Angst vor Zeitarbeit (1 Betrachter)

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aquani

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Ihr Lieben,

im Oktober 07 hatte ich einen Zusammenbruch und bin seitdem krankgeschrieben, den Job habe ich damals selbst gekündigt, in Absprache mit meinem Hausarzt, der mir attestierte, dass ich es nicht weiter machen kann. Im März hatte ich eine Reha, die mich psychisch mehr belastet als entlastet hat, aber sei's drum. Der Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben wurde leider abgelehnt, Grund: immerhin könnte ich noch leichte Büroarbeit machen.

Auch wenn die Reha im März nicht der Bringer war, so hat mir die Zeit danach doch etwas geholfen, mich zu stabilisieren, ausserdem gehe ich seitdem in (meine nunmehr zweite) Psychotherapie. Meine Therapeutin meint, bis Ostern brauche ich auf jeden Fall noch, bis ich wieder stabil genug zum Arbeiten bin. Die KK macht seit ein paar Wochen ziemlich Druck und ruft zwischendurch schon an und will wissen, wie lange es noch dauert?

Ich muss und ich will auf jeden Fall wieder arbeiten, allerdings habe ich auch enorme Angst und alles andere als vorurteilsfrei nach dem, was mir in den letzten Jahren so passiert ist, ich hatte noch nie ein dickes Fell und in den letzten Jahren ist es noch schlimmer geworden. Am liebsten würde ich eine Halbtagsstelle annehmen, sowohl um die psychische Belastung für mich gering zu halten, ausserdem habe ich ein schweres HWS-Leiden, was von Jahr zu Jahr schlimmer wird (Migräne), aber eine Halbtagsstelle reicht finanziell nicht, da mein Mann gerade seine Arbeit verloren hat, da die Firma, in der er jahrelang gearbeitet hat, insolvent ist. Also muss ich nun doch - bis er auch wieder was hat - in einen Vollzeitjob.

Meine grösste Angst derzeit ist, dass das Arbeitsamt mich in eine ZA-Firma zwingt. Aber das will ich auf keinen Fall! Ich habe Schwierigkeiten mit Menschen sobald Konflikte auftreten, an denen ich mich systematisch aufreibe, und permanenter Wechsel der Arbeitsplätze und Kollegen sowie die ohnehin latent abfällige Behandlung in den Kunden-Firmen (man ist oft Mitarbeiter 2. Wahl und fühlt sich immer aussen vor) machen es mir doppelt schwer.

Wie kann ich verhindern, dass das AA mich nun in eine ZA-Firma steckt? Ich habe insulinpflichtigen Diabetes, die Reha-Einrichtung hat mir im Abschlussbericht bestätigt, dass ich nur noch leichte Bürotätigkeit machen soll mit möglichst wenigen Situationen, wo ich mich mit anderen abstimmen muss. In einer ZA-Firma kann mir nun niemand garantieren, dass ich einen regelmässigen Arbeitsablauf habe noch dass ich in eine Abteilung komme, wo ich ein eigenes Arbeitsgebiet habe. Vor allem aber habe ich die Erfahrung gemacht, dass die ZA-Firma ständig mit dem Kunden "unter einer Decke" steckte, d.h. wenn es mal Probleme gab, hatte ich immer gleich zwei gegen mich, da sind z.T. Dinge gelaufen, da krieg ich heute noch Zustände, wenn ich daran denke.

Danke fürs Lesen, hoffentlich habt ihr ein paar Ideen/Ratschläge.

Aquani
 
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Hallo Aquani,

willkommen im Forum Aquani!

Denke, daß ich Dir ein bisschen was beantworten kann, war ich doch in ähnlicher Situation. Sicher werden Dir auch noch andere Mitglieder aus dem Forum einen Rat geben. Oft hilft es ja schon, wenn man weiß, daß man nicht alleine ist. Und hier im Forum bist Du nicht alleine. :icon_smile:

Die KK macht seit ein paar Wochen ziemlich Druck und ruft zwischendurch schon an und will wissen, wie lange es noch dauert?
Lass sie doch anrufen, dann sag einfach das was Sache ist und wie es Dir geht, was Dir empfohlen wurde von der Reha oder Arzt. (War bei mir im übrigen genauso. Da musst Du nichts fürchten.)

Ich muss und ich will auf jeden Fall wieder arbeiten, allerdings habe ich auch enorme Angst und alles andere als vorurteilsfrei nach dem, was mir in den letzten Jahren so passiert ist, ich hatte noch nie ein dickes Fell und in den letzten Jahren ist es noch schlimmer geworden.
Erstmal ist wichtig, daß Du (hoffentlich) wieder gesund werden kannst. Eine Reha kann sehr anstrengend sein. "Aufarbeiten" ist angesagt und das Unterbewußtsein arbeitet dann sehr. Denke nicht zu weit voraus, denn es kommt immer anders als man denkt. Mach immer nur das Wichtigste für Dich und versuche Dich irgendwie abzuschotten. Es ist klar, wenn man in einer sogenannten "Lebenskrise" steckt, daß man da sensibel ist und natürlich auch die Psyche das nicht einfach so wegsteckt. Und vor allem kann man das Unterbewusstsein, auch die Sorgen, nicht einfach so ausschalten bzw. ignorieren. Versuche momentan wirklich, daß Du erstmal Dir helfen kannst. Wenn Du krank bleibst wirst Du auch nur sehr schwer arbeiten können.

Am liebsten würde ich eine Halbtagsstelle annehmen, sowohl um die psychische Belastung für mich gering zu halten, ausserdem habe ich ein schweres HWS-Leiden, was von Jahr zu Jahr schlimmer wird (Migräne), aber eine Halbtagsstelle reicht finanziell nicht, da mein Mann gerade seine Arbeit verloren hat, da die Firma, in der er jahrelang gearbeitet hat, insolvent ist. Also muss ich nun doch - bis er auch wieder was hat - in einen Vollzeitjob.
Da drück ich Dir und Deinem Mann mal fest die Daumen, daß er bald wieder eine Arbeit findet. Ist ja nicht so leicht ...

Wenn Du momentan nicht arbeiten kannst wird Dich Dein Arzt sicherlich noch weiter krank schreiben. Insgesamt kannst Du, so glaub ich, 78 Wochen Krankengeld beziehen, dann wirst Du ausgesteuert. Weißt aquani, es nützt nichts, wenn Du Dich in die Arbeit zwingst mit Deinen Krankheiten und dann einen Totalzusammenbruch hast. Und dann, ob Du nun willst oder nicht geht gar nichts mehr. Daher "Gesundheit" geht über alles :icon_smile:

Denke, daß die Therapie sehr wichtig ist für Dich. Such Dir einen guten Psychotherapeuten und zieh die Therapie durch ....

Meine grösste Angst derzeit ist, dass das Arbeitsamt mich in eine ZA-Firma zwingt. Aber das will ich auf keinen Fall! Ich habe Schwierigkeiten mit Menschen sobald Konflikte auftreten, an denen ich mich systematisch aufreibe, und permanenter Wechsel der Arbeitsplätze und Kollegen sowie die ohnehin latent abfällige Behandlung in den Kunden-Firmen (man ist oft Mitarbeiter 2. Wahl und fühlt sich immer aussen vor) machen es mir doppelt schwer.

