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Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

berlinole

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Hallo,
Vor einigen Tagen sollte ich mich bei einen Personaldisponenten/Zeitarbeitsfirma bewerben. Ich schrieb dieser Zeitarbeitsfirma eine Mail in der ich dem Disponenten mitteilte was ich für einen fairen Lohn im Call-Center betrachte. Weiter schrieb ich, falls sich meine Vorstellung mit der der Firma decken würde, wäre ich gerne bereit, der Firma meine Bewerbungsunterlagen zuzuschicken. Ich erhielt keine Antwort mehr, bis ich jetzt von meiner Arbeitsvermittlerin die "Anhörung zur Sanktion" bekommen habe und zwar wegen angeblicher Form- und Inhaltsfehler in der Bewerbung aber eine Bewerbung hab ich ja noch gar nicht geschrieben.
Ich habe nur eine Anfrage an die Firma gerichtet.
Egal, hier meine Antwort ich hoffe ihr könnt es lesen und habt Freude dran, für mich die einzig richtige Art mit diesem Schwachsinn umzugehen.
Schlimm wenn Personaldisponenten und Arbeitsvermittlerinnen über passende Form und Inhalt entscheiden dürfen, obwohl sie jeden Tag unzählige Gesetzesnormen brechen!!
Die Sanktion wird wehtun aber den Mund lass ich mir nicht verbieten und freie Meinungsäußerung ist ein unveräußerliches Grundrecht.
Viele Grüße
Oliver
 

Caso

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Ich erhielt keine Antwort mehr, bis ich jetzt von meiner Arbeitsvermittlerin die "Anhörung zur Sanktion" bekommen habe und zwar wegen angeblicher Form- und Inhaltsfehler in der Bewerbung aber eine Bewerbung hab ich ja noch gar nicht geschrieben.
Was genau wird dir denn vorgeworfen?
Für Form-und Inhaltsfehler kann keine Sanktion verhängt werden.
Dein SB wirft dir etwas anderes vor.
Man ahnt es schon----

Willst du dich denn überhaupt wehren?
Oder stolzen Hauptes die 30% schlucken?
 

berlinole

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Was genau wird dir denn vorgeworfen?
Für Form-und Inhaltsfehler kann keine Sanktion verhängt werden.
Dein SB wirft dir etwas anderes vor.
Man ahnt es schon----

Willst du dich denn überhaupt wehren?
Oder stolzen Hauptes die 30% schlucken?
Hi,
doch doch, hier geht es um angebliche Form- und Inhaltsfehler, mit diesen hätte ich die Anbahnung eines Beschäftigungsverhältnisses verhindert.
 

Lilastern

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@berlinole

Wenn du ein Vermittlungsvorschlag bekommst musst du dich auch bewerben.
Aber so eine Mail zu schreiben, bezüglich einem angemessenen Lohn ist schon etwas daneben.

Gut man weiß, dass diese Zeitarbeitsfirmen schlecht zahlen, aber besonders bei denen muss man aufpassen. Die drehen dir die Worte im Mund herum, so genau wie es Ihnen passt und dass man den elo am besten gleich sanktionieren kann.

Dass man sich schwer tut, das Gegenteil zu beweisen.

Für die Zukunft würde ich von solchen Aktionen Abstand nehmen.


In den Anhörungsbogen so Stellung nehmen, wie du es an die Zeitfirma geschrieben hast. Deine SB hat sicherlich eine Kopie von denen bekommen. Und beworben hast du dich bei denen ja noch nicht.

Stand in diesem VV etwas von einer Gehaltsvorstellung?
 

Neudenkender

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Ich hoffe für dich bloß, du hast deine Stellungnahme noch nicht an das Amt gesendet ...
 

berlinole

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1) Handelte es sich um einen VV?
2) Falls ja, was genau stand bezüglich der Bewerbungsform drin?
Ja das war ein VV. Allerdings hab ich das Ding nicht mehr, daher weiß ich auch nicht was genau bezüglich der Bewerbungsform drin stand. Allerdings glaub ich nicht das irgendwo genau definiert ist, wie eine passende Form und ein passender Inhalt auszusehen hat. Das ist angeblich "herrschende Meinung" und wenn jetzt Personaldisponenten über eine passende Form entscheiden können, ist das Ganze natürlich recht willkürlich.
Vor allem wird in meinem Fall ja von einer Bewerbung gesprochen, die nicht die passende Form erfüllt. Ich habe aber nie eine Bewerbung geschrieben, sondern eine Anfrage gestellt, ob sich meine Lohnvorstellungen mit denen der Firma decken. Wenn man mir also etwas vorwirft dann müsste es genau dieser Umstand sein. dass ich mich nicht beworben habe, sondern zuerst eine Anfrage stellte. Mir wird aber gesagt ich hätte in der Bewerbung die passende Form vermissen lassen. Dies ist meines Erachtens selbst ein Formfehler.
 

Neudenkender

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Ja das war ein VV. Allerdings hab ich das Ding nicht mehr, daher weiß ich auch nicht was genau bezüglich der Bewerbungsform drin stand. (...) Ich habe aber nie eine Bewerbung geschrieben, sondern eine Anfrage gestellt, (...)
Offen:
- Du bettelst "foermlich" um die Sanktion.
- Weil du "das System", das du offenbar noch nicht verstanden hast, auch noch mundgerecht bedienst.
- Wie kann man einen VV "nicht mehr haben"? Hast du dafuer als Ausgleich zuviel Geld?
 

berlinole

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Ich hoffe für dich bloß, du hast deine Stellungnahme noch nicht an das Amt gesendet ...
Hab ich noch nicht, aber genau so geht das Ding heute raus, für 117 Euro pro Monat können die meine Meinung ruhig erfahren.
 

Caso

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Hi,
doch doch, hier geht es um angebliche Form- und Inhaltsfehler, mit diesen hätte ich die Anbahnung eines Beschäftigungsverhältnisses verhindert.
Ja, da ist es doch, das JC-Argument.
Die Verhinderung der Anbahnung...bla
§ 31 SGB II Pflichtverletzungen
Absatz1, Nr. 2 sich weigern, eine zumutbare Arbeit, .... aufzunehmen, .... oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,

Ob du das so in der Bewerbung schreibst oder ob du schon vorher ganz gezielt so schreibst, du hast es verhindert. So siehts das JC.

Frage:
Was willst du tun? Dich in deinem unveräußerlichen Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sonnen, wenns auch brennt und weh tut?
 

berlinole

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Offen:
- Du bettelst "foermlich" um die Sanktion.
- Weil du "das System", das du offenbar noch nicht verstanden hast, auch noch mundgerecht bedienst.
Durch stillhalten hat sich noch nichts verändert! Ich habe dieses System sehr gut verstanden, genau deswegen mache ich etwas. Das System ist eine Konstruktion und man ändert Systeme indem man seine Konstruktionen dagegen setzt.
 

berlinole

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Frage:
Was willst du tun? Dich in deinem unveräußerlichen Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sonnen, wenns auch brennt und weh tut?[/QUOTE]

Das werde ich tun!
 

Passant

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Durch stillhalten hat sich noch nichts verändert!
Stimmt!

Ich habe dieses System sehr gut verstanden, ...
Sorry, aber das sieht nicht danach aus.

... genau deswegen mache ich etwas.

Das System ist eine Konstruktion und man ändert Systeme indem man seine Konstruktionen dagegen setzt.
Solch ein Versuch geht in den meisten Fällen in die Hose.
 

Neudenkender

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Das System ist eine Konstruktion und man ändert Systeme indem man seine Konstruktionen dagegen setzt.
Du bist hier falsch. Du gehoerst definitiv nach Hollywood.
Als Idealstoptimalstperfektbesetzung des "Don Quixote". In 3D. Brad Pitt als dein Knappe. Scarlett Johannsen als deine Gespielin. Oder so.

