Angebot einer Maßnahme - keine Erwähnung von Maßnahme in EGV (2 Betrachter)

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Bobbei

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Hallo Forum,

ich habe "Angebot einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Träger" erhalten inklusive Dauer der Maßnahme (3 Monate), Rechtsfolgebelehrung und Informationsblätter. Ich hatte dies auch mit meinem Bearbeiter besprochen.

In der EGV findet die Maßnahme jedoch keine Erwähnung, da diese abgeschlossen wurde, bevor die Maßnahme besprochen wurde.

Meine Frage ist, ob dieses "Angebot einer Maßnahme" unter diesen Umständen verpflichtend ist?

Ich habe bisher vor am ersten Tag der Maßnahme zu erscheinen und abzuwägen, ob ich diese fortführe. Bin mir aber unsicher, ob das als Annahme des Angebots interpretiert wird und somit ein eventueller sanktionierbarer Abbruch eintreten würde. Daher überlege ich, die Maßnahme nicht anzutreten.

Die geschwärzte EGV habe ich angefügt:

EGV Seite 1 geschwärzt.jpgEVG Seite 2 geschwärzt.jpgEGV Seite 3 geschwärzt.jpgEGV Seite 4 geschwärzt.jpg
 

Bobbei

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Hier das Angebot, eine "Erklärung über Kosten bei Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger" und Informationsblätter.

Angebot Maßnahme Seite 1 geschwärzt.jpgAngebot Maßnahme Seite 2 geschwärzt.jpgAngebot Maßnahme Seite 3 geschwärzt.jpgErklärung über Kosten bei Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger Seite 1 geschwärzt.jpgErklärung über Kosten Seite 2 geschwärzt.jpgInfo über FTEC geschwärzt.jpgInfozetterl Seite 1 geschwärzt.jpg
 
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faalk

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Ich habe bisher vor am ersten Tag der Maßnahme zu erscheinen und abzuwägen, ob ich diese fortführe. Bin mir aber unsicher, ob das als Annahme des Angebots interpretiert wird und somit ein eventueller sanktionierbarer Abbruch eintreten würde. Daher überlege ich, die Maßnahme nicht anzutreten.
Was wohl beides zu einer Sanktion führen würde.
Der SB kann einen auch ohne das eine Maßnahme in der EGV festgeschrieben wird, zu einer solchen zuweisen.

Ansonsten ist das "Angebot" wie immer. Wie immer lustlos vom SB niedergeschrieben.
-"Die Annahme von Arbeitsangeboten durch den MT" Is nicht, dazu ist selbiger garnicht befugt.
-AU geht an das JC und nicht an den MT wie gefordert.
-Fahrtkosten werden nicht an den MT abgetreten, sondern sind vom JC zu zahlen.

Die Kenntnissvermittlung enthält ja mal glei das komplette Repertoir, was der Arbeitsmarkt so hergibt. :wink:
Und das obligatorische Praktikum wurde natürlich nicht vergessen.
 

DonOs

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Hey, :welcome: im Forum, Bobbei

Eignungsfeststellung

Muß das Amt nicht vorher zwingend die Eignung des Elo durch ein Profiling durchführen?

Einer Eingliederungsvereinbarung (EGV) soll zwingend ein Profiling vorausgehen. Vor Abschluss der EGV muss zwingend ein umfassendes und systematisches Profiling (unter Einbeziehung der/des Arbeitssuchenden) erfolgen. Dabei sind die beruflichen Stärken und Schwächen, Erfahrungen und Neigungen der/des Arbeitssuchenden herauszufinden und festzuhalten. Dem Profiling muss ein intensives Beratungsgespräch folgen, bei dem auf der Basis der Ergebnisse des Profilings die konkreten Eingliederungsschritte vereinbart werden.
Man kann die Eignungsfeststellung doch nicht an eine private Firma auslagern?