Wie kann ich verhindern, dass das AA mich nun in eine ZA-Firma steckt? Ich habe insulinpflichtigen Diabetes, die Reha-Einrichtung hat mir im Abschlussbericht bestätigt, dass ich nur noch leichte Bürotätigkeit machen soll mit möglichst wenigen Situationen, wo ich mich mit anderen abstimmen muss. In einer ZA-Firma kann mir nun niemand garantieren, dass ich einen regelmässigen Arbeitsablauf habe noch dass ich in eine Abteilung komme, wo ich ein eigenes Arbeitsgebiet habe. Vor allem aber habe ich die Erfahrung gemacht, dass die ZA-Firma ständig mit dem Kunden "unter einer Decke" steckte, d.h. wenn es mal Probleme gab, hatte ich immer gleich zwei gegen mich, da sind z.T. Dinge gelaufen, da krieg ich heute noch Zustände, wenn ich daran denke.
Wenn Du krank bist, bist Du krank .... wie oben geschrieben. Sprich mit Deinen Ärzten. (Tip: Lass Dir von all Deinen Ärzten eine "ärztliche Stellungnahme" ausstellen mit Diagnose, mit genauem Krankheitsbild usw. und heb die schön sortiert nach Datum auf. Wer weiß für was Du die noch brauchen kannst. Sollte ein Arzt dafür Gebühren verlangen - vorher abklären- dann mach es einfach so, daß Du darum bittest, daß bitte eine ärztliche Stellungnahme an Deinen Hausarzt, Psychologen oder Psychotherapeuten geschickt wird. Lass Dir dann von ihm die ärztliche Stellungnahme in Kopie geben - so hast sie dann auch in Händen, und zwar kostenlos.)

So wie Euch geht es vielen Menschen. Ihr braucht momentan viel Kraft die ich Euch wünsche.

Immer wieder Pausen machen, dann weiterkämpfen und zwar eins nach dem anderen. An "heute" denken, nicht an morgen (manche Dinge erledigen sich auch von alleine. Das "Wenn" erstmal komplett weglassen. Am besten einen kleinen Plan machen was ansteht. Nicht überfordern! Pausen unbedingt einhalten und sich selbst auch was Gutes tun. Und noch was .... irgendwie geht es immer weiter (dies war mein Spruch als meine Spirale zu laufen begann). Musste auch sehr viel kämpfen obwohl ich kaum konnte.

Du kannst mir gerne eine persönliche Nachricht senden, wenn Du an mich noch Fragen hast. (Ich war im übrigen auch für 6 Wochen in einer Reha und dann bin ich noch 2x in eine psychosomatische Klinik - jeweils für 8 Wochen. Zusätzlich hatte ich Psychotherapie und wurde von 4 Fachärzten betreut. Lass Dir helfen und spreche mit Deinen Ärzten. Wichtig ist, daß Du "gute" Ärzte hast, die Dir auch zuhören. :icon_smile:

Wünsche Dir und Deinem Mann alles Gute, viel Energie und Kraft und hoffe, daß ich Dir mit meiner Antwort ein bisschen helfen konnte!

LG
 

gila

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Also - in vielleicht nicht ganz so "schlimmer" Form lehnt sich das an meine "Karriere" an.
Was ich dir dazu sagen kann:

0-8-15-Rehas haben - gerade auf psychischer Ebene - noch kaum jemand wirklich genützt. Sie dienen dazu, einen in den Arbeitsprozess zu bringen und das so schnell wie möglich...

Hast du ein "echtes" psychisches Anliegen und willst das ohne wenn und aber klären rate ich zu einer 12-Schritte-Klinik oder auch "Bad Herrenalber Modell". Ich ließ mich akut einweisen von der Psychotante und die Krankenkasse musste die 2 Monate übernehmen. In 14 Tagen hatte ich einen Termin in einer passenden Klinik. Harte Arbeit - viele Tränen - aber nun ein neues Lebensgefühl!

So.. und nun das andere: fang doch mal an zu "üben" wie das Leben "geht" indem du dich nicht jetzt schon verrückt machst!
Mach den Kopf mal frei von deinen Ängsten wegen ZA - du hast ein ärztliches Attest, dass du DANN vorlegen kannst, wenn es mal soweit kommen sollte! Also schieb das mal gaaaaaanz weit nach hinten. Immer 1 Problem nach dem anderen... nur für heute!

Und nicht immer sind die Jobs einer ZA so - kann ja auch passieren, du bekommst einen Vertrag über 2 Jahre in einem gemütlichen kleinen Betrieb!
Mach dich frei - so weit ist es nicht!

Die Krankenkasse kann freundlich anrufen und fragen wie es dir geht - haben sie bei mir auch immer gemacht - aber (wenn sich nix geändert hat) wenn du seit Okt. 07 krank bist, hast du noch ein wenig "Galgenfrist" bis die 18 Monate rum sind.
Ich habe mich allerdings die letzten 3 Monate wieder "in Gesundheit" begeben, damit ich noch einen Restanspruch zur Not habe.

Bei mir wollte man auch keine Teilhabe am Arbeitsleben machen - gleicher Grund. Mir gings aber dann auch besser und nach 1 Jahr ALGI bin ich nun "Existenzgründer" und habe nochmal 9 Monate Zeit mich um ein selbstbestimmtes Einkommen zu bemühen.

Wenn das für dich keine Option ist: was erhoffst du dir von einer "Teilhabe am Arbeitsleben" konkret?
Wer hat die Teilhabe abgelehnt? Arbeitsamt oder Rentenversicherung? Wurde deinerseits Widerspruch eingelegt?

Es wird nix so heiss gegessen wie es gekocht wird - ich war früher immer viel zu leicht in der Panik. Nach der Therapie geht es gelassener ebenso :icon_smile:
 

gila

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so wie Muci sagt: :icon_klatsch: fahr mal alles runter. Ich hing viel zu lange am Geld und der vermeintlichen "Sicherheit" bis ich mich hinsetzte und mal die konkreten Zahlen aufmalte und sah, dass es auch mit weniger ging.

Gesundheit kann man nicht kaufen!
 

aquani

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Hallo :)

Lass sie doch anrufen, dann sag einfach das was Sache ist und wie es Dir geht, was Dir empfohlen wurde von der Reha oder Arzt. (War bei mir im übrigen genauso. Da musst Du nichts fürchten.)
Man hat mir gesagt, dass es - möglicherweise - gar nicht rechtens ist, dass mich ein Sachbearbeiter (!) der KK ausfragt, mein Befinden und meine Probleme sind vertraulich. Daher habe ich mich jetzt entschieden, nicht mehr ans Telefon zu gehen, weils mir hinterher immer wieder schlecht geht, ich mir wie ein stinkenfauler Hund vorkomme, auch wenn das, hoffe ich, nicht so ist. :icon_sad:


Denke nicht zu weit voraus, denn es kommt immer anders als man denkt. Mach immer nur das Wichtigste für Dich und versuche Dich irgendwie abzuschotten.
Das ist wohl eins der Schwierigsten für mich ;-) Vom Kopf her weiss ich, dass es oftmals anders kommt als gedacht bzw dass sich verrücktmachen eh nichts ändert, zumindest nicht zum Guten, aber die fiese Stimme in mir streut eben leider sehr viel Panik, Selbstvorwürfe und Abwertung. - Umsonst bin ich ja nicht in Therapie.:icon_neutral:


Da drück ich Dir und Deinem Mann mal fest die Daumen, daß er bald wieder eine Arbeit findet. Ist ja nicht so leicht ...
Im Gegensatz zu mir ist er pflegeleicht und weiss im zwischenmenschlichen Umgang intuitiv, was richtig ist. Da werd ich manchmal gelb vor Neid ....