Reite dich nicht weiter rein. Schick das Schreiben so nicht ab.
 

Caso

Elo-User/in

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Durch stillhalten hat sich noch nichts verändert! Ich habe dieses System sehr gut verstanden, genau deswegen mache ich etwas. Das System ist eine Konstruktion und man ändert Systeme indem man seine Konstruktionen dagegen setzt.
Ahhhja.
Deine Konstruktion?
Das war also die mehr als durchsichtige Mail, daß du liebend gern für ein auskömmliches Gehalt bei einem Callcenter arbeitest und auf ein entspr. Angebot wartest, obwohl du vom JC einen VV hattest.
Deine Konstruktion war von Beginn ein dürftiges und völlig falsch ausgelegtes Hebel-Ärmchen, was beim ersten Windhauch knickt.
Den Windhauch hast du jetzt vom JC bekommen.

Nichts hast du verstanden.:icon_kratz:
 

EyeODragon

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Also, wer seit dem 08.05. hier registriert ist, hatte genug Zeit sich entsprechend hier einzulesen. Wenn du am 22.05. den VV bekommen hast, hättest du hier Themen raussuchen können, die deinem Fall ähneln, und schon abschätzen können, was zu tun ist.

Die VV's, insbesondere bei Callcentern sind unbeliebt, das ist allgemein bekannt, aber genau in solchen Fällen muss man klug vorgehen. Für das Jobcenter zählt nur der Passus, das du alles dafür tun musst um deine Bedürftigkeit zu mindern oder ganz aufzuheben.
 

Makale

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Mit Verlaub, aber die Vorgehensweise muss ich schlicht stupide nennen (Boes als Vorbild genommen?). Im Vermittlungsvorschlag steht unmissverständlich drin, man habe sich unverzüglich bzw. innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt zu bewerben.
Verhandlungen übers Gehalt gehören ins etwaige Vorstellungsgespräch.

Übrigens wird die Sanktion unanfechtbar sein. Schon zu Zeiten der Arbeitslosenhilfe sind Leistungsbezieher mit derartigen Vorgehen aufs Maul geflogen. Viel Spass mit 117 € vom 1.7. - 30.9. weniger...
 

Charlot

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Ihr habt zwar alle Recht, mit dem was Ihr hier schreibt.
Trotzdem ziehe ich vor dem TE meinen Hut.
Mutig ist er ja, auch wenn dies mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine Sanktion bedeutet.
 

berlinole

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Ahhhja.
Deine Konstruktion?
Das war also die mehr als durchsichtige Mail, daß du liebend gern für ein auskömmliches Gehalt bei einem Callcenter arbeitest und auf ein entspr. Angebot wartest, obwohl du vom JC einen VV hattest.
Deine Konstruktion war von Beginn ein dürftiges und völlig falsch ausgelegtes Hebel-Ärmchen, was beim ersten Windhauch knickt.
Den Windhauch hast du jetzt vom JC bekommen.

