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Anhörung wegen fehlender Bewerbung auf Vermittlungsvorschlag (ALG I)

friedi

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#1
Hallo zusammen,

habe von meinem SB eine Anhörung bekommen, da ich mich auf eine Stelle im letzten Jahr angeblich nicht beworben habe und der AG scheinbar angegeben hat, dass ich mich nicht beworben habe. Ich habe das jetzt nochmal nachgeprüft, und festgestellt, dass ich einen wohl einen Fehler in der Empfänger E-Mail-Adresse drin hatte (Kam jedoch trotzdem an, da es diese E-Mail gibt - es ist jedoch ein anderer AG). Kann ich das als Grund angeben und so einer Sperre aus dem Weg gehen oder sollte ich mir direkt eine andere Begründung einfallen lassen? Die Zahlungen wurden bereits vorläufig eingestellt (§331 SGB III).

Vielen Dank im voraus!
friedi

PS: Noch eine Frage: Wird einem bei einer Ortsabwesenheit von Sa-Mo auch Sonntag als "Urlaubstag" abgezogen?
 

gelibeh

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#2
Kann das Amt denn beweisen, dass Dich der Vermittlungsvorschlag erreicht hat?
 

PeerGynt

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#3
Fehler in der Empfänger E-Mail-Adresse
Ich würde auf die Anhörung antworten, dass ich anläßlich der Anhörung den Vorgang geprüft
und dabei festgestellt habe, dass es in der Mailadresse einen Tippfehler gab.

Die Bewerbung aus dem Ordner "gesendete Objekte" würde ich ausdrucken und beifügen.

Gleichzeitig würde ich die Bewerbung an die korrekte Mailadresse wiederholen und auch hier
die gesendete Mail anfügen.

Ein verständiger SB würde die Sperre sofort aufheben, weil er sieht, dass du im Prinzip alles getan hast,
was unter normalen Umständen notwendig und sachgerecht ist.



Falls du ein Problem mit deinem SB hast, gibt es diese Alternative:

Du schickst die ursprüngliche Mail, ohne auf den Tippfehler hinzuweisen.

Entweder bemerkt die AfA selbst nicht den Fehler, dann dürfte die Sperre sofort aufzuheben sein.

Oder sie bemerkt den Fehler, dann sagst du "Oops" und hast damit aber dennoch gezeigt, dass
du auf den VV reagiert hattest. Gleichzeitig bewirbst du dich auf die korrekte Mailadresse.

Fehler können passieren, überall.


Edit: Die Ausdrucke aus dem Ordner "gesendete Objekte" haben den Vorteil, dass sie Datum und Uhrzeit
des Versandes integriert anzeigen und damit die rechtzeitige Bewerbung beweisen.
 

webeleinstek

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#4
Kann das Amt denn beweisen, dass Dich der Vermittlungsvorschlag erreicht hat?
Das ist die erste Frage, die Du beantworten sollst. Denn wenn nicht, einfach dumm stellen. "Welchen Vermittlungsvorschlag?"
Du schickst die ursprüngliche Mail, ohne auf den Tippfehler hinzuweisen.

Entweder bemerkt die AfA selbst nicht den Fehler, dann dürfte die Sperre sofort aufzuheben sein.

Oder sie bemerkt den Fehler, dann sagst du "Oops" und hast damit aber dennoch gezeigt, dass
du auf den VV reagiert hattest. Gleichzeitig bewirbst du dich auf die korrekte Mailadresse.

Fehler können passieren, überall.


Edit: Die Ausdrucke aus dem Ordner "gesendete Objekte" haben den Vorteil, dass sie Datum und Uhrzeit
des Versandes integriert anzeigen und damit die rechtzeitige Bewerbung beweisen.
Falls die erste Frage mit ja beantwortet wird, würde ich mich wieder dumm stellen. "Ich verstehe gar nicht wieso die EMail den Empfänger nicht erreicht hat. Hier ist der Ausdruck, dass ich die fristgemäß abgeschickt habe."

Auf keinen Fall würde ich die falsche Adresse ansprechen. Ich bin immer dafür, dass man keine schlafenden Hunde weckt. Sollten die die falsche Adresse bemerken und dann eine Sanktion versuchen, dann kann man immer noch dagegen angehen und darauf hinweisen, dass Fehler passieren. Weist man von vornherein auf die falsche Adresse hin, dann weiss man nie, was die daraus konstruieren.

