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Angemessenheit bei gemeinsamen Sorgerecht

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Elo-User/in

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In die durch lange Arbeitslosigkeit beider Ehepartner mit zwei Kindern sowieso schon belastete Ehe kommt die Aufforderung zum Umzug wegen zu hoher Miete zur Unzeit und löst Scheidungsgespräche aus. Die Ehepartnerin will dann getrennt mit den Kindern leben und bitte um Scheidung.

Wahrscheinlich führt dies zu einer notwendigen Neubewertung der Angemessenheit der bisherigen Wohnkosten, da eine alleinerziehenden Mutter mit den zwei Kindern in deren sozialen Bezugsfeld in der Wohnung bleiben würde. Stimmt dies?

Die Eltern werden sich auf ein gemeinsames Sorgerecht einigen und wollen den Kindern den regelmässigen Kontakt und Aufenthalt bei beiden Eltern ermöglichen.

Kann dies beim ausziehenden Vater, wenn die Kinder bei der Mutter mit Wohnsitz gemeldet bleiben, jedoch auch regelmässig beim Vater wohnen können sollen, einen höheren Anspruch auf angemessenen Wohnraum begründen, um in dessen Wohnung Kinderzimmer zu ermöglichen?
 
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Gast
In die durch lange Arbeitslosigkeit beider Ehepartner mit zwei Kindern sowieso schon belastete Ehe kommt die Aufforderung zum Umzug wegen zu hoher Miete zur Unzeit und löst Scheidungsgespräche aus. Die Ehepartnerin will dann getrennt mit den Kindern leben und bitte um Scheidung.

Wahrscheinlich führt dies zu einer notwendigen Neubewertung der Angemessenheit der bisherigen Wohnkosten, da eine alleinerziehenden Mutter mit den zwei Kindern in deren sozialen Bezugsfeld in der Wohnung bleiben würde. Stimmt dies?

Nein, die Mutter würde wahrscheinlich eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommen, weil die Wohnug nach Auszug einer Person unangemessen wäre...

Die Eltern werden sich auf ein gemeinsames Sorgerecht einigen und wollen den Kindern den regelmässigen Kontakt und Aufenthalt bei beiden Eltern ermöglichen.

Kann dies beim ausziehenden Vater, wenn die Kinder bei der Mutter mit Wohnsitz gemeldet bleiben, jedoch auch regelmässig beim Vater wohnen können sollen, einen höheren Anspruch auf angemessenen Wohnraum begründen, um in dessen Wohnung Kinderzimmer zu ermöglichen?
Da wird es wahrscheinlich Probleme geben... daß Kinder bei jedem Elternteil zur Hälfte leben ist nicht vorgesehen im SGB II...
 

Arwen

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In die durch lange Arbeitslosigkeit beider Ehepartner mit zwei Kindern sowieso schon belastete Ehe kommt die Aufforderung zum Umzug wegen zu hoher Miete zur Unzeit und löst Scheidungsgespräche aus. Die Ehepartnerin will dann getrennt mit den Kindern leben und bitte um Scheidung.

Wahrscheinlich führt dies zu einer notwendigen Neubewertung der Angemessenheit der bisherigen Wohnkosten, da eine alleinerziehenden Mutter mit den zwei Kindern in deren sozialen Bezugsfeld in der Wohnung bleiben würde. Stimmt dies?

Die Eltern werden sich auf ein gemeinsames Sorgerecht einigen und wollen den Kindern den regelmässigen Kontakt und Aufenthalt bei beiden Eltern ermöglichen.

Kann dies beim ausziehenden Vater, wenn die Kinder bei der Mutter mit Wohnsitz gemeldet bleiben, jedoch auch regelmässig beim Vater wohnen können sollen, einen höheren Anspruch auf angemessenen Wohnraum begründen, um in dessen Wohnung Kinderzimmer zu ermöglichen?
Hallo Klickehier,

wir "leben" gerade das sog. Wechselmodell bzw. versuchen es...

Ja, es gibt Steine, die Euch in den Weg gelegt werden...

Das mit dem sozialen Umfeld interessiert meiner Meinung nach die ArGen nicht. Ich weiß nur, dass man als Alleinerziehende(r) einen höheren Bedarf der Wohnungsgröße zugesprochen bekommt/bekommen kann bzw. der Wohnkosten... das sind ca. 10%. Frag' mich bitte nicht, wo dies im SGBII steht, ich weiß es nicht... es wurde mir von meiner ehemaligen SB so genannt (September 2005). Allerdings wird Dir der Status der Alleinerziehenden genommen werden, wenn ihr die hältige Betreuung wollt. Auch Dein Ex-Mann wird dann um höheren Wohnraum zur Betreuung der Kinder kämpfen müssen und auch um die Umfangskosten, die ihm entstehen, während die Kinder bei ihm verpflegt werden.

Ich und die beiden Kinder (10 und beinahe 14) wohnen in einer zu teuren, zu großen Wohnung seit damals - und haben noch keine Aufforderung zur Kostensenkung erhalten. Ich schätze jedoch, dass diese bald kommt, denn:

Vor 4 Wochen erhielt ich einen Brief der ArGe, dass sie versäumt hätten, das Wechselmodell zu berücksichtigen, ich aber nichts zurückzahlen müsse, da die Überzahlung von ihnen verursacht, der Umstand bei der ArGe auch schon seit 2005 bekannt sei... (Glück gehabt, würde ich sagen...).

Seit diesem Monat erhalte ich für beide Kinder aufgrund der wechselseitigen Betreuung nur noch die Hälfte des Regelsatzes, für die eine 103,50€, für die andere Tochter 139,00€; der Alleinerziehenden-Mehrbedarf von 124,00€ wurde komplett gestrichen.

Da ich dies alles etwas anders sehe als die ArGe, habe ich erst einmal fristwahrend Widerspruch eingelegt und reiche die Begründung bald nach. Ich bin mir sicher, dass ich vor's SG ziehen muss, weil es die ArGe nicht interessiert, ob die Kinder beim Wechselmodell keine Dinge mehr hin- und herkutschiert bekommen sollen oder ob der eine Elternteil keine Anziehsachen mitgibt. Beides soll ja in beiden Haushalten doppelt vorhanden sein, das macht das Wechselmodell teuer. Auch sind im Regelsatz der Kinder feste Kosten wie anteilig Strom etc. mit drin, deshalb darf meiner Meinung nach nicht einfach hälftig gekürzt werden... bei Nahrung und Pflegemittel etc. ist dies ok, aber diese Rechnung der ArGe ist zu einfach!! Ich kann nicht nur einen Schuh für meine Tochter kaufen und von meinem Ex verlangen, den anderen zu bezahlen, wenn er sogar noch Unterhalt für die Kids zahlt, den die ArGe volll abzieht vom Bedarf! Abgesehen davon, dass er es auch nicht tun würde aus bestimmten Gründen...

Auch meine ich persönlich, dass ich in der Zeit, in der die Kinder bei mir sind, ich sehr wohl alleinerziehend bin, genau die Bedingungen erfülle, die das ausmachen und somit Anrecht auf den hältigen Mehrbedarf habe.

Aber das alles muss ich nun erkämpfen... ich erwarte nichts Gutes. Ich weiß nur, dass ich es SO nicht schaffe mit den Kindern und mich genötigt sehe, die Kinder zum erwerbstätigen Vater zu geben und das kann nicht sein, weil auch ich laut Grundgesetz ein Recht habe, meine Kinder zu versorgen.

Gruß von Arwen
 
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