Nichts hast du verstanden.:icon_kratz:
Hier knickt nichts. Und eine Mail in dieser Art ist natürlich keine Konstruktion aber eine Konstruktion könnte es sein aufzuzeigen wie dieses System funktioniert, das es in diesem System Rechtsbrüche gibt und dies nicht zu knapp. Es ist halt ein Unding wenn Personaldisponenten darüber entscheiden können wie etwas auszusehen hat, dass sollte man sich bewusst machen.
Dies kommt vor allem dadurch zustande, dass Menschen solche Umstände bestätigen und zwar aufgrund dessen das sie nichts dagegen unternehmen.
Mir tun 117 Euro sehr weh, aber in dem ich meine Arbeitsvermittlerin anbettle sie solle mich doch bitte nicht sanktionieren habe ich das Problem sicherlich nicht beseitigt, sondern man stellt meine Unterwürfigkeit fest und genau dann hat man mich nämlich da wo man mich gerne haben möchte.
Sanktioniert werde ich so oder so, denn das ist ja das Ziel, dann aber nichts zu sagen wäre auch nur Bestätigung.
Das kann ja auch jeder gerne anders sehen und man kann mir auch vorwerfen ich würde damit die Realität verfehlen und vielleicht haben andere andere Mittel aber ich wiederhole es trotzdem nochmal durch stillhalten verändert sich gar nichts. Und wenn sich insgesamt nichts verändert, weil man gegen Windmühlen kämpft, so verändert sich doch schonmal etwas für mich, weil ich nicht zu allem
"Ja und Amen" sage. Man kann auch warten ob nicht viellecht irgendjemand kommt und ein befreit aus seinen Abhängigkeiten, ich denke aber da wird langfristig niemand kommen, insofern muss ich dann wohl oder übel mal alleine etwas tun. Was mir insgesamt immer nicht ganz klar erscheint, warum einen noch Vorwürfe gemacht werden "Nichts hast du verstanden", obwohl ich doch hier versuche gegen Strukturen vorzugehen die ihr doch bestimmt auch nicht so toll findet.

Übrigens gibt es eine Konstruktion, die nennt sich Grundgesetz und genau diese Konstruktion wird jeden Tag gebrochen z.B. wenn man sanktioniert, wenn man Menschen die freie Meinungsäußerung verwehrt usw.
Ich finde es nicht schlimm dies auch Menschen zu sagen die sich scheinbar aufgrund absoluter Gewinnmaximierung in den Kopf gesetzt haben diese Grundrechte jeden Tag zu brechen.
Ausbeutung gibt es übrigens nicht nur deshalb weil es so böse Ausbeuter gibt, sondern auch deswegen weil es Menschen gibt die sich einfach immer weiter ausbeuten lassen.
Ich habe darauf keine Lust und natürlich werde ich jetzt die Quittung dafür bekommen, aber es ist doch absolut nicht einzusehen warum man einen Job annehmen soll der ein nicht mal ansatzweise aus den Abhängigkeitsstrukturen befreit. Diesen Ansatz vertrete ich!
 

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Durch stillhalten hat sich noch nichts verändert! Ich habe dieses System sehr gut verstanden, genau deswegen mache ich etwas. Das System ist eine Konstruktion und man ändert Systeme indem man seine Konstruktionen dagegen setzt.
Scheinbar nicht.. aber das wird dir ggf. die Sozialgerichtsbarkeit nahe bringen, denn grundsätzlich ist ja (fast) jede Arbeit/Entlohnung zumutbar.

Gerade gegenüber den Leistungsträgern und Sozialgerichten sollte man nicht "zu laut denken", sondern nach möglichen Tatbeständen suchen, die einen "entlasten". Man kann mit voller Wucht gegen die Gesetzeswand fahren oder elegant durch eine Gesetzeslücke schreiten.

Übrigens:

Wer sich mit dem SGB II etwas auskennt, schreibt Bewerbungen in der Form, dass man sich maximal unbeliebt macht ohne dem Jobcenter eine Sanktionsvorlage zu liefern.
 

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Ich habe darauf keine Lust und natürlich werde ich jetzt die Quittung dafür bekommen, aber es ist doch absolut nicht einzusehen warum man einen Job annehmen soll der ein nicht mal ansatzweise aus den Abhängigkeitsstrukturen befreit. Diesen Ansatz vertrete ich!
Da wird dir das Gericht aber den Hinweis erteilen, dass du eben damit auch deinen SGB II Anspruch mindern würdest (und du ja auch noch trotzdem deine Meinung frei äussern könntest).

Das Wort "Lust" muss man aber auch suchen im SGB.....

Was machst Du beim nächsten VV?:icon_pfeiff:
Erstmal gucken wie der Umschlag aussieht (PZU?)!

