Angedrohte Eingliederungsvereinbarung als Verwaltungsakt kommt nicht (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Onkel Tom

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2006
Beiträge
2.300
Bewertungen
5.512
Und was erwartet mich beim ÄD? Die können allenfalls nur das wiedergeben, was mein Hausarzt sagt. Ich meine ich bin ja nicht Dauerkrank, sondern nur zu Meldeterminen beim SB und nicht bei sonstigen Einladungen wie z.B. Jobmesse.
...
Kurz und knackig ? Das Spiel mit dem Feuer, dir eventuell ein "Simmulanntenstempel"
ab zu holen und anbei deinen Doc mit in die :poop: zu reißen.

So wie es momentan vorzugsweise bezüglich AU und WUB von den Jobcentren gehandhabt
wird, ist nicht korrekt. Wenn SB an der AU zweifelt, müsste sie nach Einreichen der
angezweifelten AU den Ärztlichen Dienst der Krankenkasse dazu "beaftragen", dies zu
überprüfen..

Anbei sollte Patient sich im Klaren sein, das sein Doc auch Ärger bekommen kann, wenn
die AU als wohlwollend eingestuft wird.

Ich kann verstehen, das Mensch sich lieber das Generve vom JC fern halten will.
Doch bei deinen widerholenden Vorgehensweisen geht der Schuss schnell nach hinten los.

Vor diesen "WUB Urteilen" hing bei manchen Elo-Sitzungen gedanklich die "gelbe Notbremse"
in der Luft. Die Zeiten sind vorbei und solltest deine Abwehrstrategien mal überdenken, bevor
künftige SBs bei Einsicht deines Profil gleich auf dem Geschmack kommt "Dem verpasse ich
jetzt mal eine Sonderbehandlung"..

Muss alles nicht passieren aber könnte.

Und ähm, zur Jobmesse AU machen ? Holla, bei manchen Jobmessen verpasst Du was..
Sammel ein und gib deine Daten nicht preis.. AU wäre mir für sowas "zu teuer", zumal man
sich anbei nur den eventuellen Denksport ZAFs fern zu bleiben entzieht..

ZAF-Jobmessen sind auch nicht mein Ding aber wenn mann sich mit der Grundmaterie befasst
hat, läd sowas zu "kreatives" Handeln ein.
 

GrafBonze

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Februar 2019
Beiträge
36
Bewertungen
18
Zu Jobmessen mache ich ja keine AU. Da gehe ich ja brav hin und lasse mir auch die Fahrten dorthin bezahlen. Ist manchmal ganz interessant. Da sitzen im Eingangsbereich die Mitarbeiter der einzelnen kommunalen Jobcenter, die die Anwesenheit abhaken und dann ist gut. In der Einladung steht meistens ein Zeitrahmen, den man einplanen soll. Ich trinke dann schön einen Kaffee, plaudere mit den Leuten ein bisschen und gehe wieder. Natürlich habe ich auch Lebensläufe dabei. ;) Das Angebot dort ist aber meistens nicht so wirklich interessant. Stichwort: ZAF

Abgesehen davon kümmere ich mich natürlich um einen Job. Es ist ja nicht so, dass ich keinen Bock habe. Ich möchte meine berufliche Situation eben selbst gestalten und mir nicht irgendeinen perspektivlosen Mist vom Jobcenter andrehen und mich obendrein beim SB demütigen zu lassen.
 

Gaddezwerg

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Februar 2016
Beiträge
291
Bewertungen
280
@GrafBonze

Das Spiel mit den selektiven AUs ist dann aus, wenn SB drauf kommt, dass es da ja die Möglichkeit der Einladung mit Fortwirkung im Krankheitsfall gibt. Dann musst du nämlich automatisch nach Ablauf der AU bei denen vorstellig werden. Oder doch dauerhaft krank schreiben lassen. Ob da ein Arzt mitspielt, wenn es nur um "Terminallergie" geht?
 

Ursula66

Elo-User*in
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
193
Bewertungen
427
Ein EGV-Verwaltungsakt hat ja gewöhnlich eine Dauer von 6 Monaten. Stand jetzt gehen diese 6 Monate aber über den jetzigen Bewilligungszeitraum hinaus. Daher mein Gedanke, dass sie von einem VA absehen, weil der Gültigkeitszeitraum den Bewilligungszeitraum überschreitet?!
Wohl kaum. Der EGVA endet nach maximal 6 Monaten automatisch oder mit Ende der Bedürftigkeit. Der Bewilligungszeitraum ist unerheblich, lediglich der Erlaß des EGVA muss in den Bewilligungszeitraum fallen. Einen EGVA kannst Du auch bekommen, wenn Dein Bewilligungszeitraum nur noch eine Woche läuft und Du noch keinen WBA gestellt hast. Das läuft unabhängig voneinander.
 