Wenn Du momentan nicht arbeiten kannst wird Dich Dein Arzt sicherlich noch weiter krank schreiben. Insgesamt kannst Du, so glaub ich, 78 Wochen Krankengeld beziehen, dann wirst Du ausgesteuert.
Am liebsten würd ich mir gerne was als "Reserve" behalten. Ich bin seit 15. Oktober 07 krank. Wie lange habe ich da noch?

Weißt aquani, es nützt nichts, wenn Du Dich in die Arbeit zwingst mit Deinen Krankheiten und dann einen Totalzusammenbruch hast. Und dann, ob Du nun willst oder nicht geht gar nichts mehr. Daher "Gesundheit" geht über alles :icon_smile:

Ich will arbeiten. Ich will seelisch überleben. Die Frage bleibt, wie man das zusammenkriegt?

Meine Gesundheit habe ich schätzen gelernt, das Jahr 2008 war absolut besch****en für mich. NNH-OP Anfang des Jahres, immer noch täglich Schmerzen und Beschwerden im Bereich Gesicht, Nase, Zähne (die hätten nach 6 Wochen wegsein müssen), nun steht aller Wahrscheinlichkeit die Diagnose Hashimoto an, habe auch Antikörper. Seit 3 Wochen Herzrhythmusstörungen. Aber das Schlimmste ist echt die Angst, dass ich im neuen Job absaufe, meine "Karriere" hat in den letzten Jahren einen eindeutigen Trend nach unten genommen, das tut echt weh, sich das eingestehen zu müssen.

Denke, daß die Therapie ist sehr wichtig ist für Dich. Such Dir einen guten Psychotherapeuten und zieh die Therapie durch ....
Mach ich. Meine Therapeutin sagt auch immer wieder, dass ich sehr sehr an mir arbeite und manchmal ist sie auch erschüttert über das, was in mir abläuft.

Wenn Du krank bist, bist Du krank .... wie oben geschrieben. Sprich mit Deinen Ärzten. (Tip: Lass Dir von all Deinen Ärzten eine "ärztliche Stellungnahme" ausstellen mit Diagnose, mit genauem Krankheitsbild usw. und heb die schön sortiert nach Datum auf. Wer weiß für was Du die noch brauchen kannst.
Hm. Weisst Du, mein Hausarzt kennt mich kaum. Ich geh auch nur hin um mir von ihm den Auszahlungsschein ausstellen zu lassen und bin froh, wenn er keine Fragen stellt. Der Psychiater kennt ich auch kaum, bei dem hab ich mir nur Rückendeckung geholt, für den Fall, dass mein Hausarzt sich irgendwann weigert, weitere Auszahlungsscheine auszustellen. Ich hätte da höchstens die Therapeutin, aber ich weiss nicht, was ihre Meinung beim Arbeitsamt wiegt? .... sie ist ja weder Ärztin noch Gutachterin.....


So wie Euch geht es vielen Menschen. Ihr brauch momentan viel Kraft die ich Euch wünsche.
Danke für diese lieben Worte. Ich danke Gott, dass ich in einer sehr guten Ehe lebe, und das seit 10 Jahren, aber jetzt müssen wir sehen, dass wir wieder Geld in die Kasse kriegen. Und das geht nur durch Arbeit, und ich will ja.....


Du kannst mir gerne eine persönliche Nachricht senden, wenn Du an mich noch Fragen hast. :icon_smile:
Mach ich :)

LG
Aquani
 

aquani

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Also - in vielleicht nicht ganz so "schlimmer" Form lehnt sich das an meine "Karriere" an.

Wirklich, das Wort "Karriere" trifft's..... *seufz*. Aber wenigstens bin ich nicht der einzige Mensch, der diese Karriere hingelegt hat....

0-8-15-Rehas haben - gerade auf psychischer Ebene - noch kaum jemand wirklich genützt. Sie dienen dazu, einen in den Arbeitsprozess zu bringen und das so schnell wie möglich...
Ja, ich weiss, man soll wieder "funktionsfähig" gemacht werden mittels Massenabfertigung.
Erstaunlich war, dass die meisten meiner Mitpatientinnen geradezu aufgeblüht sind, nachdem sie sich dort einigermassen eingelebt haben, Hauptsache weg vom Job oder Ehepartner. Bei mir war's umgedreht, ich kam mir vor wie im falschen Film, völlig fremd unter Fremden, habe innerlich völlig dichtgemacht und wollte nur noch nach Hause. Entsprechend mies war mein Abschlussbericht, ich bereue, dass ich ihn der KK überlassen habe ohne ihn vorher selbst zu lesen. Mein Mann und meine beste Freundin waren entsetzt.



So.. und nun das andere: fang doch mal an zu "üben" wie das Leben "geht" indem du dich nicht jetzt schon verrückt machst!
Mach den Kopf mal frei von deinen Ängsten wegen ZA - du hast ein ärztliches Attest, dass du DANN vorlegen kannst, wenn es mal soweit kommen sollte! Also schieb das mal gaaaaaanz weit nach hinten. Immer 1 Problem nach dem anderen... nur für heute!
Vom Arzt habe ich nur die Bescheinigung, mit der ich mich - denke ich - vorm Arbeitsamt rechtfertigen kann, warum ich meinen letzten Job gekündigt habe - selber.

Aber die Frage ist, was ich tun kann, wenn das Arbeitsamt mir dann "Vorschläge" (mit rechtlicher Belehrung auf der Rückseite=Zwang) schickt, wo es um Bewerbungen in ZA-Firmen geht? Soll ich es vielleicht schon vorher, wenn ich mich arbeitssuchend melde, erwähnen bzw einen Auszug aus meinem Entlassungsbericht (nur geeignet für leichte Büroarbeit)?

Und nicht immer sind die Jobs einer ZA so - kann ja auch passieren, du bekommst einen Vertrag über 2 Jahre in einem gemütlichen kleinen Betrieb!
Mach dich frei - so weit ist es nicht!
Ich hatte so einen Auftrag, ging über 1,5 Jahre. Dann machte eine Kollegin systematisch Stress, ich habe mich jede Nacht aufgerieben, habe auch versucht das mit ihr zu klären - keine Chance. Ich wollte dann einen anderen Einsatz, ZA-Firma: "Wenn der Kunde Sie behalten will, dann werden wir den Kunden nicht vor den Kopf stossen." Durch den Stress mit der Kollegin, den ich nicht kompensieren konnte, litt meine Arbeit, weil mit viel Konzentration verbunden, und dann hat mich der Kunde "ausgesondert".