Dann mal das "tolle" Angebot angucken!

Dann entscheiden, wie weiter zu verfahren ist....
 

berlinole

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Scheinbar nicht.. aber das wird dir ggf. die Sozialgerichtsbarkeit nahe bringen, denn grundsätzlich ist ja (fast) jede Arbeit/Entlohnung zumutbar.

Übrigens:

Wer sich mit dem SGB II etwas auskennt, schreibt Bewerbungen in der Form, dass man sich maximal unbeliebt macht ohne dem Jobcenter eine Sanktionsvorlage zu liefern.
Okay, schade so weit war ich leider noch nicht. Insgesamt ist mir auch klar, dass das alles eventuell noch nicht so eine tolle Form hat, aber für mich ist es halt wichtig etwas zu tun.
 

Neudenkender

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

obwohl ich doch hier versuche gegen Strukturen vorzugehen die ihr doch bestimmt auch nicht so toll findet.
Bloß gehst du mit deinem Ansatz gerade NICHT GEGEN die Strukturen vor. Sondern schaufelst auch noch Wasser auf die Mühlen eben dieser Strukturen. Manifestierst diese somit noch. Widerstand geht anders. Nicht blindwütig. Sondern mit strategisch-taktischer Finesse. Lässt sie ins Leere laufen. Verschleißt sie. Statt ihre Quotenerfüllung auch noch direkt zu fördern, wie du es tust - in meinen Augen.
 

Caso

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Insgesamt ist mir auch klar, dass das alles eventuell noch nicht so eine tolle Form hat, aber für mich ist es halt wichtig etwas zu tun.
Das ist eine gute Einsicht.
Bleibt dir nur zu wünschen: Viel lesen und praktikable Konstruktionen finden, trotzdem freie Meinungsäußerung betreiben.
Am allerbesten hier nachfragen, bevor du auf die Barrikaden gehst und runterfällst.
Alles Gute!
 

Fritz Fleißig

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@berlinole

Da handschriftliche Bemerkungen schwer lesbar sind, habe ich das nur überflogen. Wenn es dir hauptsächlich darum geht, eine Sanktion zu vermeiden, und nicht, dem JC "deine Meinung zu sagen", hättest du ganz einfach vorgehen können:

Rückfrage an das JC: "Bitte teilen Sie mir detailliert mit, weshalb meine Bewerbung nach Art und Inhalt angeblich nicht zielführend gewesen sein soll. Bitte erläutern Sie mir außerdem, wieso dadurch das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages verhindert worden sein soll. Eine Stellungnahme meinerseits wird erfolgen, nachdem mir diese Details bekanntgegeben worden sind."

Ich würde wetten, daß das JC keine weiteren Details kennt und dies alles nur aus einer pauschalen Mitteilung des Arbeitgebers übernommen worden ist.

Genau dasselbe würde ich auch allen anderen Betroffenen raten, die mit derart pauschalen Vorwürfen konfrontiert werden.
 

EyeODragon

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@ berlinole

Frag einfach mal Ralf Boes, der hat auch VV's abgelehnt, wo er im Callcenter arbeiten sollte, und er war sehr kreativ, was seine Begründungen betrafen. Selbst mit dem Grundgesetz ist er alleine nicht weit gekommen, sanktioniert wurde er trotzdem.

Das die Gesamsituation bzw. das System zu kritisieren sind, da sind wir uns alle einig, aber du versuchst im Alleingang, durch deine Begründungen und Verhalten, eigenmächtig bestehende Gesetze zu ändern, und das funktioniert nicht, weder das, was das SGB, noch andere Gesetze betreffen, und wenn es noch so logisch und nachvollziehbar wäre, was du begründest. Da muss man anders vorgehen.
 

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Okay, schade so weit war ich leider noch nicht. Insgesamt ist mir auch klar, dass das alles eventuell noch nicht so eine tolle Form hat, aber für mich ist es halt wichtig etwas zu tun.

