Anhörung wegen eigener Kündigung ... AG gewechselt

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Maverix

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Hallo!

Ich weiss nicht so recht, in welche Kategorie das Thema einzuordnen ist, darum poste ich es im unter "Allgemeine Fragen".

Ich arbeite bei einer ZAF und bin ALG II Aufstockerin.

Vor 2 Monaten habe ich meinen Arbeitgeber gewechselt. Dazu musste ich dem einen Kündigen, um den neuen Arbeitsvertrag abschließen zu können. Konkret: Ich habe eine Kündigung ausgesprochen und im gleichen Atemzug einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben.

Dem Jobcenter liegen alle Informationen und Unterlagen vor. Die Sachbearbeiterin hat mein aktuelles Einkommen auch bei ihren Berechnungen zur Bewilligung des Weitergewährungsantrages angerechnet.

Aber ...

Gestern habe ich zusammen mit dem Bewilligungsbescheid einen Anhörungsbogen zugesendet bekommen. :icon_neutral:

Die gute Frau möchte nun meine Beweggründe wissen, warum ich mein Beschäftigungsverhältnis gekündigt habe. Es wäre kein wichtiger Grund erkennbar. Und mir wird erstmal 30% Sanktion angedroht (98,40 €); wobei dre Betrag eigentlich auch nicht stimmen kann. Denn ich bekomme ja nicht den vollen ALG II Satz da mein Einkommen angerechnet wird.

Da geht man schon für einen Billiglohn arbeiten und bekommt noch so einen auf den Deckel.

Wie würdet ihr da jetzt reagieren?
 

elo237

RIP
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Das ist ja das Problem
da arbeiten Menschen zu Billig Löhnen
und werden vom Vater Staat noch zusätzlich fertiggemacht
obwohl ja der Vater Staat so dumm ist und die Löhne
von diesen Billig Lohnanbietern bezahlt in Form der Aufstockung

Gibt es jetzt mit neuen Job etwas mehr an Lohn/Gehalt
Bei Anhörung mal alles auf den Punkt bringen
vor allem das was die abziehen wollen
und das der neue Job ja langfristig sicherer ist
 

Maverix

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Ich bin noch am selben Einsatzort. Habe nur die ZAF gewechselt.

Der Lohn wird nicht nach Stunden berechnet, sondern ist ein monatliches Fixum.

Es ist von Anfang an ein unbefristeter Vertrag, der gekündigte Vertrag war auf ein halbes Jahr befristet.

Ich bekomme meinen Lohn zum 15. des Monats, und nicht wie im gekündigten Vertrag zum 20. des Monats.

Das mal als grober Anhaltspunkt.
 
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gast_

Gast
Es ist von Anfang an ein unbefristeter Vertrag, der gekündigte Vertrag war auf ein halbes Jahr befristet.
Ein wichtiger Grund, zu wechseln... aber denken ist leider manchmal Glücksache...bei deinem SB auf jeden Fall:biggrin:


Deshalb würde ich auf die Anhörung nicht reagieren und abwarten...und denen vom Gericht auf die Finger klopfen lassen!

Schwieriger wird es, wenn man von einem unbefristeten vertrag in einen befristeten wechseln will - das gäbe eine Sanktion.

Ich arbeite bei einer ZAF und bin ALG II Aufstockerin.
Was bekommst denn noch genau vom JC? Wäre Wohngeld nicht die bessere Alternative?
 

Maverix

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Unser Grundgesetz scheint ja wirklich kaum noch zu interessieren

Artikel 12 GG

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

Sollte da eine Sanktion kommen macheich ein Fass auf, soviel ist klar.


Was bekommst denn noch genau vom JC? Wäre Wohngeld nicht die bessere Alternative?

Ich lebe in einer Bedarfsgemeinschaft mit meinem Ehemann. Er hat derzeit keine Arbeitsstelle und möchte eine Umschulung machen. Mit Wohngeld wird das schwieirig.

Zusammen bekommen wir noch 480 Euro.
 

gelibeh

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nd mir wird erstmal 30% Sanktion angedroht (98,40 €); wobei dre Betrag eigentlich auch nicht stimmen kann. Denn ich bekomme ja nicht den vollen ALG II Satz da mein Einkommen angerechnet wird.
Es wird immer vom vollen Regelsatz ausgegangen, egal wieviel Du tatsächlich von denen bekommst.
 

Maverix

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Habe meinen Beitrag gerade nochmal editiert, und schon gibt es neue Antworten. Wahnsinn! :icon_smile:

Ich nehme ja einen Job an ... aber ich habe doch trotzdem die freie Wahl, welchen ich annehme und darf wechseln! :eek: Dass unsere JC das Grundgesetz nicht kennen ist mir schon bewusst.

Es wird immer vom vollen Regelsatz ausgegangen, egal wieviel Du tatsächlich von denen bekommst.
Demnach würden die mir mehr abziehen wollen als ich bekomme!
 
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gast_

Gast
Arbeitsplatzwechsel hat nur dann eine Sanktion zur Folge, wenn der zur (erhöhten) Hilfebedürftigkeit führt - ist bei dir nicht der Fall - also darf nicht sanktioniert werden... so einfach ist das!
 

Mario Nette

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Deshalb würde ich auf die Anhörung nicht reagieren und abwarten...und denen vom Gericht auf die Finger klopfen lassen!
Ich würde in dieser Sachlage so nicht reagieren. Denn man läuft Gefahr, dass da noch ein depperter SB sitzt und die Sanktion wirklich durchzieht. Dann rennt man seiner Kohle unnötigerweise ewig hinterher und das ist ja vor allem dann stressig, wenn man eh schon mit Hungerlohn den ganzen Tag rumjobbt. Nimmt man jetzt Stellung, besteht zumindest die Möglichkeit, den potenziell depperten SB zur Einsicht zu bringen. Wäre ich Richter und so ein Fall würde auf meinem Tisch landen, würde ich - unabhängig vom Urteil - durchaus auch mal eine kritische Nachfrage an den Kläger stellen, warum er denn nicht Stellung bezogen und stattdessen ein teures Gerichtsverfahren in Kauf genommen hat.

Mario Nette
 
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gast_

Gast
Ich würde in dieser Sachlage so nicht reagieren.

Jeder so wie er will :)

Denn man läuft Gefahr, dass da noch ein depperter SB sitzt und die Sanktion wirklich durchzieht.

Richtig - aber ist es Aufgabe eines ALG II Beziehers, ständig seinem SB Nachhilfe im SGB II zu geben?

Dann rennt man seiner Kohle unnötigerweise ewig hinterher

Das tut man schon wenn man eine Stellungnahme abgibt...

und das ist ja vor allem dann stressig, wenn man eh schon mit Hungerlohn den ganzen Tag rumjobbt.

Eine Stellungnahme schreiben und hinbringen kostet auch Zeit...

Nimmt man jetzt Stellung, besteht zumindest die Möglichkeit, den potenziell depperten SB zur Einsicht zu bringen.

Möglich - aber eher unwahrscheinlich...denn er sollte ja begründen klönnen, warum eine Sanktion gerechtfertigt wäre - und das wird er nicht können - wie auch?

Wäre ich Richter und so ein Fall würde auf meinem Tisch landen, würde ich - unabhängig vom Urteil - durchaus auch mal eine kritische Nachfrage an den Kläger stellen, warum er denn nicht Stellung bezogen und stattdessen ein teures Gerichtsverfahren in Kauf genommen hat.
Dem Richter würde ich antworten, daß ich nicht das Wissen haben muß, das der SB zu haben hat... und der seine Entscheidung nicht nachvollziehbar beghründet hat...und ich das Recht habe ein Gericht zu bemühen um eine Entscheidung zu bekommen ob der SB richtig gehandelt hat oder nicht...
 

Mario Nette

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@Früchtle
Um SBchens Bildung geht es mir dabei gar nicht - vor allem auch deswegen, weil nicht SBchen den später nötigen Widerspruch bearbeitet, sondern die Widerspruchsstelle.

Wenn man eine Stellungnahme zur angekündigten Sanktion hinterherläuft, rennt man seiner Kohle noch nicht nach, weil die Sanktion ja erst noch geprüft werden muss anhand einer ggf. eingereichten Stellungnahme.

Die Stellungnahme muss natürlich nicht juristisch formuliert sein. Wenn dir jemand vorwirft: "Sie haben sich bedürftiger gemacht durch ihren Jobwechsel.", dann lässt sich darauf ganz normal und verständlich und ohne Paragraphen antworten: "Nee hab ich nicht. Vorher hab ich X € Lohn gekriegt, jetzt hab ich X+Y € Lohn."

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
Wenn Du jetzt mehr verdienst als vorher, würde ich in die Anhörung schreiben, dass du verpflichtet bist, alles zu tun, um die Bedürftigkeit zu verringern. Das hast du getan. Du verdienst jetzt X Euro mehr, somit verringert sich die Bedürftigkeit.

Punkt!

Ich nehme mal an, dass sich deine Bedürftigkeit durch den AG Wechsel nicht erhöht hat, sondern im Gegenteil gemindert hat?! :confused:
 

Maverix

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Ähm ... gleicher Job ... gleicher Tarif-Lohn.

Also, ich bekomme (theoretisch) weder mehr noch weniger Lohn.

Genau genommen bin ich mit einem fest vereinbarten Lohn eigentlich sogar doch besser dran. Aber von der Höhe ist es eben nicht mehr. Es bleibt halt bescheidener Helfer-Tarif auf Lohnsteuerklasse 5. :icon_smile:
 

Maverix

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Nein, ich habe noch nicht auf die Anhörung reagiert. Im Grunde stinkt es mir gewaltig mich überhaupt vor irgendjemandem rechtfertigen zu müssen, warum ich nahtlos den Arbeitgeber gewechselt habe. Mir fällt da ehrlich nichts passendes ein. Ich war mit dem Wechsel nicht 1 Tag ohne Arbeitsvertrag.
 

Maverix

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Und das weis die Sachbearbeiterin sogar schon. :icon_neutral:

In einem persönlichen Gespräch habe ich sie bereits darüber aufgeklärt wie das alles gelaufen ist.

Würde ich kein ergänzendes ALG II beantragen dann würde sich auch keiner dafür interessieren, weil es alltäglich und sogar gut gelaufen ist.
 

Maverix

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Ausser dass ich meinen Lohn 5 Tage früher bekomme hat sich nichts geändert. Ich glaube aber, dass ich deine Frage nicht ganz verstehe. Worauf willst du hinaus?
 
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