An den "gemütlichen kleinen Betrieb" glaube ich nicht mehr. Mag sein, dass das früher so war, mittlerweile denke ich, dass es Firmen sind, die schlecht strukturiert sind, wo Kompetenzen nicht geklärt sind und allgemeines Missmanagement herrscht, so dass das Personal häufig wechselt bzw gewechselt wird. Ein seriöser Betrieb stellt Leute fest ein bzw zumindest mit einem Zeitvertrag, wenn die Auftragslage nicht klar ist. Ein seriöser Betrieb hat es auch nicht nötig, Personal erst über eine ZA-Firma reinzuholen um zu testen - ein halbes Jahr Probezeit würde genügen.


Ich habe mich allerdings die letzten 3 Monate wieder "in Gesundheit" begeben, damit ich noch einen Restanspruch zur Not habe.
Den Gedanken hatte ich auch schon.


Wenn das für dich keine Option ist: was erhoffst du dir von einer "Teilhabe am Arbeitsleben" konkret?
Das wurde mir in der Reha empfohlen, die Klinik stand dahinter. Ich wollte aus dem Büro raus, einen anderen Job. Mittlerweile hasse ich Bürojobs. Leider ist es das, was ich gelernt habe und auch kann, ich bin gut qualifiziert. Aber das Zwischenmenschliche im Büroalltag überfordert mich. Gehässigkeiten, Intrigen, Mobbing.... all das gibt es vor allem in Büros, speziell dort, wo der Anteil an Frauen am höchsten ist.


Wer hat die Teilhabe abgelehnt? Arbeitsamt oder Rentenversicherung? Wurde deinerseits Widerspruch eingelegt?
Die Rentenversicherung hat ihn abgelehnt. Ich wollte widersprechen und habe daher meinen Entlassungsbericht von der Reha angefordert (den die RV ja auch hat). Als ich den gelesen habe wurde mir klar, dass ich keine Chance habe. Der Bericht empfinde ich als derartig extrem verzerrt, mit dem Bericht hätte ich mir auch keinen Antrag genehmigt....


Es wird nix so heiss gegessen wie es gekocht wird - ich war früher immer viel zu leicht in der Panik. Nach der Therapie geht es gelassener ebenso
Das freut mich für Dich, alle Achtung, dass Du es geschafft hast, ich glaube, bis dahin habe ich es noch sehr weit....

Zur Zeit stricke ich wie eine Weltmeisterin Socken, Stricken beruhigt.

Aquani
 

aquani

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so wie Muci sagt: :icon_klatsch: fahr mal alles runter. Ich hing viel zu lange am Geld und der vermeintlichen "Sicherheit" bis ich mich hinsetzte und mal die konkreten Zahlen aufmalte und sah, dass es auch mit weniger ging.

Gesundheit kann man nicht kaufen!
Nein, ich hänge nicht am Geld, und es ist "nur" Gesundheit, die ich mir für 2009 gewünscht habe.

Aber mir ist auch klar, dass irgendwann alles wieder in geregelte Bahnen kommen muss, ich bin jetzt 38 Jahre alt, in dem Alter haben sich andere Leute im Job etabliert und ein bisschen was angespart....
 
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@ aquani

Du hast Post :icon_smile:

(Im übrigen: auch bei mir wurde die Teilhabe von der Rentenversicherung abgelehnt).

Schon mal dran gedacht einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen und evtl. einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente?

Die Erwerbsminderungsrente ist (auch) befristet. Und so könntest Du in dieser Zeit versuchen wieder "ganz" gesund zu werden.

Wenn Du weiter krank geschrieben bist, dann kannst Du von der Arbeitsagentur auch nicht vermittelt werden. Allerdings geht der Kampf mit den Behörden dann los, wenn Du von der Krankenkasse ausgesteuert werden würdest und tatsächlich noch weiter krank bist. (So war es bei mir und die Spirale nach "unten" drehte sich immer schneller).

Nun ist der ganze Kampf für mich erstmal vorbei. Habe befristete volle Erwerbsminderungsrente nach einem Kampf den ich niemanden wünsche. Dachte, daß es mir dann wesentlich besser gehen würde, wenn die Erwerbsminderungsrente durch ist. So ist es aber keinesfalls. Mein Neurologe sagte mir, als ich fragte, warum es mir JETZT nicht besser geht:
"Die Krankheiten gehen dadurch nicht weg, nur weil sie jetzt die Erwerbsminderungsrente bekommen" :icon_sad:
Leider ist es so!



LG
 
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Die Bundesagentur für Arbeit oder aber auch die ARGE wird Dich irgendwann zum psychologischen Dienst einladen zwecks einer Begutachtung. Dann wird entschieden, ob Du vermittelbar bist oder eben nicht.


(Daher auch mein Tip bezüglich "sammeln" der ärztlichen Stellungnahmen. Die kannst Du nämlich dann zum Gutachter mitnehmen. Wichtig evtl. auch ist ein sogenannter "Tagesablauf". Schreib mal für Dich einen "Tagesablauf" auf, wenn es Dir wirklich normal besch.... geht. Schreib alle Deine Gedanken rein, Deine Schmerzen, was Du fühlst, Deine Ängste, was Du an Arbeiten zu Hause verrichten kannst oder nicht machen kannst, was Dir besonders schwer fällt, was gar nicht geht, wo Du Dich überfordert fühlst, was Du den ganzen Tag über so machst, was Du Dir kochen kannst, wozu Du Hilfe brauchst .... usw. - schreib es dann runter wenn es Dir "normal schlecht" geht. Diesen Tagesablauf dann nicht mehr verbessern oder abändern. Alles Geschriebene so stehen lassen. Genau so gibst Du diesen Tagesablauf dann bei Deinen persönlichen Ärzten zur Info ab - ebenso händigst Du diesen dem Gutachter aus und auch dem Sozialverband oder Anwalt. Denn, oftmals ist es so, daß man viele Dinge vergisst zu erzählen, vor Aufregung, Angst .... So ging es mir immer. Habe massive Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen und Ängste, verhaspel mich dann, bin vergesslich oder kann mich an Dinge einfach nicht erinnern, wenn ich mich gestresst fühle. Nach außen wirke ich aber sehr selbstbewußt, souverän, über alles erhaben und freundlich. Wie es mir wirklich geht sieht niemand. Man hat ja über Jahre gelernt eine Fassade aufzusetzen.)


LG
 

aquani

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Schon mal dran gedacht einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen und evtl. einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente?

Naja, ich hab mal dran gedacht, aber ich scheue mich davor, ich denke, dass mir das in keinster Weise zusteht, weil es so viele Menschen gibt, denen es richtig dreckig geht und die werden dann noch abgelehnt von der RV. Mir hat schon mal eine Kollegin gesagt: "Du bist echt blöd, dass du das nicht machst. Schon alleine durch den Diabetes und dein HWS-Sydrom."


Die Erwerbsminderungsrente ist (auch) befristet. Und so könntest Du in dieser Zeit versuchen wieder "ganz" gesund zu werden.
Ich glaube kaum, dass ich das durchkriege. Für einen Bürojob reichts ja immer, selbst wenn man im Rollstuhl sitzen würde und auf einem Auge blind ist.


