Angebliche Einladung zum Vorstellungsgespräch einer Zeitarbeitsfirma nicht erhalten

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Frank71

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Hallo zusammen,

Ich Frage hier für einen Nachbarn von mir der zur Zeit keinen Internetzugang hat.

Folgender Fall hat sich ereignet...

Mein Nachbar bekommt einen VV mit RFB von einer Sklavenbude vom Jobcenter, er bewirbt sich auf den VV und meldet dieses auch dem Jobcenter zurück per Rücksendebogen und hört dann eine ganze Zeit lang nichts mehr von der Sklavenbude, was ja durch aus auch nicht unüblich ist.

Nun hatte mein Nachbar am Freitag einen Termin bei seiner SB, ich selbst war zugegen als Beistand, da wurde seitens der SB über den besagten VV gesprochen wo die SB mitteilte das die besagte Sklavenbude eine Rückmeldung an das Jobcenter gemacht hat, das die Bewerbung eingegangen sei, der Bewerber aber nicht zum Vorstellungsgespräch erschienen ist, darauf hin habe ich mich in das Gespräch eingeklingt und der SB mitgeteilt das mein Nachbar seine Mitwirkungspflicht im vollen Umfang erfüllt hat in dem er sich beworben hat und die Rückmeldung der Bewerbung ans hiesige Jobcenter gemacht hat.

Mein Nachbar teilte der SB mit das er keine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen hat und somit auch keine Kenntnis von dem angeblichen Vorstellungsgespräch hatte.

Die SB hat ihm die Aussage auch abgenommen und sagte zugleich aber noch das sie ihm eine Anhörung zusenden werde per Post wo er nochmal Stellung bezüglich des Vorfalls nehmen kann.

Was sagt man dazu, eine Sklavenbude scheist einen Bewerber beim Jobcenter an, die Bewerbung sei eingegangen, der Bewerber ist aber nicht zum Vorstellungsgespräch erschienen.

Mein Nachbar wird den Vorfall auch genau so in der Anhörung Schildern.

Sorry für den langen Text, aber kürzer ging es nicht.

Wie geht man jetzt am besten vor ?
 

Sorata

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Genau so vorgehen, wie du schon geschrieben hast. In der schriftlichen Stellungnahme kurz und klar mitteilen, dass keine Einladung für ein Vorstellungsgespräch ankam. Wenn das JC nicht das Gegenteil beweisen kann, ist eine Sanktion nicht rechtmäßig.
 

arbeitsloskr

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Hallo Frank71 und Sorata,

könnte man nicht auch Kontakt zu jener ZAF aufnehmen und um Klarstellung jenes Vorganges bitten, inkl. dem Nachweis, wann und wie eine Einladung versendet worden sein soll, da keine Einladung vorliegt?

Wobei dann natürlich die Frage ist, ob die ZAF dann wirklich wahrheitsgemäß antwortet und nicht nur nachträglich ein Schreiben fingiert erstellt.
 

Plochinger

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Hallo Frank71 und Sorata,

könnte man nicht auch Kontakt zu jener ZAF aufnehmen und um Klarstellung jenes Vorganges bitten, inkl. dem Nachweis, wann und wie eine Einladung versendet worden sein soll, da keine Einladung vorliegt?

Also wenn mein SB in letzter Zeit meinte er hätte eine Rückmeldung bekommen das ich mich auf einen VV+RFB nicht beworben hätte! Rufe ich bei der Firma egal ob ZAF oder nicht an und frage was der Mist soll ? ( Natürlich kann ich nachweisen das ich mich Beweorben hab) Aber einen Absichtlich reinreiten wollen da geh ich steil.. :censored:
 

Sorata

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Eigene Nachforschungen kann man natürlich machen, aber nur schriftlich, damit man was in der Hand hat. Hier im Forum habe ich vor einiger Zeit gelesen, dass jemand von uns einer ZAF in so einem Fall sogar mit Schadensersatzansprüchen gedroht, falls wegen der Schlamperei/unwahre Aussage der ZAF eine Sanktion eintreten sollte.
 

Solanus

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Das Problem ist doch:

1. Die ZAF behauptet das eine Einladung erfolgt wäre.
2. Die ZAF hat dies dem JC gemeldet.
3. Der LE hat keine Einladung bekommen.

zu 1. Behaupten können die viel und mit Sicherheit die Einladung auch vorlegen, nur der Eingang beim LE kann nicht bewiesen werden. Somit ist die Behauptung unbeweisbar.

zu 2. Die ZAF kann melden, was sie will. Aus der Meldung leitet sich aber kein Schadensersatzanspruch ab.

zu 3. Damit ist der LE von jeglicher Sanktion frei, weil der Zugang der Einladung müsste bewiesen werden. Eine bloße Behauptung ist kein Beweis und somit gilt die Einladung als nicht zugegangen. Dem LE kann und darf hier keine Sanktion ausgesprochen werden.

