Angst vor meinem Termin beim Arbeitsamt,wegen der Nahtlosregelung

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Sunny1

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Am Montag, dem ??.05.2019 habe ich beim Arbeitsamt einen Termin beim medizinischen Dienst.
Dieser soll mich dann bewerten, ob ich wirklich in diese Regelung rein darf.
Ich leide unter Depressionen. Mein Leben hat sich auf ein Minimum reduziert.
Ich fahre kein Auto mehr, gehe nicht alleine raus, usw.. Bin in einer Psychotherapie.
Nun habe ich riesige Angst davor, dorthin zu gehen. Das ich was falsches sage oder auch was vergesse.
Wie habt ihr so einen Termin erlebt?
Einer Bekannte, die ich in der Reha vom letzten Jahr kennen gelernt habe, wurde die Nahtlosigkeit abgelehnt.
Zu meinen Diagnosen
F33.2 G, schwere wiederkehrende Depression
F41.1 G, generalisierte Angsstörung

F43.2 G Anpassungsstörung
F41.0 G posttraumatische Belastungsstörung.
Dazu noch eine Spinalkanalstenose.
 

Giggi66

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Hallo Sunny1,
das kann ich sehr gut verstehen,mir ging es genauso.
Ich möchte dir Mut machen, ich war nur etwa 10 Minuten bei der Rehasachbearbeiterin ,dann war schon alles besprochen Sie hat mich quasi nur persönlich über meine Mitteilungspflicht aufgeklärt und mir gesagt das ich erst einmal „gesund“ werden müsste und sie mich in 3 Monaten nochmal zum Gespräch einladen wird. Mehr war nicht.

Ich möchte dir aber raten eine Begleitung mitzunehmen, dann kann man später noch über gesprochenes sprechen.

Es ist wichtig das du sagst das du AU bist und noch bleiben wirst .
Und KEINE AU bei der Bundesagentur abgeben!!! Nur zur Krankenkasse und Arbeitgeber.

Ich drück dir die Daumen es wird alles gut

Liebe Grüße
Giggi66
 

Sunny1

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Hallo Sunny1,
das kann ich sehr gut verstehen,mir ging es genauso.
Ich möchte dir Mut machen, ich war nur etwa 10 Minuten bei der Rehasachbearbeiterin ,dann war schon alles besprochen Sie hat mich quasi nur persönlich über meine Mitteilungspflicht aufgeklärt und mir gesagt das ich erst einmal „gesund“ werden müsste und sie mich in 3 Monaten nochmal zum Gespräch einladen wird. Mehr war nicht.

Ich möchte dir aber raten eine Begleitung mitzunehmen, dann kann man später noch über gesprochenes sprechen.

Es ist wichtig das du sagst das du AU bist und noch bleiben wirst .
Und KEINE AU bei der Bundesagentur abgeben!!! Nur zur Krankenkasse und Arbeitgeber.

Ich drück dir die Daumen es wird alles gut

Liebe Grüße
Giggi66
Vielen Dank für deinen Beitrag. Das gibt mir etwas Hoffnung. Soll meine Begleitung , die mich ja dahin fährt , mit rein in den Raum kommen? Und wenn sie sagen das sie nicht mit rein darf?
Ich hoffe das es bei mir auch schnell geht und ich mich gut schlage. Depressionen kann man ja leider nicht sehen . Die Auswirkungen auch nicht. Ich habe bei vielen Menschen Probleme in in kurzen Sätzen zu sagen was ich habe
 

Giggi66

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Hallo Sunny1,
ja deine Begleitperson darf auf jeden Fall mit rein gehen.
Ich habe die gleichen Diagnosen wie du , deshalb kann ich dich sehr gut verstehen. Wichtig ist das du gute Ärzte bzw. Psychater hast die dich durchgängig AU schreiben, die Bundesagentur kann dich mit den Einschränkungen nicht mal eben so in einen Job vermitteln.

Hast du einen GdB? Und einen GdS? Hast du schon EM Rente beantragt? Das wären für die Bundesagentur gute Argumente

Liebe Grüße Giggi66
 

Sunny1

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Hallo Sunny1,
ja deine Begleitperson darf auf jeden Fall mit rein gehen.
Ich habe die gleichen Diagnosen wie du , deshalb kann ich dich sehr gut verstehen. Wichtig ist das du gute Ärzte bzw. Psychater hast die dich durchgängig AU schreiben, die Bundesagentur kann dich mit den Einschränkungen nicht mal eben so in einen Job vermitteln.

Hast du einen GdB? Und einen GdS? Hast du schon EM Rente beantragt? Das wären für die Bundesagentur gute Argumente

Liebe Grüße Giggi66
Ich hatte im August 2018 den GdB beantragt . Antwort im Februar das ich 20 bekomme. Nach einem Einspruch jetzt 30. ich lasse den Widerspruch aber in Münster weiter laufen. Ich denke das 30 etwas wenig ist. Was ist GdS? Ja, die andrero69@gmx.de Rente habe ich im Januar beantragt und bald werde ich einen Termin beim Gutachter haben .
 

Doppeloma

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Hallo Sunny1,

Am Montag, dem ??.05.2019 habe ich beim Arbeitsamt einen Termin beim medizinischen Dienst.
Dieser soll mich dann bewerten, ob ich wirklich in diese Regelung rein darf.

Der ÄD hat nicht "zu bewerten", ob du Anspruch auf die Anwendung einer gesetzlichen Regelung hast, wenn du aus dem Krankengeld ausgesteuert wirst (wann war das ?), sondern nur festzustellen mit welchem "Restleistungs-Vermögen" du vielleicht noch in eine (andere) Tätigkeit vermittelt werden könntest.

Mir ist durchaus bekannt, dass es bei der AfA gerne anders formuliert oder behauptet wird aber du hast in JEDEM Falle Anspruch auf ALGI wegen genau dieser Sonderregelung des § 145 SGB III, zumal du ja auch schon einen Antrag auf EM-Rente gestellt hast.

Ich leide unter Depressionen. Mein Leben hat sich auf ein Minimum reduziert.
Ich fahre kein Auto mehr, gehe nicht alleine raus, usw.. Bin in einer Psychotherapie.
Nun habe ich riesige Angst davor, dorthin zu gehen. Das ich was falsches sage oder auch was vergesse.
Wie habt ihr so einen Termin erlebt?

Die Ärzte dort sind in der Regel "Allgemeinmediziner" und es ist wichtig, dass du einige (wenige) aktuelle Arztberichte (in Kopie) mitnehmen kannst aus denen deine Diagnosen hervorgehen, trotzdem musst DU IMMER subjektiv bereit sein, mit dem verbliebenen "Restleistungs-Vermögen" noch arbeiten zu WOLLEN ...

Es ist völlig egal wie realistisch das (aus deiner aktuellen Sicht) ist, du darfst (für ALGI-Bezug) niemals völlig "krank" sein (auch nicht nach der Aussteuerung), dann kann man dir tatsächlich die Leistung ablehnen.
Wenn der ÄD dir selber dann bescheinigt, dass es aktuell (für länger als 6 Monate) gar nicht möglich wäre dich zu vermitteln, dann wird er das so an die Arbeitsvermittlung weitergeben und die müssen das auch akzeptieren.

Bitte informiere die AfA UND den ÄD zu deinem gestellten Antrag auf EM-Rente (ein schriftlicher Nachweis dazu wäre gut), die informieren sich nicht immer unbedingt selber dazu.
Üblicherweise wird dann erst mal abgewartet wie die DRV dazu entscheiden wird ...
Mit den Arbeitsvermittlern brauchst du über deine Gesundheitsprobleme überhaupt nicht reden, das sind keine Ärzte die das überhaupt (medizinisch) beurteilen könnten.

Wenn der ÄD dich für begrenzt "vermittelbar" halten würde (dann gilt angeblich die "Nahtlosigkeit" nicht), dann muss man dich (in der Arbeitsvermittlung) erst mal dazu beraten, was du denn mit diesem "Restleistungs-Vermögen" so anfangen könntest am umliegenden Arbeitsmarkt.

Dein Anspruch auf Zahlung des ALGI besteht also trotzdem, man stuft dich aber als angeblich "normalen Arbeitslosen" ein ... gesetzlich erfolgt das aber immer noch wegen § 145 SGB III ...
In der Regel gibt es NICHTS wohin man dich damit wirklich vermitteln könnte und es ist auch zu beachten dabei was du dort z. B. verdienen würdest ... alles zur Zumutbarkeit bei der AfA findest du im § 140 SGB III ...


Das gilt auch nach einer Aussteuerung ...

Einer Bekannte, die ich in der Reha vom letzten Jahr kennen gelernt habe, wurde die Nahtlosigkeit abgelehnt.

Dann hat sie vermutlich schwere Fehler gemacht bei ihren Angaben / Aussagen und keine (noch so geringe) "Arbeits-Bereitschaft / Verfügbarkeit" signalisiert, es ist schwer zu beurteilen wenn man die genauen Umstände nicht kennt, die in diesem Falle dazu geführt haben.

Bei Ablehnung legt man Widerspruch ein, es gibt nicht viele (rechtlich zulässige) Gründe dafür und man sollte sich das so nicht bieten lassen.

Die "Nahtlosigkeit" kann schon deswegen nicht abgelehnt werden, weil das ein "Kunstbegriff" ist den es im Gesetz so gar nicht gibt ... :icon_evil:
Das soll eigentlich nur bedeuten, dass nach einer Aussteuerung (= Ablauf Krankengeld) ein bestehender Anspruch auf ALGI "nahtlos" zu erfüllen ist, um Zahlungslücken zu vermeiden bis zu einer Reha oder EM-Rente von der DRV entschieden wurde.

Einen solchen Antrag (an die DRV) zu stellen (wenn noch nicht erfolgt) darf die AfA in diesem Falle verlangen aber diese Lohnersatzleistung einfach verweigern darf die AfA NICHT ... man hat einen Rechtsanspruch auf dieses Geld.

Immerhin hat man für diese persönliche Versicherungsleistung / Lohnersatzleistung oft jahrelang aus seinem Erwerbs-Einkommen Beiträge eingezahlt, das darf also gar nicht so einfach "abgelehnt" werden auf Grund einer ärztlichen Stellungnahme vom ÄD der AfA.

Auch zum ÄD kannst du eine Begleitperson (Beistand nach § 13 SGB X) mitnehmen (wie zu jedem Beratungstermin bei der AfA sonst auch), ob der Beistand mit in den Untersuchungsraum darf wird aber letztlich der beauftragte Arzt zu entscheiden haben.

In meinem Falle war ich (vor über 10 Jahren) sogar noch ohne Begleitung dort, die Ärztin war sehr nett und gründlich und hat mich dann auch direkt aus der "aktiven Vermittlung" genommen.
Ich hatte dann keine "Vermittlungs"-Termine bei der AfA und bekam problemlos mein ALGI bewilligt und gezahlt, sogar noch als die DRV meinen EM-Renten-Antrag bereits abgelehnt hatte.

Was dir sonst geschrieben wurde dazu betrifft eher Beratungstermine bei den Arbeits-Vermittlern, dort darf man deinen Beistand nicht ohne triftige (schriftliche) Begründung einfach wegschicken.
Den weiteren Ausführungen dazu kann ich mich nur anschließen, besonders dem Hinweis der AfA KEINE AU-Bescheinigungen mehr zu liefern ... als Entschuldigung gelten die dort sowieso nicht mehr für die bereits ausgesteuerte Krankheit ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Kessia

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Hallo Sunny1,
, trotzdem musst DU IMMER subjektiv bereit sein, mit dem verbliebenen "Restleistungs-Vermögen" noch arbeiten zu WOLLEN ...Es ist völlig egal wie realistisch das (aus deiner aktuellen Sicht) ist, du darfst (für ALGI-Bezug) niemals völlig "krank" sein (auch nicht nach der Aussteuerung), dann kann man dir tatsächlich die Leistung ablehnen.

Hier habe ich mal eine Frage:
Also auch beim ärztlichen Dienst ist das Restleistungsvermögen anzubieten, selbst wenn man wie Sunny unter erheblich psychischen Problemen leidet?
Oftmals gehen diese Erkrankungen ja auch mit einer erhöhten Antriebsschwäche (mithin sogar Antriebslosigkeit), Schwermütigkeit und einem gesteigertem Leistungsabfall einher. Wie verträgt es sich da, einerseits mitzuteilen, dass man sich dem Arbeitsmarkt mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellt, anderserseits aber aufgrund diverser und psychisch beeinträchtigender Symptome dieses Restleistungsvermögen ja gar nicht mehr besitzt? So kann doch niemand vermittelt werden und/oder glaubhaft darlegen, sich mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen zu wollen. Das passt doch irgendwie nicht, oder? Versteht ihr, wie ich es meine?

Was passiert denn, wenn Sunny (rein fiktiv betrachtet) beim ärztlichen Dienst z.B. sagt, sie ist aufgrund ihrer Erkrankung derzeit kaum handlungsfähig, in allen Bereichen des täglichen Lebens stark eingeschränkt, ohne Energie, ohne Antrieb, weil sie z.B. unter Schlafstörungen leidet und ständig müde ist. Nur ein Beispiel von vielen bei Depressionen. Sunny würde sagen, sie kann derzeit nirgends arbeiten (was ja wahrscheinlich auch so wäre und bei den Symptomen ausschließlich die Wahrheit wäre) ,verliert aber dabei ihr Anrecht auf ALG1?
Sunny müsste ja nicht mal sagen, dass sie momentan gar nicht belastbar wäre, denn bereits ihre Symptome lassen eine Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Wie glaubwürdig klingt dann, dass man sich diesem dennoch zur Verfügung stellen muss?
Muss Sunny diese Verfügbarkeit beim ärztlichen Dienst also trotzdem und ausdrücklich signalisieren, damit sie ihren. Anspruch auf ALG 1 nicht verwirkt?
 

Kessia

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Natürlich nicht und das soll sie ja auch gar nicht. Ich wollte bloß in Erfahrung bringen, ob sie beim ärztlichen Dienst ausdrücklich betonen muss, dass sie sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt oder könnte sie das aufgrund der hier fiktiv geschilderten Symptome einfach weglassen?
 

HermineL

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Also auch beim ärztlichen Dienst ist das Restleistungsvermögen anzubieten, selbst wenn man wie Sunny unter erheblich psychischen Problemen leidet?
Er muss sich nicht beim ärztlichen Dienst mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen sondern lediglich bei der AFA. Der ärztliche Dienst erstellt sein Gutachten in der Regel nach Aktenlage. Sollte er doch begutachtet werden muss er selbstverständlich alle seine Probleme angeben. Eine eigene Einschätzung der Leistungsfähigkeit gehört nicht dazu. Genau die soll der ÄD ja feststellen.

Wie verträgt es sich da, einerseits mitzuteilen, dass man sich dem Arbeitsmarkt mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellt, anderserseits aber aufgrund diverser und psychisch beeinträchtigender Symptome dieses Restleistungsvermögen ja gar nicht mehr besitzt?
Das ist vollkommen irrelevant denn zum einen steht das Restleistungsvermögen vor der Begutachtung durch den ÄD noch gar nicht fest zum anderen dient dies nur der fiktiven zur Verfügung stellen. Um Leistungen nach § 145 SGB III zu erhalten muss man sich mit dem Restleistungsvermögen (wie auch immer das aussieht) zur Verfügung stellen damit man überhaupt Leistungen bekommt da nur dann jemand Anspruch auf ALG I hat der auch der Vermittlung zur Verfügung steht.