Nun ist der ganze Kampf für mich erstmal vorbei. Habe befristete volle Erwerbsminderungsrente nach einem Kampf den ich niemanden wünsche. Dachte, daß es mir dann wesentlich besser gehen würde, wenn die Erwerbsminderungsrente durch ist. So ist es aber keinesfalls. Mein Neurologe sagte mir, als ich fragte, warum es mir JETZT nicht besser geht:
"Die Krankheiten gehen dadurch nicht weg, nur weil sie jetzt die Erwerbsminderungsrente bekommen" :icon_sad:
Leider ist es so!
Auch wenn ich damit keine Erfahrung habe, ich denke, dass Du es richtig gemacht hast, wer weiss, was passiert wäre, wenn Du Dich weitergequält hättest. Ich will auch kämpfen, aber der Weg ist mir noch nicht so klar. Ich bin eigentlich eine selbstbewusste Person, nur hat so jeder seine Schwächen, und wenn man irgendwann nicht mehr kompensieren kann, dann geht jeder irgendwie in die Knie.
 

aquani

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Die Bundesagentur für Arbeit oder aber auch die ARGE wird Dich irgendwann zum psychologischen Dienst einladen zwecks einer Begutachtung. Dann wird entschieden, ob Du vermittelbar bist oder eben nicht.
Verstehe, ich wusste gar nicht, dass die einen eigenen Gutachter haben. Das Problem ist, ich sehe nach aussen völlig normal aus, kann mich in konfliktfreien Phasen auch richtig wohlfühlen, aber sobald ein Konflikt entsteht, komm ich in einen Sog, der mich - noch kein Gegenmittel gefunden - nach untenzieht, mit allen Konsequenzen wie Ängsten, schwer Luftkriegen, Weinkrämpfe, Schlaflosigkeit, Selbsthass und was sonst noch. - Aber wie auch immer, DAS sieht dann ja keiner, weil das erst abends passiert. Wie soll ich das dem psychologischen Dienst erklären? Vor ihnen steht ja eine patente Frau von Ende 30 die sich ganz normal verhält, kluge Antworten gibt und lächelt. Die glauben ja nicht mal jenen, denen es ganz offensichtlich schlecht geht....

Was kann ich tun, damit ich vom Arbeitsamt begutachtet werde (und nicht einfach auf Teufel-komm-raus an eine ZA-Firma vermittelt werde?)


(Daher auch mein Tip bezüglich "sammeln" der ärztlichen Stellungnahmen.
Ja, der Tipp ist ja gut, nur habe ich nicht wirklich einen Arzt. Zu meinem früheren Hausarzt gehe seit der Reha nicht mehr, der hat mich damals noch richtig zur Sau gemacht, angeschrieen (das würde ich selbst kaum glauben, wenn ich es nicht erlebt hätte), weil ich nicht so gut in seinen Zeitplan passte, die Hälfte der Zeit redete er über sich oder schweifte ab, und die paar Minuten, die dann für mich übrigblieben, reichten mir dann nicht, zumal ich kaum Nerven und Konzentration hatte, er schaute immer auf die Uhr.... Ich bekam durch seine zweimalige Brüllerei (später meinte er mal so gönnerhaft, wir würden uns doch gut verstehen, gell?) irgendwann richtig Angst vor ihm und bin dann zu einem anderen in der Gemeinschaftspraxis, nur kennt der meine Geschichte kaum.

Was genau würde in einer Stellungnahme denn stehen? Geht das auch nach "Aktenlage"? Meine Akte liegt dem anderen Arzt ja vor.

Die kannst Du nämlich dann zum Gutachter mitnehmen. Wichtig evtl. auch ist ein sogenannter "Tagesablauf". Schreib mal für Dich einen "Tagesablauf" auf, wenn es Dir wirklich normal besch.... geht. Schreib alle Deine Gedanken rein, Deine Schmerzen, was Du fühlst, Deine Ängste usw.
Ganz ehrlich, das trau ich mich gar nicht. Die Vorstellung, dass jemand anders als ich das dann liest, das ist unerträglich.
 
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Verstehe, ich wusste gar nicht, dass die einen eigenen Gutachter haben.
Nicht "Einen" .... bei mir wars der psychologische Dienst der eingeschalten wurde.

Das Problem ist, ich sehe nach aussen völlig normal aus, kann mich in konfliktfreien Phasen auch richtig wohlfühlen, aber sobald ein Konflikt entsteht, komm ich in einen Sog, der mich - noch kein Gegenmittel gefunden - nach untenzieht, mit allen Konsequenzen wie Ängsten, schwer Luftkriegen, Weinkrämpfe, Schlaflosigkeit, Selbsthass und was sonst noch. - Aber wie auch immer, DAS sieht dann ja keiner, weil das erst abends passiert. Wie soll ich das dem psychologischen Dienst erklären? Vor ihnen steht ja eine patente Frau von Ende 30 die sich ganz normal verhält, kluge Antworten gibt und lächelt. Die glauben ja nicht mal jenen, denen es ganz offensichtlich schlecht geht....
Kenne ich alles und andere sicher auch. Man hat es nicht auf der Stirn geschrieben, daß man psychisch krank ist. Daher auch mein Tip mit dem sogenannten "Tagesablauf". Schreibe alles rein, egal wie viele Seiten das werden ....

Was kann ich tun, damit ich vom Arbeitsamt begutachtet werde (und nicht einfach auf Teufel-komm-raus an eine ZA-Firma vermittelt werde?)
Wie geschrieben .... Du bist krank - also sprich mit Deinen Ärzten und lasse Dich weiter krank schreiben. Reiche einen Antrag auf Schwerbehinderung ein ... und evtl. auch einen Antrag auf Schwerbehinderung. Mach einen Termin aus bei einem Sozialverband (z.B. VDK oder anderer) die beraten Dich bzw. helfen Dir bei der Beantragung.

Ja, der Tipp ist ja gut, nur habe ich nicht wirklich einen Arzt.
Dann frag Freunde oder Bekannte ... ob jemand einen guten Arzt weiß. Auch dieser Link ist nicht schlecht: Ärzte bewerten, Arzt Bewertungen
(Dort werden Ärzte von Patienten bewertet)

....bin dann zu einem anderen in der Gemeinschaftspraxis, nur kennt der meine Geschichte kaum.
Wenn der Arzt gut ist, dann vertraue ihm Deine Dinge an. Ansonsten such Dir einen anderen (z.B. Psychologen, Neurologen ....)

Was genau würde in einer Stellungnahme denn stehen? Geht das auch nach "Aktenlage"? Meine Akte liegt dem anderen Arzt ja vor.
Verstehe diese Frage nicht ganz. Eine "ärztliche Stellungnahme" ist eine ärztliche Stellungnahme. Jeder Arzt weiß wie sowas auszusehen hat.

Ganz ehrlich, das trau ich mich gar nicht. Die Vorstellung, dass jemand anders als ich das dann liest, das ist unerträglich.
Dafür sind Fachärzte aber da. Und: um eine Beurteilung über Deine Krankheiten machen zu können, um Gutachten zu erstellen, muss man eben alles benennen, erklären und kundtun. Ist leider so.