Um eine Eignungsfeststellung durchführen zu können, bedarf der Maßnahme-Träger (MT) sensible datenschutzwürdige Unterlagen/ Aussagen von dir, wie zum Beispiel gesundheitliche Einschränkungen, Lebenslauf etc. pp. . Das geht über den Sozialdatenschutz hinaus. Der MT erhält Name+Anschrift, mehr ist für eine aktive Mitwirkung nicht nötig.

Die Zuweisung ist zu unbestimmt. Ich sehe keine Festlegung der Stunden, wann hat man wo den Tag abzusitzen (Mo-Fr 08.00-16.00Uhr z.B.). Das muß in der Zuweisung hinreichend bestimmt sein, daß kann nicht der Träger bestimmen.


Berufsfelder: Pflege; Hotel/Gastro; Verkauf; kaufmännisch.



Was ist der Inhalt der Maßnahme genau? Pflege oder Verkauf? Der Inhalt der Maßnahme muß konkret festgelegt sein, ein oder widerspricht sich da meiner Meinung nach.

Die "Erklärung" (Fahrtkostenabtretung/Verzichtserklärung) würde ich nicht nutzen, sondern wie bereits oberhalb erwähnt, direkt beim Amt beantragen.

Ein Fahrtkostenantrag als Vorschlag im Anhang:
 

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Zeitkind

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Zunächst einmal, herzlich willkommen im Forum. :welcome:
Daher überlege ich, die Maßnahme nicht anzutreten.
Das ist eine schlechte Idee und führt unmittelbar zur Sanktion. Hier sind andere (bewährte) Mittel gefragt, und wenn Du Dich auf lange Sicht unbeschadet halten willst, solltest Du diese Mittel auch nutzen.
Was ich aus der Zuweisung erkennen kann, sollst Du einem der zahlreichen Träger der Maßnahmeindustrie (ELO-Verwurstungsgesellschaft) zugeführt werden, um Dich dort in Vollzeit ausbeuten oder schikanieren zu lassen. Ich zähle mal die auffälligsten Ungereimtheiten auf:
Inhalt der Maßnahme: Bitte bringen Sie Ihrer Bewerbungsunterlagen mit.
Wenn, dann nur vollständig anonymisiert und ohne Lebenslauf. Meine Daten sind mein Heiligtum und gehen keinen Dritten etwas an.
Notwendige Kosten (z.B. Fahrtkosten) ... können übernommen werden.
"Können" ist keine bestimmte Zusicherung einer Kostenübernahme. Wenn Fahrtkosten als Beispiel aufgezählt wird, welche Kosten kommen denn dann noch auf einen armen ELO zu?
Zur Beantragung nutzen Sie bitte den Erklärungsbogen.
Den mit der Abtretungserklärung? Nix da. Die wollen doch nur die Bankverbindung und wohlmöglich den vervollständigten Datensatz verkaufen?
Für die Fahrtkosten zum Maßnahmeantritt hat bitteschön der aufzukommen, der mich dort hinschickt.
Zu den Mitwirkungspflichten zählen beispielsweise ... die Annahme von Arbeitsangeboten durch den Maßnahmeträger.
Davon abgesehen, daß "beispielsweise" in einem Verwaltungsakt das Bestimmtheitsgebot aushebelt, ist für Vermittlungsvorschläge noch immer die AfA zuständig.
Hinweise:
Erkranken Sie während der Maßnahme, haben Sie Ihrem MT die Zeiten Ihrer AU sofort mitzuteilen und ab dem ersten Tag durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen.
Das geht leider nicht, da die Bescheinigung schon mit der Post unterwegs ist, denn diese Bescheinigung ist innerhalb von 3 Tagen der Behörde JC vorzulegen.

