Angemessenheit der Kosten für die Unterkunft (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

MagdaMandarine

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Hallo Forum,
ich bin hier ganz neu und hab, wie man annehmen kann, ein Anliegen. Ich wohne mit Untermietvertrag in dem unten steht, dass Gas und Strom getrennt am Jahresende geschätzt werden. Bei uns wird mit Gas über eine Gasetagenheizung geheizt und nun will das Amt prüfen, ob die Kosten für die Unterkunft angemessen sind. Deshalb war ich sogar schon bei der Beratung, allerdings dachte ich zu dem Zeitpunkt noch, dass wir eine Zentralheizung haben, womit meine Miete (Berlin, 410 Euro, Gebäudefläche: 720 qm) angemessen wäre. Nun habe ich festgestellt, dass dem nicht so ist und habe Angst über dem Schnitt zu liegen, weil ich meine, dass die Beratung gesagt hat, Gasetagenheizung hat eine geringere Mietobergrenze. Im Internet finde ich nur die Berechnungen für Erdgas. Die Klausel, dass Gas und Wasser geschätzt werden, steht dort einfach so und das wird von dem Hauptmieter tatsächlich gar nicht gemacht. Es ist auch nicht so, dass ich ein Interesse daran hätte, dies von ihm zu verlangen. Die tatsächliche Abrechnung erfolgt immer am Ende des Folgejahres und abgesehen davon, habe ich darauf keinen Zugriff. Darüber hinaus habe ich Angst, dass ich deshalb gezwungen werden könnte, mir eine angemessene Unterkunft zu suchen. Wenn die Differenz allerdings sehr gering ist, kann ich dann nicht einfach die Differenz selbst übernehmen und dort wohnen bleiben? Vielen Dank im Voraus schon mal und hoffentlich könnt ihr mir helfen!
 
E

ExitUser

Gast
Kann dir nur den Tipp geben:
hole Dir einen Beratungshilfeschein vom Amtsgericht und suche Dir einen Fachanwalt /in für Sozialrecht.
Du reibst dir nur die Nerven auf wenn Du selbst an die Materie gehst.
Kostet Wochen sich da reinzuarbeiten und die Situation wird immer wieder mal auftauchen.

Besser gleich anwaltliche Unterstützung als warten bis es brennt.
Bei Erstantrag ist 6 Monate lang die Übernahme der Kosten gewährleistet im Normalfall, solange solltest Du nicht warten... Sofort aktiv werden.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo und willkommen,

Ich wohne mit Untermietvertrag in dem unten steht, dass Gas und Strom getrennt am Jahresende geschätzt werden.
Geschätzt, es wird doch eine Jahresendabrechnung vom Anbieter erstellt.

Berlin, 410 Euro, Gebäudefläche: 720 qm
Frage ist das deine Miete als Untermieter?

Die tatsächliche Abrechnung erfolgt immer am Ende des Folgejahres und abgesehen davon, habe ich darauf keinen Zugriff.
Und was will der Hauptmieter da für einen Anteil haben?

Darüber hinaus habe ich Angst, dass ich deshalb gezwungen werden könnte, mir eine angemessene Unterkunft zu suchen
Hierfür muß erstmal eine Kostensenkungsaufforderung kommen.

Wenn die Differenz allerdings sehr gering ist, kann ich dann nicht einfach die Differenz selbst übernehmen und dort wohnen bleiben?
Ja das kannst du auch aus der Regelleistung zahlen.

Was mir nicht ganz verständlich ist, ist der Betrag deiner Miete, bewohnst du diese Wohnung alleine?

Hier noch die WAV Berlin

https://www.berlin.de/sen/soziales/berliner-sozialrecht/land/rv/wav_fortschreibungsvo2013.html

Dazu die Info für dich das ab März 2014 die KDU sich erhöht für 1 Person auf 415€ kannst du nachlesen heute in der BZ, schau im Net nach.

Das heißt für dich du liegst dann wieder unter der Obergrenze.
 