PS: Noch eine Frage: Wird einem bei einer Ortsabwesenheit von Sa-Mo auch Sonntag als "Urlaubstag" abgezogen?
Wenn Du Samstag fährst, nachdem die Post eingetroffen ist, dann Montag morgen zurück bist. Würde ich gar keine OA beantragen. Das Wochenende gehört Dir. Also warum auch hier wieder schlafende Hunde wecken. Selbst wenn Du Samstag vor eintreffen der Post weg bist, dann lässt Du eben jemand nachsehen ob noch eine Einladung für Montag gekommen ist.
 
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#5
Ich werfe jetzt einige Fragen/Argumente einfach mal auf den Tisch ... und hoffentlich machst du dann nicht den Fehler und widersprichst dir selber was deine Aussagen gegenüber dem Amt angeht :wink:

Anhörungen haben zeitnah zu erfolgen!

Hatte der VV überhaupt eine RFB?

Den VV sollst du angeblich letztes Jahr (wann? Etwa Dez. oder sogar früher?) erhalten haben ... wenn man dann die üblichen Postlaufzeiten, deine Bewerbungsfrist und den ersten Bearbeitungszeitraum vom Arbeitgeber berücksichtigt ... warum kommt dann die Anhörung über drei Monate nach dem Verstoß???

Schickst du jetzt die Bewerbung nochmals an den Arbeitgeber, gibst du - indirekt - zu, dass du den VV bekommen hast.
Ebenso, wenn du die eMail in der Anhörung mitgibst.

Solltest du den Erhalt vom VV zugeben, würde ich es auch so Scheibchenweise wie @webeleinstek abarbeiten und den (ggf.) zu langen Zeitraum bis zur Anhörung für das SG in der Hinterhand behalten.

Möglicherweise kannst du in diesem Bereich etwas nützliches finden:
https://www.elo-forum.org/antraege-...richtsurteile-thema-sortiert.html#post2007902
Klick dazu auf den Begriff:
Sanktion
und dann den/die Bereich(e):
  • Sanktionsbescheide sind grundsätzlich zeitnah zu erlassen
 

friedi

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#6
Ich werfe jetzt einige Fragen/Argumente einfach mal auf den Tisch ... und hoffentlich machst du dann nicht den Fehler und widersprichst dir selber was deine Aussagen gegenüber dem Amt angeht :wink:

Anhörungen haben zeitnah zu erfolgen!

Hatte der VV überhaupt eine RFB?

Den VV sollst du angeblich letztes Jahr (wann? Etwa Dez. oder sogar früher?) erhalten haben ... wenn man dann die üblichen Postlaufzeiten, deine Bewerbungsfrist und den ersten Bearbeitungszeitraum vom Arbeitgeber berücksichtigt ... warum kommt dann die Anhörung über drei Monate nach dem Verstoß???

Schickst du jetzt die Bewerbung nochmals an den Arbeitgeber, gibst du - indirekt - zu, dass du den VV bekommen hast.
Ebenso, wenn du die eMail in der Anhörung mitgibst.

Solltest du den Erhalt vom VV zugeben, würde ich es auch so Scheibchenweise wie @webeleinstek abarbeiten und den (ggf.) zu langen Zeitraum bis zur Anhörung für das SG in der Hinterhand behalten.

Möglicherweise kannst du in diesem Bereich etwas nützliches finden:
https://www.elo-forum.org/antraege-...richtsurteile-thema-sortiert.html#post2007902
Klick dazu auf den Begriff:
Sanktion
und dann den/die Bereich(e):
  • Sanktionsbescheide sind grundsätzlich zeitnah zu erlassen
Der VV ist vom November, RFB ist dabei, der AG hat wohl ausgefüllt dass er keine Bewerbung von mir erhalten hat. In der Jobbörse habe ich vor kurzem "Absage erhalten" angegeben, da der AG mir auf Nachfrage telefonisch mitteilte, dass die Stelle nicht mehr zu besetzen ist.
 

webeleinstek

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#7
Der VV ist vom November, RFB ist dabei, der AG hat wohl ausgefüllt dass er keine Bewerbung von mir erhalten hat. In der Jobbörse habe ich vor kurzem "Absage erhalten" angegeben, da der AG mir auf Nachfrage telefonisch mitteilte, dass die Stelle nicht mehr zu besetzen ist.
Beantworte doch erstmal die Frage von gelibeh. Oder um es genauer zu fragen: Ist der VV per PZU bei Dir angekommen?
 

