Angeblich kam eine Meldeaufforderung nicht an und nun werden Unterlagen gefordert, sowie bei weiterer Nichtmeldung mit Leistungseinstellung gedroht. Wie verhalte ich mich jetzt am besten?

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Wellenbrecher

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Guten Abend,

erstmal ein Dankeschön für die Zeit und das Lesen meines Falles.

Ich stecke momentan in einer interessanten Situation. Nach mehr als zwei Jahren habe ich wieder Post vom Jobcenter, als Bezieher von ALGII , bekommen.

Kurze Vorgeschichte:

Der erste Brief, eine Einladung zum Termin zum Besprechen der aktuellen der Situation, kam im Mai. Diesen habe ich mit einer Krankschreibung weggewischt, da ich seit Jahren an einer ärztlich festgestellten, chronischen Depression leide. Danach kam nichts mehr. Bis gestern.

Aktuelle Situation:

Ich bekam einen Brief. Diesen habe ich hier geschwärzt im Anhang drangehängt.

Mir sind folgende Punkte aufgefallen:

1) Es ist meine neue Sachbearbeiterin. Ich habe nirgendwo meine Telefonnummer angegeben noch das Einverständnis, dass ich telefonisch zu erreichen sei.
2) Besagte SB rief vor einigen Wochen bei meiner Mutter (Aufstockerin) an und hatte sie nach meiner Handynummer gefragt. So perplex meine Mutter (Jahrgang '56) in dem Moment war, gab sie diese an die SB weiter. Anschließend realisierend und etwas panisch, rief sie mich an und schilderte alles. Ich war natürlich etwas angepisst.

Wobei ich mich frage: Darf die SB meine Mutter ohne Ankündigung anrufen, um Daten herauszufinden?! Gibt es da nicht so etwas wie Datenschutz? Kommt mir sehr unprofessionell seitens der SB vor. Es ist einfach dreist.

ich bekam Anrufe von besagter SB , doch ignorierte diese. Anschließen bekam ich den Brief (siehe Anhang).

3) Im Brief steht, dass die SB mir eine angebliche Meldeaufforderung samt Termin geschickt hatte. Diesen Brief hatte ich nie erhalten. Meine Adresse ist korrekt, ich bin täglich zu Hause und checke jeden Tag meine Post. Andere Briefe, nicht vom JC , kommen auch immer an. Ich bin nicht ortsabwesend.
Ist das ein Fehler seitens der Post oder redet die SB nur Müll?

4) Ich habe die SuFu benutzt und im folgenden Faden in Erfahrung gebracht, dass es nur zu meiner Mitwirkungspflicht gehört, postalisch erreichbar zu sein und nicht telefonisch. https://www.elo-forum.org/threads/g...bcenter-die-telefonnummer-mitzuteilen.228590/
Das heißt die SB hat absolut kein Recht mich anzurufen, siehe Punkt 1.

5) Die geforderten Unterlagen kann ich nicht liefern. Lebenslauf ja, aber muss ich das? Im Brief ist keine Rechtsfolgenbelehrung.
Und einen Nachweis des Hausarztes. Was soll das überhaupt sein? Meine Krankengeschichte ist dem JC bekannt. Es steht nicht genau, was die SB jetzt von mir will.

Frage: Wie gehe ich jetzt vor?

Ich bin stinksauer und überlege mir einen Brief an sie aufzusetzen, in dem all die Punkte stehen, welche ich eben aufgezählt habe und dass ihr Verhalten unprofessionell und nicht akzeptabel ist. Dass sie mit leeren Drohungen bei mir nicht weiterkommt und ich sie an ihren Teamleiter/Geschäftsführer melde.

Siehe hier unter anderem: https://www.elo-forum.org/threads/a...n-zum-01-09-21-einstellen.223778/post-2657663

Sowas hatte ich noch nie erlebt.