LG
 
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Naja, ich hab mal dran gedacht, aber ich scheue mich davor, ich denke, dass mir das in keinster Weise zusteht, weil es so viele Menschen gibt, denen es richtig dreckig geht und die werden dann noch abgelehnt von der RV. Mir hat schon mal eine Kollegin gesagt: "Du bist echt blöd, dass du das nicht machst. Schon alleine durch den Diabetes und dein HWS-Sydrom."
Na dann mach so weiter bis gar nichts mehr geht :icon_wink: (ironisch gemeint)




Ich glaube kaum, dass ich das durchkriege. Für einen Bürojob reichts ja immer, selbst wenn man im Rollstuhl sitzen würde und auf einem Auge blind ist.
Wenn es denn so wäre, dann würdest nicht zu einem Psychotherapeuten gehen oder? Selbstzweifel sind hier unangebracht. (Stampf mit dem Fuss auf und zieh es durch. Pausen nicht vergessen und dann weiterkämpfen. :icon_smile: So wie Du geschrieben hast, hast Du einen netten Partner und ihr unterstützt Euch somit sicher gerne gegenseitig. Also nicht runterziehen lassen. Es geht um Dich - also kämpfe! Es ist Dein Leben!

Auch wenn ich damit keine Erfahrung habe, ich denke, dass Du es richtig gemacht hast, wer weiss, was passiert wäre, wenn Du Dich weitergequält hättest. Ich will auch kämpfen, aber der Weg ist mir noch nicht so klar. Ich bin eigentlich eine selbstbewusste Person, nur hat so jeder seine Schwächen, und wenn man irgendwann nicht mehr kompensieren kann, dann geht jeder irgendwie in die Knie.
Der Weg wird sich finden. Und "eigentlich eine selbstbewusste Person" sein ist schön (in der Regel dann, wenn man eben psychisch nicht angeschlagen ist). "Uneigentlich" in Konfliktsituationen oder Stresssituationen völlig überfordert mit allem, ängstlich, weinerlich, depressiv usw.

... Kenne ich alles! :icon_smile:

LG
 

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Habs jetzt nur überflogen - Ihr 2 seid zu fleissig :cool:

also: ich "lese" deine Ängste. Aber sie sind - zum jetzigen Zeitpunkt - "hausgemacht" und hinderlich füür dein Denken und deine Gesundheit!

Wenn das mit Rente bei dir nicht geht - dann melde dich JA NICHT für Teilzeit - dann kriegst auch nur Teilzeit-Geld!

Ich war nun 1 Jahr auf Suche nach dieser "leichten Bürotätigkeit mit leidensgerechtem Arbeitsplatz" den ich ja lt. Rentenversicherung und Arge haben kann und der da draußen in der weiten Welt ja Dutzendweise vorhanden ist... *Huuust*

Auf die Frage ob ich Teilzeit wolle oder Vollzeit habe ich "todesmutig" geantwortet "Voll" - denn ich will ja gesund sein und alles voll versuchen!!

Hab mich brav beworben - zunächst OHNE gesundheitliche Aspekte und auch OHNE den vielgerühmten Vermittlungsgutschein und NIX gefunden. Nicht mal Antworten gekriegt!
Also geh mal davon aus, dass du MIT den ganzen Einschränkungen auch nicht gleich deinen Superjob findest und lehne dich seelisch mal zurück!

Wenigstens so lange, bis ein Job vor der Tür steht und dann machst du halt deine Bewerbung. Schön vorschriftsmässig und mit Schwung und Elan :cool: Und dann gehst du halt hin (wenn du überhaupt eine Chance zur Vorstellung bekommst!). Und dann sagt dir dein Bauch, ob das gut ist oder nicht und DANN ist es immer noch Zeit, dem potentiellen Chef zu sagen, wie gern du bei ihm arbeiten würdest, wenn DIESE und JENE wichtigen gesundheitlichen Bedingungen für dich stimmen.
Im Zweifel - wenn es Druck geben SOLLTE - machst du 1-2 Wochen Probearbeit dort.

Ausserdem: wenn du dich arbeitssuchend meldest dann kannst du dich ja auf DAS bewerben, was DIR vorschwebt.

Schau jetzt mal nur auf dich und nicht auf das was VIELLEICHT mal kommt!

*Gott gebe uns die GELASSENHEIT, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann.... den MUT, Dinge zu ändern, die man ändern kann... und die WEISHEIT, das eine vom andern zu unterscheiden...*
 

OldMama

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Hallo Muci,

ich bin neu hier im Forum, habe aber das selbe Problem wie ihr.
Bin 54 Jahre alt und am 01.01.2005 arbeitslos geworden. Habe von Okt. 06 bis März 08 Krankengeld bezogen. Wurde dann ausgesteuert. Von März bis Mitte Dezember dann wieder ALG I.
Seither Hartz IV.

Ich habe im November 2005 die Erwerbsminderungsrente beantragt. Wurde im Widerspruch abgelehnt. 2. Versuch im Januar 2008. Warte bis heute noch auf eine Entscheidung im Widerspruchsverfahren.

Während der Zeit des ALG I Bezuges wurde ich vom Arbeitsamt zum Amtsarzt geschickt.
Diese Ärztin bescheinigte mir vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit folgenden Einschränkungen :

- nur sehr leichte körperliche Arbeit
- ich muss immer die Möglichkeit haben abwechselnd zu sitzen, zu stehen oder zu gehen
- ich darf keiner Streßbelastung wie beispielsweise reger Publikumsverkehr, Zeitdruck
oder Schichtdienst ausgesetzt sein
- Heben, Tragen und Bewegen mittelschwerer und schwerer Lasten sowie Arbeiten unter
witterungsbedingten Einflüssen oder in Zwangshaltungen wie im Bücken, Hocken Knien
bzw. in vornübergeneigter Körperposition sind zu vermeiden.
- besondere Anforderungen an die Anpassungs- oder Umstellungsfähigkeit.

Mein Neurologe schreibt mich weiterhin krank, die Arge aktzeptiert diese Krankmeldungen aber nicht ( da der Amtsarzt mich ja gesund geschrieben hat)will sie aber haben.
Auch meine Pychotherapeutin bei der ich seit 2 Jahren bin, sagt ich bin nicht arbeitsfähig.

Ich war 2005, 2006 zur Reha und 2007 auf Krankenhauseinweisung in einer pychotherapeutischen Klinik. Sollte eigentlich 2008 wiederkommen, aber durch Krankheit meiner Eltern ist daraus nichts geworden.

Jetzt wurde mir eine Eingliederungsvereinbarung aufs Auge gedrückt.

Ich hätte jetzt die Möglichkeit mir als Servicedame im Krankenhaus (Aufnahme der Menuewünsche der Patienten) etwas nebenher zu verdienen ( ca. 6-8 St. die Woche).

Mein Neurologe ist damit sehr einverstanden, damit ich wieder lerne mit Menschen umzugehen und weil es nur wenige Stunden in der Woche sind.

Jetzt sagt die Arge, dann könnte ich ja auch einen 15 Stunden Job für 1 € machen.
Das müsste ich dann zusätzlich machen. Das traue ich mir aber überhaupt nicht zu.

Gibt es die Möglichkeit, dagegen etwas zu unternehmen.

Im voraus schon mal Herzlichen Dank.

LG
OldMama
 
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@ oldmama

erstmal auch Dir "willkommen im Forum" :icon_smile:

Jetzt wurde mir eine Eingliederungsvereinbarung aufs Auge gedrückt.