Audrucken und übers Bett hängen!


Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln:

Erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste,

zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste,

und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.

Konfuzius
 

berlinole

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Bloß gehst du mit deinem Ansatz gerade NICHT GEGEN die Strukturen vor. Sondern schaufelst auch noch Wasser auf die Mühlen eben dieser Strukturen. Manifestierst diese somit noch. Widerstand geht anders. Nicht blindwütig. Sondern mit strategisch-taktischer Finesse. Lässt sie ins Leere laufen. Verschleißt sie. Statt ihre Quotenerfüllung auch noch direkt zu fördern, wie du es tust - in meinen Augen.
Klar, da hast du natürlich recht! Ich bin in solchen Dingen immer sehr emotional und denk halt "die" müssen jetzt sofort meine Meinung hören und wissen, dass sie meiner Meinung nach extrem falsch liegen.
Ich denke aber trotzdem das Widerstand auch so funktionieren kann, natürlich nicht wenn er einzeln und isoliert ist.
 

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Klar, da hast du natürlich recht! Ich bin in solchen Dingen immer sehr emotional und denk halt "die" müssen jetzt sofort meine Meinung hören und wissen, dass sie meiner Meinung nach extrem falsch liegen.
Ich denke aber trotzdem das Widerstand auch so funktionieren kann, natürlich nicht wenn er einzeln und isoliert ist.


Man kann sich beim "Säbelrasseln" aber auch verausgaben!

Meist reicht ein gekonnter Schlag, um den Gegner zu Fall zu bringen.


Dazu muss man in der Regel den Gegner und (gerade!) sich selbst gut kennen!


Ferner gibt es gerade in juristischen Fragen den berechtigten Spruch:

Wer sich selbst vertritt, hat einen Narren zum Anwalt!

(z.B. Jeder mittelmäßig begabte Steuersünder ruft erstmal seinen Anwalt an und hält die Fresse! Da wird sich kaum einer aus emotionalen Gründen um "Kopf und Kragen" labern, wenn die Steuerfahndung die Bude durchwühlt)


Zum Sozialrecht zurück:

Du musst das Recht als "Waffe" sehen..... der Verstand ist der Schleifstein, auf dem du die Waffe schärfst....

Nicht ohne Grund sagen hier viele Nutzer: Sozialrecht ist ein Schlachtfeld!
 

berlinole

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

(z.B. Jeder mittelmäßig begabte Steuersünder ruft erstmal seinen Anwalt an und hält die Fresse! Da wird sich kaum einer aus emotionalen Gründen um "Kopf und Kragen" labern, wenn die Steuerfahndung die Bude durchwühlt)


Ja die Steuersünder die wissen wie's geht und können sich auch noch einen Anwalt leisten:icon_smile:
Da ich mir diesen nicht leisten kann, greif ich dann wohl auf meine Emotionalität zurück. Mist!
 

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

(z.B. Jeder mittelmäßig begabte Steuersünder ruft erstmal seinen Anwalt an und hält die Fresse! Da wird sich kaum einer aus emotionalen Gründen um "Kopf und Kragen" labern, wenn die Steuerfahndung die Bude durchwühlt)


Ja die Steuersünder die wissen wie's geht und können sich auch noch einen Anwalt leisten:icon_smile:
Da ich mir diesen nicht leisten kann, greif ich dann wohl auf meine Emotionalität zurück. Mist!

Guck doch mal in deiner Rationalitätsecke nach!


Man kann auch beides kombinieren (siehe Zitat Mandela):

„Ein kluger Kopf und ein gutes Herz sind stets eine großartige Kombination ..."
 

Rübennase

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AW: Anhörung zum Eintritt einer Sanktion und meine Antwort

Wenn ich das richtig lese hast du gar keine Bewerbung hingeschickt. Dann wirst du doch so oder so sanktioniert.
 
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