Vielen Dank nochmal für's Lesen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
 

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earthwalker

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Also auf den Lebenslauf hat sie keinen Anspruch, auch nicht nach § 60 SGB I, auf den sie sich überhaupt nicht berufen kann, sondern nur die Leistungsabteilung. Lebenslauf ist auch keine leistungserhebliche Tatsache.
Beim Nachweis des Hausarztes müsste man wissen, was das für ein Nachweis ist und ob er evtl für die Erwerbsfähigkeit relevant.
Aber ansonsten kann sie den auch nicht fordern.
Die Hinweise auf der Rückseite dienen der Einschüchterung.
 

franzi

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Ich habe in all den Jahren des Leistungsbezuges nur einen einzigen SB gehabt, der von mir einen Lebenslauf sehen wollte.
Und dann nutzte er das dazu, um sich über dessen Inhalt lustig zu machen und mir sämtliche Qualifikationen abzusprechen, die ich je erworben habe.
Es wird also nur dazu genutzt, um den LE abzuwerten und zu demütigen. Für die Vermittlung spielte der Lebenslauf keine Rolle.
Falls der Lebenslauf nicht "gut genug" ist, kann es eventuell ein Anlass dafür sein, dass man in ein Bewerbungstraining gesteckt wird.
In meinem Fall war das aber alles formell korrekt und nicht zu beanstanden.
Ich wies den SB dann auch darauf hin, dass ich im LL alles wahrheitsgemäß angegeben habe und man ja nichts verschweigen oder aufhübschen darf.
 

Tralilala

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Ich glaube, das ist eine Drama-Queen. Alles halb so wild.

Wahrscheinlich ist es besser, sich erstmal angemessen ruhig zu verhalten.
Frage: Wie gehe ich jetzt vor?
Ich würde einfach einen Brief schreib, dass du Ihren Brief vom 29.07.22 erhalten hast. Einen anderen Brief hättest du nicht erhalten, bittest aber gerne um einen weiteren Termin.

Besagte SB rief vor einigen Wochen bei meiner Mutter (Aufstockerin) an und hatte sie nach meiner Handynummer gefragt. So perplex meine Mutter (Jahrgang '56) in dem Moment war, gab sie diese an die SB weiter.
... in einem weiteren Brief, ggf. auch in demselben Brief, Sie dazu aufforderst, deine Handynummer wieder zu löschen und dir das schriftlich zu bestätigen.

Darf die SB meine Mutter ohne Ankündigung anrufen, um Daten herauszufinden?!
Und wenn du auf Konfrontation aus bist: Dann schreib noch dazu, dass auch Sie sich an die geltenden Datenschutzregelungen und Gesetze halten muss. Sollte Sie nochmal einen solchen Verstoß wagen, wirst du rechtliche Schritte gegen Sie einleiten.

Das ganze dann per Einschreiben (am besten mit Unterschrift) raus.
Und nein; es ist ihr verboten, sich bei Nachbarn o.ä. über irgendwas zu informieren oder Informationen einzuholen. Inwieweit man da jetzt schon vorgehen kann, weiß ich nicht, und ob das jetzt schon sinnvoll ist, weiß ich auch nicht.

Das mit dem Lebenslauf und der Hausarzt würde ich ignorieren. Lebenslauf kannst du dann zum Termin mitbringen.
Hausarzt, PIA - woher weiß die das überhaupt?! Da bekommt die erstmal gar nichts. Was will die da haben, eine Krankmeldung, Arztbericht, Visitenkarten, Flyer? Mehr als eine Krankmeldung bekommt die auch nicht.

Und deine Mutter: Am besten du sagst ihr, sie soll über dich gar nichts sagen, egal wer anrufen wird. Keine Telefonnummer, ob du gerade Zuhause bist oder im Urlaub, ob du ein Mercedes hast, ob du gerade Krankgeschrieben bist, welche Krankheit du hast o.ä.
Die sollen dich alle selbst fragen (postalisch oder persönlich natürlich ;-) )
 

Pipps

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Diesen Brief hatte ich nie erhalten.
Wie sollte es auch, wenn der Postbote es nicht zugestellt hatte. Steht doch in dem Schreiben "Die letzte Aufforderung kam retoure zurück." Kann sein, das der Postbote nur dir das zustellen sollte, aber du warst gerade nicht zu Hause. Oder er konnte den Namen am Briefkasten nicht zuordnen und hatte es dann wieder zum JC zurück geschickt.. Ist jetzt nur eine Vermutung von mir. Die zweite Seite ist immer bei jeder Aufforderung dabei, nennt man Textbaustein. So oder so, das JC wäre sowieso nach § 37 SGB X Absatz 2 in der Beweispflicht.
 

