Angst vor der Betriebskostenabrechnung allgemeine Frage (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Peanut

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Hallo,
ich wohne in Leipzig in einer Mietwohnung. Im Haus selbst gibt es mehrere Mietwohnungen.

Die Wohnung entspricht der örtlichen KDU. Ich wohne seit ca. 1 Jahr hier und bin zufrieden soweit.

Irgendwann werde ich demnächst meine Betriebskostenabrechnung erhalten. Es ist die erste Betriebskostenabrechnung, die ich für diese Wohnung erhalten werde.
Ich habe mich mit einer Nachbarin unterhalten und sie sagte, dass sie bei ähnlicher Wohnungsgröße eine sehr hohe Nachzahlung bzw hohe monatliche Nebenkostenvorauszahlungen hat(ca 100 € im Monat).

Sie meinte dies liegt auch daran, weil eine Nachbarin im Haus sehr viel heizt.
Mein Nebenkostenabschlag pro Monat beträgt 55 €

Ich habe nun Angst vor einer recht hohen Abrechnung. Natürlich werde ich meine Abrechnung prüfen um Fehler auszuschließen.

Kann ich zum Wohnungswechsel aufgefordert werden, weil die Betriebskostenabrehnunng zu hoch ist?

Ich lebe wirklich recht sparsam was Energie angeht. Meine Standard Raumtemperatur liegt bei 18 Grad(in der Heizperiode) und ich verbrauche wenig Wasser.

Ich fühle mich ziemlich ohnmächtig. Ich kann akzeptieren, dass man mit ALG II sparen muss. Ich finde das sogar gut. Aber ich weiß nicht, was ich gegen Kosten tun kann, für die ich letztlich nicht voll verantwortlich bin?

Ich habe in meiner Wohnung für Küche und Bad eigene Wasserzähler. Und einen Heizkostenzähler im Keller für meine Wohnung.

Könnt ihr mir vielleicht auch ein paar allgemeine Informationen geben? Ich meine Prozentual geschätzt. wie ist die Kostenverteilung zwischen Kosten die ich selbst beeinflussen kann?(Wasserverbrauch Heizkostenverbrauch ) und Kosten die allgemein auf alle Mieter je nach Wohnungsgröße umgelegt werden?

Liebe Grüße
Tobias
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Tobias,

Ich habe nun Angst vor einer recht hohen Abrechnung
Nun mal langsam, mach dir nicht im Vorfeld Gedanken.

Mein Nebenkostenabschlag pro Monat beträgt 55 €
Hierzu mal eine Verständnisfrage, dieser Betrag beinhaltet die kalten und
warmen Betriebskosten,du hast keinen Vertrag mit einem Gasanbieter zum Beispiel?

Beim Einzug in die Wohnung wurde eine Übergabeprotokoll mit dem Vermieter gemacht und die Anfangsbestände von Gas/Wassergeräte plus Gerätenummer erfasst im Protokoll?

Welche Heizungsart liegt bei dir vor Fernheizung?

Das sind dann deine Anfangsbestände.
 

Peanut

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Beim Einzug in die Wohnung wurde eine Übergabeprotokoll mit dem Vermieter gemacht und die Anfangsbestände von Gas/Wassergeräte plus Gerätenummer erfasst im Protokoll?
Ja

Hierzu mal eine Verständnisfrage, dieser Betrag beinhaltet die kalten und
warmen Betriebskosten,du hast keinen Vertrag mit einem Gasanbieter zum Beispiel?
Ich habe Heizkosten von 45 € und Nebenkosten von 55 €.
So steht es im Bescheid vom Jobcenter. Einen Extravertrag mit einem Gasanbieter gibt es nicht.

Meine Mutter, die mir die Wohnung besorgt hat, meinte glaube ich mal dass ich eine Fernwärme Heizung habe. Ich kenne mich mit solchen Dingen insgesamt eher schlecht aus

Ich hoffe ich konnte die Fragen einigermaßen beantworten.

Liebe Grüße
Tobias
 

Seepferdchen 2010

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Du kannst auch hier nachlesen bei Leipzig/Stadt und Leipzig/LK

https://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/

Wasser muß verbraucherabhängig abgerechnet werden, du hast dafür eine Wasseruhr in der Wohnung, also nicht nach dem Umlageschlüssel Wohneinheit oder Wohnfläche abrechnen, sondern hat den exakten Verbrauch zugrunde zu legen.

Wichtig ist bitte auch was steht in deinem Mietvertrag zu den Heizkostenabrechnung?
 

Peanut

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Ich habe keine besonderen Punkte gefunden. Zur Heizkostenabrechnung an sich steht gar nichts da.

Es werden die von mir genannten Nebenkosten und Heizkosten sowie andere Betriebskosten aufgeschlüsselt und es steht da, dass innerhalb eines Kalenderjahres die Abrechnung durch den Vermieter erfolgen muss.

Es geht mir in diesem Posting nur umm Kosten die Verbrauchsabhängig von allen Mietern sind und damit anteilig auf mich umgelegt werden.

Die sonstigen fixen Heizungskosten und der Nebenkostenabschlag entspricht der örtlichen KDU.

Die Sache ist, im Haus hat glaube ich auch jeder einen anderen Vermieter von daher kann es ja sein, dass der Mietvertrag meiner Nachberin ganz anders ist als meiner.

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Anliegen deutlich geworden ist.

Liebe Grüße
Tobias
 

Seepferdchen 2010

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Und einen Heizkostenzähler im Keller für meine Wohnung.
Also ist im Keller eine Erfassungssystem installiert und somit sind die Heizkosten wie bereits auch schon zu den Wasserkosten geschrieben
verbraucherabhängig abzurechnen.

Jeder zahlt seinen Verbrauch nach dem Stand beim Zähler.

Die Sache ist, im Haus hat glaube ich auch jeder einen anderen Vermieter von daher kann es ja sein, dass der Mietvertrag meiner Nachberin ganz anders ist als meiner.
Das ist durchaus möglich, das unterschiedliche Mietverträge innerhalb
vom Haus/Mieter vorhanden sind.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Zur Heizkostenabrechnung an sich steht gar nichts da.
Muss auch nicht, da das alles verbindlich in der Heizkostenverordnung geregelt ist.
Vertragliche Abweichungen davon sind nur bei Einliegerwohnungen zulässig, was nach deiner Schilderung bei dir aber wohl nicht zutrifft.

Es geht mir in diesem Posting nur umm Kosten die Verbrauchsabhängig von allen Mietern sind und damit anteilig auf mich umgelegt werden.
Da die Heizkosten zu mindestens 50% nach deinem Verbrauch abzurechnen sind, kann sich ein erhöhter Verbrauch einer einzelnen Mieterin eigentlich nicht sooo drastisch auswirken.
 

romeo1222

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Wasser muß verbraucherabhängig abgerechnet werden, du hast dafür eine Wasseruhr in der Wohnung, also nicht nach dem Umlageschlüssel Wohneinheit oder Wohnfläche abrechnen, sondern hat den exakten Verbrauch zugrunde zu legen.
Nicht zwingend, ich wohne in einem Bundesland, wo es erst ab dem 31.12.2020 Pflicht wird. Gibt aber auch Bundesländer, die es schon sehr lange haben.
 

Tiefleger

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Wasserzähler
die sind in einigen Bundesländern nur bei Neubauten Pflicht.
Einen Zwang Bestandimmobilien "nachzurüsten" gibt es nicht.

Bleibt also nur der vereinbarte Umlageschlüssel.

Wassesparen lohnt kaum, wenn Wasserkosten nach Fläche (§556 BGB) umgelegt werden.
Frieren in der eigenen Wohnung ist auch nicht nötig. Sofern es dem JC gelingt, zumindest grob fahrlässigen Umgang mit Heizenergie nachzuweisen, würde eine Kostensenkungsaufforderung bereits ab Beginn der darauf folgenden Abrechnungsperiode greifen. Als Nachweis reicht es nicht nur einmal die Wohnung zu gucken.
Eine Examination der gesamten Heizanlage im Hause ist dem JC auch nicht möglich.
In der Kostensenkungsaufforderung hat JC dann die maximalen Kosten zu nennen. Da allerdings weder die notwendige Energiemenge noch die zukünftigen Kosten pro Energieeinheit bekannt sind, wird es für JC ziemlich schwierig.
Auch würde JC einen Wohnungswechsel mit dem Ziel Einsparung bei Heizkosten übernehmen müssen.

Kommt es zu einer "hohen" Nachforderung aus Betriebskostenabrechnung bedeutet das nur, Dein Vermieter hat Dir ein zinsloses Dralehne gewährt.
Eine Möglichkeit daraus dem Vermieter einen Strick zu drehen gibet es nicht.
Belegen lässt sich damit die Untauglichkeit der "Bruttokaltmiete" als brauchbarer Wert
 
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