Ich hätte jetzt die Möglichkeit mir als Servicedame im Krankenhaus (Aufnahme der Menuewünsche der Patienten) etwas nebenher zu verdienen ( ca. 6-8 St. die Woche).

Mein Neurologe ist damit sehr einverstanden, damit ich wieder lerne mit Menschen umzugehen und weil es nur wenige Stunden in der Woche sind.

Jetzt sagt die Arge, dann könnte ich ja auch einen 15 Stunden Job für 1 € machen.
Das müsste ich dann zusätzlich machen. Das traue ich mir aber überhaupt nicht zu.

Gibt es die Möglichkeit, dagegen etwas zu unternehmen.[
/QUOTE]

Da kenne ich mich leider überhaupt nicht aus. Würde Dir aber evtl. empfehlen ein "neues Thema" hier im Forum unter "Schwerbehindert / Gesundheit / Rente" aufzumachen. Dann finden Dich die anderen besser und vielleicht hat zu Deinem Thema dann auch jemand einen Rat.

LG und alles Gute Dir :icon_smile:
 

aquani

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Habs jetzt nur überflogen - Ihr 2 seid zu fleissig :cool:
also: ich "lese" deine Ängste. Aber sie sind - zum jetzigen Zeitpunkt - "hausgemacht" und hinderlich füür dein Denken und deine Gesundheit!
Ja, ich weiss ja, dass ich mir den Stress selbst mache :icon_cry:Aber was nützt es mir, wenn ich es verdränge und dann, wenn es so weit ist, habe ich keinen Plan im Kopf, was ich mache?

Wenn das mit Rente bei dir nicht geht - dann melde dich JA NICHT für Teilzeit - dann kriegst auch nur Teilzeit-Geld!
Rente beantragen, ich glaube das steht mir gar nicht zu, dafür gehts mir noch zu gut. Aber mit dem Teilzeit-Geld, ja, das weiss ich, daher gehts auch nicht, muss mich "mutig" für Vollzeit melden.

Ich war nun 1 Jahr auf Suche nach dieser "leichten Bürotätigkeit mit leidensgerechtem Arbeitsplatz" den ich ja lt. Rentenversicherung und Arge haben kann und der da draußen in der weiten Welt ja Dutzendweise vorhanden ist... *Huuust*
Sag mal, genügt dem Arbeitsamt, was mir die Reha-Klinik im Entlassungsbericht als Arbeitsempfehlung reingeschrieben hat (ergonomisch geformte Sitzmöbel, nur leichte Tätigkeit etc)?


Hab mich brav beworben - zunächst OHNE gesundheitliche Aspekte und auch OHNE den vielgerühmten Vermittlungsgutschein und NIX gefunden. Nicht mal Antworten gekriegt!
Also geh mal davon aus, dass du MIT den ganzen Einschränkungen auch nicht gleich deinen Superjob findest und lehne dich seelisch mal zurück!
Darum habe ich ja solchen Schiss, dass sich irgendso eine ZA-Firma findet, die mich dann DOCH will :eek:

Ich will mir lieber selbst einen Job suchen - da darf ich wenigstens NEIN sagen, wenn mir was nicht gefällt. Aber was mach ich, wenn das Arbeitsamt mich mit einer ZA-Firma verkuppeln will? Oder einer Firma, wo ich ein übelstes Gefühl im Magen hab?? Mich doof geben, Rechtschreibfehler in der Bewerbung, beim Vorstellungsgespräch über Krankheiten jammern (besonders betonen), vorneweg einen Schluck Korn trinken?


Im Zweifel - wenn es Druck geben SOLLTE - machst du 1-2 Wochen Probearbeit dort.
Kann man das von sich aus sagen, dass man Probearbeit will? Und was, wenn sie einen wollen, man selbst aber nicht? Hatte ich gleich mehrmals während meiner ZA-Zeit: Kunde wollte mich, ich bin fast am Stock gegangen, ZA: Sie bleiben oder gefährden Ihren Job.

Ausserdem: wenn du dich arbeitssuchend meldest dann kannst du dich ja auf DAS bewerben, was DIR vorschwebt.
Das habe ich auch vor. Schon allein deswegen, weil ich dann keine Sperre kriege, wenn ich mal NEIN sage.
 

aquani

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Ich will mir lieber selbst einen Job suchen - da darf ich wenigstens NEIN sagen, wenn mir was nicht gefällt. Aber was mach ich, wenn das Arbeitsamt mich mit einer ZA-Firma verkuppeln will? Oder einer Firma, wo ich ein übelstes Gefühl im Magen hab?? Mich doof geben, Rechtschreibfehler in der Bewerbung, beim Vorstellungsgespräch über Krankheiten jammern (besonders betonen), vorneweg einen Schluck Korn trinken?
Mir fällt gerade was ein, was vielleicht "ziehen" dürfte bei einem Vorstellungsgespräch, wenn ich nicht will: Ich bin ja insulinpflichtig. Dann krieg ich eben mal beim Gespräch eine Hypo mit ein paar netten Symptomen ("oh, hab wieder mal zu viel gespritzt, irgendwie verschätz ich mich immer bei den Broteinheiten"). Das wird kein AG gerne sehen, wenn der künftige Mitarbeiter ständig einen Unterzucker kriegt und vielleicht noch einen Krankenwagen braucht. Das ist auch kein gutes Aushängeschild für eine ZA-Firma gegenüber ihrem potentiellen Kunden.
 
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@ aquani

Sag mal, genügt dem Arbeitsamt, was mir die Reha-Klinik im Entlassungsbericht als Arbeitsempfehlung reingeschrieben hat (ergonomisch geformte Sitzmöbel, nur leichte Tätigkeit etc)?
Nein es genügt der Arbeitsagentur für Arbeit in der Regel so nicht - Du bist (noch) nicht schwerbehindert.

Wenn Du momentan einen Arbeitsplatz hättest, dann könntest Du Dich ans Integrationsamt wenden. Die würden dann zusammen mit Dir auf Deinen Arbeitgeber zugehen um abzuklären wie man Dein Arbeitsumfeld so verändern könnte wie Du es benötigen würdest. Sagt der Arbeitgeber dann aber dass dies nicht möglich ist, schaust Du "mit dem Ofenrohr ins Gebirge". Denn wenn kein solcher Arbeitsplatz vorhanden ist ... was soll man denn da tun (?!). Kündigen .... - leider. Dies wäre im übrigen auch der Fall, wenn Du bereits als schwerbehindert eingestuft wärest (so war es bei mir)
 

aquani

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Sag mal, genügt dem Arbeitsamt, was mir die Reha-Klinik im Entlassungsbericht als Arbeitsempfehlung reingeschrieben hat (ergonomisch geformte Sitzmöbel, nur leichte Tätigkeit etc)?

@ aquani

Nein es genügt der Arbeitsagentur für Arbeit in der Regel so nicht - Du bist (noch) nicht schwerbehindert.
Ich habs wahrscheinlich nicht so gut ausgedrückt, ich wollte fragen, ob das, was im Entlassungsbericht von der Reha-Klinik steht (die Psychologin würde das sicherlich noch mal ihrerseits bestätigen), genügt, dass mich das Arbeitsamt nicht zu einer Arbeit zwingen kann, die dem nicht entspricht?
 