Hyena

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Ich gestehe, dieser Gedankengang überrascht mich immer wieder:
Briefe kommen zurück, ich schreib einen, wo ich dieses erwähne . . .

Erinnert mich an einen Brief von meiner Vermieterin, den ich vor unzähligen Jahren bekommen habe, indem sie mir schrieb, ich sei bei der Adresse nicht mehr gemeldet :blink:
Hab sie natürlich direkt angerufen und sie musste dann selbst über ihren Brief lachen, weil eigentlich wäre der ja nicht zugestellt worden, wenn ich dort nicht gewohnt hätte - zumal ja dann auch keine Miete gekommen wäre :biggrin:. Damals war es irgendwo ein Datenfehler, den ich beheben konnte - denn aus unerklärlichen Gründen war ich beim Datenabruf nicht auf der Liste.

Ich fang mal beim kleinsten Gedankengang an:
Sind eure Briefkästen frei zugänglich oder muss man dafür ins Wohnhaus?
Habt ihr nur einen Schlitz in der Tür, wo der Briefräger alles reinballert für alle?
Gibt es einen Nachbarn mit ähnlichen Namen? (Ist einer alten Arbeitskollegin passiert, die hatte leider so einen "Mustermann" Namen, als der Techiker kam, hat der Nachbar diesen fort geschickt, weil er keinen bestellt habe - bis wir dies klären konnten :doh: Als wenn das nicht auffallen würde, wenn ein älter Herr und keine junge Frau die Tür öffnet)
 

Holler2008

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Besagte SB rief vor einigen Wochen bei meiner Mutter (Aufstockerin) an und hatte sie nach meiner Handynummer gefragt.
Darf die SB meine Mutter ohne Ankündigung anrufen, um Daten herauszufinden?!
Nein. Eventuell, da bin ich nicht sicher, wenn die Mutter zu deiner Bedarfsgemeinschaft gehört.

- Du kannst dich nun im Kundenreaktionscenter in Nürnberg über die SB beschweren,
- weiter beim Datenschutzbeauftragten deines Jobcenters
- und entweder beim Bundesdatenschutzbeauftragten, wenn du ein normales Jobcenter hast oder beim Landesdatenschutzbeauftragten, wenn dein Jobcenter eine Optionskommune ist.
Ob du eines davon machts, oder alle drei oder nichts, ist deine Entscheidung.

Nummer der SB kannst du im Handy sperren.

Im Forum gibt es eine Vorlage zur Löschung deiner Telefonnummer.

Im Brief steht, dass die SB mir eine angebliche Meldeaufforderung samt Termin geschickt hatte... Meine Adresse ist korrekt, ich bin täglich zu Hause und checke jeden Tag meine Post. Andere Briefe, nicht vom JC , kommen auch immer an. Ich bin nicht ortsabwesend.
Von mir bekämen die per onlinefax ein Schreiben, dass das dick markierte enthält.
Ob die Müll redet, wird man nie herausbekommen.

4) Ich habe die SuFu benutzt und im folgenden Faden in Erfahrung gebracht, dass es nur zu meiner Mitwirkungspflicht gehört, postalisch erreichbar zu sein und nicht telefonisch
Das ist korrekt. Siehe oben, du kannst Telefonnummern (Email auch) löschen lassen.
Geht auch ohne Vorlage:
Du schreibst du beantragst die Löschung deiner nicht vermittlungsrelevanten Daten im konkreten die Löschung deiner Telefonnummer und deiner Email-Adresse.
Eine Bestätigung erwartest du innerhalb 10 Tagen. (oder 14 wenn du großzügig bist)

Und einen Nachweis des Hausarztes
Dachte es ist hier die Krankschreibung gemeint.
 
