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Angaben im (anonymen) Bewerberprofil der Jobbörse

nightangel

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Hallo,

Durch einen anderen Thread hier bin ich grade mal wieder auf die Idee gekommen mein (anonymes) Bewerberprofil in der Jobbörse aufzusuchen und rein zu schauen.
Nun steht da unter Berufserfahrung mein letzter Aushilfsjob (eine Woche Urlaubsvertretung), was ja so weit ok ist.
Aber darf da auch angegeben werden was ich da verdient habe?

xx.xx.2014 - xx.xx.2014 Kassierer/in (Handel) (Nebenbeschäftigung)
Beschreibung: xxx,-€

So steht es da drin. Und nein es steht unter Beschreibung nicht 400€ Basis o.ä. drin sondern der genaue Lohn (aber auch glatte Summe).
Darf sowas da drin stehen? Das geht doch niemanden etwas an.
 

franky0815

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ob das drinstehn darf kann ich dir nich sagen, du kannst aber mit deiner/deinem sb sprechen das sie das rausnehmen wenn du das nich willst.
bei mir hatten die im LL die ganzen krankheitstage drin, immer schön die zusammenhängenden tage laut au, dass is dann auch eine art jobabwehr, wenn man so will.

auf nachfrage wer das war, wollte das natürlich niemand gewesen sein, sie haben es dann aber auch sofort geändert.
 

nightangel

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Habe das Profil gerade mal genauer mit meinem Lebenslauf verglichen, da müsste fast alles geändert werden. Das stimmt hinten und vorne nicht.
Aus knapp 2 Jahre Nebenjob wurdem mal eben 3 Monate Nebenjob.
Bei einer anderen Tätigkeit wurden aus 9 Monaten mal eben 4 1/2 Monate gemacht.
Mehrere Aushilfstätigkeiten im immer selben Betrieb kriegt jedesmal eine andere Branche zugewiesen, die alle nicht stimmen usw. usf.

Werde der wohl beim nächsten Termin mal wieder meinen Lebenslauf mitnehmen und sie auffordern das alles entweder zu korrigieren oder das Profil ganz zu löschen. Bringt doch eh nichts, die ganzen Jahre über hat sich da nicht ein AG drauf gemeldet.
Wobei ich sie vor einigen Jahren schon drauf hin gewiesen habe das da zwei Branchen falsch waren, es wurde damals schon nicht geändert. :icon_rolleyes:
 

Texter50

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Ich habe auch nach dem Ende von ALG I das Profil gelöscht. Da stand jetzt die ganz große Korrektur an - das musste alles neu eingetragen werden. :icon_lol:
Meinem neuen SBchen habe ich nen Zettel mit korrigierten Daten gegeben, das hat die sehr sorgfältig erledigt - muss ich schon sagen.

Ich habe mich nämlich gefunden, zumindest auf dem Sklavenmarkt. :eek:
 

Musterfrau

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In dem gleichen Zusammenhang habe ich auch eine Frage:

Offenbar dient der Fragebogen im ALG I Antrag in erster Linie zur Erstellung eines Bewerberprofils wie hier besprochen. Soweit ich mich erinnere, werden diese Daten von der Behörde irgendwann gelöscht und müssen jedes Mal auf´s Neue erhoben werden.

Was aber macht man, wenn man in seinem offiziellen Lebenslauf Jobs von wenigen Wochen nie aufführt und daran weiterhin festhalten will? Immerhin soll man mit der Unterschrift im Antrag quittieren, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind.

Das entsprechende Profil in der Jobbörse wird bislang selbst betreut. Wie kann man vermeiden, dass die Behörde dort in der von anderen geschilderten Weise herumfuhrwerkt?
 

