünftigen E)
...gut mach das*lächl*...sind wir alle schon...und dann weiterdenken und handeln

...jep genauso is dat
...brauchst Du für Deine unternehmerische Tätigkeit bsw. einen neuen Drucker oder was auch immer, mußt Du alles was über 100,- kostet vorher bei ner PAPnase (die ja mit wahnsinnigen Branchenerfahrungen und Wissen ausgerüstet sind:icon_party:) beantagen.
...wenn die das nicht genehmigen, wird es bei Dir nicht als BA anerkannt und Dein Gewinn erhöht sich und Du hast eben rsp. höheres Einkommen
...ganz wichtig ist zu wissen: ...diese EKS sind fernab von steuerrechtlicher Relevanz

Die von dir genannte Höchstgrenze von 100 € mag bei euch so festgesetzt sein, ein fixer Betrag ist aber nirgendwo festgeschrieben. Deine Erfahrung lässt sich also nicht verallgemeinern.

Ich denke, das erforderliche Equipment für die Aufnahme der Tätigkeit ist bereits vorhanden. Beabsichtigte Neuanschaffungen sollte man vorab mit dem SB besprechen.

Das gilt auch für das Budget der vom TE angesprochenen Werbungskosten. Hier sollte das Verhältnis zu den daraus erwarteten bzw. realisierten Einnahmen stimmen.

...an dieser Stelle hast Du leider noch keine Handhabe für einen Prozeß
...es sei denn Dein Anwalt klagt auf Abschaffung von H4:icon_smile:

Für diesen Fall drücken wir dann alle fest die Daumen. ; )
 

Koelschejong

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Es gibt nirgendwo eine Pflicht, sich Ausgaben vorab genehmigen zu lassen, dazu gibt es keine gesetzliche Grundlage, auch wenn ARGE das immer wieder behauptet und diesen Schwachfug gerne mal in die Bescheide reinschreibt. Genauso, wie es nirgendwo eine Pflicht gibt, eine EKS-Prognose für die nächsten 6-Monate abzugeben, diese "Pflicht" findet sich lediglich in de DA zum § 11 SGB II, diese DA aber hat keine Außenwirkung.

Eine Weigerung, diese EKS abzugeben, wird einem aber das Leben nicht unbedingt vereinfachen und wenn man dadurch gezwungen wird, sich auch mal "planerisch" mit den künftigen Zahlen zu beschäftigen, dann kann das nur begrüßt werden - aber eine Pflicht dazu gibt es nicht.
 

desmona

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Es gibt nirgendwo eine Pflicht, sich Ausgaben vorab genehmigen zu lassen, dazu gibt es keine gesetzliche Grundlage, auch wenn ARGE das immer wieder behauptet und diesen Schwachfug gerne mal in die Bescheide reinschreibt. Genauso, wie es nirgendwo eine Pflicht gibt, eine EKS-Prognose für die nächsten 6-Monate abzugeben, diese "Pflicht" findet sich lediglich in de DA zum § 11 SGB II, diese DA aber hat keine Außenwirkung.

Eine Weigerung, diese EKS abzugeben, wird einem aber das Leben nicht unbedingt vereinfachen und wenn man dadurch gezwungen wird, sich auch mal "planerisch" mit den künftigen Zahlen zu beschäftigen, dann kann das nur begrüßt werden - aber eine Pflicht dazu gibt es nicht.

eine EKS-Prognose für die nächsten 6-Monate abzugeben, diese "Pflicht" findet sich lediglich in de DA zum § 11 SGB II, diese DA aber hat keine Außenwirkung.

Welche Wirkung entfaltet dann eine DA?...die werden regelmäßig umgesetzt!


Unter Androhung der Leistungseinstellung (Mitwirkungspflicht) wurden/ werden hier beide EKS gefordert...Das gleiche Spiel bei Steuerbescheid für 2008?

Sollte man Deiner Meinung nach Widerspruch wegen dieser Forderung (EKS) erheben (gerne doch, wenn ich was in der Hand habe dagegen, dann sofort)?....aaber ne EÜR nehmen se nicht...interessiert sie nicht mehr

...und wie siehts mit der abschließenden EKS aus?
 

Bambi_69

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Hallo HipTop,

ich wünsche Dir zum Start Deines Gewerbes viel Erfolg und alles erdenklich Gute. Und vor allem: Einen besseren Sachbearbeiter als ich ihn habe, der Deine Bewilligungsbescheide auf normale bzw. vorläufige 6 Monate laufen lässt und nicht, wie bei mir, sie auf 2 Monate Laufzeit erstellt. Denn DANN hast Du wirklich alle Hände voll zu tun mit immer wieder neu verlangten vorausschauenden bzw. abschließenden EKS-Formularen samt aller Belege. Vom Problem, der Bearbeitungszeit, ganz zu schweigen, die es dann zumindest bei mir beschert, dass ich erst einen Monat danach rückwirkend für diesen meine ALG-II-Leistung erhalte und das auch nur unter Androhung vors SG zu gehen.

