Anhörung wg. Verhinderung eines Arbeitsverhältnisses (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

AxelNob

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Hallo,
ich bin schön länger ein stiller Mitleser und nun hat es mich selbst getroffen.

Gestern erhielt ich vom jobcenter ein Schreiben " Anhörung zum eventullen Eintritt einer Sanktion 30%"

Dort steht,dass mir am 24.Mai 2012 ein Arbeitsverhältnis angeboten worden ist. Welches ich durch eine NICHT-Bewerbung von vornherein verweigert haben soll.

Nun soll ich dazu Stellung beziehen und Nachweise einreichen.


Jetzt ist is nur so, dass ich weder am 24. Mai einen Angebot vom jobcenter erhalten habe noch davor oder danach. Nicht persönlich und auch nicht per Briefpost.
Diese Firma sagt mir gar nichts. Und wie soll ich das denn beweisen?

Was soll ich machen, finde das eine Frechheit!!!

Eingliederungsvereinbarung habe ich nicht unterschrieben und einen sogenannten VA gab es auch nicht, ist das die Rache?

Das können die doch nicht machen.

Bin für Tips dankbar.
 

ZynHH

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Du schreibst in die Anhörung rein, dass dir kein Angebot des Jokecenters vorliegt und du auch keines bekommen hast.

Es ist aufgabe des Jokecenters, nachzuweisen, dass du normale Briefpost auch erhalten hast.
 

hartaber4

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Grundlage zu Beitrag 2:

§ 37 SGB X Bekanntgabe des Verwaltungsaktes

(1) Ein Verwaltungsakt ist demjenigen Beteiligten bekannt zu geben, für den er bestimmt ist oder der von ihm betroffen wird. Ist ein Bevollmächtigter bestellt, kann die Bekanntgabe ihm gegenüber vorgenommen werden.
(2) Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der im Inland durch die Post übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. Ein Verwaltungsakt, der im Inland oder Ausland elektronisch übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Absendung als bekannt gegeben. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen.
(3) Ein Verwaltungsakt darf öffentlich bekannt gegeben werden, wenn dies durch Rechtsvorschrift zugelassen ist. Eine Allgemeinverfügung darf auch dann öffentlich bekannt gegeben werden, wenn eine Bekanntgabe an die Beteiligten untunlich ist.
(4) Die öffentliche Bekanntgabe eines schriftlichen oder elektronischen Verwaltungsaktes wird dadurch bewirkt, dass sein verfügender Teil in der jeweils vorgeschriebenen Weise entweder ortsüblich oder in der sonst für amtliche Veröffentlichungen vorgeschriebenen Art bekannt gemacht wird. In der Bekanntmachung ist anzugeben, wo der Verwaltungsakt und seine Begründung eingesehen werden können. Der Verwaltungsakt gilt zwei Wochen nach der Bekanntmachung als bekannt gegeben. In einer Allgemeinverfügung kann ein hiervon abweichender Tag, jedoch frühestens der auf die Bekanntmachung folgende Tag bestimmt werden.
(5) Vorschriften über die Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes mittels Zustellung bleiben unberührt.
 

AxelNob

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Mehr nicht? Das reicht aus um die angekündigte Sanktion abzuwenden?

Ich hab schon etwas Angst,denn 30% ist sehr viel. Oder soll ich das lieber über einen Rechtsanwalt geben und diese Kostenbeihilfe beantragen?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo und willkommen.

Nun bleib mal ganz ruhig wie "ZynHH" schon richtig geschrieben hat, das JC ist in der Beweispflicht!

§ 37 SGB X

Es geht oft Post verloren, oder verschwindet auf seltsamen Wegen!

Schreib nicht soviel, nur den Satz die Post hast du nicht erhalten und somit
hattest du auch keine Kenntnis davon!

Gruß:icon_pause:
 

AxelNob

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Grundlage zu Beitrag 2:

§ 37 SGB X Bekanntgabe des Verwaltungsaktes

(1) Ein Verwaltungsakt ist demjenigen Beteiligten bekannt zu geben, für den er bestimmt ist oder der von ihm betroffen wird. Ist ein Bevollmächtigter bestellt, kann die Bekanntgabe ihm gegenüber vorgenommen werden.
(2) Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der im Inland durch die Post übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. Ein Verwaltungsakt, der im Inland oder Ausland elektronisch übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Absendung als bekannt gegeben. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen.
(3) Ein Verwaltungsakt darf öffentlich bekannt gegeben werden, wenn dies durch Rechtsvorschrift zugelassen ist. Eine Allgemeinverfügung darf auch dann öffentlich bekannt gegeben werden, wenn eine Bekanntgabe an die Beteiligten untunlich ist.
(4) Die öffentliche Bekanntgabe eines schriftlichen oder elektronischen Verwaltungsaktes wird dadurch bewirkt, dass sein verfügender Teil in der jeweils vorgeschriebenen Weise entweder ortsüblich oder in der sonst für amtliche Veröffentlichungen vorgeschriebenen Art bekannt gemacht wird. In der Bekanntmachung ist anzugeben, wo der Verwaltungsakt und seine Begründung eingesehen werden können. Der Verwaltungsakt gilt zwei Wochen nach der Bekanntmachung als bekannt gegeben. In einer Allgemeinverfügung kann ein hiervon abweichender Tag, jedoch frühestens der auf die Bekanntmachung folgende Tag bestimmt werden.
(5) Vorschriften über die Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes mittels Zustellung bleiben unberührt.

Vielen dank. kann ich das so in meinen Anhörungsbogen eintagen oder wäre das zuviel des Guten?
 

hartaber4

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Mit etwas Glück ja.....

die Rechtslage sieht für dich (wenn du keine PZU erhalten hast gut aus).....

JC sind oft sehr hinweisresistent... sollte dir ein Sanktionsbescheid ins Haus flattern:

Widerspruch einlegen und einen Eilantrag beim zuständigen Sozialgericht stellen.

Hier im Forum bekommst du dann ggf. auch noch weitere Hilfe.
 

AxelNob

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Hallo und willkommen.

Nun bleib mal ganz ruhig wie "ZynHH" schon richtig geschrieben hat, das JC ist in der Beweispflicht!

§ 37 SGB X

Es geht oft Post verloren, oder verschwindet auf seltsamen Wegen!

Schreib nicht soviel, nur den Satz die Post hast du nicht erhalten und somit
hattest du auch keine Kenntnis davon!

Gruß:icon_pause:
Auch dir danke. Kurz und bündig.
 

hartaber4

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Vielen dank. kann ich das so in meinen Anhörungsbogen eintagen oder wäre das zuviel des Guten?
Musst du wissen.... eigentlich sollten die den kennen....

Ich würde schreiben:

Das von Ihnen angeführte Schreiben vom xy.0x.2012 habe ich nicht erhalten und konnte (leider, leider) aufgrund dessen dem VV nicht nachkommen.
 

AxelNob

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Mit etwas Glück ja.....

die Rechtslage sieht für dich (wenn du keine PZU erhalten hast gut aus).....

JC sind oft sehr hinweisresistent... sollte die ein Sanktionsbescheid ins Haus flattern:

Widerspruch einlegen und einen Eilantrag beim zuständigen Sozialgericht stellen.

Hier im Forum bekommst du dann ggf. auch noch weitere Hilfe.

Was genau ist PZU?
Normalerweise kommt wenn etwas kommt Alles an. Ganz normal mit der Post.
 

AxelNob

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Ah,danke. Nein kein gelber Brief angekommen. Nichts.
 
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