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Sery

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Ach ja diese lieben SBs .
Diese Spielchen mit der Telefonnummer machen die Mitarbeiter des JC gerne.

Mein SB hatte aus einer alten Akte noch eine Nummer gefunden( habe sie vorher löschen lassen, aber das JC ,naja) jedenfalls rief die SB hier an obwohl ich ihr kurz vorher nochmal eine Telefonnummer verneint hatte.
Gleich fing sie natürlich mit der Fragerei an.

Ich habe ihr dann gesagt sie soll mir einen Termin geben und warum sie überhaupt anruft.

Den Termin hatte ich Abends sogar schon im Briefkasten gehabt.

Tja sogar das Jobcenter kann flott sein wenn es möchte.

Den Umschlag würde ich mir zeigen lassen und mich über den SB nicht aufregen
 

TazD

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Das BSG hatte dazu anders entschieden. Mal den Punkt (59.10) lesen:
Hast du nicht nur den Punkt 59.10 gelesen, sondern auch das dazugehörige Urteil? Vermutlich nicht, denn die Auslegung der BA hinsichtlich des Urteils ist mal wieder bemerkenswert. Das nach vorheriger Aufforderung eine Bescheinigung zur "Terminunfähigkeit" verlangt werden darf, steht nämlich nicht in dem angeführten Urteil.
Da steht vielmehr:
Entsprechend ist auch die mit einer Arbeitsunfähigkeit regelmäßig verbundene Vermutung, dass ein Meldetermin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrgenommen werden kann, im Streitfall von den Sozialgerichten zu überprüfen.
(BSG Urt. v. 9.11.2010 – B 4 AS 27-10 R, BeckRS 2011, 67910 Rn. 32, beck-online)
Das BSG sagt also aus, dass eine AU regelmäßig ausreichend ist und somit eine weitere Bescheinigung nur im Ausnahmefall verlangt werden darf. Ein Ausnahmefall liegt dann vor, wenn der Elo bspw immer zuuufällig zu den Terminen AU ist und ansonsten keine Dauer-AU besteht.
 
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Sery

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Valle-1@ das SBs im Jobcenter demütigen ist bekannt ,auch das es schon von der JC Leitung dies mh angedacht wurde ....
Soll ich dir mal meine erste Begegnung hier in der Stadt erzählen?
Ich war ein Jahr Elo und zog in eine andere Stadt.
Hier musste ich ja den Antrag neu beantragen.
Der SB war mehr als beleidigend. Es kamen Sprüche wie: schade dass ich nicht aus
.... komme ,dann könnte man mich abchieben
Dann trällerte er ein niedliches Liedchen mit netten Text a la Elos sind faul und Schmarotzer usw.
So ging es die ganze Zeit und nein ich bin weder schmuddelig oder schlodderig dahingegangen noch war ich frech oder sonst etwas.


Dann fehlten Zettel, und der Bescheid würde lange hinausgezögert,dann wurde mal vergessen das Geld zu überweisen ach und noch einiges
 

Merzen

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Klar, gilt das nicht für ALLE SBs, aber wer "Langzeitarbeitlos" ist, ist für das JC quasi wieder auf "Null" und hat quasi seine/ihre "Qualifikationen" nie erworben.

Das hat nix mit dem JC zu tun, sondern kommt von der AfA . Jeder, der länger als 5 Jahre aus dem Beruf raus ist, gilt als ungelernt. Dabei zählt auch nicht, ob jemand in den 5 Jahren arbeitslos war oder einfach einen anderen Job gemacht hat.
 

Holler2008

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Der SB war mehr als beleidigend. Es kamen Sprüche wie: schade dass ich nicht aus
.... komme ,dann könnte man mich abchieben
Dann trällerte er ein niedliches Liedchen mit netten Text a la Elos sind faul und Schmarotzer usw.
Und da sitzt du apatisch dabei und tust nichts? Vielleicht den Teamleiter holen lassen? Brief nach Nürnberg?
 

Hyena

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Anstatt dies zu einem "Erfahrungstread" auszuarten, würde mich die Rückmeldung unseres TE viel mehr interessieren.

Die einfachen Fragen zum Briefkasten wurden ja leider, trotz des Lesens hier nicht beantwortet
 

Sery

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Holler2008@ und was hätte eine Meldung gebracht? Nix ,der SB hätte es abgestritten und es wäre im Sande verlaufen zumal er Teamleiter war.
 

Hannes63

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Klar, gilt das nicht für ALLE SBs, aber wer "Langzeitarbeitlos" ist, ist für das JC quasi wieder auf "Null" und hat quasi seine/ihre "Qualifikationen" nie erworben.
Das hat nix mit dem JC zu tun, sondern kommt von der AfA . Jeder, der länger als 5 Jahre aus dem Beruf raus ist, gilt als ungelernt. Dabei zählt auch nicht, ob jemand in den 5 Jahren arbeitslos war oder einfach einen anderen Job gemacht hat.

"Interessante Sichtweise die sie da haben lieber SB "
"Da meine Qualifikationen aus der Schulzeit ja sogar noch länger her sind als meine Ausbildung, habe ich diese Kenntnisse natürlich gemäß ihrer Sichtweise dann wohl auch verloren"
"Von daher bitte ich, bevor Sie mich in Arbeit vermitteln wollen, also erstmal um einen neuerlichen 10-jährigen Schulbesuch um überhaupt erstmal wieder die Grundrechenarten und auch das Schreiben zu erlernen"

Einfach richtig schön doof stellen, wenn der SB das so haben will dann soll er es bekommen :biggrin:
 

Scholz

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Hallo,
Wobei ich mich frage: Darf die SB meine Mutter ohne Ankündigung anrufen, um Daten herauszufinden?! Gibt es da nicht so etwas wie Datenschutz? Kommt mir sehr unprofessionell seitens der SB vor. Es ist einfach dreist.
Hast du dem JC irgendwann mal eine schriftliche Vollmacht für deine Mutter eingereicht oder ist deine Mutter deine Betreuerin und das ist dem JC bekannt?
Wenn nicht, ist das eindeutig rechtswidrig bei volljährigen mündigen Kunden irgendwelche Dritten nach Auskünften zu fragen.
Du könntest eine Beschwerde an den Landesdatenschutz (Optionskommune ) oder Bundesdatenschutzbeauftragten (echtes JC ) schicken. Wenn du deine Mutter in dem Schreiben mit unterschreiben lässt, dass die Schilderungen so zutreffen (dass sie vom JC angerufen wurde und nach deiner Nummer gefragt wurde), wird der Bundes/Landesdatenschutzbeauftragte im JC eine Ansage machen, die die SB so schnell nicht wieder vergessen wird.
Parallel die Löschung deiner Telefonnnummer (und Mailadresse - falls dort bekannt) schriftlich beantragen. Dann ist wieder Ruhe.

3) Im Brief steht, dass die SB mir eine angebliche Meldeaufforderung samt Termin geschickt hatte. Diesen Brief hatte ich nie erhalten. Meine Adresse ist korrekt, ich bin täglich zu Hause und checke jeden Tag meine Post. Andere Briefe, nicht vom JC , kommen auch immer an. Ich bin nicht ortsabwesend.
Ist das ein Fehler seitens der Post oder redet die SB nur Müll?
Das kannst du ganz einfach selbst prüfen:
Im Rahmen der DSGVO eine Kopie des Schreibens vom 08.07.22 bitten zuzüglich des Nachweises, dass dieser Brief als unzustellbar zurückgekommen war. Das JC hat 1 Monat Zeit dir die Kopien zu schicken. Dann siehst du, ob die SB die Einladung erfunden hat, oder ob es wirklich ein Problem bei der Postzustellung gab.

