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Angemessene Heizkosten für diesen Winter?

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Daisy666

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#1
http://www.elo-forum.org/unterkunft/50003-angemessenheitspruefung-heizkosten.html#post533208

Aufgrund dessen wollte ich mal fragen, wie es diesen Winter ist mit der Angemessenheit. Es sind ja im Osten Deutschlands heute z.b. Nachts minus 19 Grad gewesen und es ist auch tagsüber sehr sehr kalt.

Nun muss man ja auch mehr heizen, weil es halt so arktisch kalt ist. Wird das bei der Anerkennung und Übernahme der Heizkostennachzahlung berücksichtigt oder beharren die auch bei so einem streng-kalten Winter auf ihre viel zu geringen Pauschalen?

Sollen wir jetzt alle den Aussagen des Sarrazin folgen, wo wir ja bei 15 Grad mit dickem Pulli zu Hause hocken können? :icon_kinn:
 
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#3
Nochmals:

Es gibt keine Pauschale !!!
:icon_daumen:

@Daisy666: siehe u.a. hier:

Das Bundessozialgericht in Kassel (Az: B 14 AS 36/08 R) urteilte: Argen/Jobcenter dürfen Hartz IV Beziehern grundsätzliche keine Heizkostenkostenpauschalen zahlen, sondern müssen die tatsächlichen Heizkosten des "angemessenen Wohnraums" übernehmen. Nur wenn dem ALG II Leistungsempfänger ein "unwirtschaftliches" Verhalten nachgewiesen werden kann, so muss im Einzelfall die Arge prüfen. Nur bei sehr unwirtschaftlichen Verhalten beim Heizen, muss im Einzelfall nicht alles bezahlt werden.
Quelle
 
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#4
Bei meiner Arge (Kreis Wesel) gibt es Obergrenzen. 1,66 Euro pro qm und Monat. Genauso gibt es Obergrenenzen für die Miete incl. Nebenkosten.

Im Bedarfsfall muss man halt auf Übernahme klagen.
 

Mario Nette

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#5
Die Obergrenzen können allenfalls eine Art Richtwertcharakter haben, um zu prüfen, ob da ein Vermieter vielleicht etwas zu hoch gegriffen hat. Es gibt aber nun mal auch Gegebenheiten, bei denen der Richtwert (der vermutlich nur ein Median oder Mittelwert ist) überschritten wird - nämlich z. B. wenn der Winter eisig und lang ist, wenn das Haus generell schlechter isoliert ist als andere oder wenn jemand aufgrund von Krankheit einen erhöhten Wärmebedarf hat.

Mario Nette
 
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#7
Nur wenn unwirtschaftliches Verhalten nachgewiesen werden könnte, kann eine Übernahme der Heizkosten verwehrt werden.

Das Urteil des Bundessozialgerichts ist da schon sehr eindeutig, was die Übernahme der tatsächlichen Heizkosten anbelangt.

Und wie @en Jordi zu Recht schrieb: Im Bedarfsfall muss man halt auf Übernahme klagen.
 

Daisy666

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#8
Was ist denn unwirtschaftliches Verhalten? Wenn ich im kalten Winter ordentlich heize, damit ich nicht mit Lungenentzündung ende, wohl nicht?

Dann sollte ich mir aufschreiben für nächstes Jahr, dass wir nen verdammt kalten Januar 2010 hatten.
 

romeo1222

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#9
Was ist denn unwirtschaftliches Verhalten? Wenn ich im kalten Winter ordentlich heize, damit ich nicht mit Lungenentzündung ende, wohl nicht?

Dann sollte ich mir aufschreiben für nächstes Jahr, dass wir nen verdammt kalten Januar 2010 hatten.

Wenn du dauerhaft auf 5 heizt, oder im Sommer auch heizt oder bei Fenster offen heizt, dass wäre unwirtschaftlich...
 
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Gast
#10
Unangemessen sind Heizkosten, wenn konkrete Anhaltspunkte für ein unwirtschaftliches, unangemessenes Heizverhalten vorliegen. Vergleichsmaßstab kann bei Mehrfamilienhäusern der durchschnittliche Verbrauch der Wohneinheiten im Gebäude sein. Ein unwirtschaftliches Verhalten liegt nicht vor, wenn der Leistungsempfänger keinen Einfluss auf die Höhe der Kosten hat.
Quelle

Und so lange Du nicht heizt, wie es romeo umschrieben hat, dann liegst Du im "grünen Bereich".
 
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#11
Ich habe dieser Tage gelesen (frag mich bloß nicht wo), dass es gewisse Zu- und Abschläge gibt, die abhängig sind von zBp der Lage der Wohnung im Gebäude. Also, Dachgeschoss oder ebenerdig ist anders zu bewerten als die kuschelig, von anderem beheizten Wohnraum umschlossene Wohnung.

Die Obergrenzen können allenfalls eine Art Richtwertcharakter haben, um zu prüfen, ob da ein Vermieter vielleicht etwas zu hoch gegriffen hat. Es gibt aber nun mal auch Gegebenheiten, bei denen der Richtwert (der vermutlich nur ein Median oder Mittelwert ist) überschritten wird - nämlich z. B. wenn der Winter eisig und lang ist, wenn das Haus generell schlechter isoliert ist als andere oder wenn jemand aufgrund von Krankheit einen erhöhten Wärmebedarf hat.

Mario Nette
 
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#12
Das hängt von zahlreichen Kriterien ab. Witterung, Lage und Bauzustand der Whg. Heiz- und Lüfteverhalten der Bewohner und der Nachbarn, Art und Zustand der Heizungsanlage etc.

Da würde ich im Streitfall auf ein unabhängiges Gutachten bestehen.
 

Mario Nette

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#13
@Zollstock
Selbst Wohnraum, der von anderem Wohnraum umschlossen wird, muss nicht zwangsweise weniger beheizt werden - z. B. dann, wenn dort die Mieter kaum oder gar nicht anwesend sind oder es gar keine Mieter gibt und die Wohneinheiten leerstehen.

Mario Nette
 
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