"Angebot" eines 6-monatigen Jobcoachings durch das JC

Claus.

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Hallo Forum,
ich bräuchte mal wieder eure Hilfe ... mit Maßnahmen kenne ich mich nicht aus.

Also, mir ist als Retourkutsche für eine selbst gesuchte Stelle, die ich letzten Endes wegen Unzumutbarkeit des Arbeitsvertrages (sanktionsfrei^^) doch noch ablehnen musste, wobei bei der Gelegenheit auch noch eine LZA-Maßnahme dahingegangen ist,
nun ein 6-monatiges Jobcoaching vom JC angetragen worden.

Sagen wir mal vorsichtig: ich hab null Bock zu der Sinnlosmaßnahme, und glaube nicht wirklich daß dem Hobbypsychologen von dem Maßnahmeträger mein Leben oder meine Bewerbungen irgendwas angehen.
Jetzt bräuchte ich mal eure Meinungen, Ideen, Empfehlungen, ... und Einschätzungen (gerne auch als Prozentzahl^^) wie hoch oder niedrig wohl die Chance ist zum eine Sanktion zu dem Müll vor´m SG wieder gekippt zu bekommen.

Was ich bisher als Ideen habe:
- hab bereits an 5 - 6 Bewerbungstrainings teilnehmen "dürfen"; wenngleich die letzte Maßnahme nun schon ein paar Jährchen her ist;
- die mündliche (gibts da evtl. auch eine schriftliche?) Begründung für den Schrott lautet auf ´wir müssen jetzt mal wieder was machen´ und ´ich (SB) hab doch keine Zeit zu irgendwas´;
- ich hab die JC-SB-Tante beim das Angebot unterbreitenden Termin 3x vernehmlich gefragt ob sie mir etwa mangelnde Bewerbungsbemühungen vorwerfen wolle - hat sie alle 3x ausdrücklich verneint;
- bei dem MA-Träger war ich schonmal 3 lange Monate lang; der treibt das Elos dumm in der Gegend rumsitzen lassen auf die Spitze indem er die Zwangsbeglückten in einen ´Selbstlerncenter´ steckt;
- an dem "Meine Chance" hab ich auch schon mal teilgenommen, wenngleich das auch schon mehrere Jahre her ist und sich der Träger damals noch anderst nannte;
- meine Bewerbungsunterlagen brauchen nicht aktualisieren - hat sich nie was geändert; überarbeiten brauchen die ebenso nicht - die sind immer noch so wie mir das u.a. beim letzten "Meine Chance" vorgeschrieben worden ist; für die katastrophale Bewerbungs-Rücklaufquote einschl. der noch katastophaleren Quote hinsichtlich Vorstellungsgesprächen kann ich nix; und unnötige Praktikas bringen mich auch nicht in Lohn und Brot;
- allerdings^^ habe ich eine eigene Meinung hinsichtlich E-Mail-Bewerbungen (die ich aber evtl. auch haben darf - ich komme aus der IT); und
- "Optimierungen des Bewerberprofils" in der Jobbörse sind gleich kompletter Blödsinn - schon weil ich das Profil schon seit langem ausschließlich auf ´intern anonym´ veröffentlicht wissen will. (?)

Lässt sich hier evtl. auch noch gegen den ´selektiven Verbis-Zugriff´ schießen?

Übrigens bin ich mir gar nicht so sicher^^, ob ich den (neuen) Flyer zu "Meine Chance" überhaupt ausgehändigt bekommen habe? Denn der ist nur halbscharrig und fernab von mir auf den Tisch geworfen worden und völlig unnachvollziehbarerweise irgendwann während des eisigen Schweigens in einem der vielen unbeobachteten Momente zwischen meine Unterlagen gerutscht?

... ?


Grüße Claus
 

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Montekeule

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Hallo , ich bin auch mal in ein solches "Coaching" gerutscht ,und obwohl es ansich nicht schlimm war, und ich am Ende mehr oder weniger dort 2 mal die Woche hingefahren bin um an deren PC's Bewerbungen zuschreiben. Der "Coach" meinte selbst zu mir was ich eigentlich hier mache.....:icon_neutral:

Ich würde zum Termin gehen wenn Du kannst mit Beistand , obwohl das bei dem "Träger" so eine Sache ist , weil es ja nicht beim Jobcenter ist, da ist ein Beistand erlaubt ,beim Träger könnte es sein das er ihn ablehen kann wegen Hausrecht. Wenn Unterlagen auf dem Tisch landen durchlesen und fragen ob du sie zum prüfen mitnehmen darfst ,was Sie wenn ich das richtig verstanden habe nicht machen werden, dann einfach die Unterlagen nicht unterschreiben. Sie werden wohl versuchen dich zu sanktionieren nach "Die §§ 31 bis 31b SGB II sehen bei Nichtantritt oder Abbruch einer zumutbaren Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit Leistungsminderung vor." was aber auch wieder so eine Sache ist weil du ja da warst ,und zur Unterschrift können sie dich nicht zwingen und mitnehmen konntest du sie ja auch nicht, und abgebrochen hast du sie ja auch nicht weil sie noch nicht begonnen hat. Wird wohl erstmal ein Sanktionsbescheid kommen dem du dann Widersprechen wirst.


Ich hoffe das sich noch einer von den "Alten Hasen" dazu meldet.
 