Ursula66

Elo-User*in
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
193
Bewertungen
427
Richtig. Aber das JC muss grundsätzlich davon ausgehen, dass Du weiterhin bedürftig sein wirst - ihm liegen ja schliesslich keine anderen Informationen vor.
Und zur Zeit bist Du im Bezug, daher wirst Du auf jeden Fall einen VA bekommen sofern Du keine EGV unterschreibst.
 

GrafBonze

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Februar 2019
Beiträge
36
Bewertungen
18
Guten Morgen zusammen,

wie bereits geschrieben habe ich immer noch keine EGV als VA. Warum auch immer. Gestern kam per förmlicher Zustellung (besser bekannt als gelber Brief) folgend angehängter Brief/"Einladung". Es ist im Grunde eine ganz normale Einladung. Sie unterscheidet sich jedoch um den rot eingekreisten Bereich.
Deshalb meine Frage: Inwiefern muss man persönlich am ersten Tag der Arbeitsfähigkeit vorsprechen? Kann man das umgehen? Für entsprechende Tipps wäre ich sehr dankbar!

Ich möchte dazu sagen, dass ich mich sehrwohl um einen Job kümmere, bloß jegliche persönliche Vorsprache bei einem SB empfinde ich als Demütigung. Der Schritt zu ALG2 (was bisher nie in meinem Leben in Betracht kam) war schon Demütigung genug.

LG GrafBonze
 

Anhänge

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
5.885
Bewertungen
12.276

GrafBonze

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Februar 2019
Beiträge
36
Bewertungen
18
@TazD

Hab mal nachgesehen. Da steht nichts von persönlicher Vorsprache. Also könnte ich ganz normal eine AUB zuschicken und auf die nächste Einladung warten und die können nichts machen?
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
3.875
Bewertungen
12.405
Hab mal nachgesehen. Da steht nichts von persönlicher Vorsprache. Also könnte ich ganz normal eine AUB zuschicken und auf die nächste Einladung warten und die können nichts machen?
Lese noch einmal richtig !

(3) Die meldepflichtige Person hat sich zu der von der Agentur für Arbeit bestimmten Zeit zu melden. Ist der Meldetermin nach Tag und Tageszeit bestimmt, so ist die meldepflichtige Person der allgemeinen Meldepflicht auch dann nachgekommen, wenn sie sich zu einer anderen Zeit am selben Tag meldet und der Zweck der Meldung erreicht wird. Ist die meldepflichtige Person am Meldetermin arbeitsunfähig, so wirkt die Meldeaufforderung auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort, wenn die Agentur für Arbeit dies in der Meldeaufforderung bestimmt.
Am ersten Werktag nachdem die AU abgelaufen ist hast du persönlich dort zu erscheinen wenn du nicht eine erneute AU vorlegst. Das gilt weiterhin fort bis zum Ende der AU.
Wenn du nach Ablauf der AU nicht erscheinst gibt es eine Sanktion.
 

GrafBonze

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Februar 2019
Beiträge
36
Bewertungen
18
@HermineL

Ist im Prinzip wie gehabt. Nach meinen bisherigen AUBs habe ich nie am ersten Tag der Arbeitsfähigkeit vorgesprochen sondern bisher immer auf die nächste Einladung "gewartet". Diesmal ist es in der Einladung nur explizit genannt. Die Frage stellt sich für mich nur, ob die mir eine Sanktion andrehen können, wenn ich das weiterhin so handhabe.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
3.875
Bewertungen
12.405
Diesmal ist es in der Einladung nur explizit genannt.
Genau das ist der Knackpunkt. Sanktioniert werden kann nur dann wenn explizit in der Meldeaufforderung steht das du gem. § 309 Abs.3 Satz2 SGB III am ersten Werktag nach Ablauf der AU zu erscheinen hast. Genau das ist jetzt der Fall. Die Einladung besteht somit fort ohne erneute Einladung.
Wenn du auf eine neue Einladung warten willst ohne dort zu erscheinen wird stattdessen der Anhörungsbogen zur anstehenden Sanktion bei dir eingehen.