Wird eine Sanktion ausgesprochen, so gilt es die bei Gericht anzufechten, jedoch kommt dadurch immer noch kein Schadensersatzanspruch gegen die ZAF zustande. Die ZAF hat dem LE unmittelbar keinen Schaden zugefügt. Dies war das JC. Mittelbare Schäden geltend zu machen, dazu müsste m. E. der kausale Zusammenhang und der Vorsatz der ZAF bewiesen werden. Was letztendlich unmöglich erscheint.

Letztendlich sollte der LE bei einer Anhörung auch nur als Antwort formulieren, "Keine Einladung erhalten!" und eine Anhörung muss erfolgen vor einer Sanktion.
 

Frank71

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Hallo zusammen,

Die SB vom Jobcenter ist neu in dem Job und da vielleicht noch nicht so erfahren und um es richtig zu machen wollte sie die Anhörung nochmal schriftlich machen, gut dieses wiederum ist für meinen Nachbarn kein Problem, ich werde ihn in dem Fall unterstützen und wir werden kurz und knapp auf die Anhörung Antworten.

Die SB ist meinem Nachbarn erst vor kurzem als neue SB zugeteilt worden so die Aussage der SB.
 

Solanus

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Die SB muss die Anhörung machen. Es ist Verfahrensvorschrift. Macht sie es nicht, könnte es passieren, dass man der SB Verfahrensfehler vorwirft und dies macht sich bei einem Zeitvertrag schlecht, wenn es ums verlängern geht.

Außerdem hat die SB etwas schriftliches für die Akte. Die mündlichen Angaben des LE sind so wie mündliche Aussagen des SB, Schall und Rauch und ohne Beweiskraft. Deshalb auch immer wieder die Hinweise an alle LE, nur schriftlich zu kommunizieren und nichts mündlich zu machen.
 

Sorata

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Wenn der/die SB denkt, du hättest das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses durch negatives Bewerberverhalten im Voraus vereitelt, dann kann das passieren.
 

Frank71

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@Sorata...

Wenn der/die SB denkt, du hättest das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses durch negatives Bewerberverhalten im Voraus vereitelt, dann kann das passieren.

Man kann hier in keiner Weise von einem negativen Bewerberverhalten sprechen, da mein Nachbar sich Nachweislich auf den VV mit RFB beworben hat und dieses auch dem Jobcenter so mitgeteilt hat.
 

Frank71

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Hallo zusammen,

Heute hat mein Nachbar die Anhörung vom Jobcenter erhalten.

Ich werde mal Fragen ob er sie rausruecken tut um sie hier dann Anonym einzustellen.
 

karuso

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Dein Nachbar hat ja nun den Anhörungsbogen bekommen.Ich würde einfach reinschreiben sie sollen nachweislich belegen das dir der Brief Einladung zum Vorstellungsgespräch zugegangen ist.Sollte der Nachweis nicht geführt werden können und trotzdem eine Sanktion erfolgen wird man sich eben vor dem Sozialgericht wieder sehen müssen.
Da wäre ich fertig dem JC dann würde alles nur noch über Anwälte laufen.Ich habe damit kein Problem.:icon_mrgreen:
 

Frank71

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@karuso...

Bezüglich des beweisens bezieht sich das Jobcenter doch gerne auf die Aussage des Sklavenhändlers.

Die werden meinem Nachbarn das auf jeden Fall nicht beweisen können das er die angebliche Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hat.
 

Frank71

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@Solanus...

Letztendlich sollte der LE bei einer Anhörung auch nur als Antwort formulieren, "Keine Einladung erhalten!" und eine Anhörung muss erfolgen vor einer Sanktion.

Die Anhörung ist jetzt gegen Empfangsbestätigung beim Jobcenter eingereicht worden mit dem kurzen Satz..."Keine Einladung erhalten."

Und nun warten wir mal ab.
 
E

ExitUser

Gast
Zu Bewerbungsgesprächen bei ZAFn muss man heutzutage am besten auch einen Beistand mitnehmen, oder Zeugen haben.

Gab auch mal einen Bericht dazu (Monitor o. ä.)
Eigentlich sogar direkt zum Gespräch. Oder um Erlaubnis zum Mitschnitt für Trainingszwecke bitten, damit man sein Gesprächsverhalten hinterher auswerten kann und sein Bewerbungsgespräch verbessern kann ;) (Ja klar, utopisch, aber letztlich könnte man Lügerei der ZAFn nur so verhindern)

Ich hatte es auch mal, dass die mir drohten, sie sagen dem Amt ich wäre nicht da gewesen.
Eine Bestätigung, dass ich da war wollten sie mir verweigern.
Ich sagte, dann rufe ich sofort die Polizei als Zeugen und/oder Passanten.
So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie die Bestätigung plötzlich ausgestellt wurde.
 

Frank71

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Es ist ja echt schon Traurig was sich so manche Sklavenhändler einfallen lassen um an Personal zu kommen für Jobs die es garnicht gibt.
 
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