So kann doch niemand vermittelt werden und/oder glaubhaft darlegen, sich mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen zu wollen. Das passt doch irgendwie nicht, oder? Versteht ihr, wie ich es meine?
Die Vermittlung ist auch nicht Sinn und Zweck der Übung sondern nur die fiktive zur Verfügungstellung. Wie gesagt steht das Restleistungsvermögen bis das der ÄD dies begutachtet hat fest. Wenn dieser dann zu der Erkenntnis kommt das für mindestens 6 Monate das Leistungsvermögen unter 6 Stunden liegt muss die AFA den Antragsteller auffordern einen Reha oder Rentenantrag zu stellen. Während dieser Reha oder Rentenantrag entscheidet dann die DRV ob der Antragsteller noch erwerbsfähig ist oder nicht. Bis zu dem Zeitpunkt an dem die DRV rechtskräftig entschieden hat muss die AFA weiterhin Leistungen zahlen da vorher das Restleistungsvermögen nicht abschließend geklärt ist. Das wiederum kann länger dauern als man ALG I Anspruch hat.

Merke, es geht hier nie wirklich um ein echte Vermittlung. Diese wäre zwar theoretisch möglich aber zum einen müsste es dafür erst einmal einen leidensgerechten Arbeitsplatz geben und die AFA müsste die Einschränkungen die derjenige hat exakt berücksichtigen. Siehe hierzu auch § 145 SGB III in dem die Vorgehensweise normiert ist.

Hoffe das war zumindest etwas verständlich. I
 

Kessia

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Er muss sich nicht beim ärztlichen Dienst mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen sondern lediglich bei der AFA.

Genau darum ging es mir. Also ob man beim ärztlichen Dienst (bei der AfA ist soweit klar, da wird man ja schon bei Antragstellung mittels eines PC-Programms entsprechend eingestuft) ausdrücklich betonen muss, sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen oder ob man diese Thematik beim ärztlichen Dienst auch aussparen kann bzw. sich hier nicht zu äußern braucht.

Eine eigene Einschätzung der Leistungsfähigkeit gehört nicht dazu. Genau die soll der ÄD ja feststellen.

Jup. Das ist auch in meinem Verständnis, dass sich der Betroffene beim ärztlichen Dienst - entgegen wie bei der AfA - zur eigenen Restleistung gar nicht zu äußern braucht, sondern beim ärztlichen Dienst nur seine Symptome schildert.

Bitte nicht falsch verstehen, ich nahm an, man muss beim ärztlichen Dienst ausdrücklich auf seine Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt hinweisen, um seine ALG 1 Ansprüchen nicht zu verlieren.

Vielen Dank Hermine für deine verständlichen Darlegungen und der Klarheit, die du mir hier verschafft hast.
 

iwis

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Hallo Kessia,

"ich stelle mich mit meinem Restleistungsvermögen der Vermittlung zur Verfügung"

auch wenn dieses Restleistungsvermögen vom ÄD der AfA mit 0 bewertet würde , ändert es doch nichts an der vorigen Aussage.
Das muss man erstmal verinnerlichen

LG iwis
 

Doppeloma

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Hallo Kessia,

Muss Sunny diese Verfügbarkeit beim ärztlichen Dienst also trotzdem und ausdrücklich signalisieren, damit sie ihren. Anspruch auf ALG 1 nicht verwirkt?

GENAU so ist es und alle deine sonstigen Fragen dazu sind zwar (menschlich) nachvollziehbar, aber es hat keine Bedeutung für die Entscheidung dieser Behörde.
Darum "warne" ich ja überall davor das "irgendwie logisch" verstehen zu wollen, wer sein Geld von der AfA braucht muss "mitspielen", egal wie "unlogisch" das klingt ...

ALGI bedingt die "Verfügbarkeit" für die Vermittlung am Arbeitsmarkt, stellt man die selbst komplett in Frage, bekommt man auch nach der Aussteuerung KEIN ALGI.

Eine tatsächlieche Vermittlung ist mir bisher noch nicht bekannt geworden aber die (theoretische) Bereitschaft MUSS man IMMER signalisieren, auch beim ÄD ... daher ist es auch nicht günstig wenn behandelnde Ärzte für diese Untersuchung extra was schreiben und betonen, wie krank ihre Patienten doch sind und dass sie (aus ärztlicher Sicht) überhaupt NICHTS arbeiten KÖNNEN.