Wenn du nicht erscheinst haben sie die rechtliche Grundlage für eine Sanktion. Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.
 

GrafBonze

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Februar 2019
Beiträge
36
Bewertungen
18
@HermineL

Hm.. Die Meldeaufforderung am ersten Tag der Arbeitsfähigkeit gilt dann quasi nur für den Fall, dass ich am Termin arbeitsunfähig (sprich krank) war. Wenn ich aber am Termin bspw. ein Vorstellungssgespräch, Telefoninterview o.ä. habe, dann zählt das ebenfalls als "wichtiger Grund" bei dem ich den Termin bloß rechtzeitig absagen muss. Folglich wäre ich dann sanktionsfrei?!
 
E

ExitUser

Gast
Das einzig wichtige ist jetzt da aufzuschlagen
Alles andere ist Wunschdenken
Die Partie ist gelaufen, nimm es sportlich an.
Das JC sagt dir jetzt wo es lang geht, dir wird geholfen.
 

Onkel Tom

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2006
Beiträge
2.300
Bewertungen
5.512
Der Termin hängt Dir jedenfalls an den Fersen. Egal, wie Du das nun versuchst,
es hinaus zu zögern etc..
Ich würde dazu versuchen, einen Beistand im Sinne des § 13 Abs.4 SGB X mit zu
nehmen, da dieser Termin vermutlich in EGV-Verhandlungen mündet..
Schließlich will SB Dich unter die Fittiche bekommen.
:unsure:
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
13.047
Bewertungen
17.367
Wenn ich aber am Termin bspw. ein Vorstellungssgespräch, Telefoninterview o.ä. habe, dann zählt das ebenfalls als "wichtiger Grund" bei dem ich den Termin bloß rechtzeitig absagen muss. Folglich wäre ich dann sanktionsfrei?!
Sofern du das nachweisen könntest und der SB das als wichtigen Grund anerkennt, dürfte dir in dem Fall keine Sanktionen drohen

Das was die veranstalten ist keine Hilfe! Das ist Demütigung pur. Da helfe ich mir lieber selbst
Vorwürfe eignen sich im Grunde genommen immer nur dann, wenn sie konkret angebracht werden können. Ein Pauschalurteil hilft da nicht.
Aber wenn du mal zu einem Termin gehst, dann versuche doch du das Gespräch in eine konkrete Richtung zu lenken und gib Anhaltspunkte, wie du dir Hilfe vorstellen könntest.

Und wenn der Termin mangels sinnvollem Angebot und Beratung Dir nicht als Hilfe sondern als Demütigung erscheint, dann könnte man das ja auch genauso äußern: dass man hierin keine Hilfe sieht.
Mal sehen wo das Gespräch dann hinführt...
 

GrafBonze

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Februar 2019
Beiträge
36
Bewertungen
18
Der Termin hängt Dir jedenfalls an den Fersen. Egal, wie Du das nun versuchst,
es hinaus zu zögern etc..
Ich würde dazu versuchen, einen Beistand im Sinne des § 13 Abs.4 SGB X mit zu
nehmen, da dieser Termin vermutlich in EGV-Verhandlungen mündet..
Schließlich will SB Dich unter die Fittiche bekommen.
:unsure:
Von der EGV habe ich keine Angst. Die, die man mir andrehen will, ist relativ harmlos, SOFERN es diesmal die gleiche sein sollte. Sofort unterschreiben würde ich sie definitiv ncht.

Was mir am meisten Sorgen bereitet ist, dass ich mit Sachen konfrontiert werde, von denen ich keine Ahnung habe. Z.B. bewerben sie sich dort und dort, sonst kürzen wir die Leistung.
 

inserv

Elo-User*in
Mitglied seit
18 März 2018
Beiträge
20
Bewertungen
12
Z.B. bewerben sie sich dort und dort, sonst kürzen wir die Leistung.
Das wird aber wahrscheinlich so kommen, denn ansonsten wäre das ja ziemlich sinnfrei. Wenn sie schon Stellen haben (und darauf stolz), dann sollst du dich ja auch darauf bewerben :D

Alternativ könntest du ja auch Glück haben und mal an eine vernünftige SB geraten, die dir ncht zu viel zumuten möchte. Ich habe z. B. eine recht lasche (weiterführende, zweite) EGV bekommen. Und auch meine Rechtsfolgenbelehrung..., naja :rolleyes:
 

Anhänge

Oben Unten