Liebe Grüße
Bambi_69
 

Koelschejong

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@Bambi - warum läßt Du Dir den kurzen Bewilligungszeitraum gefallen - in § 41 SGB II ist eindeutig gesagt "Die Leistungen sollen jeweils für 6 Monate bewilligt und monatlich im Voraus erbracht werden." Sollen heißt aber, da muss SB sich sehr warm anziehen, wenn er davon abweichen will, da muss ein eindeutig atypischer Fall vorliegen und den dürfte er kaum nachweisen können.

@desmona - Die DA ist eine "Anweisung des Chefs" an seine Mitarbeiter, wie sie ihre Arbeit zu erledigen haben, sie ist aber keine Rechtsgrundlage, auf die sie irgend jemand berufen könnte. Und wenn irgend jemand wegen Nichtvorlage einer geschätzten EKS Leistungen einstellt, dann handelt er rechtswidrig. Ob man sich aber den Ärger mit der ARGE antun will, das muss jeder selbst entscheiden - ich z.B. gebe die geschätzte EKS ab, obwohl ich weiß, eigentlich bräuchte ich es nicht, aber ich streite mich nicht unbedingt um's Prinzip.
Abschließende EKS ist ein anderes Paar Schuhe, das ist in der ALG II-V im § 3 ja geregelt, dass ich meine tatsächlichen Zahlen vorzulegen habe. Irgendwo im SGB steht wohl auch, dass man seine Angaben auf den "amtlichen" Formularen machen soll.
 

Bambi_69

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@Bambi - warum läßt Du Dir den kurzen Bewilligungszeitraum gefallen - in § 41 SGB II ist eindeutig gesagt "Die Leistungen sollen jeweils für 6 Monate bewilligt und monatlich im Voraus erbracht werden." Sollen heißt aber, da muss SB sich sehr warm anziehen, wenn er davon abweichen will, da muss ein eindeutig atypischer Fall vorliegen und den dürfte er kaum nachweisen können.

Hallo Koelschejong,

tja ich hatte meinen Anwalt bisher eingeschaltet, der ein Fax nach dem anderen an den SB bisher herausgeschickt hat. Leider bisher ohne wirklichen Erfolg.
Der Anwalt riet von einer EA bisher ab, da ansonsten die Akten sich auf den Weg ins SG machen müssten und ich dann noch länger warten muss, weil in der Zwischenzeit der SB zwecks fehlender Akten dann wieder untätig sein würde. Dieses Spielchen mit den "2-Monatsbewilligungen" mache ich seit Anfang 2009 mit, seit im November ein neuer SB für mich zuständig ist. Vorher hatte ich nie diese Probleme.
Morgen gehe ich selber aufs Amt und schau mir den Burschen (den SB) so sie mich durchlassen (er sitzt in einem anderen Gebäude und man braucht dafür eigentlich einen Termin) mal genauer an. Ich stehe nämlich mal wieder ohne einen Cent derzeit da. Für weitere Tipps, wie ich mich verhalten könnte, bin ich sehr dankbar.

Liebe Grüße
Bambi_69
 

desmona

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@desmona - Die DA ist eine "Anweisung des Chefs" an seine Mitarbeiter, wie sie ihre Arbeit zu erledigen haben, sie ist aber keine Rechtsgrundlage, auf die sie irgend jemand berufen könnte. Und wenn irgend jemand wegen Nichtvorlage einer geschätzten EKS Leistungen einstellt, dann handelt er rechtswidrig. Ob man sich aber den Ärger mit der ARGE antun will, das muss jeder selbst entscheiden - ich z.B. gebe die geschätzte EKS ab, obwohl ich weiß, eigentlich bräuchte ich es nicht, aber ich streite mich nicht unbedingt um's Prinzip.

...tja schon klar..Anweisung des Chefs...und danach wird gehandelt...ohne wenn und aber
...als das 2008 anfing mit der EKS wurde mir erst gar keine Leistung beschieden(schrftl. mit RFB) bevor ich nicht diesen Wisch abgegeben hab...