Damit kann der eigene Arzt möglicherweise dafür sorgen, dass sein Patient vielleicht kein ALGI bekommen wird, denn der Betroffene wird ja meist "froh" sein über diese klare Meinung seines behandelnden Arztes ... und ist sich über die Konsequenzen bei der AfA gar nicht im Klaren.

MfG Doppeloma
 

Sunny1

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Vielen Dank für eure Informationen. Sie waren sehr hilfreich gewesen. Mir wurde jetzt am Termin, der doch relativ gut lief, zugesagt, das ich in diese Regelung fallen werde, bis ich einen Bescheid von der RV bekomme. Jetzt muss ich noch auf den GA Termin von der RV warten. Die Information, das ich eingeladen werde, ist leider schon am 21.03.2019 gekommen und ich warte jeden Tag auf Post. Das Warten macht meine Situation nicht einfacher.
 

saurbier

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Na ja, die Terminierung bei den DRV Gutachtern kann inzwischen mitunter sehr lange auf sich warten lassen.

Wie man hier so lesen kann, scheinen die Gutachter inzwischen sehr gut ausgelastet zu sein, daß da so 6 Monate oder mehr wohl keine Seltenheit sind.

Das das warten an den Nerven zehrt ist ja nicht ungewöhnlich, denn immerhin hängt davon meist auch die Zukunft für unsereins in nicht unerheblicher finanzieller hinsicht ab.


Grüße saurbier
 

Giggi66

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Hallo zusammen,
ich habe aktuelle Fragen an Euch,

1. so wie es aussieht werde ich anstatt Voller nur Teilemrente bekommen, ich muss meinem AG Unterlagen schicken , ob er mir einen Leidensgerechten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann.
( dieses hat er in 2017 ja eigentlich schon abgelehnt)

Ich strebe ja Volle EM Rente an und kann aus gesundheitlichen Gründen ( Bossing\ Mobbing) nicht bei meinem AG arbeiten.

Was kann ich tun wenn es nur Teilrente wird ? Habe aber sehr viele Einschränkungen laut Gutachter .
der DRV .

Ich schlafe schon wieder nicht mehr

Liebe Grüße

Giggi66
 
E

ExUser 2606

Gast
1. so wie es aussieht werde ich anstatt Voller nur Teilemrente bekommen, ich muss meinem AG Unterlagen schicken , ob er mir einen Leidensgerechten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann.
( dieses hat er in 2017 ja eigentlich schon abgelehnt)
We sagt das, dass es nut Teilrente wird und wer verlangt, dass du diese Untelagen zu Deinem Arbeitgeber schickst?
 

Giggi66

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Hallo Kerstin_K,

Werde Anfang der Woche Post von der DRV bekommen, mit der Bescheinigung für meinen Arbeitgeber.
Er soll bestätigen ob er mir einen Leidensgerechten Arbeitsplatz in Teilzeit anbieten kann oder nicht.
Ich habe mit meinem Sachbearbeiter gesprochen, er hat das so angedeutet.

Lt. dem mir vorliegenden Gutachten wäre ich 3-6 Stunden arbeitsfähig, was ich aber nicht bestätigen kann. Ich bin laut meinen Fachärzten unter 3 Stunden arbeitsfähig. Und würde weiter krank geschrieben.

Lg Giggi66


Sorry habe gerade gesehen das ich im falschen Block geschrieben habe 🙈
 
Zuletzt bearbeitet:

saurbier

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Hallo Giggi66,

vorab doch die ernsthafte Frage, warum telefonierst du überhaupt mit den Herrschaften. Laß das doch einfach, dafür gibt es keinen Grund.

Die können dir doch am Telefon jeden Blödsinn erzählen und das macht dich dann nur noch verrückter.

Wenn eine Behörde was von dir will, nun gut dann sollen sie dir das per Post mitteilen!

Lt. dem mir vorliegenden Gutachten wäre ich 3-6 Stunden arbeitsfähig, was ich aber nicht bestätigen kann. Ich bin laut meinen Fachärzten unter 3 Stunden arbeitsfähig.

