Angiologische Begutachtung

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Esox

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Moin Moin,

...im Rahmen meines EU-Rentenantrages wurde ich nun zu einer angiologischen Begutachtung nach Rostock geladen, mein "Strohhalm" in dieser gesammten Rentenbeantragung.
Die orthophädische Begutachtung in Plau am See war schon ein Schlag ins Gesicht, hab es ja schon geschrieben.:icon_neutral:
Ich leide an einer Durchbluttungsstörung, hauptsächlich in den Beinen. Hatte im Jahr 2007 schon eine Beipass-OP( Unterschenkel) und habe eine verbleibende Gehtsrecke von ca. 300 Schritten.( Schaufenster-Krankheit /Falithrompatient)
"Erfolg oder Niederlage" hängen nun einzig und allein von diesem Gutachter ab, ich hoffe das es sich um einen "anständigen Mediziner" handelt, der auch Zeit u. Gehör für meine Beschwerden hat.
Habe nur 2 Berichte vom damaligen Operateur aus Ludwigslust ( Dr. Friedrich/ Gefäßchirurg)...mehr nicht.
Was brauche ich alles an Dokumenten zu diesem Termin?
Ist es so, dass eine Begleitperson der Begutachtung beiwohnen darf?


 
E

ExitUser

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Hallo,

normalerweise müsste in der Anforderung zum Gutachten stehen, welche Unterlagen mitgebracht werden sollen. Wenn da nix steht, dann die auf jeden Fall mitnehmen, die mit der angiologischen Problematik zu tun haben. Und wenn es nicht gerade mehrere Aktenordner sind, würde ich alle Befundberichte und KH-Berichte mitnehmen die vorhanden sind, und noch nicht vorliegen.

Bei einer solchen Begutachtung dürfen Beistände mitgenommen werden.

ich hoffe das es sich um einen "anständigen Mediziner" handelt, der auch Zeit u. Gehör für meine Beschwerden hat.

Da soll es noch vereinzelte Exemplare davon geben, erzählt man sich zumindest. Allerdings würde ich nicht absolut darauf bauen.
 

gelibeh

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Gehtsrecke von ca. 300 Schritten
Wieviel Meter sind das denn schmerzfrei? Hab auch Durchblutungsstörungen in den Beinen und eine schmerzfreie Gehstrecke unter 50m. Bin zwar noch in der Klagephase, aber der Gutachter des Sozialgerichts hat geschrieben, dass ich mangels Wegefähigkeit, einen Arbeitsplatz nicht erreichen kann. Bei mir wurde allerdings keine Angiografie gemacht, denn das ist, soweit ich weiß ein invasiver Eingrif, dem ich zustimmen müsste. Außerdem sagt die nicht aus, wieviel Meter Du schmerzfrei laufen kannst.
 

Esox

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....ja bei 300 Schritten ist Ende, da geht nichts mehr, ist eine ungefähre Gehstrecke von 180 - 190 Metern.
Schmerzfreie Gehstrecke ist fast so wie bei Dir.
Es werden die Fusspulse gemessen ( wie Blutdruck )...bei der Angio gehn sie in die Leiste rein und spritzen Kontrastmittel, gleichzeitig wird dieses bildlich dargestellt.
Aber sie glauben mir einfach nicht das ich nicht so weit gehen kann. Habe ja nun die Gehstrecke x male mit einem Schrittzähler ermittelt, es kommt immer wieder die gleiche dabei raus.
Ich musste mal bei einer Untersuchung durch die Arge aufs Laufband...selbst hier stimmten meine Aussagen.
Laut Gutachten muss ich 4 x 500 m in einer angemessenen Geschwindigkeit zurück legen können.....das ist für mich unmöglich. Naja mal sehen was beim Gutachten rauskommt......danke Euch für die Meldungen.
 

Muzel

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Esox, willst du das wirklich machen lassen? Diese Untersuchung hat doch gravierende Risiken. Ich würde diese Untersuchung nur bei medizinischer Indikation durchführen lassen und nicht, weil irgendein Hans Horst dir nicht glaubt.
Fußpulse kann man auch fühlen und Stenosegeräusche kann man auch hören und das muss reichen.
 

gelibeh

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Bei mir ist die Renteversicherung gar nicht erst auf die Idee gekommen, so ein Gutachten machen zu lassen und ich hätte auch nicht zugestimmt.

Das Problem ist, das auch die Dopplersonografie (Blutdruckmessung am Fuß) nichts über die tatsächliche schmerzfreie Wegstrecke aussagt und ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei der Angiografie anders sein sollte.
 

Esox

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....habe diese Angiographi ( Arterien ) schon lange hinter mir, das schlimmste war hinterher das lange Liegen ( 24 Stunden mit Druckverband ). Da hingegen war eine Flebographie ( Venen ) ein Mückenstich.