Ich bin stinksauer und überlege mir einen Brief an sie aufzusetzen, in dem all die Punkte stehen, welche ich eben aufgezählt habe und dass ihr Verhalten unprofessionell und nicht akzeptabel ist. Dass sie mit leeren Drohungen bei mir nicht weiterkommt und ich sie an ihren Teamleiter/Geschäftsführer melde.
Effektiver ist: Im Rahmen der DSGVO Antrag auf Kopien ALLER personenbezogenen Daten (deiner gesamten Akte) stellen. Darauf hast du einen Rechtsanspruch, dass der Stapel Kopien binnen eines Monats bei dir zu Hause ist. Die SB wird dafür einige Stunden am Kopierer und Drucker stehen müssen. Viel effektiver als irgendeine Beschwerde.
Anschließend kannst du die Akte prüfen und bei zukünftigen Meldeterminen wird systematisch jeder noch so kleine Fehler in er Akte breit getreten und auf Korrektur bestanden.
Schon hast du sinnvolle Gesprächsthemen für die Meldetermine (Korrektur deiner Akte) und die SB wird dich nach ein paar Terminen "leider" so schnell nicht mehr einladen, da sie sicher keine Lust hat stundenlang über Fehler in der Akte zu diskutieren. ;)
 

Echogamer

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@Merzen
Jeder, der länger als 5 Jahre aus dem Beruf raus ist, gilt als ungelernt.
Das ist so nicht ganz richtig.

1. Einmal erlernte Berufsabschlüsse jeglicher Art, mit Einzelausnahmen, bleiben ein Lebenlang erhalten und behalten die Gültigkeit, egal was für eine Tätigkeit man ausübt.
Deine Abschlüsse können nur durch Uni´s, IHK, etc. aberkannt werden und auch nur dann, wenn Dir Betrug bei der Erlangung des Zertifikats nachgewiesen werden kann. SB ist dazu sicher nicht berechtigt.

2. Empfänger von Leistungen des SGB II sind verpflichtet jede zumutbare Arbeit auszuüben.

Also lasse Dir nie Deine Qualifikationen absprechen. Auch wenn schon mehrere Jahre vorbei sein sollten, lass Dir nie erzählen, dass Deine Ausbildung verfallen wäre.
Das Jobcenter behauptet zwar gerne, dass man ab einer gewissen Zeit als Ungelernter gilt,
dabei berufen sie sich auf einen Paragraphen aus dem SGB III. Das ist aber völliger Nonesinns :icon_evil: Denn Der Paragraph sagt vielmehr aus, dass auf Weiterbildung zu plädieren ist. Mehr aber auch nicht :wink:

Mehr zum Thema, ob man nach mehreren Jahren als ungelernt gilt, kann man z.B. in folgendem Thread nachlesen. Da wird alles sehr schön beantwortet:
 
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Tralilala

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Ich stimme @Echogamer zu.
Dieses "Nach x Jahren ist man ungelernt" ist wohl auch nur eine Floskel, die gerne genutzt wird, um irgendwo anders hin zu vermitteln. "Nach x Jahren gilt man als ungelernt" halte ich für Unsinn. Es erniedrigt nur den Kunden ein Stück weit in meinen Augen. Klar, nach ein paar Jahren muss man sich wieder einfinden, es ist erstmal schwieriger usw. aber es macht eine Ausbildung nicht unwirksam.
Ein erworbener Beruf bleibt auch erworben.

Besonders lustig:
Will man eine weitere Ausbildung machen und stellt einen Antrag auf Förderung, heißt es, man habe schon einen Beruf/Ausbildung und deswegen kann es nicht mehr gefördert werden. Da zählt es auf einmal nicht mehr, ob man in seinem Beruf gearbeitet hat oder ob dieser 5, 10 oder 20 Jahre zurückliegt.

Das Gleiche gilt auch beim Arbeitgeber: Arbeitet mit in seinem Beruf wieder weiter, wird in der Regel der Beruf anerkannt und man ist in einer höheren Entgeltgruppe. Da sagt auch keiner, sorry, inzwischen zählst du als ungelernte Kraft...