Texter50

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In dem gleichen Zusammenhang habe ich auch eine Frage:
Offenbar dient der Fragebogen im ALG I Antrag in erster Linie zur Erstellung eines Bewerberprofils wie hier besprochen. Soweit ich mich erinnere, werden diese Daten von der Behörde irgendwann gelöscht und müssen jedes Mal auf´s Neue erhoben werden.
Die verwahren die meisten Daten 5 Jahre, soweit ich weiß. Das hat mit dem Profil allerdings nix zu schaffen, das kannste selber löschen, wenn Du grad mal nicht im Bezug stehst. :icon_mrgreen:

Was aber macht man, wenn man in seinem offiziellen Lebenslauf Jobs von wenigen Wochen nie aufführt und daran weiterhin festhalten will? Immerhin soll man mit der Unterschrift im Antrag quittieren, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind.
Mein richtiger Bewerbungslebenslauf weicht auch von dem im Profil ab, ist einfach ausführlicher und gut is. Wer will das prüfen / vergleichen? :biggrin:

Das entsprechende Profil in der Jobbörse wird bislang selbst betreut. Wie kann man vermeiden, dass die Behörde dort in der von anderen geschilderten Weise herumfuhrwerkt?
Für diesen Fall solltest Du ein eigenes Profil neben dem vom JC anlegen. Dann hast Du die Alleinherrschaft.
Im Profil des JCs wurschtelt jeder rum, der sich gerade berufen fühlt. Das wird so natürlich nicht wirklich besser... :icon_knutsch:
 

Musterfrau

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Danke!

Stand da nicht in der Jobbörse irgendwo bei Erstellung des Profils, dass man vorab schon seine Einwilligung geben könne, dass die Behörde damit im Ernstfall arbeitet? Habe das Kreuzchen jedenfalls nicht gesetzt.

Wenn beide Profile nicht übereinstimmen, dürfte schon auffallen, weil ja auch die Zeiten der jeweiligen Tätigkeiten aufgeführt werden. Hoffe nur, ich habe eine Chance, dass das Arbeitsamt - anders als ich - nicht auch noch die Arbeitgeber namentlich nennt. Am liebsten wäre es mir tatsächlich, wenn es nur ein Profil - nämlich das von mir in liebevoller Handarbeit erstellte - gäbe und nur ich Zugriffsrechte besitze.
 

Claus.

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Ganz auf die schnelle, mir fehlt grad die Zeit zu mehr:

der Käse ist hauptsächlich im § 67 SGB X geregelt. Die Rechtskommentare dazu sprechen da eine "etwas" andere Sprache wie die ganzen SB´s.

Für die Veröffentlichung muß eine Zustimmung des "Kunden" vorliegen, die auch jederzeit wieder folgenlos widerrufen werden kann.
Daß man dabei der Veröffentlichung nicht vollständig widersprechen kann, liegt schlicht nur an einer Begrifflichkeiten-Herumeierei.

Nur auf JC- /BA- Monitoren sichtbar ist Veröffentlichungsstatus "intern anonym". Dem kann wohl oder übel nicht widersprochen werden.
Aber dem Veröffentlichungsstatus "anonym" und den beiden anderen noch vorhandenen kann sehr wohl widersprochen werden, da sind nämlich die Daten dann von jedermann im öffentlich zugänglichen Internet einsehbar. Und das Profil schauen sich m.E.n. ausschließlich unseriöse Firmen an.

Man kann ergo auch einer jeden einzelnen Teilangabe widersprechen; Vermittlungsrelevant ist sowieso nur äußerst wenig, der vollständige Lebenslauf gehört da ebenso wenig dazu wie daß außer BA /JC noch jemand direkten Einblick in die Daten hat.

Von der Definition des Begriffes "Anonym" haben sowieso noch die wenigsten SB´s gehört. Die wohl meisten Profile sind eher lediglich Pseudonymisiert, oder gleich komplett offen.
 

Musterfrau

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Habe jetzt an der von Dir zitierten Stelle nachgeschaut (Danke!), bin aber nicht so recht schlau geworden. Ich frage daher ´mal ganz direkt und simpel:

Darf ich der Agentur für Arbeit untersagen, überhaupt ein Profil für die Jobbörse von mir zu erstellen und zu verwenden?

Immerhin besitze ich ja schon eines, das ich nicht löschen werde und auf das ich die garantiert nicht werde zugreifen lassen. M. E. besteht dazu auch keine Pflicht. Ein weiteres Profil wäre also überflüssig.

Warum mich das ganze so beschäftigt: Ein Arbeitgeber, der mithilfe des Arbeitgeberservice eine Kraft suchte (nicht anonym), hatte anhand meines mit der Bewerbung übersandten Lebenslaufes mein Jobbörsenprofil entdeckt. Frank und frei hat er mir erzählt, den AG-Service kurzerhand um Preisgabe der Identität des Profilinhabers gefragt zu haben. Leider konnte die Agentur aber nicht darauf zugreifen, sondern nur mitteilen, dass das Profil nicht von ihr, sondern dem Bewerber (also mir) erstellt wurde.

