Angebot zur medizinisch-beruflichen Reha annehmen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Flo23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Januar 2013
Beiträge
2
Bewertungen
0
Hallo zusammen.

Bin neu hier angemeldet und würde mich freuen, wenn jemand zu meinem persönlichen Fall eigene Erfahrungen bzw gute Ratschläge beisteuern kann.

Ich bin Ende 2011 an einer schweren Depression erkrankt und habe deshalb im Frühjahr 2012 über die Deutsche Rentenversicherung eine mehrwöchige stationäre medizinische Reha absolviert. Dort wurde ich als voll-arbeitsfähig entlassen, jedoch mit der Einschränkung, nicht mehr für meinen letzten Job als Call-Center-Agent geeignet zu sein. (Eigentlich bin ich ausgebildeter Buchhändler.) Gleichzeitig wurde mir empfohlen, einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Sinne eines BTZ zu stellen. Dies habe ich auch gemacht. Wurde jedoch abgelehnt, wogegen ich Widerspruch einlegte. Daran schloss sich eine zermürbende Wartezeit an, zwischendurch wurde ich zu einem psychiatrischen Gutachter bestellt, worauf ich wiederum lange nichts von der DRV hörte.
Nun habe ich pünktlich zu Weihnachten endlich eine Antwort erhalten, jedoch wiederum keine endgültige Entscheidung, sondern das Angebot, zunächst an einer 6-wöchigen stationären Belastungserprobung/Arbeitstherapie im ATZ in Saarbrücken teilzunehmen.

Mittlerweile geht es mir aber gesundheitlich wieder ziemlich gut und ich habe mehr als große Zweifel, ob so eine Belastungserprobung (mit ungewissem Resultat) sinnvoll ist.
Ursprünglich war mein Hintergedanke, über solch eine Leistung zur Teilhabe größere Chancen für meine berufliche Zukunft zu erhalten und eventuell eine Umschulung/Weiterbildung angeboten zu bekommen, weil die Aussichten in meinem erlernten Beruf mehr als mau sind.
Jetzt bekomme ich allerdings große Bedenken ob es Sinn macht, irgendwelche Gutachter über meine Leistungsfähigkeit urteilen zu lassen. Denn wenn diese zu dem Befund kommen, ich sei voll leistungsfähig, habe ich im Endeffekt doch nur noch mehr Zeit verloren und nicht viel gewonnen, außer bei potentiellen Bewerbungen noch mehr im Erklärungszwang zu sein, warum ich so lange nicht gearbeitet habe. Und sollte mir diese Arbeitstherapie nicht gefallen und meine Leistungen entsprechend ausfallen, droht mir im schlimmsten Fall doch evtl. auf den 2. Arbeitsmarkt abgeschoben zu werden und der Verlust eines halbwegs selbstbestimmten Lebens.
Vom persönlichen Gefühl her sträubt sich bei mir fast alles gegen so eine Maßnahme fern vom privaten Umfeld, die Aussicht auf eine weitere Zeit als ALG2-Empfänger inklusive Nötigung zu jedem zumutbaren Job ist jedoch freilich auch nicht berauschend.:icon_sad:

Soweit erstmal von mir. Vielleicht fällt ja jemandem etwas Gutes dazu ein.

Grüße!
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.797
Bewertungen
2.035
Floh, was sagt denn dein behandelnder Arzt zu dieser geplanten Maßnahme? Weißt du, wie deine Krankheitsprognose aussieht?
 

Flo23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Januar 2013
Beiträge
2
Bewertungen
0
Floh, was sagt denn dein behandelnder Arzt zu dieser geplanten Maßnahme? Weißt du, wie deine Krankheitsprognose aussieht?

Der letzte Termin ist schon eine Weile her und damals ging es mir noch nicht so gut wie momentan. Er fand zuvor die Idee mit "Leistungen zur Teilhabe" auch gut, von dieser Belastungserprobung weiß er noch nichts.
Und zur Prognose:
Bei Depressionen ist es ja nun nicht so leicht von außen zu beurteilen, wie es einem geht und mein Arzt überlässt meistens in Endeffekt mir die Entscheidung darüber, ob ich beispielsweise länger krank geschrieben werden möchte etc.
Ich selber halte mich grad schon für arbeitsfähig, ob dies so bleibt, hängt natürlich zum Teil auch davon ab, wie so die Arbeitsbedingungen im eventuellen neuen Job wären.
Wenn ich daran denke, sechs Wochen 300km weit weg von meinem Wohnort jeden Tag an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilzunehmen, verschlechtert sich meine Stimmung jedenfalls auch erheblich...:icon_sad:
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.797
Bewertungen
2.035
Floh, du solltest dir objekive Sicherheit durch eine Konsultation eines Behandlers verschaffen.
Jeder Arzt, der sich selber behandelt, hat einen Esel zum Patienten. Was man dir angeboten hat, ist eine Chance, dass es dir auf die Dauer besser gehen könnte und die für dich erfolgsversprechend sein könnte.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten