Anhörung gemäß §24 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch

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Greater

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Hallo liebe Leser dieses Forums,
Jetzt hat es mich auch hierher verschlagen, bin der neue Hier und brauche auch schnell HILFE!

Ich habe heute einen Brief der ARGE bekommen.
Bis zum 09.09.2009 muß ich mich dazu äussern.

„Anhörung gemäß §24 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch“
Der Fragebogen dient der Prüfung, ob in meinem Fall das Arbeitslosengeld II nach $31 SGB II


Abzusenken ist oder wegfällt.

Ich muß seid diesem Jahr alle 3 Monate 15 Bewerbungen nachweisen. Im Schnitt hatte ich
Immer um die 20-30 Bewerbungen alle 3 Monate vorzuweisen.

Im Juli hatte ich dann 35 Bewerbungen vorgewiesen.Anhand einer Exel Liste, die ich erstelle
und der ARGE zur Verfügung stelle.Absagen inklusive als Anlage

Da ja jedem Arbeitslosen bewußt ist, kommt man so kaum mit dem Geld hin.
Die Zwangsverpflichtung, 15 Bewerbungen alle 3 Monate vorlegen zu müssen ist
schon fast ein Unding, man bewirbt sich auch auf Stellen, b.z.w. bei Firmen über
Die Gelben Seiten wo die Chancen = 0 sind, überhaupt eine Antwort zu erhalten.

Nun zum Problem:
Ich habe kein Telefon und mein Wagen steht seit einigen Wochen mit abgerissenem Auspuff
Vor der Tür. Der Tüv ist auch diesen Monat fällig, sprich ich habe kein Vortbewegungsmittel.

Jedes mal, wenn ich ins Amt komme, sage ich der Arge Mitarbeiterin, das Sie mir keine
Stellen ausdrucken muß, da mein Budget (Bewerbungen) für den Monat sowieso
erschöft ist.Man muß ja schliesslich auch essen.
Wie oben beschrieben bewerbe ich mich dann auch mehr wie 15x!
ICH NEHME ÜBRIGENS KEINE BERWERBUNGSKOSTEN ÜBERNAHME in Anspruch, da es
So kompliziert geworden ist, das war mir zu stressig.
Man kann also nicht sagen, ich bewerbe mich mehr als 15x, weil ich ja die 5€ pro Bewerbung
Abgreife.

Auf jeden Fall hat die ARGE Tante 3 Jobs ausgeduckt (wie alle 3 Monate), ich habe gesagt, das ich kein Geld mehr für Bewerbungen übrig habe und der Fall war für mich erledigt.

So ging es jetzt auch das ganze Jahr gut, bis heute dieser Brief kam!

Der Witz ist nur, der
1. Job ist ca.60km weg und für mich selbst per Bus nicht zu erreichen.
2. Job ca.70 km weg...
3. Job war nur auf 2 Monate befristet und war auch schon vergeben.

Jetzt heute wie gesagt dieser Brief, da die ARGE Tante wissen wollte, was mit den Jobangeboten
war und ich die Frist aber verstreichen lassen, ihr Bescheid zu geben.
Ich habe mich NICHT auf diese Jobs beworben, da diese Jobs totaler Quatsch waren und
Ich meine Bewerbungspflichten meiner Meinung nach „mehr“ als erledigt habe.

Laut dem Brief geht es der ARGE Bearbeiterin wohl nur noch darum, ob ich eine Kürzung oder
eine Sperre bekomme...

Ich habe übrigens 3 Möglichkeiten, mich dazu zu äussern:
1. Der aufgeführte Sachverhalt trift nicht zu
2. Ich äussere mich dazu nicht.
3. Ich möchte mich äussern...
 

