Anhörung zum Eintritt einer möglichen Saktion (angeblich nicht auf Stelle beworben) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

yt lion

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juli 2015
Beiträge
34
Bewertungen
1
Guten Tag,

heute hatte ich ein ganz tollen Brief vom Jobcenter im Briefkasten:

"Anhörung zum Eintritt einer möglichen Saktion"

Angeblich habe ich mich auf eine Stelle nicht beworben :icon_evil:

Fakt ist, dass ich mich schriftlich beworben habe aber nie eine Rückmeldung erhalten habe !

Wie verhalte ich mich jetzt richtig ?

Über jegliche Hilfe würde ich mich sehr freuen ...
 

Anhänge

Sonne11

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 März 2015
Beiträge
1.489
Bewertungen
3.679
Tja, wäre es nicht wundervoll, wenn es so sein würde wie in der Anhörung? Dass man ein Beschäftigungsverhältnis angeboten bekommen hat und es nur noch durch Bewerbung zustande kommen würde? (Zustandekommen)

Die Formulierungen der JC sind soooo unpassend und unstimmig, wie deren Einladungen. Stört nur keinen!

Antworten, dass beworben am ..... schriftlich, eingeworfen in der ....Straße. Wenn Du möchtest kannst Du eine Kopie Deiner Bewerbung mitschicken, Du musst es aber aus Datenschutz nicht! Eine Kopie weist auch nichts nach. Aber oft hilft es, weil es für die sanktionsge*len JC ein ganz kleiner Stein ist, über den sie drüber müssen.

Immer schriftlich bewerben! Dein Verantwortungsbereich endet am Briefkasten! Und das soll auch so bleiben!
 

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
Beiträge
2.052
Bewertungen
2.489
Kurz und bündig.

Betreff: Ihr Schreiben "Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion" vom 09.06.2017

Sehr geehrter Damen und Herren,

hiermit äußere ich mich zu Ihrer im Betreff genannten Anhörung wie folgt.

Ich habe mich am xx.xx.20xx bei der Firma xy beworben, bekam bisher aber keine Rückmeldung der Firma.

Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Mit freundlichem Gruß

yt lion
Ob man jetzt die Bewerbung dranheften muss oder nicht, kann man streiten. Ich würde sagen oben genanntes Schreiben ist ausreichend. Es steht Aussage gegen Aussage und im Zweifel für den ELO.

Dies bitte nachweisbar (Fax mit Sendebericht und/oder Empfangsbestätigung auf Kopie beim JC einreichen). Dann hat man was in der Hand, falls JC dennoch sanktioniert. Man hat versucht bei der Aufklärung zu helfen.

Aber erst einmal abwarten.
 

DonOs

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Februar 2014
Beiträge
1.914
Bewertungen
3.601
Würde ich noch knackiger machen:


Sehr geehrte(r) Frau/Herr xyz

In Bezug auf den Schriftsatz vom 09.06.2017, eingegangen am xx.xx.xxxx zeige Ich an, die Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion vollumfänglich zurückzuweisen. Ich habe mich am xx.xx.xxxx bei der Firma xyz beworben, bis Dato blieb eine Rückmeldung aus.

Mit der Ihnen und Ihrem Hause gebührenden Hochachtung
Grußformel könnte als Beleidigung aufgefaßt werden.
 

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
Beiträge
2.052
Bewertungen
2.489
Eine Anhörung ist formell vorgesehen und kann nicht zurückgewiesen werden. Man kann nur die darin enthaltenen Vorwürfe zurückweisen.:wink:

Würde ich nicht empfehlen, da dies dann als Rechtfertigung ausgelegt wird. Und Threadsteller ist ja unschuldig. Hat sich beworben und nun diese Antwort...nicht vom AG...sondern vom JC!

Wer? Wie? Was? Hase?

Ansonsten stimme ich der Präzisierung zu.
 