...hab ich bis jetzt aber auch immer eine gemacht gemacht...die Drohung kam schon vorher (schrftl. mit RFB)
Abschließende EKS ist ein anderes Paar Schuhe, das ist in der ALG II-V im § 3 ja geregelt, dass ich meine tatsächlichen Zahlen vorzulegen habe. Irgendwo im SGB steht wohl auch, dass man seine Angaben auf den "amtlichen" Formularen machen soll.
...es ist aber auch geregelt, dass wenn diese nicht vorgelegt wird nach vorangegangem E geschätzt wird

...und wie siehts mit dem Steuerbescheid aus...den ich noch nicht aus 2008 vorzuliegen habe
 

Koelschejong

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Steuerbescheid kann meines Erachtens nicht verlangt werden, da er keinerlei Aussagekraft hat. Der Gewinn nach ARGE-Art wird ja anders berechnet, als der Gewinn nach "Steuer-Art" - bitte den SB um Erläuterung, welche für die Bewilligung notwendigen Erkenntnisse er aus dem Steuerbescheid ziehen will, wenn er schon alle Unterlagen vorliegen hat. Er kann nicht einfach verlangen, sondern die Vorlage muss für seine Aufgabe erforderlich sein, ist sie aber nicht, wenn er alle Zahlen und Belege vorliegen hat.

@Bambi - bei mir hatte man das auch versucht mit 2 Monaten, ein kurzes, persönliches Gespräch mit dem Teamleiter brachte dann ziemlich plötzliche Änderung.
 

Bambi_69

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@Bambi - bei mir hatte man das auch versucht mit 2 Monaten, ein kurzes, persönliches Gespräch mit dem Teamleiter brachte dann ziemlich plötzliche Änderung.

Okay alles klar. Dann werde ich wohl besser gleich zum Teamleiter morgen gehen.

Liebe Grüße
Bambi_69
 

desmona

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Steuerbescheid kann meines Erachtens nicht verlangt werden, da er keinerlei Aussagekraft hat. Der Gewinn nach ARGE-Art wird ja anders berechnet, als der Gewinn nach "Steuer-Art" - bitte den SB um Erläuterung, welche für die Bewilligung notwendigen Erkenntnisse er aus dem Steuerbescheid ziehen will, wenn er schon alle Unterlagen vorliegen hat. Er kann nicht einfach verlangen, sondern die Vorlage muss für seine Aufgabe erforderlich sein, ist sie aber nicht, wenn er alle Zahlen und Belege vorliegen hat.

Genauso so sehe und weiß ich das auch, war mir aber nicht sicher, ob es nicht doch irgendeine §-Grundlage zur Abgabe gibt.

Die Leistung soll jetzt eingestellt werden...bei laufender Bewilligung...wenn ich nicht sofort den St-Bescheid für 2008 abgebe. Und dann auch nicht nur meine, sondern auch die für meine Kids (BG)
 

Koelschejong

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Genauso so sehe und weiß ich das auch, war mir aber nicht sicher, ob es nicht doch irgendeine §-Grundlage zur Abgabe gibt.

Die Leistung soll jetzt eingestellt werden...bei laufender Bewilligung...wenn ich nicht sofort den St-Bescheid für 2008 abgebe. Und dann auch nicht nur meine, sondern auch die für meine Kids (BG)

Wenn mich nicht alles täuscht, braucht Dein Steuerberater die Steuererklärung doch erst zum 31.12.2009 abzugeben - aber vermutlich gilt das Steuerrecht ja da auch nicht mehr



nach Meinung der ARGE SB's. :icon_pfeiff:
 

HipTop

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Hallo und danke für die Tipps.

Ich habe die Anlage ausgefüllt, allerdings bin ich mir nicht so sicher, daß ich das so absenden kann. In den 7 Monaten mache ich (lt. meiner Einnahmen/Ausgabenschätzung) hauptsächlich Verluste. Allerdings auch immer weniger. Die größte Belastung im Formular ist mein Wohnzimmer von 17qm, daß ich als Büro eingetragen habe und monatlich 150€ dafür zahle. Da dies aber die ARGE doch schon zahlt, verwirrt es mich da ich nirgendwo die Leistungen, die ich von der ARGE bekomme eingetragen habe.

Und dann ist da noch ein Problem mit Punkt 10 auf Blatt 3. Ich bin Service Techniker, daher sind meine Betriebsstätten unterschiedlich und unterschiedlich weit gelegen. Ich muss aber exakt eintragen wie weit und wie oft ich fahre.
 

Koelschejong

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Wenn die ARGE das Wohnzimmer schon bezahlt kannst Du es natürlich nicht mehr als Betriebsausgabe absetzen.

Fahrtkosten, da ist doch derzeit nur eine Schätzung gefragt. Denk aber daran, irgendwann (am Ende des Bewilligungszeitraums) wirst Du die Kosten und auch die km nachweisen müssen. Gleich ein Fahrtenbuch zu führen, könnte Ärger vermeiden.
 

HipTop

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Aber dort steht was von "regelmäßigen Fahrten" oder so ähnlich. Außerdem ist das alles doch Schätzung. Ich kann erst nach diesen 7 Monaten etwas planen.

Und noch eine Frage. Wenn die Gründung April war, soll ich als den ersten Monat den Gründungsmonat angeben oder den aktuellen?
 

desmona

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Und noch eine Frage. Wenn die Gründung April war, soll ich als den ersten Monat den Gründungsmonat angeben oder den aktuellen?

Die EKS adäquat zum Bewilligungszeitraum ausfüllen...also die Zeit vom bis des Bew.-Bescheides in der EKS dann Monat x bis y
 

HipTop

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Also April bis Oktober - Bescheid kam Ende April.
 

desmona

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Also April bis Oktober - Bescheid kam Ende April.

Also wenn der Bescheid den April einschließt, dann April bis einschl. Sept.

...ein Bwb. ist in der Regel für 6 Monate

Auf Seite 1 Punkt 1 der voraussichtl. EKS schreibst Du ja den Zeitraum der Bewilligung rein.

Die Dösbattel haben in der EKS-Tabelle aber 7 Spalten (die siebente einfach leer lassen)

...aber für den laufenden Zeitraum ist dat ja ne vorrausschauende EKS (aufpassen sind ja zwei unterschiedliche Vordrucke)
 

Bambi_69

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Hallo,

hiernochmal ein großes Dankeschön an Koelschejung. Der Rat mit dem, dass der SB es genau begründen müsse, wenn er von 6 Monaten abweichen will, war bei meinem Gespräch, dass ich zwischenzeitlich mit dem SB geführt hatte (den Teamleiter konnte ich nicht erreichen), Gold wert.
Der SB war nämlich der Meinung, dass es sich bei 6-Monats-Bewilligungen um reine "Kann"-Leistungen handelt.
Dann würde im Gesetzestext aber statt einem "soll" auch ein "kann" oder ein "können" stehen und auf meinen Einwurf, dass dem eben nicht so sei und er als SB, so er abweichen möchte eine genaue Begründung dafür benötigt, war dieses Thema erstmal vom Tisch und ich erhielt endlich einen vorläufigen Bescheid auf volle 6 Monate.

Interessant auch, dass er auf Originalbelege der Buchhaltung sowie Original-Kontoauszüge besteht. Und das alles bitte ungeschwärzt. Datenschutzgründe sind irrelevant. Seit wann ist es für den SB für eine Berechnung wichtig, zu wissen, mit welchen Firmen man geschäftlich genau zu tun hat? Seit wann darf man Kontoauszüge nicht mehr aus Datenschutzgründen schwärzen? Dieses Thema dürfte sicherlich noch ein Kampf werden und ich bin da nun ebenfalls um jeden Tipp dankbar.
Ich würde auch gerne diesen Thread dafür nutzen, weil Dinge bezüglich Belege für die EKS ja sicherlich auch noch für andere Mitstreiter bzw. Selbständige interessant sein dürften und es hier gerade auch so gut reinpasst (auch als Tipp-Grundlage für den Threadersteller, der ja nun ganz neu seine Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln darf/muss).

Liebe Grüße
Bambi_69
 

Koelschejong

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Der SB hat Anspruch auf alle Unterlagen - aber Du darfst diese Unterlagen nicht aus der Hand geben, dies wäre mit den Grundsätzen ordentlicher Buchführung nicht vereinbar und könnte Ärger mit dem FA bedeuten.

Weiter hat der SB nur die Information, die für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich sind, stell ihm also die Frage, wozu Kenntnis der Kunden- und Lieferantennamen erforderlich ist. Ich vermute das kann er nicht beantworten. Also kannst Du schwärzen.
 

Bambi_69

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Gut, beim nächsten Gespräch werde ich das so machen, wenn er wieder damit anfängt. Bin mal gespannt, was seine Antwort ist.

Liebe Grüße
Bambi_69
 

dorSachseFMS

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@Bambi
Dir viel Erfolg für Deinen Kampf mit den Pa-Nasen wo alles im ArGen liegt.

@koelschejong
mit den Unterlagen-erfordernissen ist das so eine Sache.
Man kann seine Bedürftigkeit auf verschiedene Weise nachweisen. Idealerweise nimmt man einen unabhängigen Dritten (Buchhalter) und läßt sich eine BWA erstellen (diese ist in der AlG-II-VO ausdrücklich zugelassen).

Weitere Belege bekommt die ArGentur nicht - wozu ?

Bis jetzt "fahre" ich diese Kampf-Nummer mit inzwischen 3 EA´s an einem sächsischen SG mit Erfolg. Belege nein - vorläufige Leistungen per EA ja.
 
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