ela1953

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#10
Der VV ist vom November, RFB ist dabei, der AG hat wohl ausgefüllt dass er keine Bewerbung von mir erhalten hat. In der Jobbörse habe ich vor kurzem "Absage erhalten" angegeben, da der AG mir auf Nachfrage telefonisch mitteilte, dass die Stelle nicht mehr zu besetzen ist.
Du hast sogar telefonisch nachgefragt. Das macht man ja nicht, wenn man sich nicht beworben hast.
 

webeleinstek

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#11
Du hast sogar telefonisch nachgefragt. Das macht man ja nicht, wenn man sich nicht beworben hast.
Daran habe ich auch gedacht und man kann nur hoffen, dass dies dem Arbeitgeber entfallen ist.

Ich würde denen die Email schicken, mitteilen habe mich beworben und abwarten was kommt. Möglicherweise kommt eine Behauptung des JC, der TE hätte durch nachfragen sicherstellen müssen, dass die Bewerbung auch angekommen ist. Dann kann man die Nachfrage immer noch so auslegen.
 

gelibeh

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#12
Oder um es genauer zu fragen: Ist der VV per PZU bei Dir angekommen?
seit wann schickt das Arbeitsamt denn Vermittlungsvorschläge mit Postzustellurkunde, also in einem gelben Brief. Das glaube ich nicht. Nur mit einem gelben Brief kann das Amt den Zugang beweisen. Ist das wirklich in einem gelben Umschlag gekommen?
 

webeleinstek

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#13
seit wann schickt das Arbeitsamt denn Vermittlungsvorschläge mit Postzustellurkunde, also in einem gelben Brief. Das glaube ich nicht. Nur mit einem gelben Brief kann das Amt den Zugang beweisen. Ist das wirklich in einem gelben Umschlag gekommen?
Ich habe noch nie einen VV bekommen. Aber mal unterstellt, dass es per PZU angekommen ist, weil es die einzige Möglichkeit ist für das Amt nachzuweisen, dass der angekommen ist. So wie ich den TE verstanden habe, wäre dem Amt ein Nachweis möglich.
 

friedi

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#14
ja na klar, ich habe ja auch schon bestätigt, dass ich von dem VV bescheid weiß. In der Jobbörse wird mir ja auch jeder VV mitgeteilt und ich bewerbe mich im Normalfall auch darüber. Rückt doch mal davon ab, denen zu unterstellen, dass ich den VV nicht erhalten hätte :D
Ich fülle jetzt eben aus, dass versehentlich die falsche E-Mail Adresse verwendet wurde. Das ist mir eben jetzt erst aufgefallen. Bei damaliger Nachfrage wurde mir schon mitgeteilt, dass die Stelle nicht mehr zu besetzen ist. Das galt für mich damal schon als Absage.
Wie lange droht mir maximal eine Sperre? Bekommt man dann direkt 100% Leistungsentzug? Was wäre wenn sich womöglich noch irgendwann ein AG melden würde, dass ich mich nicht beworben hätte? Kommt es auch vor, dass man Leistungen zurückzahlen muss?
Sorry für die vielen Fragen ;)
 
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#15
Hallo friedi,

ich wollte mal nachfragen, was bei dir jetzt rausgekommen ist. Bist du um eine Sperre drumrumgekommen? Ich fände das schon ganz schön hart, einem wegen einem Schreibfehler gleich eine Sperre reinzuwürgen. Sowas kann schon mal passieren. Sollte auch das Arbeitsamt einsehen, daß jeder mal einen Fehler macht.

Wenn sie es aber nicht einsehen, könnten Sie dir meines Wissens nach eine Sperre von bis zu 12 Wochen auferlegen. Wenn sie dir eine zweite Nicht-Bewerbung unterstellen, könnte es wohl sein, daß du gar kein Arbeitslosengeld mehr bekommst. Ich glaube aber nicht, daß man was zurückzahlen muß. Auch ich lebe in der permanenten Angst vor einer Sanktion. Deshalb würde es mich interessieren, ob du es geschafft hast, drumrumzukommen.
 
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