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Zitat:
Sag mal, genügt dem Arbeitsamt, was mir die Reha-Klinik im Entlassungsbericht als Arbeitsempfehlung reingeschrieben hat (ergonomisch geformte Sitzmöbel, nur leichte Tätigkeit etc)?


Zitat:
@ aquani

Nein es genügt der Arbeitsagentur für Arbeit in der Regel so nicht - Du bist (noch) nicht schwerbehindert.
Ich habs wahrscheinlich nicht so gut ausgedrückt, ich wollte fragen, ob das, was im Entlassungsbericht von der Reha-Klinik steht (die Psychologin würde das sicherlich noch mal ihrerseits bestätigen), genügt, dass mich das Arbeitsamt nicht zu einer Arbeit zwingen kann, die dem nicht entspricht?


"ergonomisch geformte Sitzmöbel, nur leichte Tätigkeit"
- ist ein weiter Begriff. Die Arbeitsagentur wird Dir Tätigkeiten anbieten können entsprechend Deines Krankheitsbildes.

Ansonsten gleiche Antwort wie hier: Antwort 19

Vielleicht antwortet ja noch jemand anders ....
 
E

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....
Der Weg zum Ärztlichen Dienst

Wenn Sie sich aus gesundheitlichen (körperlichen oder seelischen) Gründen nicht in der Lage fühlen, uneingeschränkt einer Arbeit nachzugehen, informieren Sie bitte die für Sie zuständige Fachkraft.
Eine Möglichkeit ist, das entsprechende Feld im Fragebogen, der Ihnen bei der Antragstellung ausgehändigt wurde, anzukreuzen.
Sie können Ihrer zuständigen Fachkraft aber auch im Gespräch mitteilen, dass ein gesundheitliches Problem besteht, das Sie in Ihrer Leistungsfähigkeit einschränkt. Dabei müssen Sie keine Angaben zu Krankheit oder Behandlung(en) machen.
Es ist aber auch möglich, dass Ihre Fachkraft Sie anspricht, ob möglicherweise ein gesundheitliches Risiko im Hinblick auf eine Arbeitsaufnahme vorhanden ist.

Hat Ihre gesundheitliche Situation Einfluss auf die Vermittlung in Arbeit, kann die für Sie zuständige Fachkraft eine Beauftragung des Ärztlichen Dienstes zur Klärung veranlassen. Dann erhalten Sie einen speziellen Gesundheitsfragebogen mit der Bitte, genauere Angaben über Ihre gesundheitlichen Probleme zu machen. Dieser Gesundheitsfragebogen wird nur im Ärztlichen Dienst ausgewertet. Er hilft den Ärztinnen und Ärzten die zur Klärung Ihres Anliegens notwendigen Maßnahmen abschätzen zu können.
Alle Ihre Angaben sind freiwillig und unterliegen dem Datenschutz. Für alle weiteren Vorgänge ist Ihr Einverständnis erforderlich....
Der Ãrztliche Dienst der Bundesagentur für Arbeit


.
 

McMurphy

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Hallo aquani,

kümmere dich nur, und nur um deine Gesundheit und dein inneres Gleichgewicht.

Zum Thema Gesundheit haben dir die anderen ja schon viel geschrieben, dem schliesse ich mich an.

Die Sachbearbeiter von der Krankenkasse sind natürlich Neugierig - Auskunft musst du denen keine geben! Verweise einfach an die Ärzte.

Und von den Zeitarbeitsfirmen geht für dich bestimmt keine Gefahr aus - für den Fall das du ein Vermittlungsvorschlag bei einer ZAF bekommst - ganz locker bleiben und denen deine Krankengeschichte erzählen im Vorstellungsgespräch - schliesslich darfst du ja in einem Vorstellungsgespräch nicht Lügen. :icon_evil:

Ich garantiere dir du wirst nie wieder etwas von denen hören ausser einer netten Absage.

Dein nächstes Ziel sollte das Versorgungsamt sein wo du einen Antrag stellst, 30% solltest du locker bekommen. (Ich selber habe seit 20 Jahren 40% :icon_smile:)

Aus eigener Erfahrung weis ich das eine gute Therapie 24. Monate dauert, das Schwierige ist, einen guten Therapieplatz zu finden, vielleicht hilft dir dieses Netzwerk weiter?

Adressen nach Dringlichkeit; freie Therapieplätze, Notfälle

Erfahrungsaustausch in Form eines (wirklich guten) Forums findest du hier, es ist übrigens aus Österreich:

Artikel zum Thema Psychotherapie, Coaching und Supervision .:. Psychotherapie & Coaching bei R.L. Fellner, Wien (Psychotherapeut, Coach, Supervisor)

Alles Liebe und gaaanz viel Kraft

McMurphy
 

gila

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Jou - so isset :icon_knutsch:

Sag mal, genügt dem Arbeitsamt, was mir die Reha-Klinik im Entlassungsbericht als Arbeitsempfehlung reingeschrieben hat (ergonomisch geformte Sitzmöbel, nur leichte Tätigkeit etc)?

Man sagte mir aufgrund der Ablehnung einer Eingliederungsmaßnahme, dass dann die Ausstattung des Arbeitsplatzes von der BFA übernommen werden würde...

Also: bei mir hat es genügt - die SB sagte ich krieg einen Termin beim Medizinischen Dienst - der nette Onkel Doktor rief mich an und machte TELEFONISCH ein paar Notizen und hielt sich ansonsten an die Empfehlungen des Berichtes.
So ließ ich mich dann "Vollzeit" für die Suche nach einer "leichten Bürotätigkeit mit leidensgerechtem Arbeitsplatz" eintragen - den es in 12 Monaten aber nicht gab...

WENN du überhaupt eine Bewerbung bei einer ZA hast, dann kannst du im Vorstellungsgespräch deine gesundheitliche Situation voll ansprechen - denn du musst ja genau danach eine Stelle finden, bei der du nicht wieder eine gesundheitliche Gefährdung erlebst.......
und: klar kann man vorschlagen, dass man gerne ein paar Tage probe arbeiten will, damit für den Arbeitgeber sowie für Dich eine "faire" Möglichkeit gegeben ist, sich kennenzulernen :cool:
Das muss man dann der Arge melden - schon allein aus versicherungsstechn. Gründen.
Wenn du fragst, ob es bei der neuen Arbeitsstelle ausreichend Möglichkeiten gibt für deine notwendigen "Ruhezeiten" - hygienische Voraussetzungen für deine Spritzen und auch geeignete Notfallmaßnahmen - dann nehmen die sich sicher mit Kusshand! *hüstel*

Nun lehn dich mal zurück und tu die ZA aus deinem Kopf.. kommt ZA.. kommt Lösung..
 

aquani

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Ihr Lieben,

danke für eure Antworten.

Sagt mal, wenn hier die Rede vom "Medizinischen Dienst" ist - ist da der vom Arbeitsamt gemeint? Oder der von der KK?

Wenn ich das jetzt also richtig verstanden habe, dann sollte ich, wenn ich mich arbeitslos melde, gleich mit dazu sagen, dass ich gesundheitlich eingeschränkt bin (Diabetes und psychisch eingeschränkt) und darum bitte, dass mich der Medizinische Dienst dort begutachtet?
 
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