Vyenna

Elo-User*in
Mitglied seit
5 August 2015
Beiträge
224
Bewertungen
71
Was ist wenn folgendes abgelaufen ist (es passieren ja manchmal ungückliche Zufälle). Das JC hat dort nachgefragt, um zu sehen, ob sie sich beworben hat, und an dem Tag oder zu leider genau der Stunde sass jemand im Sekretariat, der überhaupt keine Ahnung hat, keine Lust hatte, oder die Bedeutung der Nachfrage unterschätzt hat, oder die Bewerbung nicht kannte. Es gibt auch Firmen, wo der eine nicht weiss, was der andere tut. Und wenn dann auch noch das JC sich mit einer einzigen Anfrage dort zufrieden gibt, dann kann es zu so etwas kommen.
Ich würde persönlich dort hingehen und freundlich sein und sagen, Du würdest gerne nochmal über deine Bewerbung sprechen. Dann müssen die die rausssuchen. Wenn sie wirklich niemand findet, musst Du dort mit dem/r Leiter/in sprechen.
 

Passant

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 März 2010
Beiträge
564
Bewertungen
290
Was ist wenn folgendes abgelaufen ist (es passieren ja manchmal ungückliche Zufälle). Das JC hat dort nachgefragt, um zu sehen, ob sie sich beworben hat, und an dem Tag oder zu leider genau der Stunde sass jemand im Sekretariat, der überhaupt keine Ahnung hat, keine Lust hatte, oder die Bedeutung der Nachfrage unterschätzt hat, oder die Bewerbung nicht kannte. Es gibt auch Firmen, wo der eine nicht weiss, was der andere tut. Und wenn dann auch noch das JC sich mit einer einzigen Anfrage dort zufrieden gibt, dann kann es zu so etwas kommen.
Kann ich bestätigen.
Manche Firmen sind diesbezüglich etwas verpeilt.

Ich würde persönlich dort hingehen und freundlich sein und sagen, Du würdest gerne nochmal über deine Bewerbung sprechen. Dann müssen die die rausssuchen. Wenn sie wirklich niemand findet, musst Du dort mit dem/r Leiter/in sprechen.
Das wäre aber ein großer Aufwand, insbesondere bei weiter entfernt liegenden Firmen.
Meines Erachtens kann es nicht die Aufgabe des Leistungsberechtigten sein, eine unzureichende Firmenorganisation auszubügeln.
 

Vyenna

Elo-User*in
Mitglied seit
5 August 2015
Beiträge
224
Bewertungen
71
Kann ich bestätigen.
Manche Firmen sind diesbezüglich etwas verpeilt.



Das wäre aber ein großer Aufwand, insbesondere bei weiter entfernt liegenden Firmen.
Meines Erachtens kann es nicht die Aufgabe des Leistungsberechtigten sein, eine unzureichende Firmenorganisation auszubügeln.
natürlich ist es nicht seine Aufgabe, unzureichende Firmenorganisation auszubügeln, aber es ist sein Geld, was nachher fehlt. Wenn seine Bewerbung nachher doch einging dort und er kann es nachweisen, hat er einen Gang gemacht, der nicht gerecht ist, aber das ist vieles nicht was man hier als ELo mitmacht und da würde ich bei dem Geld, auf das sonst verzichtet werden müsste, gerade mal darüberstehen.
 

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
Beiträge
2.052
Bewertungen
2.489
Es wäre nicht nur ein Mehraufwand, sondern ein indirektes Schuldeingeständnis! Noch einmal für die nicht so ganz schnellen Denker: yt Lion hat die Bewerbung abgeschickt und somit seine Pflicht erfüllt. Der AG (egal ob Schlamperei oder nicht) hat das Jobcenter einfach mitgeteilt das dieser sich nicht beworben hat.

Warum kam der AG nicht darauf den ELO vorher anzuschreiben, sondern informiert Dritte (hier das JC)? Klick Klick Klick. Ein seriöser AG hätte nichts dem JC mitgeteilt, wenn er sich nicht sicher ist was mit der Bewerbung geschehen ist.

yt Lion äußert sich so wie geschehen. Dann steht Aussage gegen Aussage und das bedeutet für den ELO und nicht gegen Ihn.
 

yt lion

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juli 2015
Beiträge
34
Bewertungen
1
"Erklärung zu Ihrem Anhörungsschreiben vom 09.06.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Schreiben „Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion“ habe ich am
13.06.2017 erhalten. Sehr wohl habe ich mich bei der Firma .... schriftlich
beworben.
Der Adressat hat hier keinen Anlass, wahrheitswidrige Tatsachenbehauptungen
ihnen gegenüber zu äußern.
Die möglichen rechtlichen Konsequenzen, die in das STGB hinein reichen,
sollten allen (auch Ihnen) bekannt sein.