Nicht nur, dass es also irgendwo Kennziffern gibt, wonach sich die Autoren zumindest verwaltungsintern unterscheiden lassen, darf man offenbar getrost davon ausgehen, dass die Bewerberdaten keineswegs anonym behandelt werden.
In einem anderen Fall wurde ich, nachdem ich mich "freiwillig" (also ohne Kenntnis/Aufforderung der Agentur) beworben und nichts von Arbeitslosigkeit erwähnt hatte, im Gespräch damit konfrontiert. Auch hier hatte der Arbeitgeberservice geplaudert, nachdem man sich nach mir erkundigt hatte.
 

Claus.

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Darf ich der Agentur für Arbeit untersagen, überhaupt ein Profil für die Jobbörse von mir zu erstellen und zu verwenden?
Jein ...
die Sache ist gerichtlich noch bei weitem nicht ausdiskutiert. Wie ich damit vor dem SG war hab ich selber absolut keine Urteile dazu gefunden, und mein SG lediglich ein Urteil des bay. LSG; und das haben die wohl aus gutem Grund nicht weiter beachtet weil es da möglicherweise auch seitens der LSG-Richter eine Unklarheit bezüglich der Begrifflichkeiten gab.

Eine Schwierigkeit bei dem ist, daß das was wir als Jobbörse verstehen, gleichzeitig ein Teil von Verbis ist. Und die Verbis-Daten brauchen die im JC natürlich.

Eine weitere Schwierigkeit ist, daß lediglich "Selbstinformationseinrichtungen" gesetzlich geregelt wurden. Das waren jedoch in Vor-Internet-Zeiten die (halböffentlich) zugänglichen SIS-Bildschirme in den Arbeitsämtern (und die sind lt. Kommentarwelt auch erst ein paar Jährchen nach deren Einrichtung auf eine gesetzliche Grundlage gestellt worden). Das Internet gilt nun notgedrungen auch als Selbstinformationseinrichtung.

Und schon ist das nächste Problemchen ... unsere Daten liegen irgendwo auf einem zentralen Server, möglicherweise in Nürnberg. Der Zugriff auf diesen Server erfolgt über das Internet; und jetzt erkläre mal einem sozial angehauchten Büromenschen ala Richter den Unterschied zwischen dem (öffentlich zugänglichen) Internet und einer (behördeninternen) VPN-Internet-Verbindung.


Ich weiß leider immer noch nicht, ob hier Auszüge aus Rechtskommentaren erlaubt sind. Schick mir per PN eine Emailadresse, und ich könnte dir ein paar MB meines letzten Unibib-Ausfluges zuwerfen.
 

Musterfrau

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Danke Dir, Claus!
Kann man bzgl. der Rechtskommentare keinen Link setzen?
Ein wenig Luft habe ich noch.... Bis dahin bestelle ich mir wohl ´mal eine aktuelle Ausgabe des Leidfadens für Arbeitslose.

Zum Thema Datenschutz bin ich ja schon wieder unangenehm aufgefallen: Da weigere ich mich, in sehr guter Hörweite wartender Leidensgenossen meine Arbeitsfähigkeit zu besprechen und verlange auch noch den Namen meiner Gesprächspartner...

Gestern kam mir so in den Sinn, wegen solcher Fragen vielleicht einmal den Datenschutzbeauftragten der Agentur zu belästigen. Immerhin sollte der sich ja auskennen....
 

Claus.

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Kann man bzgl. der Rechtskommentare keinen Link setzen?
Du willst eine Anfahrtsbeschreibung zu der Bibliothek? :biggrin:
Die wirklich guten Kommentare gibts m.W.n. nur in Ziegelsteinform; oder allerhöchstens noch als gut gesicherte, massiv teure, Datenbank.

Oder du klärst mit der Forenleitung ab, ob hier Auszüge reinstellen erlaubt ist. Ich hab erst 2x angefragt ...

Datenschutzbeauftragten der Agentur ... belästigen. Immerhin sollte der sich ja auskennen....
:icon_lol: Ich vermute nur, daß die fürs ´nichts wissen´ und Klappe halten bezahlt werden.
 
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