MagdaMandarine

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Hey! Vielen Dank!
Ich wohne mit Untermietvertrag in dem unten steht, dass Gas und Strom getrennt am Jahresende geschätzt werden.
Dieser Satz wurde einfach übernommen, aus einem anderen Untermietvertrag. Das stimmt so nicht. Steht halt aber drin und darauf beruft sich das Amt jetzt.
Berlin, 410 Euro, Gebäudefläche: 720 qm
Ja, das ist meine Untermiete, die ich zahle.
Die tatsächliche Abrechnung erfolgt immer am Ende des Folgejahres und abgesehen davon, habe ich darauf keinen Zugriff.
Ich hab als Untermieterin soweit ich weiß, kein Recht, Einsicht in die Abrechnung zu erhalten, wenn nicht explizit im Untermietvertrag drin steht, dass ich sie bekomme, oder dass dies am Jahresende abgerechnet wird.
Die Wohnung bewohne ich nicht alleine. Außer mir wohnt dort noch der Hauptmieter. Ich habe ein Zimmer und den Rest zur Mitbenutzung.
Hat es denn einen Einfluss, dass ich eine Gasetagenheizung habe, bzw. betrifft die Erhöhung genau diese Heizart? Viele Grüße!
 

Seepferdchen 2010

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Hat es denn einen Einfluss, dass ich eine Gasetagenheizung habe, bzw. betrifft die Erhöhung genau diese Heizart?
Ja auch diese Heizungsart.

Die Wohnung bewohne ich nicht alleine. Außer mir wohnt dort noch der Hauptmieter.
Und noch mal meine Frage die 410€ zahlst du Miete?

Für ein Zimmer, das ist mehr als hoch, wieviel qm² und ist das Zimmer inklusive Möbel?

Steht halt aber drin und darauf beruft sich das Amt jetzt.
Da hat das Amt recht, entweder man vereinbart einen monatlichen Abschlag für Gas,
wie in der Jahresabrechnung schon mal angegeben.

Strom zahlst du ja aus der Regelleistung.

Ich hab als Untermieterin soweit ich weiß, kein Recht, Einsicht in die Abrechnung zu erhalten,
Doch, wenn eine anteilige Zahlung vereinbart.

Frage was zahlst du denn monatlich an Gasabschlag?

Oder wurde einen Pauschalmiete vereinbart?
 

MagdaMandarine

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Nee, es wurde keine Pauschalmiete vereinbart. Ich zahle 33,50 fürs Gas.
Das Zimmer ist 30 qm groß und in super Lage. Die Miete ist ok. Wirklich. Das ist auch nicht das Problem. Das Problem ist das Amt. D.h. auch wenn ich die Nachfragen verstehe, fänd ichs gut, wenn der Fokus sich nun nicht darauf verschiebt. Denn um es vielleicht genauer zu sagen: Ich will mich auf meine Unwissenheit als Untermieterin berufen. Ich will dem Amt keine Auskünfte geben müssen, die es eigentlich nicht verlangen kann. Ich soll z.B. die Anlage WAV ausfüllen. Bei der Beratung wurde mir gesagt, ich soll als Antwort schreiben, dass die Größe des Gebäudes z.B. keine Rolle spielt, weil meine Miete so oder so angemessen ist und dass ich mir von meinem Hauptmieter bestätigen lassen soll, dass die Schätzung der Betriebs- und Heizkostenabrechnung ergeben hat, ich müsse weder was nachzahlen, noch würde ich etwas erstattet bekommen. Die Untermiete bliebe gleich. Soweit hat mir die Beratung eigentlich bei all meinen Anliegen helfen können, außer, dass ich festgestellt habe, dass wir im Gespräch von der falschen Heizart ausgegenagen sind und ich deshalb große Angst bekommen habe.
 

Seepferdchen 2010

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Ich zahle 33,50 fürs Gas.
Dieser Betrag wird vom Jobcenter mit der Miete zusammen gezahlt?

Gut auf das andere will ich jetzt auch nicht näher eingehen, weil ohne den
genauen Schriftsatz vom Mietvertrag, ist das nicht nachvollziehbar.

Nur es ist durchaus möglich das dass JC hier bei der Höhe der Untermiete noch fragen stellen wird.

z.B. die Anlage WAV ausfüllen.
Was meinst du hiermit oder meinst du die Kosten für die Unterkunft?

WAV ist die Wohnaufwendungenverordnung, darum meine Frage.
 

MagdaMandarine

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Ja, das ist alles in der Untermiete enthalten und wird vom JC gezahlt. 410 Euro sind also warm. Im Untermietvetrag ist aber auch eine Aufschlüsselung der Betriebs- und Heizkosten. Da steht, dass ich soundsoviel für als Betriebskostenpauschale, soundsoviel für Gas und soundsoviel für Strom bezahle. Strom fällt ja raus, deshalb sind die anderen Kosten plus die Kaltmiete bei genau 410 Euro, die das Amt bisher übernommen hat. Kannst du mir denn sagen, was ich da jetzt machen soll?
 