MfG"


Ist das evtl. zu "bissig" geschrieben ? oder geht das so klar ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Es reicht kurz und knapp.

Anhörungsschreiben vom 09.06.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Schreiben „Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion“ habe ich am 13.06.2017 erhalten. Entgegen den Ausführungen der Firma ..... habe ich mich am xx.xx.xxxx schriftlich beworben.
Anbei eine Kopie des Schreibens.

MfG

Tackers ne Kopie dran und gut ist.
 

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
Beiträge
2.052
Bewertungen
2.489
"Erklärung zu Ihrem Anhörungsschreiben vom 09.06.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Schreiben „Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion“ habe ich am
13.06.2017 erhalten. Sehr wohl habe ich mich bei der Firma .... schriftlich
beworben.
Alleine das fett markierte liest sich wie eine Rechtfertigung.

Der Adressat hat hier keinen Anlass, wahrheitswidrige Tatsachenbehauptungen
ihnen gegenüber zu äußern.
Die möglichen rechtlichen Konsequenzen, die in das STGB hinein reichen,
sollten allen (auch Ihnen) bekannt sein.

MfG"


Ist das evtl. zu "bissig" geschrieben ? oder geht das so klar ?
Und damit wäre Dir eine Sanktion sicher gewesen. Aber gut das Du nochmals gefragt hast. U.a ich hatten Dir bereits einen ausreichenden Mustertext gegeben. Wieso verwirfst Du das wieder?

Bitte MfG ausführen, also Mit freundlichem Gruß.

Solltest ruhiger und vor allem sachlicher werden, das musste hier jeder lernen. "Gefühle/Emotionen" juckt das Jobcenter nicht. Für die dortigen Mitarbeiter bist Du nur ein Vorgang. Also warum emotional werden?
 

yt lion

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juli 2015
Beiträge
34
Bewertungen
1
Ich glaube langsam, dass Jobcenter möchte mich echt fertig machen!
Heute war wieder ein Schreiben im Briefkasten... selbe Story ! angeblich wieder auf eine Stelle nicht beworben.
 

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
Beiträge
2.052
Bewertungen
2.489
Dann die Schritte wiederholen. Merke: Auf den Postverlauf oder die Verwaltung des Arbeitgebers hast Du keinen Einfluss.

Der Anscheinsbeweis einer Bewerbung ist genüge getan, indem man sich schriftlich per Post bewirbt. Das tue ich übrigens bei Behörden VV/RFB immer, aufgrund der Beweisbarkeit.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.531
Bewertungen
16.483
Und hier mal ein Urteil zu diesem Thema:

2.2 SG Lüneburg, Urteil vom 13.11.2013 - S 37 AS 844/10 – rechtskräftig

Leitsätze (Autor)
Ein Sanktionsbescheid wegen angeblicher Nichtbewerbung des Leistungsbeziehers ist rechtswidrig, denn das Jobcenter trifft die Beweislast. Für den Fall der Beweislosigkeit dürfte der Grundsatz der objektiven Beweislast zum Tragen kommen. Danach treffen denjenigen die Folgen der Beweislosigkeit, der sich auf ein bestimmtes Tatbestandsmerkmal beruft.
Quelle: SG Lüneburg vom 13.11.2013 - S 37 AS 844/10: Urteil (rechtskräftig) zu Sanktion bei angeblicher Nichtbewerbung

und hier kannst du die Begründung zur Urteilsfindung nachlesen in Post 14 von @0zymandias mal hier in das Forum gestellt.

https://www.elo-forum.org/alg-ii-sa...tion-aufgrund-angeblicher-nichtbewerbung.html
 
Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten