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Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
hätte da mal eine grundsätzliche frage, weil ich einen anderen thread gelesen hab, wodurch ich auf folgende idee kam:
wie sieht es eigentlich aus mit der anerkennung von berufen, bzw. beruflichen kenntnissen, wenn man die nicht im rahmen einer ausbildung erworben hat?
beispiel: man wurde für irgendwas angelernt, hat es sich selbst beigebracht, man hat einfach talent (autodidakt) oder es gibt für diese art von tätigkeit keine richtige ausbildung oder man ist freischaffender künstler.
wie weist man da die fähigkeiten nach ohne schul- oder ausbildungszeugnisse?
genügen da arbeitsproben, fotos von werken etc.?
kann man das im nachhinhein irgendwo anerkennen lassen, damit man doch noch eine bescheinigung oder ein zertifikat dafür bekommt?
in meinem konkreten fall ist es so, ich habe viele fähigkeiten und kenntnisse, die ich mir selbst angeeignet habe oder wo ich einfach ein talent besitze, das mir vorher keiner gezeigt hat, das hab ich einfach in mir.
jetzt fehlt mir sozusagen nur noch der "amtliche stempel".
gibt es da irgendwo eine stelle?
hab mal im radio gehört, dass eine europäische stelle eingerichtet werden soll, die sich um diese problematik annehmen wird, auch um die frage von gleichwertigkeit von ausbildungen oder anerkennung von kenntnissen und fertigkeiten.
beispiel: ich habe einen bekannten, der ist allround-handwerker. hat in den ausgeübten bereichen nie eine ausbildung gemacht. hat nur den hauptschul-abschluss. hat aber 20 jahre berufserfahrung und kennt sich besser aus als jeder geselle nach der abschlussprüfung.
das muss doch irgendwie anerkannt werden können (IHK oder so?)
 

Kerstin_K

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#2
Ich sehe da eigentlich nur die Möglichkeit, dass man das durch entsprechende Arbeitszeugnisse beweist, dass amn in dem Bereich gesrbeitet hat und indirekt eben dadurch auch, dass man die Kenntnisse hat.
.
 

Arania

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#3
In Deutschland zählt bis jetzt leider nur was Du durch Zeugnisse nachweisen kannst, es sei denn Du gewinnst bei "Deutschland sucht den Superstar", da ist es egal ob man singen kann oder nicht oder hast ähnliche Erfolge, als Beispiel: Du malst Bilder und kannst sie für gutes Geld verkaufen, dann ist es egal ob Du das mal gelernt hast, aber bei den Behörden zählt nur das was Du auf Papier nachweisen kannst
 

user2012

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#4
In Deutschland zählt bis jetzt leider nur was Du durch Zeugnisse nachweisen kannst
Wenn die Zeugnisse etwas älter sind zählen auch die nichts. Eine abgeschlossene Berufsausbildung die 20 Jahre her ist und man 10 Jahre da nicht gearbeitet hat wird nicht mehr gezählt. So kenne ich das von Bekannten.
 

Trixi2011

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#5
Wenn die Zeugnisse etwas älter sind zählen auch die nichts. Eine abgeschlossene Berufsausbildung die 20 Jahre her ist und man 10 Jahre da nicht gearbeitet hat wird nicht mehr gezählt. So kenne ich das von Bekannten.
Stimmt leider vollkommen. Ich habe zwar ein IHK Zeugnis als Bürokauffrau, habe aber nach meiner Ausbildung (2006) NIE in dieser Stellung gearbeitet, daher würde mich auch niemand als Bürokauffrau anstellen, sondern maximal als Bürohilfe.

Doch selbst da, so hat man mir schon gesagt stehen meine Chancen sehr schlecht, weil es schlicht zuviele langjährig arbeitslose Personen aus dem kaufmännischen Bereich gibt, die mir in Sachen Berufserfahrung und anderer Kenntnisse noch überlegen sind.
 

Erolena

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#6
In etlichen Berufen kann man die Abschluss-Prüfung als Externer absolvieren. Man nimmt man nur an der Prüfung und evtl. an einer Prüfungsvorbereitung teil. Zum Beispiel hier Infos der IHK München: anklicken *Zulassung zum Berufsabschluss ohne vorangegangene Ausbildung*

In einigen Bundesländern gibt es die Möglichkeit eine abschlussorientierte Nachqualifizierung zu durchlaufen, um dann die Externen-Prüfung zu bestehen.
Leider haben diese ESF-Projekte ganz unterschiedliche Namen, so dass man sie nicht so einfach findet. Am besten deine Kammer (HWK, IHK) fragen. Oder mal Googeln mit: dein Bundeland + ESF + Berufsabschluss.

Ich kenne bisher diese zwei Projekte, sicher gibt es noch mehr:
- In Brandenburg Pro-Beruf-Ostbrandenburg; Link: proberuf Ostbrandenburg / FAQ
- In Sachsen QAB dual; Link: Am Start: QAB dual


Umgekehrte Variante: In der DDR gab es mal die Möglichkeit, dass "ältere" Beschäftigte (vielleicht Frauen ab 40 Jahre?) eine bestimmte Zahl Weiterbildungsstunden machen mussten, dann erhielten sie nachträglich den Berufsabschluss. Die Prüfung wurde ihnen erspart, weil sie schon viele Jahre im Beruf tätig waren. Man müsste mal fragen, ob es heute eine ähnliche Möglichkeit gibt.


Du solltest dich beraten lassen, z.B. hier
- Ausbildungs-/Weiterbildungsberater bei der Handwerkskammer, IHK oder bei speziellen Berufsverbänden.
- Ich persönlich würde außerdem eine einschlägige Schule anrufen, z.B. eine Technikerschule o.ä.
- Und neuerdings gibt es allgemeine "Weiterbildungsberatungsstellen".
z.B. in NRW Weiterbildungsberatung in NRW
 

gast_

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#7
wie weist man da die fähigkeiten nach ohne schul- oder ausbildungszeugnisse?
3 Tage Probearbeiten anbieten wäre eine Möglichkeit - so hat meine Tochter grad erst überzeugt.
 
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