Anhörung wegen Überzahlung, Urlaubsabgeltung nach Vergleich

HansimGluck1

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Ich war im August nach Kündigung ein paar Monate arbeitslos. Meine letzte Firma zahlte weder die letzten 2 Monatsgehälter noch die Urlaubsabfindung noch gab sie mir Papiere oder ein Arbeitszeugnis. Die Arbeitsbescheinigung füllte sie erst im Oktober aus und schickte sie direkt an das Arbeitsamt. Daraufhin bekam ich rückwirkend ab August ALG1. Im November fand vorm Arbeitsgericht ein Vergleich statt, in dem die Firma sich bereiterklärte alles nachzuzahlen bzw. zu schicken. Geld und Unterlagen kamen dann aber trotzdem nicht. Erst nach mehrmaligem Nachfragen zahlte die Firma schließlich im März das fehlende Geld. Das Arbeitszeugnis habe ich bis heute nicht bekommen.

Nachdem des Geld da war, habe ich natürlich gleich das Arbeitsamt informiert und denen eine Kopie des Vergleichs geschickt. Daraufhin kam ein Schrieb wegen einer Anhörung. Man wirft mir vor, eine Überzahlung verursacht zu haben, da ich eine Änderung in meinen Verhältnissen nicht rechtzeitig mitgeteilt hätte. Ich verstehe das nicht. Ich habe das doch mitgeteilt. Wie hätte ich denn das im August oder auch im Oktober schon vorhersehen können, daß die Firma doch noch was nachzahlt? Ausgänge von solchen Gerichtsverfahren sind doch keineswegs vorherzusehen. Hätte auch anders kommen können. Natürlich bin ich bereit, das zuviel gezahlte ALG zurückzuzahlen. Aber wieso Anhörung? Ich bin mir keiner Schuld bewußt.
 

Kerstin_K

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Keine Panik, das ist ein Standardtext.

Hat die firma wenigstens Zinsen gezahlt?
 

HansimGluck1

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Meine letzte Firma hat mir kein Arbeitszeugnis ausgestellt. Es gab bereits ein Gerichtsverfahren mit Vergleich. Darin erklärte sich der AG bereit ein Zeugnis auszustellen. Das war Ende November. Ich habe aber bis heute kein Zeugnis bekommen. Ich habe inzwischen schon eine vollstreckbare Ausfertigung des Vergleichs beantragt und diese per Gerichtsvollzieher zustellen lassen. Wie geht es jetzt weiter? Ich habe den AG mehrfach per E-Mail erinnert, aber nicht schriftlich. Ich habe bereits erfahren, daß ich nun einen Antrag nach § 888 ZPO stellen muß. Muß ich den AG vorher schriftlich anmahnen? Oder reicht die Zustellung des Vergleichs?
 

Cha

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Aber wieso Anhörung?
Vor einer Rückforderung muss es (in der Regel) eine Anhörung geben.
Das gehört zum rechtlichen Verfahren.

Man wirft mir vor, eine Überzahlung verursacht zu haben, da ich eine Änderung in meinen Verhältnissen nicht rechtzeitig mitgeteilt hätte.
Das ist eine Vorlage aus einem Standarttext (s. Beitrag Nr. 2 von Kerstin_K).
Der Text ist Unsinn und passt nicht zum Sachverhalt.
Da hat jemand einfach nicht nachgedacht.

Wie hätte ich denn das im August oder auch im Oktober schon vorhersehen können, daß die Firma doch noch was nachzahlt?
Ausgänge von solchen Gerichtsverfahren sind doch keineswegs vorherzusehen.
Das kann man wirklich nicht voraussehen.
Im Grundantrag zu Arbeitslosengeld jedoch die Frage, ob noch ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht läuft.
Die Agentur für Arbeit weiss dann Bescheid, dass möglicherweise noch Zahlungen ausstehen.

Viele Grüße

Cha
 

HansimGluck1

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Ja, gut, dann bin ich beruhigt. Vielen Dank für die schnellen Antworten. An diese Frage im Antrag kann ich mich erinnern. Ich weiß aber nicht mehr genau, was ich da angekreuzt habe, da ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht geklagt hatte, sondern eigentlich noch damit gerechnet habe, daß die Firma von alleine zahlt.

Ich hatte noch einen 2. Thread eröffnet wegen meinem Arbeitszeugnis. Das paßt ja hier nicht dazu. Es ist mir schleierhaft, wieso das jetzt hier auftaucht. Ich meinte eigentlich, das in Jobnetz gestellt zu haben.
 
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