Zum Maßnahmebeginn solltest Du gemäß Deiner Mitwirkungspflicht auf jeden Fall erscheinen. Dafür benötigst Du vermutlich Fahrtkosten, welche Du schriftlich nachweisbar vor Maßnahmebeginn beim JC beantragst. Sollte das JC tatsächlich für die Fahrtkosten zum Maßnahmetermin aufkommen, mußt Du den Termin auch wahrnehmen.
Beim MT jedoch nichts (auch keine Anmeldebestätigung oder Sonstiges) unterschreiben.
Alle vorgelegten Verträge und Papiere möglichst schnell einstecken, um sie in Ruhe prüfen zu können.
Bevor ich jetzt alles aufzähle, verweise ich Dich lieber an das Sammelsurium von @Pixelschieberin. Sie hat das sehr schön aufgelistet.
Zudem gibt es gerade hier im Unterforum viele ähnliche Sachverhalte, an denen Du Dich wunderbar orientieren kannst. :wink:
 

qwertz123

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Genau die gleiche Maßnahme machte ich auch mal im Frühjahr 2015, aber nur 9 Wochen (da ich später eingestiegen bin, sie lief schon) und Teilzeit (wegen meinen Minijob), das war in meinen Fall immer von 7:45 - 12:30 (die anderen waren bis 16 Uhr da). Ich war 3 Wochen da, 3 Wochen krank und dann wieder 3 Wochen da, Praktikum machte ich nicht durch die Kranktage ging der Kelch an mir vorüber :D. Meine Mitgefangenen waren extrem durchmischt, von 18 - 60 Jahren war alles dabei, von Leuten mit Abitur die ein Studium abbrachen bis zum versifften Klischee Hartzer der nach Bier stank war alles vertreten.

Ziemlich sinnloser Müll gewesen, es waren bei mir verschiedene "Unterrichtsfächer" ich versuche mich mal zu erinnern.
Elektrotechnik: Nur Theorie, ziemlich sinnfrei, wie ne Steckdose funktioniert, und sonstige total zurückgebliebenen Grundlagen.
Pflege: Wurde auch nur gelabert, was es für Krankheiten der älteren Leute gibt und grundlegendes über Altenheime eben, manchmal machten wir auch nichts und guckten einen Film.
Kaufmännisch: Der Dozent sah stockschwul und nicht ernstzunehmend aus und wirkte auch so, ich weiß garnicht um was es ging, ich konnte ihn einfach nicht zuhören ohne mich zu übergeben.
Hotel/Gastro: Wir wurden nur zugelabert wie man sich ernährt und kochten abundzu mal.
Maler: Mussten wir unter anderen ein Bild malen wie Kleinkinder.
Lager: Grundlegender Müll über Lagerhaltung was jeder Sonderschüler mit Alkoholkrankheit in kürzester Zeit in der Firma angelernt bekäme wurde vertieft und in Theorie behandelt.
Metal: Mussten wir irgendwelche dinge Feilen und Sägen nach Plan ähnlich wie der Werkunterricht 5/6 Klasse in der Schule.

Zum Glück machte ich es nur Teilzeit dass mir sehr viel Ekel erspart bliebe, die anderen berichteten mir am nächsten Tag ja immer davon was sie über sich ergehen lassen musste. Da es nur Teilzeit war und 9 Wochen und ich das mit den Kranktagen schon sicher einplante habe ich alles unterschrieben aus Angst vor nen unter umständen folgenden langen Vollzeitkurs.

Ich persönlich fand es eher erniedrigend und extrem sinnlos und unterschwellig wurde man behandelt wie ein Versager, wir machten z.b. einen "Ausflug" in die Stadtbibliothek auf die Frage was das soll kam nur "da kommen Sie man unter Menschen", über diesen Satz (Mir wurde ja indirekt unterstellt dass ich nur allein daheim rumsitze und ihre Hilfe brauche) regte ich mich sehr auf. Auch sonst hörte nie jemand zu und es interessierte sich kein Mensch für uns es war einfach nur ein stures abgesitze, wie offener Vollzug, ich machte zu 70% absolut nichts auser mit dem Handy zu spielen. Aber das ist nur meine persönliche Erfahrung in meiner Stadt, möchte jetzt niemanden Angst machen. Bei mir waren es auch viel mehr "Fächer" wie in diesem Fall.
 
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