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Anlage EKS für Antrag auf Einstiegsgeld - Abschätzung der Gewinnentwicklung Beispiel

chromoxidgruen

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#1
Hallo,

hab gerade erfolgreich dem JC mein Gründungskonzept als Freiberufler in Vollzeit dargelegt. Jetzt bin ich dabei meine Anlage EKS vorzubereiten für den Antrag auf Einstiegsgeld. Das ist aber nicht so simpel, denn natürlich will ich nicht dazu einladen meinen Antrag abzulehnen.

Einerseits sollten die Zahlen realistisch sein, bezogen auf das konkret geplante Unternehmensprojekt (sofern ein Blick in die Zukunft realistisch sein kann.) Andererseits gibt es wohl einige Stolperstricke zu beachten:

  • Wenn man zu optimistisch schätzt, so dass über den Bewilligungszeitraum gemittelt unterm Strich ein Gewinn rauskommt, wird die entsprechende Gewinnsumme (nach Abzug der Freibeträge) durch die Bewilligungsmonate geteilt und monatlich abgezogen. Wenn aber jetzt jeden Monat vom knappen ALG-2-Satz noch Geld fehlt, überlebt man die Startphase nicht, da in den ersten Wochen/Monaten noch keine Einnahmen entstehen.
  • Außerdem sollte auch noch plausibel sein warum man Einstiegsgeld benötigt, deshalb sollte die Schätzung ebenfalls nicht übertrieben optimistisch sein.
  • Man darf aber auch nicht zu pessimistisch schätzen. Das Unternehmen darf nicht als Geldverbrennungsanlage erscheinen, sondern es sollte schon eine positive Entwicklung zu sehen sein.
Vom Prinzip her ist das klar, der Teufel steckt aber oft im Detail. Ich gründe zum ersten Mal, und bezüglich der Gewinnentwicklung fehlen mir Erfahrungswerte.

Meine Frage ist deshalb, weiß jemand konkrete Beispiele (mit Zahlen) wie bei einer Gründung die Abschätzung für die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben in der Anlage EKS aussehen könnte?

Freue mich über jeden Link und jede sonstige Info wo ich Beispiele finden kann.

Dank+Grüße
chromoxidgruen
 

Linuxfan

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#2
Ich denke es hängt sehr davon ab, was für eine freiberufliche Tätigkeit Du anbietest. Dazu hast Du leider keine Angaben gemacht und ich schreibe daher ein paar Beispiele auf, wie man an die Sache herangehen kann.

Wenn Du beispielsweise Beratungsdienstleistungen anbietest, ist es ja so, dass Du möglichst viele Stunden verkaufen möchtest. Dann brauchst Du im Prinzip nur zu schätzen wieviele Stunden Du in dem entsprechenden Monat verkaufen kannst und dies multiplizierst Du mit deinem Stundensatz. Das wäre dann dein Umsatz. Bei Schreibarbeiten wären dies beispielsweise Zeilenhonorar oder bei Übersetzungen pro Wort.

Davon ziehst Du dann deine entsprechenden Kosten ab und wenn etwas positives herauskommt dann ist dies ein Gewinn. Kommt etwas negatives dabei heraus ist es ein Verlust.

Jedes Geschäft braucht erstmal etwas Anlaufzeit, da Du ja Kunden akquirieren, erste Projekte machen musst und dann später die Rechnung stellst wobei man natürlich hofft, dass der Kunde auch wirklich zahlt und dies möglichst schnell.

Ich würde den Verlauf des Geschäfts jedenfalls nicht in der gleichen Summe darstellen, sondern eher dass deine Umsätze und Gewinne über die Monate zunehmend wachsen. Also sprich, dass es eine Anlaufzeit braucht um die Dienstleistung am Markt zu etablieren und bekannt zu machen. Irgendwann aber bist Du dann im Geschäft, etabliert, zufriedene Kunden empfehlen dich weiter, neues Geschäft kommt rein.
 

tanni 69

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#3
ich hatte das damals von meiner Steuerberaterin machen lassen , kostet zwar was aber ist sehr proffesionell und glaubwürdig

wünsche dir viel erfolg und gute aufträge
 

chromoxidgruen

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#4
@tanni 69
Danke für den Hinweis... wie ist denn ungefähr die Größenordnung wenn eine Steuerberatungskanzlei das macht? War das bei Dir damals auch fürs Amt? Weil, an einen Businessplan fürs Amt werden andere Anforderungen gestellt als an einen für die Bank.

@Linuxfan
Ja, so in etwa hatte ich mir das auch gedacht. Der Knackpunkt ist aber, dass alles nur Schätzungen sind.
Hab vor kurzem bei einem Existenzgründungsseminar mit 2 Bankern geredet die Businesspläne bearbeitet haben. Tenor: Es ist letztlich ein Blick in die Kristallkugel bzw. ein Lesen im Kaffeesatz, es kann sich immer etwas anders entwickeln. Die Schätzung sollte nur plausibel sein. Im Bereich des Plausiblen gibt es aber die Möglichkeit, eher optimistisch oder eher pessimistisch zu schätzen. Bin ich zu optimistisch, wird mir das ALG-2 gekürzt, aber es kommt erstmal nix rein, und ich bin pleite bevor ich richtig gestartet bin. Bin ich zu pessimistisch, und der Gewinn ist nachher höher als erwartet, muss ich die Differenz halt zurück legen und später dem Amt zurück zahlen, aber davon geht die Welt nicht unter. Von daher werde ich so konservativ schätzen wie möglich, also den "Worst Case" berücksichtigen.

Aber: Wie vorsichtig darf ich sein bei meiner Schätzung?
Hab hierzu im Internet eine Aussage vom JC Mönchengladbach gefunden:
"Ziel ist es, dass selbständige erwerbsfähige Leistungsberechtigte schrittweise nach 12 Monaten möglichst die Höhe des Leistungsbezugs mind. um 50 % (mind. 500,- €) reduzieren und nach 24 Monaten den Leistungsbezug beenden."Das ist schonmal eine Aussage... aber was ist in den ersten 6 Monaten? Muss ich da schon Gewinn vorweisen? Wie lange akquiriere ich?

Ich arbeite als Freiberufler im Medienbereich, B2B, erstelle Produkte die wenige hundert bis einige tausend EUR kosten. Wenn ich Kunden akquiriere, werden zwar manche Interesse haben, aber gerade keinen Bedarf. Bis aus einem Interessenten ein Kunde wird, dauert meist mehrere Monate.
Ab wann sollten spätestens Einnahmen entstehen (Monat 4? ... Monat 7? ...) ? Freue mich sehr wenn mir jemand seine/ihre Erfahrung mitteilt.

Dank+Grüße
chromoxidgruen
 
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