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physicus

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Auf jeden Fall hat die ARGE Tante 3 Jobs ausgeduckt

waren diese 3 angebote nur als angebote zu verstehen oder hatten die eine RFB als anhang?

wenn sie eine RFB hatten, dann hättest du dich dort mit dem rückschein melden müssen und der SB mitteilen, warum du diese jobs nicht annehmen kannst.
das du dich selber bewirbst ist dabei nebensache, hier geht es um diese 3 bewerbungsangebote der ARGE!

mfg physicus

ps. hast du einen beistand mit gehabt als du der SB sagtest das du das geld nicht mehr zur verfügung hast um die bewerbuingen zu schreiben?

wenn nein sehe ich schwarz, da sie sich daran nicht mehr erinnern wird, gehe also nie mehr alleine zu deiner SB, sondern nimm immer einen beistand nach §13 SGB X mit, der kann im zweifelsfall bezeugen was gesprochen wurde, so auch die kostenfrage zu den bewerbungen.
 
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Auf die Bewerbungskostenerstattung hättest du mal lieber nicht verzichten sollen, auch wenn es dir zu stressig ist.

Sie kann in diesem Fall die Leistung nur kürzen.

Wie wäre es, wenn du das nachholst? Wie alt sind denn die Vorschläge? Einfach mal bei der Firma anrufen, und fragen, ob die Stelle noch frei ist. Sollte sie frei sein, erklärst du einfach, dass du so weit weg wohnst und kein Auto hast. Dann können die dich sowieso nicht nehmen. Dann hast du dich zumindest gemeldet, wenn auch zu spät.

Und dann schreibst du in die Anhörung, dass es nicht zutrifft, dass du dich nicht beworben hast. Du hättest angerufen (Datum lässt du weg). mit der Person X gesprochen, und die Stelle war schon besetzt (oder: man wollte dich nicht haben, weil du so weit weg wohnst und kein Auto hast).

Probiere es bitte mal so. Wenn trotzdem eine Sanktion kommt, würde ich mir einen Beratungsschein holen und damit einen fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen. Das kostet dich insgesamt 10 Euros.
 

Greater

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Danke erstmal für deine 1. schnelle Antwort.
Wenn Du mit RFB meinst, einen Antwortschein, habe da noch ein Bild im Anhang."Arge3"
Einen Beistand hatte ich nicht dabei, Meine Mutter ist einmal mitgekommen "71" aber top fit, bin geschieden und gerade Single.
Aber auch nur das eine mal, die von der Arge hat mich im Beisammensein meiner Mutter so blöde schikaniert, das es das 1. und letzte mal war, das jemand dabei war.
 

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Greater

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Auf die Bewerbungskostenerstattung hättest du mal lieber nicht verzichten sollen, auch wenn es dir zu stressig ist.

Sie kann in diesem Fall die Leistung nur kürzen.

Wie wäre es, wenn du das nachholst? Wie alt sind denn die Vorschläge? Einfach mal bei der Firma anrufen, und fragen, ob die Stelle noch frei ist. Sollte sie frei sein, erklärst du einfach, dass du so weit weg wohnst und kein Auto hast. Dann können die dich sowieso nicht nehmen. Dann hast du dich zumindest gemeldet, wenn auch zu spät.

Und dann schreibst du in die Anhörung, dass es nicht zutrifft, dass du dich nicht beworben hast. Du hättest angerufen (Datum lässt du weg). mit der Person X gesprochen, und die Stelle war schon besetzt (oder: man wollte dich nicht haben, weil du so weit weg wohnst und kein Auto hast).

Probiere es bitte mal so. Wenn trotzdem eine Sanktion kommt, würde ich mir einen Beratungsschein holen und damit einen fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen. Das kostet dich insgesamt 10 Euros.

Danke Mobydick, das werde ich jezt eben mal machen und dann schreiben, was die Firmen gesagt haben...
 

physicus

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ja genau das meinte ich, aber ich finde mobydicks antwort auch überlegenswert, denn damit kannst du am ende der sanktion entgehen.

gruß physicus

Aber auch nur das eine mal, die von der Arge hat mich im Beisammensein meiner Mutter so blöde schikaniert, das es das 1. und letzte mal war, das jemand dabei war.

dann hättest du einen "zeugen" und könntest eine beschwerde nach nürnberg schreiben, das geht dann ab in die akte der SB.
der ton ändert sich dann merklich, wenn du das deiner mutter nicht zumuten möchtest, findest du hier im forum auch sicher einen beistand der dich begleiten kann, die meisten sind da auch ziemlich fit und man steht nicht auf verlorenem posten.
 