MagdaMandarine

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P.s. mir wurde die Anlage WAV mitgeschickt, die ich ausfüllen soll. Darin sind Informationen zur Gebäudegröße, Wohnungsgröße, Haushaltsgemeinschaft und den Betriebskosten.
 

MagdaMandarine

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Wahrscheinlich auf beides. Was hälst du denn von den beiden Tipps der Beratung. Dass das JC da weiter nachfragen wird, weiß ich ja, weil es das macht. Ich würde gerne wissen, wie ich weiter vorgehen soll, um Schlimmes abzuwenden. Bzw. hab ich einfach riesen Schiss und würde mich gern beruhigen können, indem ich weiß, die können mir nichts oder ich muss das und das machen, damit das so ist.
 

MagdaMandarine

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Ich zahle eine Betriebskostenpauschale und Heizkosten.

Da steht: Die monatliche Kaltmiete beträgt 310 Euro. Die Heizkosten betragen monatlich derzeit 33,50 und Strom 19,50. Hierzu wird eine Betriebskostenpauschale von 67 Euro erhoben.
Getrennt werden Strom und Gas geschätzt und am Jahresende abgerechnet.

Bitte nichts bezüglich der tatsächlichen Angemessenheit, sondern nur bezüglich des JC! Vielen Dank!!
 

Seepferdchen 2010

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Betriebskostenpauschale von 67 Euro erhoben.
Gut das habe ich gemeint, dann braucht der Vermieter/Hauptmieter dir keine
Schreiben aufsetzen, weil es ist eine Pauschale.


Gemäß § 560 BGB ist es möglich, im Mietvertrag zur Abgeltung der Betriebskosten die Zahlung einer monatlichen Pauschale zu vereinbaren und somit sind alle Betriebskosten abgegolten.( wie z.B. kalt Wasser, Müllabfuhr, Schornsteinfeger, Versicherung usw.)

Die Heizkosten betragen monatlich derzeit 33,50
Die Heizkosten sind demzufolge keine Pauschale im Vertrag?
 

MagdaMandarine

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Nee, wie es aussieht nicht. Eigentlich ist sie das. Aber es steht halt anders im Untermietvertrag, weil der einfach übernommen wurde. Mein Hauptmieter hatte den als Muster und dachte, so muss ein Untermietvertrag aussehen.
 

Seepferdchen 2010

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@Magda ich kann dir nicht helfen, wie schon erwähnt ohne den Mietvertrag, ist es nicht möglich eine korrekte Angabe zu machen.

Es muß eindeutig im Vertrag stehen das die Heizkosten auch in der Betriebskostenpauschale enthalten sind.

Vieleicht kannst du morgen nur mal den Abschnitt für die Betriebskosten ohne persönliche Daten hier in das Forum stellen, ansonsten weiß ich nicht wie ich dir da noch helfen kann.
 

Seepferdchen 2010

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Die Heizkosten sind zuzüglich.
Dann muß der Hauptmieter bei der Abrechnung dir deinen Anteil sagen bzw.
schriftlich geben.

Weil das JC will wissen ob du ggf. ein Guthaben hast bzw. ob eventuell eine Nachzahlung gemacht werden muß.
 

MagdaMandarine

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Heißt das, dass es damit getan wäre, wenn ich vom Hauptmieter ein Schreiben vorlegen würde, auf dem stünde: "Die Betriebs- und Heizkostenabrechnung hat ergeben, dass weder eine Erstattung noch eine Nachzahlung fällig ist. Die Untermiete bleibt gleich."
und wenn dem so wäre: Wäre meine Miete dann nicht zumindest bis März eigentlich zu hoch?
 
S

silka

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Darüber hinaus habe ich Angst, dass ich deshalb gezwungen werden könnte, mir eine angemessene Unterkunft zu suchen. Wenn die Differenz allerdings sehr gering ist, kann ich dann nicht einfach die Differenz selbst übernehmen und dort wohnen bleiben? Vielen Dank im Voraus schon mal und hoffentlich könnt ihr mir helfen!
Ja, du kannst die Differenz selbst zahlen.
Wenn man nach der Kostensenkungsaufforderung nichts tut, zahlt das JC dann nach der Frist nur die angemessenen KDU.
Ausziehen braucht man nicht.
Man legt also nur drauf.
Du brauchst auch kein Schreiben vorlegen.
Bitte nochmal konkret, was will das JC sehen als deine Mitwirkung?
 
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