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angemessener Wohnraum, Rollstuhlfahrer

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dulsberger

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#1
Hallo,

wir haben gerade folgenede Chance/Problematik.

Aktuell wohnen wir (2 Erwachsene+1 Kind, 7 Jahre) im 1.OG auf 64qm in Hamburg.

Ich bin durch ein steifes Knie eh 30%gehbehindert und durch die MS (Spastiken, Fatigue, Doppelbilder) noch mehr in meiner Mobilität eingeschränkt. Derzeit gehe ich am Rollator und der Rollstuhl ist bestellt.

Verschlimmerungsantrag beim Schwerbehindertenreferat läuft und am 02.11. habe ich einen Termin bei der Rentenanstalt, wo ich volle Erwerbsminderungsrente einreiche.

Finanziell bekomme ich z.Zt Krankengeld und ergänzendes ALGII. Meine Frau ist in Teilzeit im öffentlichen Dienst tätig und wird nach Änderung der Lst zukünftig knapp 900€ netto haben.

Nun hat sich uns heute die einmalige Gelegenheit geboten, dass wir im Nachbarhaus eine Erdgeschosswohnung anmieten könnten.

Also eine ebenerdige Wohnung , die auf lange Sicht auch behinderten/rolligerecht ausbaubar wäre (Bad groß genug). Im vertrauten sozialen Umfeld, insbesondere für unseren Sohn ideal (kein Schulwechsel, Freundeskreis bleibt erhalten) und für meine Frau würde sich der Arbeitsweg nicht verlängern.

Allerdings ist diese Wohnung 103qm und kostet 670€kalt, incl Nebenkosten.

Welche Chancen haben wir, dass die ARGE dem Umzug zustimmt, vielleicht sogar die vollen neuen Wohnkosten übernimmt?

Gibt es Argumente, Gesetzestexte, die wir der ARGE vorlegen können?

Ist der Wohnraum angemessen, wenn man meine gesundheitlichen Einschränkungen berücksichtigt?

Welche Bemessungsgrenzen hinsichtl. Wohnraum gelten denn für behinderte Menschen?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Lg,
Thorsten
 

Erolena

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#2
Du müsstest in den Richtlinien von Hamburg nachsehen, ob dort schon etwas zu den behinderten Menschen und ihren KdU steht.

Aber egal ob dort etwas steht. Der Familie steht eine angemessene Wohnung zu, dabei ist die individuelle Situation zu berücksichtigen. Dabei ist Behinderung von Bedeutung, auch wenn sie nicht zum Mehrbedarf in der Regelleistung führt. Trotzdem kann sie bei der Feststellung der Angemessenheit der Wohnung eine Rolle spielen.

Ich würde deshalb einen Antrag genau mit der Begründung stellen.
Bei Bedarf Hilfe beim Behindertenbeauftragten suchen oder bei den Fraktionen der Stadt.
 

dulsberger

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#5
So, ich war beim Amt.

Ich habe sowohl ein Attest meines Neurologen als auch der MS-Ambulanz vorgelegt, aus den beiden hervorgeht, dass ich eine ebenerdige Wohnung benötige, einen Rollstuhl verordnet bekommen habe, etc.pp

Amt sagt NEIN. Wohnung zu teuer.

Die Wohnung kostet 670.-€ kalt, incl. Betriebskosten und liegt damit weit unterm Hamburger Mietenspiegel.

Jemand Tipps und Tricks, Urteile und Paragraphen zufällig bereit, wie ich doch noch an diese Wohnung komme?

Hier in Hamburg eine Wohnung zu finden, die den Vorgaben des Amtes entspricht ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Gruß,
Thorsten
 

dulsberger

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#7
Neue Info:

Das Haus wurde 1950 gebaut.

Die Wohnung wurde 2000 modernisiert und zwar erheblich.
Es wurden nämlich zwei kleine Wohnungen zu einer großen wohnung zusammenglegt, d.h. die Wohnung , so wie sie jetzt besteht, gibt es erst seit 2000.

In diesem Fall müsste für die Wohnung doch die Höchstwerte für Baujahr 1994 und später gelten.

Das wäre in unserem Fall 650.-€, da wir wie 4 Personen gelten auf Grund des Rollstuhles.

Eine Chance?

Hoffende Grüße,
Thorsten
 

gelibeh

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#8
Lass Dich da doch beraten. Ich weiß jetzt nicht, wie sich so eine signifikante renovierung auswirkt. Für mich klingt das zwar plausibel, aber logisches denken bei einer ARGE:icon_twisted::icon_twisted:
 

ArNoN

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#9
In diesem Fall müsste für die Wohnung doch die Höchstwerte für Baujahr 1994 und später gelten.
das sehe ich genauso.
da wir wie 4 Personen gelten auf Grund des Rollstuhles.
woher hast Du denn die Aussage? Ich weiss nur was von 10% "Behinderungszuschlag" bei den Kosten, wuerde aber auch sagen dass jede angemessene Wohnung uebernommen werden muss (wobei bei Deiner BG ja noch was bei den KdU fuer Deine Frau abgezogen werden muss?)

Wenn moeglich, ziehe ausserhalb eines Hartz IV-Bezuges um und stelle danach den Antrag, wenn sie Dich dann 'zwangsumziehen' wollen muss eine rolligeeignete Wohnung gefunden und dann auch noch die Wirtschaftlichkeit berechnet werden - sollte denen schwer fallen...

Viel Erfolg,

A.
 
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