Greater

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Habs gerade gemacht, wie Moby Dick vorgeschlagen hat.
Bin bei 3 der 4 Zeitarbeitsfirmen durchgekommen.

2 Jobs sind vergeben
1 Job ist noch frei "Telefonverkauf" und Lohn nach "Qualifikation"
bin ich aber nicht für qualifiziert, wie gerade erfahren.

Bei einer Zeitfirma geht nur ein AB dran,wäre für mich auch 70km weg.
 

Greater

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Ich bin mit dem Abgabetermin überfällig und muß nun etwas dazu schreiben!
Die Mitteilungsfrist zur ARGE war am 26.08.09 also letzten Mittwoch.Bis zum 31.08.09 also Montag war kein Eingang....
Bin also knapp ne Woche drüber.
 

Greater

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Und das ganze nur, weil ich übereifrig 35 Bewerbungen in 3 Monaten geschrieben habe und ich hätte laut ARGE nur 15 nachweisen müssen. Ich hatte einfach kein Geld mehr am 26. des Monats, um auch noch die 3 vom Amt zu erstellen und zu verschicken...
Das ist wieder mal der Lohn dank:icon_klatsch:
 
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ExitUser

Gast
zunächst mal ist es eine grosse ehre für dich, dass die überhaupt eine
anhörung durchführen, denn es gibt auch behörden, die dieser pflicht
erst garnicht nachkommen sondern gleich kürzen.
wird jedoch eines durchgeführt, sollte man in jedem falle auch darauf reagieren.
die frage ist nun wie.

dass man sich auf aangebote vom amt zu bewerben hat, scheint zwar erst einmal
selbstverständlich, aber ich habe hier rechtliche bedenken, wenn das nun als
pflichtverletzungne aus der EGV beatraft werden soll.

denn in der EGV steht ja nicht bei welchen konkreten angebot, sondern nur,
"angebote" - das ist viel zu unspezifisch um sie in einen vertrag festzulegen.

übertreibung soll dies einmal verdeutlichen:
wenn das zu sanktionen führen könnte, dann könnte das amt dir stellenangebote
auf dem mars zuschicken, und dich im dritten monat auf 100% setzen, weil du
dich nicht beworben hast.

meines erachtens müsste der marschbefehl nebst kürzungsandrohung und
rechtsbehelflssbelehrung in den angeboten drin stehen, damit gekürtzt werden
könnte, wenn du sie nicht wahrnimmst.
etwas, was erst in er zukunft noch spezifiziert wird, kann jedenfalls nicht als
verletzung der pflichten aus der EGV sanktioniert werden.


im falle eines rechtsstreites wäre natürlich nicht unwesentlich die frage zu klären,
warum du ddie angebote nicht wahrgenommen hast, auch wenn jdu von der form
her streng genommen jetzt schon gewonnen hast.
70 kilometer ohne auto und ohne geld für einen unseriösen 2-monatsjob im
telefonmarketing, der ohnehin schon vergeben ist, scheint mir ein ausreichender grund zu sein.

niemand kann dazu verpflichtet werden eine schriftliche bewerbung wo
hinzuschicken, wo man ihm telefonisch vorher gesagt hat, es sei keine
stelle (mehr) frei.


andere haben es vor mir schon gesagt: ab sofort solltest du nur noch mit zeugen
zur behörde gehen, und nur noch per einschreiben mit denen kommunizieren.




und das hier:

Ich habe übrigens 3 Möglichkeiten, mich dazu zu äussern:
1. Der aufgeführte Sachverhalt trift nicht zu
2. Ich äussere mich dazu nicht.
3. Ich möchte mich äussern...


kannst du getrost vergessen, in einer anhörung kannst du schreiben, was du willst.
 
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