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Ronald BW

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Ich frage mich was den Maßnahmeträger in deinem Fall das Bewerbungsprofil angeht
Das würde ich jetzt sofort den Zugriff unterbunden haben wollen
Hier geht es ja um eine Schulung und nicht darum das jemand externes in meinem Leben stochert
Zur Teilnahme und Durchführung dürfte ja wohl die Angabe des Namens reichen
 

abc123

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- "Optimierungen des Bewerberprofils" in der Jobbörse sind gleich kompletter Blödsinn - schon weil ich das Profil schon seit langem ausschließlich auf ´intern anonym´ veröffentlicht wissen will. (?)
Das und weil du meines Erachtens dem Maßnahmeträger den Zugriff auf Verbis untersagen kannst. Müsste vorher nicht die Datenfreigabe unterschrieben werden?

Übrigens bin ich mir gar nicht so sicher^^, ob ich den (neuen) Flyer zu "Meine Chance" überhaupt ausgehändigt bekommen habe? Denn der ist nur halbscharrig und fernab von mir auf den Tisch geworfen worden und völlig unnachvollziehbarerweise irgendwann während des eisigen Schweigens in einem der vielen unbeobachteten Momente zwischen meine Unterlagen gerutscht?
Muss die Zuweisung nicht die konkreten Zeiten, Ziele, Inhalte etc. enthalten?


Auf dem Flyer steht oben rechts etwas von Vermittlung...- vielleicht könntest du dies mit anbringen? Meines Erachtens darf die Vermittlung nur durch das JC erfolgen...

Vielleicht könnte man dem JC auch eine aktuelle Bewerbungsmappe zur Einsicht vorlegen, damit ersichtlich ist, dass hier kein weiterer Bedarf besteht?
 

Buerosklave

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Ich hätte auch ein Problem damit, die Datenfreigabe zu unterschreiben. Insbesondere deswegen, weil dann Tür und Tor geöffnet ist, dass dieser Laden einen wieder in Tätigkeiten zu vermitteln versucht, die man schon viele Jahre nicht mehr ausgeübt hat.

Die einzelnen Punkte zum Thema Bewerbungsunterstützung sind meines Erachtens sehr diskussionsfähig. "Online- und E-Mail-Bewerbungen" ? Ein Problem dabei ist, dass es sehr oft Größenbegrenzungen für Dateianhänge gibt oder man oft nur Lebenslauf und Zeugnisse anhängen kann. Was bitte soll man da großartig "optimieren" ? Was nützt es mir, wenn ich theoretisch eine 40MB große Bewerbungsmappe (inkl. jedem Schnickschnack) verschicken könnte, der Mailserver aber nach 10MB dicht machen oder die Webseite maximal Lebenslauf und Zeugnisse wollen ?

"Selbstvermarktungsstrategien" ? Was soll das sein ? Wie werde ich in 3 Wochen vom Mauerblümchen zum Draufgänger ? Will sagen: man kann nicht jemanden unter Zwang eine Art Auftreten aufzwingen, dass nicht zu der Person passt, das wirkt nur lächerlich.

Auch Thema Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche ist bei IT´lern (wie dem Threadersteller oder mir) eher sinnfrei...die meisten Vorstellungsgespräche in diesen Kreisen driften sehr schnell auf rein technische Belange ab. Haben Sie Fähigkeit X...ja oder nein? Haben Sie Fähigkeit Y...ja oder nein ? Und jemand vom Fach merkt sehr schnell, ob ein Bewerber die nötigen Fähigkeiten wirklich hat oder ob er nur die übliche "Das kann ich mir sicher schnell aneignen!"-Schiene fährt, wie sie in solchen "Vorbereitungskursen" gerne gefahren wird.

"Reflexionen der bisherigen Bewerbungen". Auch das ist bei IT´lern oft schnell abgehakt. Speziell dann, wenn offensichtlich ist, dass man nicht genommen wurde, weil man "nur" eine normale IT-Ausbildung hat und nicht das alternativ geforderte Informatikstudium.Und da ist man verdammt schnell weg vom Fenster. Dazu brauch ich keinen dahergelaufenen Dozenten, um das zu erkennen, das merk ich selbst. Da hilft auch kein "Schönreden".

"Optimierung des Bewerberprofils in der Jobbörse": Korrigiert mich,wenn ich falsch liege, aber das ist doch nicht mehr als die Berufsbezeichnung und die stupide Auflistung des Lebenslaufes. Den sinnvollsten Schritt könnte hier die BA/das JC selbst tun, indem sie nicht jede Phase der Arbeitslosigkeit mit reinschreiben würden. DAS schreckt die Arbeitgeber mehr ab als alles andere.

"Individuelle Berufswegeplanung". Auch wieder so´ne nette Sache, wo einem dann gesagt wird, dass einem bestimmte Kenntnisse fehlen. Kenntnisse, die man nicht erwerben kann, weil das Amt auch in Zukunft glaubt, mit einem weiteren Bewerbungstraining lässt sich sowas schon überspielen. Sprich: was nützt es, wenn der Maßnahmeträger offiziell "feststellt", dass die Chancen mit einer zielgerichteten Fortbildung steigen würden, das JC so eine Maßnahme aber nicht genehmigt ?
 

Ronald BW

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weil man "nur" eine normale IT-Ausbildung hat und nicht das alternativ geforderte Informatikstudium
Die Kenne ist maßgebend eher weniger die Offizielle Ausbildung und gerade in der IT ist es möglich sich abseits vom Mainstream einen Namen zu erarbeiten dann kommen Angebote, ist aber vom Prinzip her in jedem Job so, nur Ausbildung reicht nicht.
Das ist natürlich mit Arbeit verbunden deren Inhalt ich mir dann aber selber aussuche.
wenn ich eines gelernt habe für mich wäre eine Bewerbungsmappe vollkommen sinnlos, da würde mich keiner nehmen
und das wird bei über 50% der Jobs und Menschen so sein
 
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