Selbst eine Müleographie, wo Nervenflüssigkeit ( Liquor ) aus der Wirbelsäule entnommen wird, ist wegen meinen orthophädischen Problemen mit der LWS gemacht worden. Alles kein Problem, die Beschwerden sind alle erkannt und bildlich dargestellt, aber das ist auch alles. Und nun meint ein Gutachter, dass ich arbeitsfähig bin...bis 8 Stunden bei mittelschwerer Tätigkeit.....:icon_neutral:. OP-Indikation zur Fussion einiger Wirbelkörper im LWS-Bereich besteht seit 2005....soll es ja so lange rausschieben bis nichts mehr geht oder ich meine Ausscheidungen nicht mehr halten kann.
Ja und nun soll ja ein angiologisches Gutachten erstellt werden, über meine Rest-Gehstrecke....trotz Beipass-OP hat sich diese leider nicht verlängert.
Naja, ich bin gespannt wie der Gutachter entscheidet.
Kommt es hier wieder zu einer Fehleinschätzung des Gutachters gehe ich damit an die Öffendlichkeit...und wenn es das Letzte ist was ich mache.

Ich bedanke mich für Eure Meldungen, nicht unterkriegen lassen ist die Divise....noch nicht!
 

Muzel

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Gelibeh, die Angiographie ist ein invasiver Eingriff, der Doppler nicht. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Doppler risikolos ist.
 

münchnerkindl

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Und ein Elektrorollstuhl?

Ich meine, ich hab mal mit Behinderten gearbeitet, und da dab es Rollstuhlfahrer, die hatten einen Vollzeitjob, ohne größere Probleme.
 

Esox

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...und da beginnt der Teufelskreis....in meinem Ort gibt es nur einpaar "kleine" Mediziner, die Fachärzte sind weit verstreut, da braucht es ein Auto um hinzukommen. Öffendliche Verkehrsmittel kann ich wegen meiner geringen Gehstrecke ja nicht nutzen.
Diese Definitionen über die Gehfähigkeit sind leider nicht für Betroffene gemacht, sie dienen den "Erfindern".
Naja, ich fahr da hin und lege meine Probleme dar.....kann mir schon vorstellen was da wieder bei rüber kommt. :icon_neutral:

Machts gut und bleibt nicht auf der Strecke.....
 

Muzel

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Esox, ich denke, dass ist ein Rentengutachter von dem du eingeladen bist. Die übernehmen auch die Taxikosten, wenn dein HA die Notwendigkeit bescheinigt.
 

Esox

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...alleine die Hin u. Rückfahrt wird schon eine Strapaze.
Ich werde da mal wieder einen Fahrer haben müssen, alleine komm ich nie hin und zurück, vielleicht bekommt meine Frau ja frei.
Wenn das alles nicht funktioniert werde ich wohl einen Antrag stellen müssen, damit der Ort der Begutachtung einwenig näher an meinem Wohnort liegt...in Schwerin gibt es ja auch kompetente Fachleute. Ein Richter ( Sozialgericht ) kann sich leider nicht in die Lage eines Kranken versetzen, kennt die Auswirkungen der Beschwerden nicht....leider.
Ich bin aber froh das ich eine weitere Möglichkeit erhalte meine gesundheitlichen Probleme darzulegen, aber da hat der Richter wohl selbst gesehen das bei meiner othtopädischen Begutachtung etwas nicht stimmte.

Auch Alkoholismus ist eine schwere Krankheit...erkenne ich alles an, viele dieser Erkrankten sind Rentner und führen sich täglich das zu was sie krank gemacht hat.
Aber dann bitte habe auch ich das Recht auf Rente, ich habe alles getan um wieder auf dem "Dampfer" zu kommen.....und hau mir ja nicht freiwillig jeden Tag mit einem Hammer auf die Knochen und schnüre meine Blutzufuhr ab.
Ich bin froh das ich mit meinem restlichen gesundheitlichen Vermögen + Medikation mit Morphin und weiteren Medikamenten über den Tag komme.
Es ist doch aber auch kein Wunder das man durch Fehleinschätzungen der Gutachter an den Rand zum Suizit getrieben wird, ...es ist einfach nur traurig.

Ich möchte Euch auch nicht länger langweilen....wünsche viel Gesundheit und Glück.
 

gelibeh

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zumindestens mich langweist Du nicht. Ich kämpfe seit März 2007 um eine Rente.
Kann nachfühlen, wie es Dir geht
 

Esox

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...ja in solche Lage kann sich nur der versetzen, dem es ähnlich geht, wie Euch.
Mein Antrag läuft ja nun schon seit 2005....ich darf garnicht daran denken :icon_neutral:, kein Wunder das man "müde" wird.
Zwischenzeitlich 2 BfW`s...Hamburg und Schwerin, während dieser Zeit wird der Antrag eingefroren, ....ich hab alles versucht und bin leider aus gesundheitlichen Gründen gescheitert, hab sogar doppelte Medikation ( Tramadolor ) geschluckt um durchzuhalten, ja schön blöde...wollte aber alles geben.
Ja ich hab schon ne Menge "exkrement" gemacht, bin sogar vor Schmerzen barfuss durch den Schnee gelaufen, total bekloppt...ich weiß. Aber nun ist damit Schluss, wird dieser Antrag abgelehnt, stelle ich einen neuen, und wenn ich bis nach Hannover zum Bundesozialgericht gehen muss. Sitze ja nur noch zu hause, mach die Hausarbeit , bereite das Essen zu ( gerne )...und schlucke Tabletten damit wenigstens das noch klappt. Das kann so nicht der Sinn des Lebens sein, aber was will man bei der desolaten gesundheitlichen u. finanziellen Situation machen.....?
Schön das es noch Leute gibt die einem "zuhören" und helfen die Probleme zu analysieren........
In diesem Sinne, wünsche Euch einen angenehmen Tag mit zumindest einwenig Freude....
 

Esox

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-Sorry für das Doppelposting-

Am kommenden Mittwoch ist es nun soweit, die angiologische Untersuchung in Rostock steht an. Ihr glaubt garnicht wie aufgeregt ich bin, denn von diesem Termin hängt schlichtweg alles ab.
Ich soll die mir zur Verfügung stehenden Unterlagen mitbringen, hab sie soweit auch zusammen. Alles ist diagnostiziert und steht geschrieben, visuell habe ich ja den OP- Bereich (Bein - Beipass-OP ), meine Ehefrau kommt mit....mehr geht nicht.
Ich hoffe nur das es sich um einen "anständigen" Mediziner handelt, der auch die Zeit hat ( 12.00 Uhr hab ich Termin, da ist ja meist Mittag ) und meine Probleme klar erkennt.
Aber da ich ja noch Auto fahre, ich somit eine eventuelle Arbeitsstelle erreichen könnte, erwarte ich eine Niederlage, das wäre dann die Zweite.
Aber die Flinte ins Korn werfen ist nicht, hab mir schon die "Akte 09" Seite rausgesucht, denn es kann ja nicht sein das ich mit all meinen Erkrankungen nicht einmal Erwerbsgemindert bin.....dank der Fehleinschätzung des Orthopäden.....dann mach ich es öffendlich, mit Name und Adresse, ich hab nichts mehr zu verlieren!

Tja, dann gehen wir es an........ich melde mich am Donnerstag!
 

Esox

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...es gibt sie noch.....die freundlichen Mediziner, die auch Zeit haben!

Meine Frau und ich würden sehr freundlich und persönlich vom behandelnden Arzt ( Gutachter ) empfangen.
Der Ablaufplan dieser Begutachtung wurde dargelegt, die Untersuchungen begannen umgehend, Dopplersonographie von Leistenarterie bis zu den Füßen, Laufband, Blutdruck und Puls....na alles was dazu gehört.
Auswertung der Messergebnisse sowie der mitgebrachten Befunde ( OP) usw.
Selbst die Mitarbeiter des Gutachters, alle sehr nett und höflich....sowas erlebt man nicht oft, da kenne ich auch andere.
Alles in allem hat es über 3 Stunden gedauert, und nicht nur 30 Minuten wie in Plau ( Orthopäden ).
Tja nun beginnt wieder das Abwarten, bis von Sozialgericht eine Nachricht kommt, ich hoffe das dieses mal zu meinen Gunsten entschieden wird, denn die Erkrankungen und gesundheitlichen Probleme sind ja klar erkannt und dokumentiert.
Nun liegt alles in den Händen des Richters...........na schaun wir mal.

Ich möchte mich an dieser Stelle einmal herzlich bei den Mitarbeitern der Südstadtklinik in Rostock für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft bedanken, ich wurde von den Behandlungsräumen bis zum Gutachter zurück sogar von einer Schwester begleitet ( durch die gesammte Klinik )...sowas habe ich noch nicht erlebt. Rechtherzlichen Dank !
 

gelibeh

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Na, da bin ich auf das Ergebnis ja mal gespannt.
...es gibt sie noch.....die freundlichen Mediziner, die auch Zeit haben!
Ich habe ähnliches bei meinem, vom Sozialgericht, bestellten Gutachter erlebt. Das war schon Klasse. Und das Gutachten ist auch zu meinen Gunsten.

Der Gutachter der DRV wusste schon nach 15Minuten ohne Doppler etc. das bei mir alles in Ordnung sei. Und, seine Aussage, ich sehe doch nicht so aus, als ob ich psychische Probleme hätte. Möchte mal wissen, was die für so ein Schrottgutachten zahlen.:icon_neutral:
 
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