Nun ja, wenn du lt. Gutachten noch 3-6 Sd./tägl. Leistungsfähig bist, dann ist es eher normal, daß die DRV versuchen wird alles zu unternehmen das du noch in Arbeit kommst. Da ist dann der erste Weg zu schauen ob dich dein bisheriger Arbeitgeber nicht weiter beschäftigen kann, denn dafür gibt es viele HIlfmöglichkeiten seitens der DRV. Du darfst nie vergessen, die DRV ist nicht nur für Rente zuständig, vorrangige Aufgabe ist die Wiederherstellung bzw. der Erhalt deiner Arbeitskraft. Da gibt es seitens der DRV Arbeitshilfsmittel oder eben Lohnzuschüsse.

Wie du deine Leistungsfähigkeit selbst einschätzt bzw. deine Ärzte steht eh auf einem ganz anderen Blatt, da vertraut die DRV eh keinem - ja mitunter nicht mal den eigenen Gutachtern. Darüber entscheiden alleine die Sachbearbeiter im Bereich des sozialmedizinischen Dienstes der DRV, was eh lächerlich genug ist.

HIer kommt es jetzt nur auf deinen Arbeitgeber an, wenn der dich wirklich nicht wieder zurück haben will, nun dann kann es das ja der DRV schreiben.

Dann wird die DRV ihrerseits überlegen müssen wie man weiter mit dir verfährt. Ob du dann gg.f eine Teil-EMR erhälst die man dir von Anfang an als Arbeitsmarktrente zahlt weil es derzeit keinen geeigneten sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsplatz gibt, oder eben eine volle EMR weil deine Gesundheit es nicht zuläßt. Das kann von hier niemand beurteilen - leider. All das ist aber auch ein wenig davon abhängig wie Alt du bist und welche gesundheitliche Prognose im Raum steht.

Mal als kleines schlichtes Beispiel, ich hab mit knapp 40 fünf Jahre um eine BU-Rente vor Gericht gestritten (trotz Befürwortung von 5 DRV Ärzten und orthopädischen KH-/ Klinik-Ärzten) und diese dann endlich per Gerichtsurteil dann erhalten. Ende 2010 hatte ich einen Unfall und in dessen Folge nach einer OP Anfang 2012 eine Rehe aus der ich auch mit 3-6 Std./tägl. noch Leistungsfähig entlassen wurde (mit vielen Einschränkungen) woraufhin mir dann die DRV Ende 2012 eine Arbeitsmarktrente bewilligte. Diese wurde inzwischen zwei mal anstandslos verlängert. Jetzt als inzwischen ü60 und nach gut 20 Jahren Rentenbezug will mir die DRV jedoch meine Rente nicht mehr weiter verlängern, ja nicht einmal meine alte per Gerichtsurteil zugesprochene Rente zahlen. Du sieht hoffentlich wie die DRV inzwischen tickt.


Grüße saurbier
 

Giggi66

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Hallo Saurbier,

erst einmal danke für deine Antwort. Du hast vollkommen Recht ich hätte nicht anrufen dürfen,
habe mich nur nach Bearbeitungsstand erkundigt.

Ich habe mit einer Rehaberaterin 2017 bei meinem AG gesessen und wegen Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz, oder LTA Umschulung gesprochen. In großer Runde mit Vorgesetzten und Betriebsrat wurde uns mitgeteilt das kein anderer Arbeitsplatz für mich zur Verfügung steht, ich hoffe das bleibt auch so, weil ich wegen meinem Gesundheitszustand gemobbt und gebosst wurde .

Müsste ich zurück wäre ich spätestens nach einer Woche stationär Psyche.
Außerdem glaube ich nicht, das bei meinen vielen Einschränkungen ,bei meinem jetzigen AG
Bzw. allgemeinen Arbeitsmarkt nichts bekommen werde.

Ich hoffe ja immer noch auf volle EM Rente weil im Gutachten einige Diagnosen gar nicht erwähnt wurden.

Was meint ihr?

Liebe Grüße

Giggi66
 
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