Im Rahmen der DSGVO Antrag auf Kopien ALLER personenbezogenen Daten (deiner gesamten Akte) stellen. Darauf hast du einen Rechtsanspruch, dass der Stapel Kopien binnen eines Monats bei dir zu Hause ist. Die SB wird dafür einige Stunden am Kopierer und Drucker stehen müssen.
Halte ich für überzogen.
Der Threadersteller hat seit 2 Jahren keinen Kontakt gehabt. Jetzt kommt ein neuer Sachbearbeiter, denn er zuvor noch nie gesehen hat.
Deshalb halte ich es für unnötig, schon jetzt mit großen Sachen zu kommen. Er hat einen Brief bekommen und einen Telefonanruf. Das war es.
Er soll erstmal einen Termin wahrnehmen und ihn kennenlernen. Vielleicht läuft dann alles seine normalen Bahnen. Aber warum schon im Vorfeld alle Geschütze auffahren. Der Neue ist halt engagiert und muss irgendwie Kontakt aufnehmen. Mehr ist das gerade nicht. Und das mit der Leistungseinstellung wird ja in jedem Schreiben erwähnt. Es ist ein Textbaustein.


Der SB steht übrigens nicht Stunden am Kopierer und Drucker. Oft sind das andere Leute und auch andere Abteilungen, die das machen (müssen). Zumal der SB für "seine Zeit und seinen Bereich", aktuell relativ wenig zu tun hätte. Bei nur einem Brief und keine persönlichen Termine...

DSGVO Sachen würde ich erst auspacken, wenn es Hart auf Hart kommt. Die zweite Sperre o.ä. Aber davon sind wir hier weit entfernt.
 

Merzen

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1. Einmal erlernte Berufsabschlüsse jeglicher Art, mit Einzelausnahmen, bleiben ein Lebenlang erhalten und behalten die Gültigkeit, egal was für eine Tätigkeit man ausübt.
Dieses "Nach x Jahren ist man ungelernt" ist wohl auch nur eine Floskel, die gerne genutzt wird, um irgendwo anders hin zu vermitteln. "Nach x Jahren gilt man als ungelernt" halte ich für Unsinn. Es erniedrigt nur den Kunden ein Stück weit in meinen Augen. Klar, nach ein paar Jahren muss man sich wieder einfinden, es ist erstmal schwieriger usw. aber es macht eine Ausbildung nicht unwirksam.
Ein erworbener Beruf bleibt auch erworben.

Selbstverständlich bleiben die Abschlüsse erhalten.

Es dreht sich bei der AfA um die Vermittelbarkeit. Die sagen, wer 5 Jahre aus dem Beruf raus ist, ist einfach nicht mehr up to date im Job. Bei so Berufen wie Steuerfachangestellte oder Buchhalter ist das extrem, da kann sich in 5 Jahren so viel ändern, dass man einfach keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hat.
 

Echogamer

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Selbstverständlich bleiben die Abschlüsse erhalten.
Ok, in dem Punkt sind wir uns einig.

Die sagen, wer 5 Jahre aus dem Beruf raus ist, ist einfach nicht mehr up to date im Job.
Wie gesagt, der Paragraph aus dem SGB III bezieht sich in so einem Fall eher auf eine Weiterbildung.
Sollte man also schon einige Jahre aus dem gelernten Beruf raus sein, könnte man also eine Weiterbildung in dem Bereich beantragen, um anschließend wieder mehr "up to date" im gelernten Beruf zu sein :wink:

Des Weiteren kann einem das JC ebenso wenig verbieten, sich auch weiterhin auf Stellen im gelernten Beruf zu bewerben.
Allerdings kann dass JC trotzdem verlangen dass man sich parallel auch auf jede andere, zumutbare Stelle bewirbt (z.B. auf VV ).
 
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Holler2008

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und was hätte eine Meldung gebracht? Nix ,der SB hätte es abgestritten und es wäre im Sande verlaufen zumal er Teamleiter war.
Dass er Teamleiter war, sagst du aber erst jetzt, nicht in dem Post, auf den ich geantwortet habe. Aber auch ein Teamleiter hat Vorgesetzte.

Du weißt nicht, wieviel Beschwerden über den schon reinkamen. Auch wenn er es immer abstreitet, fällt das irgendwann auf. Als nächsten Schritt, hättest du zukünftig nur noch mit Beistand zu deinen Terminen gehen können.
 
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